Kinderkraft Hochstuhl Tixi: Erfahrungen und Testbericht

Ein umfassender Test von Kinderhochstühlen durch die Stiftung Warentest lieferte ernüchternde Ergebnisse: Von zwölf geprüften Produkten schnitten nur wenige gut ab. Die Hochstühle sollen sicher, schadstofffrei und kindgerecht sein und dabei möglichst lange halten. Die Stiftung Warentest hat für ihre aktuelle Ausgabe zwölf Kinderhochstühle unter die Lupe genommen, wobei Handhabung, Sicherheit, Haltbarkeit und Schadstoffe in die Bewertung einflossen. Besonders streng wurde auf die kindgerechte Gestaltung, vor allem die Liege- und Sitzergonomie, geachtet.

Getestet wurden sowohl mitwachsende als auch nicht-mitwachsende Hochstühle. Mitwachsende Modelle sind höhenverstellbar und oft umbaubar, sodass sie von Babys bis zu größeren Kindern genutzt werden können. Sie sind robust und halten Belastungen bis zu 150 Kilogramm stand. Einfache Hochstühle sind weniger flexibel und eignen sich in der Regel für Kleinkinder bis etwa drei Jahre.

Kinderhochstühle im Test: Neue Spitzenreiter und enttäuschende Ergebnisse

Die deutsche Verbraucherorganisation bewertete drei Kinderhochstühle als «Gut», drei erhielten das Urteil «Befriedigend», drei wurden für «Ausreichend» befunden und drei fielen als «Mangelhaft» durch. Nur drei der getesteten mitwachsenden Modelle erreichten die Qualitätsstufe «Gut». Bei den nicht-mitwachsenden Modellen schaffte es keines der Modelle über die Bewertung «Befriedigend».

Der beliebte und nicht gerade günstige «Tripp Trapp»-Hochstuhl von Stokke, der im Vorjahr noch Testsieger war, musste seinen Spitzenplatz räumen. Auch bei Öko-Test zählte er zu den besten. Neuer Testsieger ist der «Lemo 4-in-1» von Cybex, der mit der Testnote 1,6 nur knapp die Bewertung «Sehr Gut» verpasste. Der Stokke-Klassiker «Tripp Trapp» folgt mit der Testnote 1,8.

Beide Kinderhochstühle erhielten in fast allen Testkategorien sehr gute oder gute Bewertungen. Gleiches gilt für den drittplatzierten Hochstuhl, den «Enock» von Kinderkraft, der gleichzeitig der Preistipp der Stiftung Warentest ist. Er ist vergleichsweise günstiger als die beiden anderen guten Modelle und erhielt die Gesamtnote 1,9.

Übersicht der Top-Kinderhochstühle mit ihren Testergebnissen (Infografik)

Überzeugende Modelle im Detail

Cybex Lemo 4-in-1

Der «Lemo 4-in-1» von Cybex überzeugte vor allem dadurch, dass er bis zur Pubertät genutzt werden kann. Er erhielt sehr gute Noten für Sicherheit und Haltbarkeit sowie gute Bewertungen für seine kindgerechte Gestaltung und Handhabung. Lediglich bei den Schadstoffen gab es mit der Note 2,6 leichte Abzüge.

Stokke Tripp Trapp

Der Stokke Tripp Trapp ist ein bewährter Klassiker, der sich individuell gestalten lässt. Eltern können zwischen verschiedenen Holzarten und Farben wählen und auch die Farbe der Fuß- und Sitzfläche bestimmen. Das Zubehör ist kostenpflichtig, aber wichtig für die Nutzung ab Geburt (Babyaufsatz «Nomi Mini» und Harness) oder für zusätzliche Funktionalität (ansteckbares Tischchen). Bei der Nutzung des Tischchens ist Vorsicht geboten, da es nicht viel Gewicht aushält.

Kinderkraft Enock

Der Hochstuhl «Enock» von Kinderkraft gilt als preisgünstigere Alternative zum Tripp Trapp. Er wird aus Buchenholz gefertigt und ist bis 90 Kilogramm belastbar. Er kann ab dem Sitzalter eingesetzt werden, mit dem optionalen «Hauck Alpha+ Newborn Bouncer» auch ab Geburt. Babys und Kleinkinder werden mit einem Fünfpunktgurt gesichert. Der Stuhl ist kippsicher und lässt sich leicht reinigen. Allerdings gibt es Berichte über abblätternde Lackierung und schwierig zu reinigende Kissen nach etwa sieben Monaten Nutzung.

Vergleich der wichtigsten Merkmale von Cybex Lemo, Stokke Tripp Trapp und Kinderkraft Enock (Tabelle)

Diese Hochstühle konnten nicht überzeugen

Der «Antilop»-Stuhl von Ikea schnitt mit «Befriedigend» (3,5) ab. Der «Maxi-Cosi Moa» bekam ein «Ausreichend» (3,9). Das Modell «Sit'n Relax» von Hauck (Note 4,6) erhielt nur ein «Mangelhaft», da Weichmacher gefunden wurden, die die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen können. Auch die Modelle «Nomi» von Stokke und «Moji» von Mippy Plain konnten nicht überzeugen, wobei hier vor allem Schadstoffe oder Sicherheit kritisiert wurden.

Der Kinderkraft Hochstuhl Tixi im Detail

Der Kinderkraft Tixi ist ein Hochstuhl, der mit dem Kind mitwächst und später zu einem Stuhl für ältere Kinder umfunktioniert werden kann. Er kombiniert zwei Funktionen in einem Möbelstück.

Merkmale des Kinderkraft Tixi

  • Sicherheit: Ausgestattet mit Fünf-Punkt-Sicherheitsgurten mit weichen Polstern und einer speziellen Verriegelung, die ein Herausfallen des Kindes verhindert. Die stabile Struktur basiert auf vier soliden Beinen aus Buchenholz.
  • Komfort: Das Sitzpolster ist leicht zu reinigendes und wasserdichtes Material. Das Doppeltablett ist abnehmbar und verstellbar, bietet Platz für einen Becher oder eine Flasche und lässt sich leicht unter fließendem Wasser reinigen. Eine bequeme Fußstütze ermöglicht dem Kind, die Beine in einer angenehmen Position zu stützen.
  • Funktionalität: Der Tixi vereint die Funktionen eines Hochstuhls für Babys und eines Stuhls für ältere Kinder. Das abnehmbare und wasserdichte Polster erleichtert die Reinigung. Die 3-stufige Tablettverstellung ermöglicht die Anpassung des Abstands an das Alter und die Größe des Babys.
  • Konstruktion: Gefertigt aus Buchenholz, PP-Kunststoff und Polyester.

Technische Details des Kinderkraft Tixi

  • Abmessungen des Tabletts: 55 cm x 30 cm
  • Abmessungen des Sitzes (mit Einlage): 24 cm x 24 cm
  • Höhe des gesamten Hochstuhls: 96 cm
  • Gewicht: 5,7 kg
  • Geeignet für Kinder im Alter von 6 Monaten bis 5 Jahren.

Der Hersteller Kinderkraft bietet eine 10-Jahre-Garantie, die die Sicherheit, Langlebigkeit und Funktionalität der Produkte über deren gesamte Lebensdauer gewährleistet.

Kinderkraft Hochstuhl Tixi in verschiedenen Farben (Produktfoto)

Wichtige Kriterien bei der Auswahl eines Hochstuhls

Bei der Auswahl eines Hochstuhls sind neben den Testergebnissen weitere Kriterien zu berücksichtigen:

Sicherheit

Kippsicherheit ist essenziell. Ein kippsicherer Stuhl bleibt auch bei den typischen Bewegungen des Kindes stabil stehen. Die Materialien sollten langlebig sein, ohne Risse im Holz oder lockere Schrauben. Ein Sicherheitsbügel und ein zusätzlicher Gurt schützen vor dem Durchrutschen und Herausfallen. Modelle mit vier Rollen werden von der Stiftung Warentest ausdrücklich kritisiert, da sie zu leicht wegrollen können.

Alterseignung und Nutzungsdauer

Ein klassischer Treppenhochstuhl sollte erst verwendet werden, wenn das Kind sicher und selbstständig sitzen kann. Für die Fütterung vor diesem Alter eignen sich Babyaufsätze mit leicht liegender Haltung oder spezielle Starter-Hochstühle mit verstellbarer Rückenlehne und Sitzposition. Treppenhochstühle können oft bis ins Erwachsenenalter genutzt werden, während Babyaufsätze meist nur bis etwa zum sechsten Monat passen.

Reinigung

Bei den ersten Essversuchen landet oft viel daneben, daher muss ein Hochstuhl gut zu reinigen sein. Holzstühle lassen sich meist mit einem feuchten Tuch reinigen. Bei Kunststoff- oder Stoffbezügen ist auf deren Waschbarkeit zu achten. Bei Holzoberflächen sollten stärkere Reinigungsmittel vermieden werden, um den Lack nicht zu beschädigen.

Zubehör

Die Auswahl an Zubehör kann groß sein. Wichtige Elemente wie ein Sicherheitsbügel und ein Gurt sollten idealerweise im Lieferumfang enthalten sein. Eine Sitzverkleinerung und ein Sitzpolster können den Komfort erhöhen. Ob ein Tisch dabei ist oder nicht, ist Geschmackssache, wichtig ist jedoch die Möglichkeit, ihn abzunehmen.

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Fazit zu Kinderhochstühlen und dem Kinderkraft Tixi

Die Auswahl des richtigen Hochstuhls hängt von den individuellen Bedürfnissen und Prioritäten ab. Während Testsieger wie der Cybex Lemo und der Stokke Tripp Trapp hohe Qualität und Langlebigkeit bieten, stellen Modelle wie der Kinderkraft Enock und der Kinderkraft Tixi preisgünstigere Alternativen dar, die ebenfalls wichtige Funktionen und Sicherheit bieten.

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