In der Klinik für Frauenheilkunde & Geburtshilfe des Krankenhauses Marienstift in Braunschweig wird ein breites Spektrum an ambulanten und stationären Leistungen angeboten, um werdende Eltern auf dem Weg zur Geburt bestmöglich zu begleiten.
Familienorientierte und individuelle Geburtshilfe
Die Geburt eines Kindes ist ein prägender Moment im Leben einer Familie. Die Frauenklinik Eben-Ezer des Krankenhauses Marienstift legt Wert auf eine familienorientierte, individuelle und moderne Geburtshilfe. Ein engagiertes Team aus Hebammen, Ärztinnen und Ärzten, Anästhesiefachkräften, Stillberaterinnen sowie Kranken- und Kinderkrankenschwestern steht zur Verfügung, um eine sichere und einfühlsame Betreuung zu gewährleisten.
Die drei großen Kreißsäle sind so gestaltet, dass sie eine warme und freundliche Atmosphäre für die Entbindung bieten. Der physiologische Verlauf der Geburt wird gefördert und durch moderne Überwachungsmethoden eine natürliche Geburt in einem sicheren Rahmen ermöglicht. Für Notfälle ist ein voll ausgestatteter Operationsraum im Kreißsaalbereich vorhanden.

Vielfältige Möglichkeiten zur Erleichterung der Entbindung
Um die Entbindung zu erleichtern, können verschiedene Maßnahmen wie Entspannungsbad, eigene Musik, Bewegung, Massage, Aromatherapie, Akupunktur oder Homöopathie genutzt werden. Bei Bedarf oder medizinischer Notwendigkeit stehen auch Schmerzmittelanwendung oder eine Periduralanästhesie zur Verfügung.
Es wird großer Wert auf ein vertrauensvolles Gespräch über die Wünsche und Vorstellungen der werdenden Eltern und ihrer Begleitung gelegt. Als geburtshilflicher Schwerpunkt werden alle Gebärenden ab der 37+0. Schwangerschaftswoche betreut.
Betreuung nach der Geburt und weiterführende Angebote
Nach der Geburt bietet die Klinik verschiedene Leistungen an, darunter die Vorsorgeuntersuchung U2, "Fit im Wochenbett" mit einer Physiotherapeutin, Stillberatung und bei Bedarf Lasertherapie der Brust.
Zu den angebotenen Geburtsmethoden zählen die "ambulante" Geburt und die Wassergeburt. Hilfsmittel wie Gebärhocker, Seil und Pezziball stehen ebenfalls zur Verfügung. Bei Beckenendlage kann gegebenenfalls eine äußere Wendung durchgeführt werden.

Informationsabende und Hebammensprechstunden
Regelmäßig finden Schwangeren-Informationsabende statt, an denen die Klinik und das Geburtshilfeteam vorgestellt werden. Diese finden am 1. Donnerstag im Monat (außer an Feiertagen) um 19 Uhr im großen Saal des Krankenhaus Marienstift statt. Sollte der 1. Donnerstag ein Feiertag sein, verschiebt sich der Informationsabend auf den 2. Donnerstag im Monat.
Die Hebammensprechstunden finden jeden Donnerstag von 10 bis 12 Uhr (außer an Feiertagen) in der Klinik für Frauenheilkunde & Geburtshilfe statt. Eine Anmeldung ist für beide Veranstaltungen nicht erforderlich. Parkplätze stehen auf dem Besucherparkplatz zur Verfügung (kostenpflichtig).
Zum Schutz der Gebärenden wird auf Kreißsaalbesichtigungen im laufenden Kreißsaalbetrieb verzichtet.
Übertragungdiagnostik und Geburtsvorbereitung
Eine Übertragungdiagnostik/ CTG wird samstags, sonntags sowie an Feiertagen von 8 bis 12 Uhr angeboten. Derzeit können leider keine Geburtsvorbereitungskurse angeboten werden.
Das Team der Hebammen und Stillberatung
Insgesamt zwölf Hebammen arbeiten in der Frauenklinik und bemühen sich, eine kontinuierliche Betreuung während der Entbindung zu ermöglichen. Die individuelle Betreuung entsprechend der Bedürfnisse und Wünsche der Frauen steht im Vordergrund, wobei der Verlauf der Geburt und das Wohlbefinden von Mutter und Kind stets Priorität haben.
Das Thema Stillen liegt dem Team sehr am Herzen. Für werdende Eltern, die Informationen rund um die Geburt suchen, ist das Netzwerk Geburt für die Region Braunschweig eine wertvolle Anlaufstelle. Die App "Babybauch" des Netzwerks liefert wöchentlich wichtige Informationen, regionale Ansprechpartner:innen & Events sowie Aufgabenlisten und Tipps rund um die Schwangerschaft. Die App ist kostenlos im Play-Store und App-Store verfügbar.
Beratungsangebote und Unterstützung
Organisationen wie Pro Familia, die Diakonie, SkF/CARITAS und Achtung!Leben bieten kostenfreie Beratungen zu Themen wie Elterngeld, Kindergeld, Mutterschutz, Arbeitslosengeld, Schwangerschaft und Geburt, Kinderbetreuung und finanzielle Unterstützung (Antragstellung Bundesstiftung "Mutter und Kind") an. Alle Mitarbeitenden unterliegen der Schweigepflicht und Gespräche finden nach Vereinbarung statt.
Das deutsche Rechtssystem bietet werdenden Müttern in Not verschiedene Möglichkeiten, ihr Kind anonym und sicher in einem Krankenhaus oder bei einer Hebamme zur Welt zu bringen.
Ärztliche Planung der Entbindung und Risikosprechstunde
Für die ärztliche Planung der Entbindung und zur Besprechung von Risikoschwangerschaften wird eine Risikosprechstunde angeboten. Termine können unter der Telefonnummer 0531 7011 284 vereinbart werden. Der Kreißsaal ist unter 0531 7011 280 erreichbar, und eine 24-Stunden-Notfall-Sprechstunde unter 0531 7011 281.
Gynäkologisches Leistungsspektrum
Die Klinik für Frauenheilkunde bietet ein breites Leistungsspektrum im Bereich der Gynäkologie mit einer Vielzahl von geplanten ambulanten und stationären Eingriffen. Ein Schwerpunkt liegt neben chirurgischen Eingriffen (z.B. Gebärmutterentfernung) auf der urogynäkologischen Diagnostik und Behandlung von Harninkontinenz. Das kompetente Ärzt:innen- und Pflegeteam sorgt für eine familiäre und freundliche Atmosphäre.
Reproduktionsmedizin und Humangenetik
Im Krankenhaus Marienstift befindet sich eine Zweigstelle des Zentrums für Reproduktionsmedizin & Humangenetik Hildesheim, die werdenden Eltern bei Kinderwunsch mit schonenden Methoden zur Seite steht.

Pränataldiagnostik und Ultraschalluntersuchungen
Die Klinik bietet verschiedene moderne diagnostische Verfahren zur Überwachung der Schwangerschaft und zur Früherkennung von Auffälligkeiten an.
4D-Ultraschall
Der 4D-Ultraschall ermöglicht eine räumliche Darstellung des ungeborenen Kindes mit dreidimensionalen Live-Bildern und Echtzeit-Sichtbarkeit von Kindsbewegungen. Plastische Aufnahmen des kindlichen Gesichts und Details wie Hände und Füße können oft gut dargestellt werden.
Nicht-invasive Pränataltests (NIPT)
Die Kombination aus nicht-invasiver Pränataldiagnostik (NIPT) und ergänzendem Ultraschall stellt eine optimale Diagnostik in der Frühschwangerschaft dar. Der NIPT kann chromosomale Veränderungen wie Trisomie 13, 18 und 21 feststellen. In Verbindung mit Ultraschall können auch rein körperliche Fehlbildungen erkannt werden. Dieser Test (Fetalis-Test®) wird ab der 11. SSW durchgeführt und analysiert die DNA der Plazenta aus einer Blutprobe der Mutter. Chromosomenstörungen wie Trisomie 21, 18 und 13 sowie Monosomie X können mit hoher Genauigkeit ausgeschlossen werden.
Organscreening (Feindiagnostik)
Diese nichtinvasive Ultraschalluntersuchung dient der umfassenden Kontrolle des Kindes auf Fehlbildungen und genetische Störungen "von Kopf bis Fuß". Fehlbildungen treten bei etwa 3-5% der Kinder auf. Neben der Vermessung des Kindes, der Untersuchung des Mutterkuchens und der Fruchtwassermenge werden die verschiedenen Körperabschnitte und Organe des Kindes schrittweise beurteilt. Die Basisuntersuchung des kindlichen Herzens (Echokardiografie), des Gehirns (Neurosonografie) und der Durchblutungsmuster (Doppler) sind wesentliche Bestandteile. Mit Hilfe der Feindiagnostik lassen sich etwa 80% der Fehlbildungen erkennen. Bei ungünstigen Schallbedingungen (mütterliches Übergewicht, ungünstige kindliche Lage, Mehrlinge, wenig Fruchtwasser) kann die Diagnosesicherheit jedoch herabgesetzt sein. Manche Störungen sind möglicherweise zum Untersuchungszeitpunkt noch sehr klein oder treten erst später in der Schwangerschaft in Erscheinung.

Die Feindiagnostik kann auch zu früheren oder späteren Zeitpunkten durchgeführt werden, wobei die Kindsgröße/-lage, Fruchtwassermenge und Knochendichte die Untersuchungsqualität beeinflussen können. Bei Auffälligkeiten, die auf eine genetische Störung hinweisen, wird oft eine invasive Diagnostik (z.B. Fruchtwasserentnahme) empfohlen. Nur durch die gezielte Untersuchung der Erbgutträger können Chromosomenanomalien und andere genetische Erkrankungen weitgehend sicher ausgeschlossen bzw. Liegen bestimmte mütterliche oder kindliche Risikofaktoren vor, übernimmt die Krankenkasse die Untersuchungskosten.
Risikoschwangerschaften
Statistisch wird jede dritte Frau (34,9 Prozent) als Risikoschwangerschaft geführt. Auslöser können Alter, Übergewicht, Vorerkrankungen (Thrombosen, Bluthochdruck, Gerinnungsstörungen, Nieren- und Herzerkrankungen), Mehrlingsschwangerschaften oder künstliche Befruchtung sein. Auch Komplikationen während der Schwangerschaft wie Blutungen, Schwangerschaftsdiabetes, Eisenmangel, ungünstige Lage des Kindes, vorzeitige Wehen oder Muttermundschwäche können auftreten.
Ein besonderes Risiko stellt die Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) dar, die mit Bluthochdruck und Eiweißausscheidung über die Niere einhergeht und Mutter und Kind gefährden kann. Bei einer definierten Risikoschwangerschaft sind spezifische und häufigere Kontrollen sowie die Anbindung an ein Level-1-Zentrum erforderlich. Das Klinikum Braunschweig verfügt über ein leistungsfähiges Perinatalzentrum für die Versorgung von Früh- und Neugeborenen aller Reifegrade.
Preeclampsia risk and prevention
Betreuung im Klinikum Braunschweig
Die Geburtsplanung beginnt im Klinikum Braunschweig mit einer Risikosprechstunde. Mütter werden durch das geburtshilfliche und neonatologische Team betreut, das auch für die Versorgung des Kindes zuständig ist. Dazu gehören die Sicherung der Vitalparameter von Früh- und Neugeborenen sowie die Behandlung von angeborenen Fehlbildungen in Zusammenarbeit mit der Kinderchirurgie und -urologie.
Eltern werden bereits vor der Geburt beraten, über den zu erwartenden Verlauf, mögliche Komplikationen und das pflegerische Management informiert. Ein mütterlicher Diabetes, ob vorbestehend oder erst in der Schwangerschaft auftretend, gehört ebenfalls zu den Risikofaktoren, die zu Komplikationen unter der Geburt führen können.
Zusätzliche Diagnostik und invasive Verfahren
Bei einer Risikoschwangerschaft können zusätzliche Untersuchungen nötig sein. Dazu gehören die Entnahme von Gewebe aus der Plazenta (Chorionzottenbiopsie, ab 12. SSW) und die Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese, ab 16. SSW). Bei den invasiven Verfahren der Pränataldiagnostik (PND) wird unter Ultraschallkontrolle eine Punktion der Gebärmutter und Fruchthöhle durchgeführt.
Perinatalzentrum Level 1
Eltern sollten bei einer Risikoschwangerschaft eine Geburtsklinik mit einem Perinatalzentrum Level 1 wählen, das über eine neonatologische Intensivstation und ein 24-Stunden-Notfallteam verfügt. Das Klinikum Braunschweig bietet diese umfassende Versorgung für Früh- und Neugeborene sowie für Risikogeburten und Kaiserschnitte.

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