Das RTL-Magazin «Extra» widmet sich in einer Sondersendung einem Thema, das viele Menschen bewegt: dem Kinderwunsch. In einem speziellen Themenabend, der am Donnerstag, den 7. Juli, ausgestrahlt wird, beleuchtet RTL die Facetten von Kinderwunsch, Schwangerschaft und Geburt.
Ralf Herrmann wird zur Hebamme
Der Themenabend beginnt mit dem neuen Format «Ralf, die Hebamme - Ich bringe ein Kind zur Welt!». In diesem Format schlüpft der RTL-Reporter Ralf Herrmann für ein Jahr in die Rolle einer Hebamme. Über Monate hinweg begleitet er werdende Mütter und ihre Hebammen auf dem Weg zur Geburt. Dabei erlebt er emotionale Momente im Kreißsaal, einen dramatischen Kaiserschnitt und schmerzhafte Erfahrungen im Wehen-Simulator. Seine Reise führt ihn auch nach Afrika, wo er die Arbeit lokaler Hebammen kennenlernt. Sein Ziel ist es, am Ende eine Hausgeburt zu begleiten.

«Wenn aus dem unerfüllten Kinderwunsch ein Wunder wird»
Im Anschluss an Ralf Herrmanns Erfahrungsbericht sendet RTL ein neues «Extra Spezial» mit dem Titel «Wenn aus dem unerfüllten Kinderwunsch ein Wunder wird». Diese Sondersendung thematisiert die psychische Belastung von Menschen, die ungewollt kinderlos sind. Fast jedes zehnte Paar in Deutschland ist von ungewollter Kinderlosigkeit betroffen, was für viele eine enorme psychische Belastung darstellt.
Die Sendung geht der Frage nach, was die Ursachen für unerfüllten Kinderwunsch sind, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und welche Wünsche Betroffene haben. Reporterinnen begleiten ein kinderloses Paar, das auf künstliche Befruchtung hofft, zwei Single-Frauen, die sich über eine Samenspende informieren, und besuchen das erste «Retortenbaby» der Welt aus dem Jahr 1978.

Herausforderungen auf dem Weg zum Wunschkind
Der Wunsch nach einem Kind ist für viele Paare und Einzelpersonen ein zentrales Lebensziel. Wenn dieser Wunsch auf natürlichem Wege nicht erfüllt werden kann, stehen Betroffene vor erheblichen emotionalen und oft auch finanziellen Herausforderungen. Der RTL-Themenabend beleuchtet verschiedene Aspekte dieses Themas, darunter die medizinischen Möglichkeiten und die persönlichen Schicksale.
Der lange Weg von Laura und Gjon
Ein Beispiel, das in einem Beitrag vom 17. Juli 2024 beleuchtet wird, ist die Geschichte von Laura und ihrem Mann Gjon. Sie wünschen sich sehnlichst ein weiteres Kind als Geschwisterchen für ihre Tochter Erjona. Laura ist fast 50 Jahre alt und bereits in den Wechseljahren, was eine natürliche Schwangerschaft erschwert. Trotzdem gibt die Familie alles, um ihren Traum zu verwirklichen. Sie begleiten Laura über vier Jahre auf ihrem Weg zum weiteren Wunschkind.
Nachdem Laura mit Ende 30 ihre Tochter Erjona zur Welt brachte, war der Wunsch nach weiteren Kindern stark. Doch trotz wiederholter Schwangerschaften erlitt Laura über die Jahre hinweg vier Fehlgeburten. Die Diagnose Menopause schien ihren Traum unerreichbar zu machen. Da die Familie ihren Traum nicht aufgeben wollte, entschieden sich Laura und Gjon im Jahr 2020 für eine künstliche Befruchtung in Tschechien, da diese Behandlung in Deutschland verboten ist. Sie investierten 9.000 Euro in die Eizellenspende einer jungen Frau, befruchtet mit Gjons Sperma. Diese Entscheidung leitete eine aufregende Zeit voller Höhen und Tiefen ein. Laura wurde zwar schwanger, verlor das Kind jedoch erneut. Trotz fünf Fehlgeburten wagte die fast 50-Jährige einen erneuten Versuch in der tschechischen Klinik.

Medizinische Unterstützung in Kinderwunschzentren
Für Paare, bei denen eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege nicht möglich ist, bieten Kinderwunschzentren spezialisierte Hilfe. Diese Zentren untersuchen und behandeln Paare mit dem Ziel, eine Schwangerschaft zu ermöglichen. Die Arbeit in solchen Zentren umfasst verschiedene Behandlungen und Verfahren der künstlichen Befruchtung.
Assistierte Befruchtung und IVF
Eine Methode ist die assistierte Befruchtung, bei der am Tag des Eisprungs eine Spermienprobe des Partners in die Gebärmutter der Patientin übertragen wird, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen. Eine weitere bekannte Methode ist die In-Vitro-Fertilisation (IVF). Hierbei wird der Frau eine Eizelle entnommen und in einem Labor mit den Samenzellen des Partners befruchtet.
Der Faktor Alter
Ein entscheidender Faktor bei der Fruchtbarkeit ist das Alter. Ab Mitte 30 nimmt die Fruchtbarkeit der Frau ab, da die Anzahl und Qualität der Eizellen sinkt. Auch die Spermienqualität des Mannes kann mit zunehmendem Alter nachlassen. Dies erklärt, warum das Risiko für unerfüllten Kinderwunsch und Schwangerschaftsverluste bei Frauen über 35 Jahren erheblich steigt.
Kinderwunsch – Die unterschiedlichen Arten der künstlichen Befruchtung #4
Grenzen der künstlichen Befruchtung
Trotz der fortschrittlichen Möglichkeiten der modernen Medizin gibt es klare ethische und gesetzliche Grenzen. So können werdende Eltern beispielsweise keine Auswahl bezüglich des Geschlechts, der Haar- oder Augenfarbe ihres Kindes treffen. Das Embryonenschutzgesetz in Deutschland verbietet zudem Experimente an künstlich hergestellten Embryonen und die Klonierung.
Studien beleuchten die Problematik
Aktuelle Studien bestätigen, dass ein signifikanter Anteil von Frauen im reproduktiven Alter Schwierigkeiten beim Schwangerwerden hat. Laut einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) berichten rund 28 Prozent der befragten Frauen innerhalb von zehn Jahren über Infertilität. Weitere neun Prozent erlebten eine oder mehrere Fehlgeburten. Dies bedeutet, dass etwa jede dritte Frau mit sogenannten biologischen Fertilitätsbarrieren konfrontiert ist.
Alter als zentraler Faktor
Ein zentraler Faktor, der in der Studie hervorgehoben wird, ist das Alter bei der Familiengründung. Das durchschnittliche Alter der Mütter beim ersten Kind ist in Deutschland auf 30,4 Jahre gestiegen. Mit zunehmendem Alter erhöht sich das Risiko für Unfruchtbarkeit und Schwangerschaftsverluste. So erleben Frauen ab 35 Jahren deutlich häufiger Fertilitätsbarrieren als jüngere Frauen.
Die Autorinnen der Studie betonen die Notwendigkeit einer besseren Aufklärung, um Frauen und Männer bei der Familienplanung zu unterstützen. Neben biologischen Faktoren spielen auch strukturelle Aspekte wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für oder gegen Kinder.

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