Viele Mütter sind sich unsicher, ob sie während einer Erkältung stillen dürfen und was es zu beachten gilt, damit sie ihren kleinen Schatz nicht anstecken. Dieser Beitrag liefert die passenden Antworten auf diese wichtigen Fragen.
Stillen während einer Erkältung: Schutz durch Antikörper
Kann sich das Baby über die Muttermilch anstecken? Nein, Babys können sich nicht über die Muttermilch anstecken. Sofern du dich körperlich in der Lage fühlst, stille auf jeden Fall weiter, da dein Körper Antikörper bildet und diese durch die Muttermilch weitergegeben werden. Dadurch wird das Immunsystem deines Babys gestärkt und die Gefahr der Ansteckung sinkt. Stille ebenfalls, wenn dein Kind krank ist.
Muttermilch enthält neben Antikörpern auch weiße Blutkörperchen und schützende Enzyme, die deinem Kind helfen können, schneller gesund zu werden. Stillen kann für eine erkältete Mutter anstrengend sein. Deshalb solltest du in dieser Zeit besonders viel trinken und dich genügend ausruhen. Bitte Familie oder Freunde, dir zu helfen, da du dich ausreichend schonst.

Hygiene im Umgang mit dem Baby
Achte in dieser Zeit auf ausreichende Hygiene, damit sich niemand in deinem Umfeld ansteckt. Du solltest vor und nach dem Stillen, beim Wickeln oder bei der Zubereitung von Lebensmitteln gründlich deine Hände mit Seife waschen und desinfizieren.
Medikamenteneinnahme während der Stillzeit
Darf man während der Stillzeit Medikamente nehmen? Ibuprofen und Paracetamol sind Schmerzmittel erster Wahl in der Stillzeit. Auch einige Antibiotika können in der Stillzeit genommen werden. Die Einnahme von Medikamenten sollte lieber nach dem Stillen erfolgen und stets mit deiner Hebamme oder deinem Arzt besprochen werden.
Sie können über die Wirkung verschiedener Produkte gegen Erkältung und Grippe aufklären, denn einige Mittel enthalten schleimlösende Zusätze, die die Milchproduktion reduzieren können. Besonders vorsichtig solltest du bei Säuglingen oder bei Neugeborenen sein. Grund dafür ist der Stoffwechsel, der noch nicht ausgereift ist.
Was hilft gegen eine Erkältung während der Stillzeit?
Bei ersten Anzeichen einer Erkältung kannst du auf Hausmittel zurückgreifen, die deine Erkältung auf natürliche Weise lindern. Inhaliere, lege dir Wadenwickel bei Fieber an oder gehe regelmäßig an der frischen Luft spazieren. Auch kannst du eine Nasendusche nutzen oder Schalen mit Kamillentee im Raum aufstellen, damit die Luftfeuchtigkeit erhöht wird. Achte zudem auf eine gesunde und vitaminreiche Ernährung in der Stillzeit.
Alternativ greifst du auf Präparate wie Infludoron Globuli von Weleda zurück. Ebenso empfehlen sich Nasenbalsam von Wala, Thymian-Myrte-Balsam oder Plantago Hustensaft von Wala. Du solltest auf Salbei- und Pfefferminztee sowie auf Salbeibonbons verzichten, da diese milchreduzierend wirken können.
Bemerkst du während deiner Erkältung starke Gliederschmerzen oder fühlst dich sehr abgeschlagen, suche umgehend deinen Arzt auf.

Erkältung: Symptome, Verlauf und Unterscheidung zur Grippe
Eine Erkältung ist eine der häufigsten Erkrankungen, die uns im Alltag erwischen kann. Doch was genau ist eine Erkältung, wie unterscheidet sie sich von einer echten Grippe, und was kannst du tun, um schnell wieder gesund zu werden und dein Immunsystem zu stärken?
Was ist eine Erkältung und welche Symptome sind typisch?
Eine Erkältung ist eine Infektion der oberen Atemwege, die meist durch Viren ausgelöst wird. Oft wird sie auch als grippaler Infekt bezeichnet. Typische Symptome sind: Husten, Schnupfen, Halsschmerzen oder Heiserkeit. Aber auch erkältungsbedingte Kopf- und Gliederschmerzen können auftreten. Zudem kann eine Erkältung mit oder ohne Fieber verlaufen. Eine Erkältung ist meist harmlos und heilt von selbst aus.
Wie lange dauert eine Erkältung?
Eine Erkältung dauert in der Regel 7 bis 10 Tage. Die ersten Symptome wie Halsschmerzen und Schnupfen treten meist plötzlich auf, gefolgt von Husten, der sich über mehrere Tage hinziehen kann. In der Regel sollten die Beschwerden nach einer Woche besser und nach gut zwei Wochen praktisch verschwunden sein.
Der Verlauf einer Erkältung in drei Phasen
Eine Erkältung bzw. ein grippaler Infekt verläuft klassischerweise in drei Phasen:
- Phase der Schwächung (Tag 1 bis 3): Erste Symptome einer Erkältung. Du fühlst dich oft müde und abgeschlagen, hast vielleicht kalte Füße. Erste Symptome wie Kratzen im Hals, Müdigkeit und leichtes Frösteln treten auf. Manchmal kommen Kopfschmerzen hinzu. In dieser Phase kann der weitere Verlauf der Erkältung wesentlich beeinflusst werden. Hausmittel wie ein warmes Kirschkernkissen auf der Brust oder eine Wärmflasche an den Füßen, heißer Salbeitee mit Zitrone und Honig oder aufsteigende Fußbäder helfen jetzt. Auch Vitamin C unterstützt dein Immunsystem.
- Phase der Auseinandersetzung (ca. Tag 3 bis 5): Akute Phase einer Erkältung. Schnupfen, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen sind schon da oder bahnen sich deutlich an. Eventuell kommt leichtes Fieber hinzu. Dein Immunsystem arbeitet auf Hochtouren.
- Phase der Genesung (ca. Tag 6 bis 10): Die Symptome klingen langsam ab, der Husten kann jedoch länger anhalten. Eine leichte, vitaminreiche Kost und frische Luft stärken das Immunsystem. Viel trinken unterstützt die Schleimhäute bei der Ausheilung. Ruhe und Wärme helfen deinem Körper zu genesen und ein erneutes Krankwerden zu verhindern.

Was ist der Unterschied zwischen grippalem Infekt und Grippe?
Erkältung oder grippaler Infekt: Eine Erkältung ist eine milde Virusinfektion, die meist mit Schnupfen, Husten und Halsschmerzen einhergeht. Sie ist weniger schwerwiegend und dauert in der Regel nur wenige Tage bis eine Woche. Eine Grippe (Influenza) ist eine ernstere Erkrankung, die plötzlich mit hohem Fieber, starken Gliederschmerzen und Erschöpfung beginnt. Eine Grippe kann ernsthafte Komplikationen wie Lungenentzündung verursachen und sollte nicht unterschätzt werden.
Ist eine Sommergrippe eine normale Grippe? Nein, die sogenannte Sommergrippe ist keine echte Grippe. Sie ist eigentlich ein grippaler Infekt, der durch andere Viren ausgelöst wird und im Sommer auftreten kann.
Hausmittel und natürliche Unterstützung bei Erkältungen
Bei ersten Anzeichen einer Erkältung kannst du auf Hausmittel zurückgreifen, die deine Erkältung auf natürliche Weise lindern. Inhaliere, lege dir Wadenwickel bei Fieber an oder gehe regelmäßig an der frischen Luft spazieren. Auch kannst du eine Nasendusche nutzen oder Schalen mit Kamillentee im Raum aufstellen, damit die Luftfeuchtigkeit erhöht wird. Achte zudem auf eine gesunde und vitaminreiche Ernährung in der Stillzeit.
Bewährte Hausmittel im Wochenbett und in der Stillzeit:
- Bei Halsschmerzen: Honig (wirkt antibiotisch, ummantelt die gereizte Speiseröhre), warme Tees (Ingwer-, Kamillen-, Rooibos-Tee), Gurgeln mit Salzwasser oder Tee.
- Bei Husten: Tee (löst Schleim, lindert Hustenreiz), Luftfeuchtigkeit erhöhen (Schale Wasser auf Heizung, nasse Wäsche), Dampfinhalation, warme Brustwickel.
- Bei Schnupfen: Engelwurzbalsam, Nasenspülung (NaCl oder Meersalz), Nasenspray (vor allem nachts), Dampfinhalation, Senfmehlfußbad.
Tipps für den Beginn einer Erkältung:
- Ansteigendes Fußbad: Hilft, die Schleimhäute zu aktivieren und Krankheitserreger abzuwehren.
- Warme Füße: Regelmäßige Fußbäder, warme Socken und warme Getränke am Morgen stärken das Immunsystem.
- Ruhe und Schlaf: Sieben Stunden Schlaf pro Nacht sind essenziell für die Regeneration und die Bildung neuer Abwehrzellen.
- Frische Luft: Regelmäßiges Lüften der Räume und Spaziergänge an der frischen Luft fördern die Genesung.
- Hühnersuppe: Wirkt entzündungshemmend und unterstützt das Immunsystem.
Wichtiger Hinweis zu Medikamenten: Grundsätzlich gilt: Nimm keine Medikamente ohne vorherige Rücksprache mit deinem Arzt oder deiner Hebamme ein. Vorsichtshalber solltest du während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel verzichten oder deinen Arzt, Ärztin oder in der Apotheke um Rat fragen.
Erkältung schnell loswerden: Top 5 Hausmittel | Dr. Johannes Wimmer
Erkältung in der Schwangerschaft
Grundsätzlich ist eine Erkältung in der Schwangerschaft kein Problem, solange du nicht über mehrere Tage hohes Fieber hast. Das A und O, um einer Erkältung die kalte Schulter zu zeigen, sind warme Füße. Auch viel Ruhe ist wichtig. Dein Essen sollte viel Vitamin C enthalten. Achte darauf, dass die Luft in den Wohnräumen immer feucht ist.
Hausmittel für Schwangere:
- Heilpflanzentees: Lindenblüten, Holunder, Melisse, Kamille, Anis, Fenchel, Kümmel, Pfefferminze (nur in Maßen).
- Bei Halsschmerzen: Halswickel (kalt oder warm), Heilerdeauflage, Gurgeln mit Kamillen-, Salbei- oder Spitzwegerichtee, Milch mit Honig (nicht für Babys unter einem Jahr).
- Bei Schnupfen: Kochsalz-Nasentropfen, Inhalieren mit Salzwasser oder Thymian/Kamillenblüten, verschiedene Kompressen und Wickel.
- Bei Muskel- und Gliederschmerzen: Wärmeanwendungen (Wärmflasche, Körnerkissen, Kartoffelwickel), warme Kompressen.
- Bei Kopfschmerzen: Kalte Stirn- und Gesichtsgüsse, feuchter Waschlappen oder gekühltes Körnerkissen als Stirnkompresse, Meerrettichauflage (kurzzeitig).
- Bei Husten: Ingwerwickel, Quarkauflage, feucht-warmer Brustwickel, Bienenwachskompresse, selbstgemachter Hustensaft (Zwiebelsirup, Rettichsaft).
- Fieber senken: Pulswickel, Wadenwickel, Brustwickel, Quarkauflage, Abkühlungsbad (nur nach ärztlicher Rücksprache).
- Ohrenschmerzen: Zwiebelwickel, Wärmflasche oder Körnerkissen auf das schmerzende Ohr.
Wichtig: Bei hohem Fieber (über 39 Grad Celsius) über mehrere Tage, Bauchschmerzen im Zusammenhang mit Fieber, oder wenn sich die Beschwerden verschlimmern, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Erkältung und Baby: Was tun bei Schnupfen und Husten?
Babys brauchen ausreichend Schlaf für ihren kompletten Organismus. Achte auf Müdigkeitsanzeichen deines Babys und sorge für eine gute Schlafumgebung.
- Inhalation: Mit isotoner Salzlösung und einem Inhalationsgerät (z.B. PARI BOY Junior) kann die Schleimhaut befeuchtet und gepflegt werden. Dies kann helfen, Erkältungen vorzubeugen und Linderung bei Schnupfen zu verschaffen.
- Viel Trinken: Dein Baby benötigt zum Gesundbleiben und Gesundwerden reichlich Flüssigkeit - ausschließlich in Form von Muttermilch oder Säuglingsnahrung.
- Spaziergänge an der frischen Luft: Tun der ganzen Familie gut und helfen, das Immunsystem zu stärken. Achte auf wettergerechte Kleidung.
- Handhygiene: Gründliches Händewaschen ist essenziell, um die Übertragung von Krankheitserregern zu vermeiden.
Wichtig: Bei Säuglingen sind Nasenatmer, weshalb sie schneller von einem Schnupfen beeinträchtigt sind. Die Inhalation mit Salzlösung kann schnelle Linderung verschaffen.

Kneipp Erkältungsbad Spezial: Anwendung und Hinweise
Das Kneipp Erkältungsbad Spezial ist ein Vollbad (150l) für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene. Die empfohlene Einzeldosis beträgt 20 ml, einmal täglich. Die Badetemperatur sollte 35-38 Grad Celsius betragen und die Dauer 10-20 Minuten.
Gegenanzeigen und Hinweise
- Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe, Asthma bronchiale, Keuchhusten, Pseudokrupp. Nicht anwenden bei Säuglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren. Kinder unter 12 Jahren sollten das Mittel in der Regel nicht anwenden.
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
- Wichtige Hinweise: Nicht anwenden bei Herzschwäche und Bluthochdruck, Fieber und Infektionen, Hauterkrankungen oder -verletzungen ohne ärztliche Rücksprache. Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe.
Nebenwirkungen
Mögliche Nebenwirkungen können Haut- und Schleimhautreizungen, Hustenreiz und Verengung der Atemwege sein.
