Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V. (BVF): Pressemitteilungen und Stellungnahmen

Aktuelle Pressemitteilungen und Positionen des BVF

Der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V. (BVF) veröffentlicht regelmäßig Pressemitteilungen und Stellungnahmen zu relevanten Themen der Gynäkologie und Frauengesundheit in Deutschland. Diese Dokumente bieten Einblicke in die Positionen des Verbandes zu aktuellen gesundheitspolitischen Debatten, fachlichen Empfehlungen und berufspolitischen Anliegen.

Endometriose betrifft in Deutschland schätzungsweise 2 bis 4 Millionen Frauen. Der BVF thematisiert diese weit verbreitete Erkrankung und fordert Maßnahmen zur Verbesserung der Diagnose und Behandlung.

Anlässlich des Welt-HPV-Tages am 4. März fordert der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V. die verstärkte Prävention und Aufklärung über Humane Papillomviren (HPV), um das Risiko für HPV-bedingte Krebserkrankungen zu senken.

Die Bedeutung von Übergewicht für die Fruchtbarkeit, den Schwangerschaftsverlauf und die langfristige Herz-Kreislauf-Gesundheit von Müttern wird ebenfalls vom BVF hervorgehoben. Der Verband betont die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen und individueller Beratung.

Die Vertreterversammlung des Berufsverbandes der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V. (BVF) traf sich am 18. Februar 2026 in München, um zentrale berufspolitische Weichenstellungen für das kommende Jahr zu diskutieren.

Der BVF macht anlässlich der weltweiten Bewegung One Billion Rising am 14. Februar 2026 auf die Problematik der Gewalt an Frauen aufmerksam und fordert verstärkte Anstrengungen zum Schutz und zur Unterstützung von Gewaltopfern.

Zum Start des Straßenkarnevals an Weiberfastnacht (12. Februar 2026) erinnert der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V. an die besondere Vulnerabilität schwangerer Frauen und die Notwendigkeit eines sicheren Umfelds.

Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar 2026 ruft der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e. V. zur Sensibilisierung für Krebsprävention und Früherkennung bei Frauen auf.

Zum Jahreswechsel formuliert der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte (BVF) fünf zentrale Forderungen für das Jahr 2026, um die gynäkologische Versorgung und Frauengesundheit in Deutschland zu verbessern.

Die Diskussion über eine stärkere Patientensteuerung im deutschen Gesundheitssystem gewinnt erneut an Fahrt, wobei der BVF seine Perspektive als Facharztverband einbringt.

Am 4. März 2026 nahm der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V. an relevanten Fachveranstaltungen teil, um die Positionen des Verbandes zu vertreten.

Der bundesweite Mitmachmonat „Rauchfrei im Mai“ startet in Kürze erneut. Der BVF unterstützt diese Initiative zur Raucherentwöhnung.

Zusammenarbeit und politische Vertretung

Der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. sind wichtige Kooperationspartner des BVF. Der SpiFa lädt herzlich zum 12. SpiFa-Fachärztetag 2026 am 19. und 20. März ein.

Die Vorsitzende im Gesundheitsausschuss im Deutschen Bundestag, Dr. Tanja Machalet (SPD), setzt sich für eine Verbesserung der Frauengesundheit in Deutschland ein. Sie benennt das Thema Frauengesundheit als klaren politischen Akzent und wirbt für einen „Nationalen Aktionsplan Frauengesundheit“. Machalet betont die Notwendigkeit, die Versorgung bei Herzinfarkt, Brustkrebs, HPV-Impfungen sowie die Medikamentenforschung, die Frauen zu oft außen vorlässt, zu verbessern. Zudem müsse die Gendergesundheit, einschließlich der Männergesundheit und der Prävention, stärker in den Blick genommen werden.

Schema zur Verbesserung der Frauengesundheit in Deutschland durch einen Nationalen Aktionsplan

Im Dialog mit der Politik wurden auf einer Veranstaltung des Deutschen Ärzteblattes Fachempfehlungen für die Verbesserung der Frauenheilkunde in Deutschland für Klinik und Praxis präsentiert. Der BVF war hierbei als wichtiger Akteur vertreten.

Markus Haist, 2. Vorsitzender des BVF, betont die zentrale Rolle der Frauenärztinnen und Frauenärzte in der primärärztlichen Versorgung, da sie Frauen oft über alle Lebensphasen hinweg begleiten. Er unterstreicht die Notwendigkeit, Frauengesundheit in Versorgung und Forschung systematisch zu verankern, da sich Frauen- und Männerkörper in Symptomen, Krankheitsverläufen und Therapien unterscheiden.

Das German Board and College of Obstetrics and Gynecology (GBCOG)

Das German Board and College of Obstetrics and Gynecology (GBCOG) ist eine wichtige Plattform, die den Zusammenschluss der beiden großen medizinischen Vereine für Frauengesundheit in Deutschland darstellt: der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) und des Berufsverbandes der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V. (BVF).

Die DGGG vertritt primär die wissenschaftlichen Aspekte aus Forschung und Lehre in der deutschen Frauenheilkunde und Geburtshilfe, während der BVF vorrangig die berufspolitischen Interessen vertritt.

Mit dem GBCOG bündeln DGGG und BVF ihre Kompetenzen, um gegenüber der Politik und anderen Akteuren des Gesundheitswesens - auch auf europäischer Ebene - mit einer gemeinsamen, starken Stimme zu sprechen und die Einheit des Fachs zu gewährleisten. Das GBCOG dient als integrative Kommunikations- und Arbeitsplattform, um Herausforderungen wie Nachwuchsförderung, die Gestaltung des medizinischen Versorgungssystems und die europäische Vernetzung zu begegnen.

Insbesondere bei der Entwicklung von Leitlinien, Stellungnahmen gegenüber Institutionen des Gesundheitswesens sowie bei der Entwicklung von Qualitätsstandards und Qualitätssicherung sollen beide Gesellschaften zukünftig noch stärker gemeinsam auftreten. Entscheidungen und Positionen, die vom GBCOG herausgearbeitet werden, stellen Empfehlungen für die DGGG und den BVF dar.

Mitglieder des GBCOG:

  • Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.: Prof. Dr. Gert Naumann, Erfurt
  • Präsident des Berufsverbandes der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V.: Markus Haist, Pforzheim
  • Sprecher GBCOG: Prof. Dr. Babür Aydeniz, Ingolstadt
  • Vertretende der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.: Prof. Dr. Angela Köninger, Regensburg; Prof. Dr. Uwe Wagner, Marburg
  • Vertretende des Berufsverbandes der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V.: Dr. Cornelia Hösemann, Großpösna; Dr. ...

Logo des GBCOG als Symbol der vereinten Fachgesellschaften

Stellungnahme zur Meldepflicht bei Gewaltanwendung

In einer gemeinsamen Stellungnahme betrachten die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. und der Berufsverband der Frauenärzte e.V. die ärztliche Meldepflicht bei Gewaltanwendung. Wenn Ärztinnen und Ärzte eine Frau behandeln, deren Verletzungen Folge von Gewaltanwendung sind, sind sie grundsätzlich verpflichtet, der Krankenkasse den/die Verursacher zu melden, damit diese die Kosten für die Behandlung zurückfordern kann. Diese Regelung ist bei Unfällen durch fernstehende Personen sinnvoll.

Wenn sich die Gewaltanwendung jedoch im sozialen Nahbereich - Partner, Eltern, Geschwister, Bekannte - ereignet hat, kann das Schreiben der Versicherer an den Verursacher neue Gewaltausbrüche provozieren. Aus diesem Grund ist bei der ärztlichen Betreuung von Kindern und Jugendlichen in § 294a Abs. 1 Satz 2 SGB V bereits eine Ausnahme von der ärztlichen Meldepflicht vorgesehen. Kinderärztinnen und -ärzte haben hier einen Ermessensspielraum, der dem Schutz und der Sicherheit der Kinder und Jugendlichen dient.

Anders verhält es sich bei erwachsenen Opfern von Gewaltanwendung im sozialen Nahbereich. Die derzeit existierende ärztliche Meldepflicht kann die vertrauensvolle Kommunikation zwischen den behandelnden Ärztinnen und Ärzten und der Patientin erheblich beeinträchtigen. Sie kann auch dazu führen, dass Gewaltopfer zwar betreut und behandelt, die Gewaltfolgen aber nicht oder nicht vollständig dokumentiert werden, um die Patientin vor weiteren Gewaltausbrüchen zu schützen. Dies geschieht insbesondere dann, wenn die Patientin sich entscheidet, keine Anzeige zu erstatten.

§ 108 SGB V regelt die Verpflichtung zur Mitteilung von Daten an die Krankenkassen, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Krankheit eine Berufskrankheit, die Folge eines Unfalls oder einer Körperverletzung ist, oder Hinweise auf drittverursachte Gesundheitsschäden bestehen. Diese Regelung muss im Hinblick auf den Schutz von Gewaltopfern im sozialen Nahbereich kritisch betrachtet werden.

BVF als Ansprechpartner und Mitgliedervorteile

Der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V. (BVF) steht Medienvertretern gerne als Ansprechpartner zur Verfügung. Interessierte können hier Pressemitteilungen und Stellungnahmen des BVF sowie des German Board and College of Obstetrics and Gynecology (GBCOG) finden.

Die Kampagne der KBV und der Kassenärztlichen Vereinigungen geht in eine neue Phase. Der BVF stärkt seine Mitglieder mit Leistungen und Beratungsangeboten, die speziell auf die Anforderungen in Praxis und Klinik ausgerichtet sind. Rund 14.000 Mitglieder nutzen bereits die Vorzüge einer Mitgliedschaft im BVF. Der BVF-Vorteilsshop bietet attraktive Einkaufsmöglichkeiten und besondere Rabatte.

Mitglieder profitieren von einem Informationsvorsprung: Sie verpassen keine aktuellen Neuigkeiten, praktischen Hinweise sowie Tipps und Tricks, die sie sofort im Berufsalltag anwenden können. Ein kostenloser Newsletter kann direkt angemeldet werden.

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tags: #bfv #pressemitteilung #gynakologie