Die Kunst des Aperitivos ist ein fester Bestandteil der italienischen Kultur und eine der bekanntesten Traditionen Italiens, die das Zusammenleben der Menschen prägt. In diesem Kontext haben sich alkoholfreie Alternativen wie Crodino als beliebte Wahl etabliert, insbesondere für Schwangere, die auf Alkohol verzichten müssen.
Crodino: Der italienische alkoholfreie Aperitivo
Crodino ist der alkoholfreie Spritz aus Italien, der noch heute nach dem Originalrezept aus dem Jahr 1965 hergestellt wird. Sein bittersüßer Geschmack ist raffiniert vollmundig, unverkennbar und doch überraschend. Crodino entstand im Jahr 1965 in Italien, als lokale Unternehmen in Zusammenarbeit mit Herbalisten und Flavoristen nach einem neuen alkoholfreien Getränk suchten. Durch die Erforschung und das Testen neuer Geschmackskombinationen mit hochwertigen Kräutern, Gewürzen, Hölzern und Wurzeln aus aller Welt gelang ihnen ein einzigartiges Rezept. Der bittersüße Geschmack von Crodino ist heute genauso überraschend wie damals. Seine spritzige Leichtigkeit, die sich mit den bittersüßen Aromen verbindet, machen Crodino schnell zum Aperitivo-Favoriten in Italien. Das Originalrezept hat die Zeit - mehr als 50 Jahre - überdauert und macht Crodino noch heute zum Inbegriff eines kulturellen Erlebnisses, das positiver, simpler und inklusiver kaum sein könnte.
In Crodino lebt eine italienische Tradition: die Kunst des Aperitivo. In der Kultur Italiens ist der Aperitivo ein immer wiederkehrender Moment des sozialen Miteinanders. Am besten trinkt man Crodino in einem langstieligen Weinglas auf viel Eis und dekoriert mit einer frischen Orangenscheibe, um die aromatischen Noten des Getränks zu unterstreichen. Für einen perfekten, alkoholfreien Spritz-Genuss kann man einfach einen Schuss Sodawasser hinzufügen. Crodino hat einen überraschend reichhaltigen Geschmack, der köstlich spritzig und wunderbar bittersüß ist. Das 50 Jahre alte Rezept, das für den bittersüßen und überraschend vollmundigen Geschmack von Crodino sorgt, wird gut gehütet. Bekannt ist, dass zu den sorgsam ausgewählten Zutaten hochwertige Kräuter, Gewürze und Wurzeln aus aller Welt zählen. Das Rezept ist seit über 50 Jahren unverändert geblieben.

Chinin in Getränken: Risiken während der Schwangerschaft
Tonic- oder Bitter Lemon-Getränke tragen oft den Hinweis "chininhaltig". Chinin ist ein bitter schmeckendes, kristallines Pulver, das aus der Rinde des Chinarindenbaums (Cinchona pubescens) gewonnen wird. In der Medizin wird das Alkaloid zur Behandlung von Malaria und nächtlichen Wadenkrämpfen eingesetzt. Chinin wird aber auch als Geschmacksstoff verwendet, vor allem in Getränken wie Tonics (Tonic Water) und bitteren Zitronenlimonaden (Bitter Lemon). In größeren Mengen konsumiert, kann Chinin gesundheitlich problematisch sein.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sieht insbesondere für Schwangere Risiken. In der wissenschaftlichen Literatur wird über "Entzugserscheinungen" bei einem Neugeborenen berichtet, dessen Mutter während der Schwangerschaft täglich über einen Liter Tonic Water getrunken hatte. 24 Stunden nach der Geburt wurde festgestellt, dass der Säugling nervös zitterte und in seinem Urin Chinin nachgewiesen werden konnte.
Wegen ihres leicht bitteren Geschmacks sind chininhaltige Getränke beliebte Durstlöscher, die gerade in den Sommermonaten in größeren Mengen getrunken werden - auch von Schwangeren. Menschen, denen vom Arzt aufgrund bestimmter Krankheitsbilder wie Tinnitus, Vorschädigung des Sehnervs, bestimmten Formen der hämolytischen Anämie oder einer Überempfindlichkeit gegenüber Cinchonaalkaloide von der Einnahme von Chinin abgeraten wird, sollten ebenfalls auf chininhaltige Lebensmittel verzichten. Wer Herzrhythmusstörungen hat oder Arzneien einnimmt, die mit Chinin Wechselwirkungen zeigen, wie etwa blutgerinnungshemmende Medikamente, sollte chininhaltige Limonaden nur nach Rücksprache mit einem Arzt trinken.
Kennzeichnung und Unverträglichkeiten
Schon heute müssen chininhaltige Getränke gekennzeichnet werden. Die Anzeichen einer Chinin-Unverträglichkeit, die bei bestehender Überempfindlichkeit bereits nach dem Konsum kleiner Chininmengen auftreten können, sind nach Ansicht des BfR in der Bevölkerung zu wenig bekannt. Als unerwünschte Wirkungen in Folge von Chininaufnahmen sind vor allem Tinnitus, Sehstörungen, Verwirrtheit oder Hautblutungen und Blutergüsse zu nennen.

Bitter Lemon und andere bittere Getränke in der Schwangerschaft
Bitter Lemon ist nicht nur in der warmen Jahreszeit eine schöne Erfrischung. Wenn Sie schwanger sind, stellen Sie sich vielleicht die Frage, ob das bittere Getränk auch jetzt noch in Ordnung ist oder ob Sie lieber darauf verzichten sollten. Der Grund dafür ist, dass Bitter Lemon und auch Tonic Water Chinin enthalten. Die Nebenwirkungen aus der Therapie mit chininhaltigen Medikamenten können unter anderem Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen, Kopfschmerzen oder Schwindel sein. Eine Schwangerschaft gilt als Kontraindikation bei Medikamenten mit Chinin; sie dürfen also nicht eingenommen werden, da Chinin in hohen Dosen als wehenfördernd gilt und zudem zu Fehlbildungen am Ungeborenen führen könnte. Auch eine schwere Unterzuckerung (Hypoglykämie) ist vor allem in der fortgeschrittenen Schwangerschaft möglich.
Getränke enthalten geringe Mengen von Chinin: In Deutschland dürfen laut Aromenverordnung alkoholfreie Getränke maximal 85 mg/kg enthalten und Spirituosen bis zu 300 mg/kg. Zudem müssen Chinin (und dessen Salze) auf der Zutatenliste angegeben werden. Das BfR empfiehlt - angelehnt an die Arzneimittelverwendung - auf den Konsum von chininhaltigen Getränken vorsorglich in der Schwangerschaft zu verzichten.
Fazit: Bei Bitter Lemon ist also Vorsicht geboten. Als Schwangere ist es sinnvoll, den Genuss von Bitter Lemon einzuschränken und dieses nicht regelmäßig und wenn nur in geringen Mengen zu verzehren.
Alkoholfreie Alternativen für Schwangere
Neben Wasser können Sie beherzt zum Beispiel zu selbst gepresstem Saft, ungesüßtem Fencheltee oder Buttermilch greifen. Gerade im Sommer stehen in lauen Sommernächten wieder Cocktails und Longdrinks hoch im Kurs. Für Schwangere und Stillende gibt es tolle alkoholfreie Cocktails, gerne auch „Mocktails“ genannt, die Sie bedenkenlos genießen können. Sie sind eine super Alternative, sehen genauso schick aus und enthalten manchmal sogar noch Vitamine.
Rezeptvorschläge für alkoholfreie Cocktails (Mocktails)
- Virgin Piña Colada: Ein Klassiker, der auch als alkoholfreie Variante nach Sommerfeeling pur schmeckt. Zutaten: Ananassaft, Kokosmilch, Sahne, Eiswürfel. Garnitur: Ananasscheibe.
- Ipanema: Virgin Caipirinha: Eine alkoholfreie Variante des beliebten Caipirinhas. Zutaten: Bio-Limette, brauner Rohrzucker, Ginger Ale, Crushed Ice, Minzblätter.
- Nojito: alkoholfreier Mojito: Für alle Mojito-Liebhaberinnen. Zutaten: Bio-Limette, frische Minze, brauner Rohrzucker, Crushed Ice, Soda Wasser oder Zitronenlimonade.
- Crodino Spritz: Eine tolle Alternative zu Aperol Spritz. Zutaten: Crodino, alkoholfreier Schaumwein/Sekt, Eiswürfel. Garnitur: Orangenscheibe.
- Hugo alkoholfrei: Eine Variante des beliebten Hugo-Cocktails. Zutaten: Ginger Ale, Holunderblütensirup, Bio-Limette, frische Minze, gekühltes Mineralwasser, Eiswürfel.
- Sanbitter Orange: Eine Alternative zu Campari Orange. Zutaten: Sanbitter, Mineralwasser, Orangensaft, Eiswürfel, Zitronensaft. Garnitur: Orangenscheibe, Rosmarinzweig.
- Virgin Gin Tonic: Eine alkoholfreie Variante des beliebten Longdrinks. Zutaten: Tonic Water, Gurke, Bio-Limette, frischer Rosmarin, Eiswürfel oder Crushed Ice.
- Strawberry Surprise: Ein fruchtiger, süßer und spritziger alkoholfreier Cocktail. Zutaten: gefrorene Erdbeeren, Crushed Ice, Zitronenlimonade. Garnitur: frische Erdbeeren.
Crodino Spritz (No-Alcohol Aperol Spritz)
Alkoholfreie Cocktails aus Fruchtsäften
Diese alkoholfreien Cocktails, oft auch Mocktails genannt, sind eine Mischung aus verschiedenen Fruchtsäften, die mit etwas Sirup verfeinert werden können. Sie sind nicht nur lecker, sondern auch vitaminreich. Ein Beispiel für einen vitaminreichen Mocktail ist eine Mischung aus Orangensaft, Preiselbeer- oder Cranberrysaft, einem Schuss Ananas- oder Grapefruitsaft und optional einem Spritzer Grenadine-Sirup. Achten Sie jedoch auf den enthaltenen Fruchtzucker, da zu viele Säfte und Obst Schwangerschaftsdiabetes begünstigen könnten.
Tipp: Wenn Sie sich in Gesellschaft befinden, in der andere Alkohol trinken, füllen Sie Ihr alkoholfreies Getränk in ein Sekt- oder Weinglas. Das kann Ihnen ein ganz anderes Gefühl geben als aus einem einfachen Wasserglas.
Getränke mit Koffein in der Schwangerschaft
In der Schwangerschaft nimmt Ihr Blutvolumen zu, was bedeutet, dass Sie mehr Flüssigkeit benötigen. Doch nicht alle Getränke eignen sich dafür, diesen Flüssigkeitsbedarf zu decken. Da Koffein die Plazentaschranke schnell überwindet, ist der Koffeinspiegel im Blut Ihres Kindes ähnlich hoch wie bei Ihnen selbst. Koffein besitzt eine stimulierende Wirkung auf das zentrale Nervensystem, den Kreislauf und die Atmung und entzieht dem Körper zudem Flüssigkeit. Das ungeborene Kind kann mit einem schnelleren Herzschlag und vermehrter Aktivität auf das Koffein reagieren.
Außerdem hemmt Koffein die Aufnahme von Eisen und verstärkt die Ausscheidung von Kalzium. Die empfohlene Tagesdosis Koffein beträgt 200 Milligramm, was etwa zwei Tassen Filterkaffee entspricht. Berücksichtigen Sie dabei aber, dass auch Schwarztee, Cola und Schokolade Koffein enthalten.
| Getränk | Koffeingehalt (ca.) |
|---|---|
| Eine Tasse Filterkaffee (150ml) | 90 mg |
| Eine Tasse Schwarztee (250 ml) | 55 mg |
| Eine Tasse Espresso (40 ml) | 60 mg |
| Ein Matcha (2 Gramm) | 60 mg |
| Ein Glas Cola (200 ml) | 65 mg |
| Eine Tasse Mate-Tee (250 ml) | 70 mg |
| Eine Dose Mate-Limonade (330 ml) | 50 mg |
| Eine Dose Energiedrink (250 ml) | 80 mg |
Wenn Sie nur schwer auf Kaffee oder Cola verzichten können, versuchen Sie es mit den entkoffeinierten Sorten. Achten Sie dabei auf die Bezeichnung "natürlich entkoffeiniert". Als Alternative bieten sich auch die sogenannten Getreidekaffees an oder Sie steigen auf Milchkaffee um: halb so viel Kaffee, dafür umso mehr Milch.
Schwarzer, weißer und grüner Tee hat auf den Körper dieselbe Wirkung wie Kaffee, enthält aber nur halb so viel Koffein (chemisch identisch mit Teein), wenn Sie ihn nicht zu lange ziehen lassen. Allerdings hemmt das reichlich vorhandene Tannin wie das Koffein die Verwertung von Eisen und die Gerbstoffe können Verstopfung begünstigen.
Weitere Aspekte bei der Getränkewahl in der Schwangerschaft
Alkohol ist in der Schwangerschaft tabu. Doch auch Tonicwater oder Bitterlemon sind nicht unbedenklich für werdende Mütter. In den bitteren Durstlöschern steckt Chinin, das als leicht wehenfördernd gilt und in hohen Dosen die Gesundheit von Mutter und Kind beeinträchtigen kann. Werdende Mütter sollten deshalb lieber nicht zur Bitterlimonade oder zu Tonicwater greifen, empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung.
Lebensmittel, welche vor dem Essen oder Trinken nicht erhitzt werden, bergen ein Risiko für eine Listeriose. Dazu gehört auch Milch. Da Listerien durch Erhitzen ab einer Temperatur von 65 °C abgetötet werden, sollten Sie nur Milch konsumieren, welche entweder pasteurisiert oder mit Ultra-Hoch-Temperatur (UHT) erhitzt wurde. Rohmilch ist unbehandelt oder auf höchstens 40 °C erwärmt. Darauf sollten Sie verzichten.
Vermeiden Sie zuckerhaltige Getränke, denn damit nehmen Sie in kurzer Zeit viele Kalorien zu sich. Getränke mit künstlichem Süßstoff (Aspartam oder Saccharin) sowie Zuckeraustauschstoffen wie zum Beispiel Sorbit, Xylit oder Isomalt können Sie in der Schwangerschaft problemlos konsumieren.
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