Die Behandlung mit Clomifen ist ein häufiger Ansatz in der Kinderwunschbehandlung, um den Eisprung zu stimulieren. Viele Frauen berichten jedoch von unterschiedlichen Erfahrungen, Herausforderungen und Nebenwirkungen, die im Folgenden detailliert betrachtet werden.
Clomifen-Zyklus und die Folgen
Nach der Gabe von Clomifen und einer Auslösespritze im Kinderwunschzentrum kam es bei einer Patientin Ende Oktober zu einer Schwangerschaft. Leider entwickelte sich das Kind nicht weiter und blieb in der 6. Schwangerschaftswoche stehen. Eine anschließende Ausschabung verlief prinzipiell gut, führte jedoch zu Unverträglichkeiten mit starken Krämpfen, Übelkeit und Erbrechen. Über zwei Wochen lang kam es zu Blutungen, gefolgt von anhaltenden unterleibsschmerzen, die auch drei Wochen nach der Ausschabung noch bestanden. Eine Kontrolle im Krankenhaus ergab nur eine kleine Zyste von etwa 3 cm Durchmesser. Der ßHCG-Wert blieb zunächst hoch und sank erst am 21. Dezember so weit ab, dass ein Schwangerschaftstest negativ ausfiel. Eine Nachkontrolle beim Frauenarzt am 23. Dezember zeigte keine Auffälligkeiten, die Zyste wurde bestätigt, sollte aber laut Arzt keine Schmerzen verursachen. Es wurde vermutet, es könnte sich um einen Follikel für den nächsten Eisprung handeln.
Seit der Ausschabung wartet die Patientin verzweifelt auf ihre Periode, die nach fast 8 Wochen immer noch nicht eingesetzt hat. Drei Schwangerschaftstests waren negativ. Seit etwa einer Woche bemerkt sie kaum noch Ausfluss, was als ein Gefühl des "Austrocknens" beschrieben wird und das Gefühl vermittelt, als würde ein Stau in der Gebärmutter bestehen, der nicht zum Bluten kommt. Die Frage nach möglichen Maßnahmen zur Regulierung des Zyklus und der Umgang mit der wiederholten Enttäuschung über ausbleibende Schwangerschaftserfolge wird aufgeworfen.
In einem anderen Fall wird ein negativer Schwangerschaftstest an ES+12 nach dem dritten Clomifen-Zyklus mit zusätzlicher Progesterongabe berichtet. Trotz der Einnahme von Clomifen, das laut Erfahrung die Garantie für einen Eisprung gibt, bleibt der Erfolg aus. Die Überlegung, eine diagnostische Laparoskopie durchführen zu lassen, um die Durchgängigkeit der Eierstöcke zu überprüfen, wird geäußert, da in der Vergangenheit oft Zysten und Verwachsungen auftraten, möglicherweise im Zusammenhang mit hohen Prolaktinwerten. Obwohl bereits vier Kinder vorhanden sind, dauert es dieses Mal deutlich länger, bis eine Schwangerschaft eintritt.

Medizinische Perspektiven und Expertenmeinungen
Ein medizinischer Experte erklärt, dass die Höhe der Hormonproduktion der Follikel die Eintretezeit der Periode beeinflusst, und schätzt, dass sie eher später eintreten könnte, auch wenn nicht ausgelöst wurde. Es wird erwartet, dass einige Follikel springen werden, aber der genaue Zeitpunkt ist schwer vorherzusagen.
Eine Patientin berichtet von unregelmäßigen Zyklen (42-56 Tage) 11 Monate nach Absetzen der Pille. Eisprünge wurden zweimal nachgewiesen, Hormonwerte (TSH, Progesteron, Östrogen) waren unauffällig. Ein weiterer Zyklus dauerte 52 Tage mit bestätigtem Eisprung und guten Progesteron- und Östrogenwerten an ES+7.
Eine andere Patientin mit zwei Kindern, wobei die zweite Schwangerschaft mit Clomifen erfolgte, hat lange Zyklen und wurde mit PCOS diagnostiziert. Trotz vieler kleiner Follikel und seltener Eisprünge war am 9. Zyklustag kein kommender Eisprung per Ultraschall sichtbar.
Ein weiterer Fall schildert die Stimulation mit Clomifen über drei Zyklen im Jahr 2010 und erneut drei Zyklen nach einem Abstand von 6 Monaten. Es kam stets zum Eisprung, zweimal führte dies zu einer Schwangerschaft. Ein Jahr später wurden über 6 Monate verteilt Clomifeneinnahmen durchgeführt, wobei die letzte Einnahme mehr als 6 Monate zurücklag. Die Zyklen sind mit 36-48 Tagen relativ lang, aber Zyklusmonitoring und Hormonbestimmungen zeigten regelmäßige Eisprünge. Die Ärztin diagnostizierte eine Eireifestörung.
Eine Patientin berichtet von Eisprüngen an den Zyklustagen 31, 27 und 28 in den letzten 3 Übungszyklen, mit einer verkürzten zweiten Zyklushälfte von nur 11 Tagen. Eisprung wurde mittels Temperaturkurve und Ovulationstests nachgewiesen. Ein Hormonstatus an ZT4 wurde durchgeführt.
Eine Frau befindet sich im insgesamt 11. Clomifenzyklus (3 Zyklen 2018/19, 7 Zyklen 2021 + der aktuelle Zyklus).
Eine Patientin mit der Diagnose habituelle Aborte (drei Fehlgeburten ohne klare Ursache), PCOS und einer leichten Schilddrüsenunterfunktion (L-Thyroxin 25 mg) sowie Eisenmangel (80 mg Eisen) fragt, ob Clomifen auch bei langen Zyklen zur Verkürzung helfen kann. Ihre Zyklen sind nach einem Jahr immer noch zwischen 36-45 Tage lang. Ein Eisprung und eine gut aufgebaute Schleimhaut werden vermutet, eine Schwangerschaft bleibt jedoch aus.
Erfahrungen mit Clomifen und Alternativen
Einige Frauen berichten von positiven Schwangerschaftstests in den ersten beiden Zyklen nach Clomifeneinnahme, die jedoch nach einer Woche endeten. Daraufhin wurde Utrogest zur Unterstützung der Schwangerschaft verschrieben, aber eine erneute Einnistung blieb aus. Dies führte zu starker Frustration nach 15 Übungszyklen. Es besteht die Hoffnung, dass es bei den verbleibenden 3 Versuchen noch klappt.
Es wird darauf hingewiesen, dass mehr als sechs Clomifen-Zyklen möglich sind, und eine Patientin sich derzeit im zehnten Clomizyklus befindet, was von der Kinderwunschklinik als unproblematisch angesehen wird, solange das Ansprechen auf Clomifen gut ist (Follikel und Schleimhaut). Das positive Testen in den ersten Zyklen wird als gutes Zeichen gewertet, das zeigt, dass die Behandlung prinzipiell funktioniert.
Eine andere Patientin berichtet von Problemen mit Zysten und starken Schmerzen beim Eisprung. Aktuell befindet sie sich in einem Zyklus ohne Clomifen. Es wird angemerkt, dass Clomifen negative Auswirkungen auf den Zervixschleim haben kann, was die Spermienwanderung zur Eizelle erschwert. Nach schlechten Erfahrungen mit Zystenbildung und der Diagnose PCOS, die nicht vom Frauenarzt erkannt wurde, suchte sie eine Kinderwunschklinik auf. Dort erhielt sie Puregon-Spritzen und eine Auslösespritze (Ovitrelle), was nach zwei Übungszyklen zu einer Schwangerschaft führte. Die Injektionen erfordern zwar Überwindung, hatten aber keine Nebenwirkungen. Es wird betont, dass Clomifen nicht das einzige Mittel ist und es weitere Behandlungsmöglichkeiten gibt.
Es wird die Empfehlung geäußert, Clomifen generell nur sechsmal im Leben anzuwenden und nach drei erfolglosen Versuchen eine Kinderwunschklinik aufzusuchen. Dort könnten andere Schritte eingeleitet werden. In einer Kinderwunschklinik wird ein weiterer Versuch unter Aufsicht geplant, inklusive eines Postkoitaltests. Andere Kliniken empfehlen, nach drei erfolglosen Clomifen-Zyklen eine solche Klinik aufzusuchen.
Eine Schwangerschaft trat im 3. Clomizyklus ein, nachdem zuvor zwei spontane Schwangerschaften (eine mit Kind, eine Fehlgeburt) erfolgten. Beim dritten Versuch blieb eine Schwangerschaft aufgrund von Gelbkörperschwäche aus. Unter Clomifen war keine Gelbkörperschwäche mehr vorhanden, und Utrogest war nicht nötig. Es wird ermutigt, nicht den Mut zu verlieren, da Clomifen oft nur der erste Schritt ist und bei ausbleibendem Erfolg eine genauere Diagnostik in einer Kinderwunschpraxis notwendig ist. Dort werden detailliertere Hormonanalysen und auch Untersuchungen des Partners durchgeführt. Andere Fruchtbarkeitshemmnisse wie verklebte Eileiter, Endometriose, Myome oder Probleme beim Mann können ebenfalls eine Rolle spielen.
Eine Patientin, die seit 15 Zyklen versucht, schwanger zu werden, einschließlich einer Fehlgeburt, macht aktuell eine Pause vom Thema Kinderwunsch, da die monatlichen negativen Tests und der "Sex nach Plan" zu Frustration und Traurigkeit führen. Bei fehlenden Problemen mit Zysten könnte die Weiterführung mit Clomifen erwogen werden, obwohl die möglichen negativen Auswirkungen auf den Zervixschleim bekannt sind.

Komplexe hormonelle Ungleichgewichte und Behandlungsansätze
Eine 39-jährige Frau mit einem AMH-Wert von 0,33 und einem gesunden Kind, das im ersten ÜZ spontan gezeugt wurde, versucht seit über einem Jahr erneut schwanger zu werden. Bis November 2023 hatte sie regelmäßige Eisprünge und eine 14 Tage lange zweite Zyklushälfte. In einer Kinderwunschklinik erhielt sie zur Unterstützung zwischen ZT 3 und ZT 7 0,25 mg Clomifen für eine Mini-ICSI. Die Befruchtung und der Transfer waren erfolgreich, aber es kam zu keiner Einnistung. Im nächsten Zyklus wuchsen bis ZT 18 keine Follikel (ca. 5-6 mm), und am rechten Eierstock kam es sogar zu einer Rückbildung. Die Periode wurde mit Duphaston ausgelöst. Die Patientin erlebte heftige Nebenwirkungen wie Hitzewallungen, Unterleibsschmerzen und Unwohlsein. Ein Eisprung fand nicht statt (Progesteron < 0,5 am ZT 22). Es wird eine Follikelzyste vermutet, da viel Zervixschleim vorhanden ist. Am ZT 32 ist der Schwangerschaftstest negativ und die Periode ausgeblieben. Eine Ultraschalluntersuchung ist geplant.
Die ärztliche Beurteilung der Hormonwerte ergab eine Euthyreose (TSH im Referenzbereich), Prolaktin im Referenzbereich, aber grenzwertig hypergonadotrope Werte für LH und FSH bei niedrigem follikulärem Östradiol. SHBG war nicht erniedrigt, die Androgenwerte im Referenzbereich. Es wurde eine mögliche Follikelpersistenz angesprochen.
Die Expertin klärt auf, dass die Hormonwerte (FSH, LH, Östradiol) nicht zum Zyklustag 4 passen und eine Interpretation erschweren. Sie empfiehlt die Messung der Basaltemperatur zur eindeutigen Feststellung von Eisprung und Gestagenphase. Bei Stimulation sei eine mehrfache Follikulometrie wichtig, um Follikelpersistenz zu vermeiden. Die Patientin bestätigt die Einnahme von 25 mg Clomifen und will die Temperaturkurvenmessung einführen.
Im November, während des zweiten Clomifenzyklus, konnte in der Kinderwunschklinik bis ZT 17 kein Follikelwachstum festgestellt werden. Ab ZT 18 wurde Duphaston zur Auslösung der Periode eingenommen. Blutwerte an ZT 7 zeigten niedrige Östradiol- und Progesteronspiegel. Einige Tage nach Beginn der Duphaston-Einnahme bemerkte die Patientin vermehrten Zervixschleim und einen positiven Ovulationstest.
Die Patientin fragt nach:
- Der Dauer, bis die Periode bei einer funktionellen Zyste eintritt.
- Der Beeinflussung des Follikelwachstums und der Follikelpersistenz im Folgezyklus durch einen persistenten Follikel.
- Der Möglichkeit, dass ein Progesteronwert von <0,5 am ZT 22 ein Indiz für einen fehlenden Eisprung ist.
- Ob eher zur Gabe von Hormonen zur Periodenauslösung geraten wird oder abgewartet werden sollte.
Die Expertin bestätigt, dass die hohen FSH- und LH-Werte sowie das nicht passende Östradiol keine Rückschlüsse auf eine Persistenz zulassen. Sie stimmt zu, dass der Progesteronwert von <0,5 am ZT 22 auf einen fehlenden Eisprung hindeutet. Bezüglich der Follikelpersistenz erklärt sie, dass diese den neuen Zyklus beeinflussen kann, insbesondere bei multifollikulärem Wachstum. Bei Persistenz wird Gestagen zur Auslösung der Blutung gegeben.
Die Patientin bedankt sich für die Erklärungen und äußert ihre Schwierigkeiten, Ärzte zu finden, die auf die Individualität des Körpers eingehen. Sie beschreibt Clomifen als eine Katastrophe mit zahlreichen Nebenwirkungen und extremer Trockenheit. Sie zieht Spritzenpräparaten wie Puregon vor, da sie die indirekte Wirkung von Clomifen und Letrozol als beunruhigend empfindet. Obwohl ihre Kinderwunschärztin trotz der Reaktion ihres Körpers auf Clomifen darauf bestehen will, damit fortzufahren, ist die Patientin skeptisch.
Die Diskussion über die Östrogenproduktion im Folgezyklus wird fortgesetzt, wobei die Möglichkeit eines persistenten Follikels aus dem vorherigen Zyklus, der Östrogen produziert, oder eines im aktuellen Zyklus gewachsenen, aber nicht gesprungenen Follikels erörtert wird. Beide Szenarien könnten das Wachstum weiterer sprungreifer Follikel hemmen.
Die Patientin äußert die Hoffnung, dass sich bis zur nächsten Ultraschalluntersuchung von selbst etwas tut. Sie berichtet von langanhaltenden Nebenwirkungen wie Hitzewallungen und "Pieksen" in den Eierstöcken, auch 8 Wochen nach Therapieende. Ihre Blutwerte stammen 4 bzw. 6 Wochen nach Therapieende.
Eine weitere Patientin berichtet von der Einnahme von 100 mg Clomifen (ZT 27.7.-1.8.) mit einem Follikel von 17 mm links und 3 Follikeln rechts (größter 10 mm) am 2.8. Laut Anweisung sollte viel Liebe gemacht und abgewartet werden. Am 24.8. wurde die Periode erwartet, aber der Schwangerschaftstest war negativ. Ein Ultraschalltermin beim FA zeigte 2 kleine Zysten und 2 Follikel von 26 und 27 mm, die laut Arzt nicht mehr springen würden. Da die Patientin 42 Jahre alt ist, vermutet der FA eine Prämenopause. Sie fragt nach ähnlichen Erfahrungen, ob sie erneut testen oder den FA wechseln soll, da dieser nicht mehr weiterweiß und eine IVF empfiehlt, die sie sich nicht leisten kann. Sie fragt nach Alternativen zu Clomifen.
Die Patientin versteht nicht, warum kein Eisprung ausgelöst wurde (mit Ovitrelle) und plant, den Frauenarzt zu wechseln, da dieser nicht weiter weiß und eine Überweisung zu einem IVF-Spezialisten erfolgte, ohne weitere Untersuchungen. Bisher wurden nur Eileiterdurchgängigkeitsprüfung, Hormonwerte und AMH-Test durchgeführt.
Eine andere Patientin teilt ähnliche Erfahrungen mit Hormonwerten und bereut, nicht früher eine Kinderwunschklinik aufgesucht zu haben. Sie fragt, ob die Hormonbehandlung den Eisprung beeinflusst und wann der Eisprung stattgefunden hat. Der Eisprung wurde am 02.09.16 mittels Spritze vom FA ausgelöst und überprüft. Eine weitere Patientin berichtet von einem negativen Test und ausbleibender Mens am NMT+1, nach ihrem 2. Clomizyklus, der anders verlief als der erste.
Nach dem ersten Clomizyklus mit mehreren gesprungenen Follikeln kam es zu mehr Gelbkörpern und somit mehr Progesteron, was die Mens verzögerte.