Babytragen mit Full-Buckle-System: Komfort und Sicherheit für Eltern und Kind

Eltern, die ihren Alltag mit Kindern aktiv planen, schätzen praktische und unkomplizierte Tragehilfen. Full-Buckle-Tragen erfreuen sich wachsender Beliebtheit, da sie sich dank ihres Schnallensystems einfach und schnell anlegen lassen. Dies ermöglicht eine präzise Anpassung und bietet sowohl dem Träger als auch dem Kind einen festen, sicheren und bequemen Sitz.

Das Prinzip der Full-Buckle-Trage

Full-Buckle-Tragen, auch Vollschnallentragen oder Komforttragen genannt, zeichnen sich durch ihren Verzicht auf das Binden aus. Sie werden stattdessen mit Schnallen schnell und einfach verschlossen. Der Hüftgurt und die Schulterträger sind in der Regel breit und gut gepolstert, was den Tragekomfort erhöht. Neuere Modelle bieten die Möglichkeit, die Schulterträger entweder am Hüftgurt (für Babys ab Geburt bis zum Sitzalter) oder am Rückenpanel (ab Sitzalter, für eine bessere Gewichtsverteilung) zu befestigen.

Die Handhabung ist denkbar einfach: Trage anlegen, Schnallen schließen, Gurte festziehen - fertig. Innerhalb weniger Handgriffe lässt sich die Trage präzise einstellen.

Schema zur einfachen Handhabung einer Full-Buckle-Trage mit Schnallen

Tragemöglichkeiten und Ergonomie

Die meisten Full-Buckle-Tragen, wie beispielsweise die Fidella® Fusion oder der DidyFix, ermöglichen das Tragen in zwei oder drei ergonomischen Positionen: vor dem Bauch oder auf dem Rücken. Einige Modelle bieten zusätzlich die Möglichkeit, das Kind seitlich vor dem Körper zu tragen.

Das ergonomische Design passt sich sowohl dem Träger als auch dem wachsenden Kind an. Der ausgeformte Tragebeutel sorgt für eine optimale Anhock-Spreiz-Haltung des Kindes, die für die gesunde Entwicklung der Hüften wichtig ist. Die Stegbreite und das Rückenteil sind oft individuell einstellbar, um eine perfekte Passform von der Geburt bis ins Laufalter zu gewährleisten.

Beim Tragen auf dem Rücken wird der Rücken des Trägers entlastet und der Beckenboden geschont. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn das Baby größer und schwerer wird.

Grafik, die die Anhock-Spreiz-Haltung eines Babys in einer Tragehilfe zeigt

Sicherheit und Komfortmerkmale

Die Sicherheit des Kindes hat oberste Priorität. Viele Full-Buckle-Tragen verfügen über eine integrierte Kopfstütze bzw. Kapuze. Diese dient nicht nur der Verlängerung des Rückenteils, sondern auch als Kopfstütze für Säuglinge, die ihr Köpfchen noch nicht selbstständig halten können. Zudem schützt sie das Baby vor Wind und Wetter und bietet eine Rückzugsmöglichkeit zum Schlafen.

Die Schultergurte sind meist gepolstert, um höchsten Tragekomfort zu bieten. Bei einigen Modellen sind die Schultergurte schräg am Rückenteil angebracht, um übermäßige Zugbelastung auf den kindlichen Rücken zu vermeiden.

Wichtige Sicherheitshinweise:

  • Überprüfen Sie das Produkt regelmäßig auf Verschleißerscheinungen, Beschädigungen, offene Nähte, gerissene Gurte, Materialdefekte oder beschädigte Schnallen.
  • Das Kind darf unter keinen Umständen nach vorne gerichtet getragen werden.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind sicher in der Trage positioniert ist, um Gefahren durch Herunterfallen zu vermeiden.
  • Beobachten Sie Ihr Kind ständig und stellen Sie sicher, dass Mund und Nase frei sind.
  • Achten Sie darauf, dass das Kinn Ihres Kindes nicht auf der Brust liegt, da dies die Atmung einschränken und zu Erstickung führen kann.
  • Bewegungen des Trägers und des Kindes können das Gleichgewicht beeinträchtigen.
  • Seien Sie sich des erhöhten Sturzrisikos bewusst, wenn das Kind aktiver wird.
  • Seien Sie vorsichtig beim Bücken und Vorbeugen.
  • Frühgeborene, Kinder mit Atemproblemen und Kinder unter 4 Monaten haben ein erhöhtes Erstickungsrisiko. Holen Sie im Zweifelsfall ärztlichen Rat ein.
  • Bei Frühgeborenen, Kindern mit geringem Geburtsgewicht und Kindern mit Vorerkrankungen sollten Sie vor der Verwendung des Produkts einen Arzt konsultieren.
  • Verwenden Sie die Trage nicht, wenn Sie Gleichgewichtsprobleme haben oder Ihre Mobilität eingeschränkt ist.
  • Tragen Sie eine Babytrage niemals während der Fahrt in einem Kraftfahrzeug.
  • Die Babytrage ist nicht für sportliche Aktivitäten wie Laufen, Radfahren, Schwimmen oder Skifahren geeignet.
  • Seien Sie sich Gefahren im häuslichen Umfeld bewusst (z.B. Wärmequellen, verschüttete heiße Getränke).
  • Da die Trage eine zusätzliche Kleidungsschicht darstellt, sollte Ihr Baby beim Tragen nicht zu warm angezogen sein. Überprüfen Sie, ob es am Nacken schwitzt.

Individuelle Anfertigungen und Größen

Einige Hersteller, wie beispielsweise Madame Jordan, bieten die Möglichkeit, individuelle Full-Buckle-Tragen aus dem eigenen Lieblingstragetuch anzufertigen. Dies ermöglicht es Eltern, ein ganz besonderes Unikat zu schaffen, das Erinnerungen an die Tragezeit bewahrt.

Bei solchen individuellen Anfertigungen werden die Stoffe des Kunden verarbeitet. Dies erfordert eine genaue Planung des Stoffverbrauchs. Die benötigte Stoffmenge variiert je nach Größe und gewünschten Extras wie einer Kapuze. Bei Tüchern mit großen Mustern kann unter Umständen mehr Stoff benötigt werden, um die Muster entsprechend zu platzieren.

Größenübersicht und Anpassung:

  • Größe 1: Von Geburt bis ca. 95 cm (ca. 2 Jahre). Geeignet für kürzere Strecken auch darüber hinaus, da Steg und Rückenteil dann kürzer sind.
  • Größe 2: Von ca. 80/85 cm bis 110/115 cm (ca. 3,5 Jahre).
  • Andere Größen sind auf Anfrage möglich.

Die Auswahl der richtigen Größe erfolgt in der Regel anhand der Körperhöhe des Kindes und nicht der Kleidergröße.

Zusätzliche Optionen und Materialien:

  • Steg-/Nackenverkleinerung: Wird für die Version ab Geburt empfohlen.
  • Kopfstützen: Für geraffte Kopfstützen mit Gummi sollten die Stoffe nicht zu dick sein. Bei dickeren Tüchern empfiehlt sich eine Kopfstütze mit Tragetuchbändern. Eine Kopfstütze dient auch als Sonnenschutz.
  • Materialien für Träger und Hüftgurt: Anstelle von Tragetuchstoff können auch Cordstoffe in Bio- oder Ökotexqualität verwendet werden.
  • Sonderwünsche: Kürzere/längere Rückenteile, Träger, Kopfstützen etc. sind in der Regel problemlos umsetzbar, erfordern jedoch eine angepasste Stoffkalkulation.

Bitte beachten Sie, dass nur saubere, glatte und tierhaarfreie Tücher verwendet werden können. Für notwendiges Waschen und/oder Bügeln wird eine zusätzliche Pauschale berechnet.

Beispiele für verschiedene Tragetuchstoffe, die für die Herstellung von Babytragen verwendet werden können

Geeignete Tragetücher und Materialauswahl

Grundsätzlich eignen sich alle Tragetücher, in denen das Kind gerne getragen wird. Unterschiede in der Dicke oder im Material können jedoch die Verarbeitung beeinflussen. Die Tragehilfen können unterschiedliche Materialien enthalten, wobei von der Verarbeitung einiger Materialien wie Hanf abgeraten wird, obwohl es hier auch Herstellerunterschiede gibt.

Sollte der eigene Stoff nicht für die komplette Trage ausreichen, bieten viele Hersteller eine Auswahl an Tragetüchern oder Tuchstücken an, aus denen passende Elemente ergänzt werden können. Dies sind oft einfarbige Tragetücher oder spezielle Eigenwebungen.

DidyFix - Eine komfortable Babytrage

Der DidyFix ist eine leicht anzulegende Babytrage, die hohen Komfort bietet und den geltenden technischen Sicherheitsstandards CEN/TR 16512 entspricht. Hochwertige Materialien, sorgfältige Verarbeitung und individuelle Anpassungsmöglichkeiten zeichnen den DidyFix aus. Er verbindet die Vorteile verschiedener Tragewelten.

Die Tragehilfe ist für Traglinge ab 3,5 kg bis 20 kg geeignet und kann von Geburt an bis ins Laufalter genutzt werden. Die stufenlos verstellbare Stegbreite und das individuell einstellbare Rückenteil gewährleisten einen anatomisch bequemen Sitz und eine optimale Anhock-Spreiz-Haltung.

Tragevarianten und Nutzbarkeit des DidyFix:

  • Tragen auf dem Rücken
  • Seitlich vor dem Körper
  • Vor dem Bauch

In allen drei Positionen ist das Baby eng am Körper und spürt Geborgenheit. Die weichen Stoffe des Tragebeutels passen sich der Länge und Breite des Babys an und fördern die ergonomische Haltung.

Lucie von @stokkebaby erklärt euch die Limas Babytrage

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