Im Frühling ist endlich wieder Spargelzeit. Das leckere Königsgemüse kommt dann frisch von heimischen Feldern auf den Tisch. Aber auch unterjährig gibt es die edlen Stangen im Supermarkt - entweder frisch oder aus dem Glas. Spargel ist gesund und schmeckt zudem gut.

Spargel in der Schwangerschaft: Gesund und sicher genießen
Die wichtigste Frage zuerst: Ja, als werdende Mami darfst du Spargel in der Schwangerschaft genießen. Das Stangengemüse enthält viele wichtige Nährstoffe und ist dabei noch kalorienarm. Wenn du bei dem drumherum wie Fleisch oder Fisch zu gut durchgegarten Produkten greifst, steht einem sicheren Genuss von Spargel in der Schwangerschaft nichts mehr im Weg.
Warum ist Spargel so gesund für Schwangere?
Die Erklärung liegt im Inneren der Stangen. Spargel zählt zu den Gemüsen mit einem besonders hohen Folsäuregehalt. In 100 Gramm stecken 108 Mikrogramm dieses Vitamins. Folsäure ist besonders wichtig für die gesunde Entwicklung des Nervensystems und des Wachstums deines Babys.
Zudem ist Spargel reich an wichtigen Mineralien wie Phosphor, Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium und Kupfer. Das Königsgemüse ist auch ein guter Vitaminlieferant, mit seinem hohen Vitamin-A-Gehalt unterstützt es die Sehfähigkeit.
Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist die harntreibende Wirkung von Spargel, die auf seinen hohen Stickstoffgehalt zurückzuführen ist. Stickstoff regt die Nieren an und wirkt entwässernd. Da Spargel zum größten Teil aus Wasser besteht, ist er zudem kalorienarm.

Vorsichtsmaßnahmen bei der Zubereitung und beim Verzehr
Spargel sollte vor dem Verzehr immer gut gegart werden. Ob in kochendem Wasser, mit etwas Butter auf dem Grill oder als Auflauf im Backofen - so kannst du sicher sein, dass eventuell durch die Erde vorhandene Erreger sicher vernichtet werden.
Soße Hollandaise ist der klassische Spargel-Begleiter. Im Original kommt ein rohes Ei in die Soße. Darauf solltest du in der Schwangerschaft aufgrund des Salmonellen-Risikos verzichten. Eine Alternative sind fertige Soßen aus dem Paket, bei denen die Zutaten ausreichend erhitzt wurden. Diese Soße kannst du bedenkenlos genießen.
Gerne wird Spargel mit Schinken, Lachs oder Steak serviert. Werdenden Müttern wird empfohlen, diese tierischen Produkte am besten gut durchgegart zu essen, um mögliche Risiken durch Listerien, Salmonellen oder Toxoplasmose zu vermeiden.
Untersuchungen haben gezeigt, dass Spargel erfreulicherweise kaum mit Schadstoffen belastet ist. Daher kannst du gerne zu Produkten vom Markt, aus dem Geschäft oder vom Bauernhof greifen.
Es ist jedoch besser, das Gemüse nur maßvoll zu essen, da Spargel viele Purine enthält. Diese wandelt dein Körper in Harnsäure um, die über die Nieren ausgeschieden wird. Bei Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion oder erhöhtem Harnsäurespiegel kann sich Harnsäure im Körper ansammeln und Gichtschübe verursachen.
Rezepte für Spargelcremesuppe ohne Ei
Wenn die Spargelzeit gekommen ist, darf eine leckere Spargelsuppe nicht fehlen. Diese vegane Spargelsuppe ist super cremig auch ohne Sahne!
Vegane Spargelcremesuppe: Schnell und einfach zubereitet
Diese vegane Spargelcremesuppe ist schnell und einfach gemacht und so lecker wie Omas klassische Spargelcremesuppe aus Schalen! Das Tolle an diesem Rezept ist, dass es viel schneller fertig ist als traditionelle Spargelcremesuppen!
Zutaten für die vegane Spargelcremesuppe:
- 750 g weißer Spargel (ca. 600 g geschält)
- 1 kleine Zwiebel, gehackt
- 1 EL Öl oder vegane Butter
- 750 ml Gemüsebrühe oder Spargelfond (siehe Anleitung 2)
- 120 ml pflanzliche Sahne (z.B. Soja-, Hafer-, Mandel- oder Kokossahne)
- Optional: Stärke zum Andicken
- Gewürze: Salz, Pfeffer, Zucker, Zitronensaft, Muskatnuss
- Frische Kräuter zum Garnieren
- Zum Servieren: Brot oder Baguette
Zubereitung der veganen Spargelcremesuppe:
- Spargel vom Kopf weg schälen, holzige Enden entfernen, in mundgerechte Stücke schneiden und die Spargelköpfe separat beiseitelegen.
- Optional: Aus Schalen und Enden kannst du mit 750 ml Wasser (oder Gemüsebrühe) und etwas Salz und Zucker einen Spargelfond kochen (ca. 15-20 Minuten, dann abseihen und verwenden).
- Zwiebel fein würfeln und in veganer Butter oder Öl in einem Topf ca. 4 Minuten glasig dünsten.
- Spargelstücke (ohne Köpfe) dazugeben, mit Brühe oder Fond ablöschen und ca. 15-20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist.
- Die letzten 5 Minuten die Spargelköpfe mitkochen, anschließend nach Wunsch wieder einige (oder alle) rausholen und als Suppeneinlage aufbewahren.
- Suppe im Mixer oder mit einem Pürierstab fein pürieren. Sicherheitshinweis: Fülle den Mixer nur zur Hälfte (arbeite bei Bedarf in mehreren Durchgängen). Halte den Deckel mit einem Küchentuch fest und hebe ihn zwischendurch kurz an, damit der Dampf entweichen kann.
- Die Stärke mit der Pflanzensahne anrühren, zur Suppe geben und unter Rühren kurz aufkochen lassen. (Bei Bedarf mehr Wasser/Brühe für eine dünnere Konsistenz oder mehr Stärke für eine dickere Konsistenz hinzufügen.)
- Die Spargelköpfe dazugeben und die Suppe mit Salz, Pfeffer, Zucker, Zitronensaft und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.
- Mit frischen Kräutern bestreuen und warm mit Brot servieren.
Wie du die beste Spargelcremesuppe selber machen kannst!
Tipps und Variationen
- Für eine besonders cremige Suppe den Spargel gut schälen.
- Wenn du die Spargelschalen trotzdem verwerten möchtest und einen noch intensiveren Spargel-Geschmack haben möchtest, kannst du gerne die Schalen und Abschnitte in Wasser mit Salz und Zucker ca. 15-20 Minuten zu einem Sud kochen.
- Als Beilage passen frisches Baguette, Brot, ein leichter Salat oder geröstete Pinienkerne.
- Die Suppe hält sich gut im Kühlschrank und kann dort 3-4 Tage aufbewahrt werden. Sie lässt sich auch gut einfrieren.
Umgang mit Heißhunger und Ernährung in der Schwangerschaft
Viele Schwangere erleben Heißhungerattacken auf bestimmte Lebensmittel, auch wenn diese nicht saisonal verfügbar sind. Es ist wichtig, auf den eigenen Körper zu hören und sich nicht zu sehr zu stressen. Solange die Ernährung insgesamt ausgewogen ist und wichtige Nährstoffe wie Folsäure, Eisen und Jod über Präparate zugeführt werden, ist es in Ordnung, sich gelegentlich etwas zu gönnen.
Die Ernährung in der Schwangerschaft sollte vielfältig sein. Neben Obst und Gemüse sind auch Vollkornprodukte, mageres Eiweiß und gesunde Fette wichtig. Es ist jedoch nicht ungewöhnlich, dass sich die Essgewohnheiten ändern und bestimmte Lebensmittel plötzlich nicht mehr vertragen werden, während andere, wie Fast Food, besser "drin bleiben".
Die Masse macht das Gift. Solange es nicht zu einer Überdosis kommt und auf eine insgesamt ausgewogene Ernährung geachtet wird, sind gelegentliche Ausnahmen wie eine Tütensuppe oder eine Pizza unbedenklich. Wichtig ist, dass du dich wohlfühlst und deinem Körper Gutes tust.
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