Frühe Hilfen und Geburtshilfe in Neumünster: Unterstützung für Familien und ein besonderer Geburtsfall

Frühe Hilfen: Begleitung von der Schwangerschaft bis zum dritten Lebensjahr

Die Frühen Hilfen sind ein umfassendes Unterstützungsangebot für Familien, das bereits während der Schwangerschaft beginnt und bis zum dritten Lebensjahr des Kindes reicht. Sie bieten Beratung und Begleitung, um Eltern in dieser wichtigen Lebensphase zur Seite zu stehen.

Infografik zur Unterstützung durch Frühe Hilfen für Familien von der Schwangerschaft bis zum dritten Lebensjahr

Geburten im Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) Neumünster

Das Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) in Neumünster ist ein wichtiger Anlaufpunkt für werdende Eltern. Jährlich erblicken hier mehr als 1000 Kinder das Licht der Welt.

Besondere Unterstützung für Neugeborene und ihre Familien

Familien, deren Kinder im FEK geboren werden, erhalten Willkommensgeschenke. Über diese Geschenke berichtete der Holsteinische Courier am 15. April 2020 in einem Artikel mit dem Titel "Geschenke für Neugeborene".

Beispiel für ein Willkommensgeschenk für Neugeborene im FEK Neumünster

Einführung von Beikost: Ratgeber für Eltern

Die Einführung von Beikost ist ein bedeutender Schritt in der Entwicklung eines Babys. Ein Kurzfilm der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. Schleswig-Holstein erklärt anschaulich, wie und wann Beikost eingeführt werden kann, welche Lebensmittel geeignet sind und wie diese zubereitet werden.

Beikost: Wann starten, was einsetzen, wie zubereiten?

Beikost starten: Babys erster Brei | Alles was du zu Beikost wissen musst

Ein außergewöhnlicher Geburtsfall: Geburt im Taxi

Ein besonderer Fall ereignete sich in Neumünster, als ein Mädchen auf dem Rücksitz eines Taxis zur Welt kam. Die Geburt im Taxi war die Folge eines Missverständnisses bezüglich der geltenden Corona-Regeln durch eine Hebamme, was für die Eltern ein traumatisches Erlebnis darstellte, obwohl das Kind gesund zur Welt kam.

Corona-Regeln im Kreißsaal und die Folgen

Im FEK galt zu dieser Zeit die 2G-plus-Regel (geimpft/genesen, plus Schnelltest), und eine Begleitperson durfte den Kreißsaal betreten. Als Migrationsberater Percy Forlemu Tabifor (28) seine Lebensgefährtin Bilim Aichatou (28) zur Geburt begleitete, wurde ihm der Zutritt verweigert, obwohl er einen Genesenen-Nachweis vorlegte. Die Hebamme bestand auf den Regeln, während die werdende Mutter Panik schob und erklärte, die Geburt nicht ohne ihren Partner schaffen zu können.

"Ich zeigte ihr meinen Genesenen-Nachweis, aber ich sollte draußen bleiben. ,So sind die Regeln‘, sagte die Hebamme. Und meine Frau sagte: ,Auf keinen Fall bekomme ich das Kind ohne dich, das schaffe ich nicht!‘ Sie hatte alle zwei Minuten Wehen!“

Foto des Vaters Percy kurz nach der Geburt im blutverschmierten Pulli mit dem Hinweis

Der Weg ins Taxi und die dramatische Geburt

In der Not kontaktierte Percy Forlemu Tabifor das Krankenhaus in Bad Segeberg, bevor er ein Großraumtaxi rief. Die 33 Kilometer lange Fahrt endete jedoch abrupt auf der B 205, als die Fruchtblase platzte. Der Vater musste rechts ranfahren und den Warnblinker einschalten, während die Geburt im Taxi stattfand. Die Mutter beschrieb diesen Moment als eine Art Trance, in der nur noch der Körper reagierte. Für den Vater war es ein Moment der größten Angst.

Bilim Aichatou: „Ich war wie woanders, Instinkt. Es hat nur noch der Körper reagiert.“ Und er? Forlemu Tabifor hat nur ein Wort für das, was er in diesem Moment fühlte: „Angst.“

Darstellung, wie die Familie das Friedrich-Ebert-Krankenhaus in Neumünster abwies

Entschuldigung und Übernahme der Kosten durch das FEK

Nachdem der Vorfall publik wurde, entschuldigte sich die FEK-Sprecherin Maren von Dollen in einem persönlichen Gespräch bei Frau Aichatou und ihrem Lebenspartner. Das Krankenhaus übernimmt die Reinigungs- und Fahrtkosten für das Taxi in Höhe von 520 Euro und sichert den jungen Eltern therapeutische Unterstützung zu.

Forlemu Tabifor äußerte: „Wir haben vergeben.“

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