Die Verwendung von Liquids mit einem hohen VG-Anteil, wie z.B. 70% Vegetable Glycerin (VG) und 30% Propylenglykol (PG), in Verdampfern wie dem Griffin 25 Plus, kann spezifische Herausforderungen mit sich bringen. Dieser Artikel befasst sich mit der optimalen Wicklung und Handhabung, um Probleme wie Siffen oder Nachflussprobleme zu vermeiden.
Verständnis von VG/PG-Verhältnissen
Das Mischungsverhältnis von VG und PG beeinflusst die Viskosität des Liquids und somit dessen Fließverhalten. Ein höherer VG-Anteil bedeutet ein zähflüssigeres Liquid, was bei bestimmten Verdampfern und Wicklungen zu Problemen mit dem Liquidnachfluss führen kann.
Es gibt keine generellen Probleme bei der Verwendung von 70/30 Basen mit Aromen in MTL-Dampfgeräten. Manche Dampfer mischen sogar mit 80VG/20PG oder verwenden Aromen ausschließlich mit VG, ohne dass es zu Nachflussproblemen kommt. Dies wird oft als angenehmer empfunden.
Auch bei Selbstwicklern und Verdampfern mit festen Coils wie dem Aspire Nautilus Mini und Nautilus GT Anniversary Edition (mit 1,8 Ω Coils) treten mit 70/30 Liquids in der Regel keine Probleme auf. Selbst beim Erhitzen der Coils bleibt der Nachfluss der TK-Liquids (PVG30/70) konstant.
Die Umrechnung von Mischungsverhältnissen, beispielsweise das Mischen einer 70/30 Base auf 50/50, erfordert eine genaue Berechnung des Volumens oder Gewichts der einzelnen Komponenten, um das gewünschte Endverhältnis zu erreichen. Geringfügige Abweichungen sind dabei üblich und für das Dampferlebnis meist irrelevant.

Optimale Wicklung für den Griffin 25 Plus mit zähflüssigen Liquids
Der Griffin 25 Plus kann, wie viele andere Verdampfer auch, anfänglich Siffprobleme aufweisen. Diese lassen sich durch die Vermeidung zweier häufiger Fehler beheben:
Fehler 1: Unsachgemäßes Zuschrauben des Tanks
Ein häufiger Fehler ist das unvollständige Zuschrauben des Tanks, insbesondere wenn der Verdampfer beim Verschließen am Airflow Ring und am Tank angefasst wird. Dies kann dazu führen, dass sich die Liquidflusskontrolle mitdreht und das Gewinde nicht vollständig schließt. Um dies zu vermeiden, sollte der Verdampfer am unteren, geriffelten Ring und am Tank gefasst werden.
Fehler 2: Berührung der Watte mit den Luftöffnungen
Ein kritischer Punkt ist die Platzierung der Watte in den Liquidkanälen. Die Watte darf unter keinen Umständen die Luftöffnung unterhalb der Wicklung berühren. Wenn die Watte den Rand des Kanals berührt, kann dies zu einem kontinuierlichen Auslaufen von Liquid führen. Es ist ratsam, darauf zu achten, dass die Watte etwa einen halben Millimeter Abstand zur Außenkante des Luftkanals hat.
Der Griffin 25 Plus ist relativ tolerant bezüglich der Watteposition in den Liquidkanälen, solange die Watte nur leicht bis zur Unterkante des Rings gestopft wird. Geek Vape empfiehlt generell die Verwendung von weniger Watte, was indirekt dazu beiträgt, dass die Watte nicht über die Luftkanäle ragt.

Weitere Aspekte der Nutzung
Nachfüllen und Liquidkontrolle
Beim Nachfüllen des Griffin 25 Plus kann es gelegentlich zu Problemen kommen, da die Liquidkontrolle nicht vollständig dicht verschlossen werden kann. Beim Aufschrauben des Deckels kann etwas zu viel Liquid in die Wicklung gedrückt werden, was sich durch aufsteigende Bläschen aus den verschlossenen Liquidlöchern bemerkbar macht, sobald der Deckel gelöst wird.
Kokeln und TC-Modus
Probleme mit Kokeln sind bei richtiger Watteplatzierung und ausreichender Liquidzufuhr eher unwahrscheinlich. Die Verwendung des Temperaturkontrollmodus (TC) macht Kokeln praktisch unmöglich und ermöglicht ein langes Ziehen, ohne dass der Verdampferkopf trocken läuft.
Kondensat unter dem Drip Tip
Das Auftreten von Flüssigkeit unterhalb des Drip Tips ist ein häufiges Phänomen und wird oft als kondensierter Liquiddampf interpretiert. Dies ist normal und tritt bei vielen Atomizern auf, wofür das Drip Tip (Tropfspitze) konzipiert ist.