Geburtshaus Paderborn: Interventionsarme Geburtshilfe und individuelle Betreuung durch erfahrene Hebammen

Das Geburtshaus Paderborn verfolgt das Konzept der interventionsarmen Geburtshilfe, basierend auf dem Grundsatz, dass gesunde Frauen ohne unnötige medizinische Eingriffe entbinden können. Ziel ist es, Frauen fachkundig zu begleiten und ihre Eigenständigkeit sowie ihr Selbstvertrauen für eine natürliche Geburt zu stärken.

Porträtfoto der Gründerinnen des Geburtshauses Paderborn, Kerstin Jessen und Dagmar Büssemeier

Rund um die Uhr Erreichbarkeit und vertraute Hebammenbetreuung

Die Hebammen des Geburtshauses Paderborn stehen 30 Tage um den Geburtstermin herum Tag und Nacht in Rufbereitschaft zur Verfügung. Bei den ersten Anzeichen einer Geburt treffen sich werdende Mütter nach telefonischer Absprache mit ihrer zuständigen Hebamme im Geburtshaus. Die Geburt wird dann von dieser bekannten und vertrauten Hebamme begleitet.

Aus Sicherheitsgründen wird in der letzten Phase der Geburt eine zweite Hebamme des Geburtshausteams hinzugezogen. Die private und ruhige Atmosphäre des Hauses soll es den Eltern ermöglichen, sich wohlzufühlen und zu entspannen, was den Geburtsverlauf positiv beeinflussen kann.

Individuelle Geburtsgestaltung und Sicherheit

Im Geburtshaus Paderborn entscheiden die Frauen selbstbestimmt über ihre Geburtspositionen. Ob Bett oder Badewanne, Seile, Tücher oder Matten - vielfältige Möglichkeiten stehen zur Verfügung, um den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Die Hebammen achten darauf, die Bewegungsfreiheit der Frauen weitestgehend zu erhalten.

Der Sicherheitsaspekt hat dennoch hohen Stellenwert. Die Herztöne des Kindes werden regelmäßig kontrolliert, jedoch nicht dauerhaft wie in der klinischen Entbindung, um die interventionsarme Geburtshilfe zu gewährleisten. Sollten in seltenen Ausnahmefällen Probleme auftreten, besteht die Möglichkeit der sofortigen Verlegung in die nur 100 Meter entfernte Frauen- und Kinderklinik St. Louise.

Innenansicht eines Geburtsraumes im Geburtshaus Paderborn mit einer Geburtsbadewanne und Geburtsutensilien

Das Team des Geburtshauses Paderborn

Seit September 2009 gibt es in Paderborn ein Geburtshaus, das von Dagmar Büssemeier und Kerstin Jessen als Geschäftsführerinnen geleitet wird. Beide sind erfahrene Hebammen, die zuvor viele Jahre im Kreißsaal der Frauen- und Kinderklinik St. Louise tätig waren.

Im Geburtshaus Paderborn arbeiten insgesamt zehn Hebammen, von denen sieben auch Geburten begleiten. Dazu gehören neben Kerstin Jessen und Dagmar Büssemeier auch Almut Reinecke, Marion Stöber, Pia Brockmann, Rahel Pilgrim und Sandra Westkamp.

Porträts der Hebammen des Geburtshausteams:

  • Kerstin Jessen

    Geboren 1995 in Paderborn, ist seit März 2019 Hebamme. Nach ihrem dualen Studium zog es sie zurück in ihre Heimat. Seit September 2019 arbeitet sie freiberuflich als Hebamme und im Geburtshaus Paderborn. Ihr Anliegen ist eine individuelle, bedürfnisorientierte und stärkende Betreuung, die es Familien ermöglicht, diesen neuen Lebensabschnitt selbstbestimmt zu erleben.

  • Carolin Wulf

    Geboren 1989 in Paderborn, ist Mutter eines Kindes und freiberufliche Hebamme sowie freie Mitarbeiterin im Geburtshaus Paderborn. Ihr persönliches Anliegen ist die umfassende und individuelle Begleitung von Familien während der Schwangerschaft, Geburt und der ersten Zeit mit dem Säugling. Sie legt Wert darauf, Eltern auf einem selbstbestimmten Weg zu begleiten.

  • Hebamme (Geboren 1973 in Brilon)

    Seit 1994 ist sie mit Leib und Seele Hebamme und seit 2013 Mitarbeiterin im Geburtshaus Paderborn. Sie möchte Paaren ermöglichen, ihr Baby in sicherer Geborgenheit zur Welt zu bringen, mit der nötigen Zeit und Ruhe, fernab von Stress und Klinikalltag. Ihr ist es wichtig, dass sich auch der Partner wohlfühlt und aktiv an der Geburt teilnimmt.

  • Hebamme (Geboren 1966 in Lübbecke)

    Ihre eigene Geburt im Jahr 1966 fand im Bett ihrer Eltern statt, was ihre Verbundenheit zur Hausgeburt unterstreicht. Nach ihrer Hebammenausbildung 1994 und dem Examen 1997 war sie angestellte und Beleghebamme in der St. Louise Frauen- und Kinderklinik tätig. 2007 entstand die Idee für ein Geburtshaus, das im April 2009 umgebaut und im Oktober 2009 gegründet wurde. Für sie ist Zeit das kostbarste Gut, das sie einer Frau geben kann.

  • Hebamme (Geboren 1974 in Paderborn)

    Seit 1999 ist sie Hebamme und Mutter von 5 Kindern. Sie bietet freiberuflich Kurse, Nachsorgen und Schwangerschaftsmassagen in Bad Driburg an. Da sie selbst zu Hause entbunden hat und von der außerklinischen Geburtshilfe überzeugt ist, freut sie sich seit Anfang 2019 Teil des Teams im Geburtshaus Paderborn zu sein. Ihr Wunsch ist es, Frauen und ihre Partner in ruhiger, privater Atmosphäre ihren Bedürfnissen entsprechend zu betreuen.

  • Hebamme (Examen 2023)

    2017 Examen als Gesundheits- & Kinderkrankenpflegerin, 2018 zertifizierte Bodymotion-Pilatestrainerin & Yogalehrerin (RYS 200). Nach ihrem Hebammenexamen 2023 studiert sie aktuell Midwifery B.Sc. an der Hochschule Osnabrück. Ihr Weg begann mit medizinischem Interesse und führte über Bewegung, Ernährung und Achtsamkeit hin zum Wunsch einer ganzheitlichen und frauenzentrierten Gesundheitsfürsorge. Sie freut sich, im Geburtshaus Paderborn ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu vereinen.

Collage aus Fotos der Hebammen des Geburtshausteams Paderborn

Umfassende Betreuung während der Schwangerschaft und Nachsorge

Das Geburtshaus Paderborn unterstützt Frauen und Paare dabei, bewusst und selbstbestimmt mit Schwangerschaft, Geburt und dem Neugeborenen umzugehen. Die werdenden Eltern werden fachkundig begleitet und in ihrer Eigenständigkeit und Kompetenz gestärkt, um die notwendige Sicherheit für eine natürliche Geburt zu schaffen.

Auch wenn keine Geburt im Geburtshaus geplant ist, bietet das Team eine Betreuung während der gesamten Schwangerschaft an. Bei normal verlaufenden Schwangerschaften werden Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt, da Hebammen dazu berechtigt und ausgebildet sind.

Zusätzliche Angebote und Therapien:

  • Effektive Manuelle Hilfen: Meridianmassagen, Muskelkettenarbeit, Druckpunkt-Stimulation, Haptonomie, Beckenschaukel, klassische Massage und Dehnungsübungen zur Unterstützung und Regulierung des physiologischen Gleichgewichts.
  • Therapeutischer Laser: Wirkt durchblutungsfördernd, abschwellend, antibakteriell und entzündungshemmend. Er fördert die Wundheilung und wird bei Schmerzen und entzündlichen Prozessen angewendet. Die Softlaserbehandlung ist nebenwirkungsfrei und schmerzlos.
  • Akupunktur-Sprechstunde: Steht allen Schwangeren, auch extern betreuten, zur Verfügung.

Die Kooperation zwischen dem Geburtshaus Paderborn und der Frauen- und Kinderklinik St. Louise ermöglicht einen sinnvollen Lückenschluss zwischen klinischer und außerklinischer Geburtshilfe. Der Wunsch vieler Frauen nach einer Geburt in intimer und geborgener Atmosphäre wird im Geburtshaus Paderborn nachhaltig erfüllt.

Die wichtigsten Fragen nach der Geburt I Dr. Johannes Wimmer & Prof. Dr. Volker Ragosch

Die Aufnahme im Geburtshaus erfordert eine frühzeitige Anmeldung, idealerweise um die 12. Schwangerschaftswoche herum. In mehreren Gesprächen lernen die Eltern ihre Hebammen kennen. Die Bereitschaftsdienste sind so eingeteilt, dass die werdenden Eltern eine überschaubare Auswahl an Hebammen haben, die Dienst haben könnten, wenn es soweit ist.

Neben Geburtsvorbereitungskursen, die eine wichtige Anlaufstelle für viele Interessierte sind, bietet das Geburtshaus auch Nachsorge an, die die gesamte Stillzeit über in Anspruch genommen werden kann. Für die Aufnahme im Geburtshaus gelten strenge Kriterien, und Risikoschwangerschaften können nicht zur Geburt angenommen werden.

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