Viele werdende Mamas möchten ihren Babybauch in einem Gipsabdruck verewigen. Schließlich ist so ein Gipsabdruck vom Babybauch ein wahres Unikat und wird dich später immer wieder an die Schwangerschaft zurückerinnern. Irgendwann kannst du deinem Kind dann den Gipsabdruck zeigen und sagen: Hier hast du mal reingepasst. Ein lustiger und zugleich wunderschöner Gedanke.
Tipp: Bei dem Gipsabdruck solltest du dir am besten von deinem Partner, deiner Mama oder einer Freundin helfen lassen. So geht es viel einfacher und auch deutlich schneller.

Der richtige Zeitpunkt und die Kosten für den Gipsabdruck
Grundsätzlich kann jede Frau den Gipsabdruck natürlich dann machen, wann sie es möchte. Wir empfehlen, den Gipsabdruck zwischen der 35. und 38. Schwangerschaftswoche zu machen. Hier ist der Bauch bereits groß genug, um einen beeindruckenden Gipsabdruck entstehen zu lassen. Du befindest dich aber normalerweise auch noch nicht so kurz vor der Geburt, dass du Angst haben musst, das Baby könnte kommen, bevor du den Gipsabdruck gemacht hast.
Was die Kosten für den DIY-Gipsabdruck angeht: Die belaufen sich auf unter 30 Euro. Ein Gipsabdruck-Set, das beispielsweise bei Amazon erhältlich ist, kostet rund 24 Euro.
Benötigte Materialien:
- Gipsbinden
- Vaseline (oder eine andere stark fettende Creme/Körperöl)
- Handtücher
- Schere
- Lauwarmes Wasser
- Farbe zum Bemalen (z.B. Acrylfarben)
- Schutzfolie oder Zeitungspapier für den Boden
Super praktisch: Bei vielen Anbietern im Internet findest du bereits fertige Babybauch-Gipsabdruck-Sets. Darin sind Gipsbinden, Vaseline und Farbe zum Bemalen inklusive, und du musst nicht alles einzeln kaufen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Gipsabdruck
Schritt 1: Vorbereitung des Arbeitsplatzes
Im ersten Schritt solltest du dir natürlich erstmal überlegen, wie du deinen Gipsabdruck machen möchtest: sitzend oder stehend. Wir empfehlen dir, dich hinzustellen - im Sitzen läufst du Gefahr, dass dein Abdruck schief wird. Wenn du schon kurz vor der Geburt bist und Stehen für dich sehr anstrengend ist, achte beim Sitzen darauf, dass dein Rücken so gerade wie möglich ist. Du kannst ein Kissen zwischen Stuhl und Rücken legen, so ist es für dich bequemer.
Jetzt solltest du den Boden mit einer Folie abdecken, um unschöne Flecken zu vermeiden. Alternativ kannst du auch Zeitungspapier verwenden - hauptsache es kommt später nichts von der Gipsmasse auf den Boden. Wenn du eine Badewanne hast, kannst du dich auch dort reinstellen. Das erspart dir später eine Menge Putzarbeit.
Schritt 2: Gipsbinden vorbereiten
Zur Vorbereitung müssen die Gipsbinden erstmal zurecht geschnitten werden. Wie lang die einzelnen Binden werden sollen, hängt ganz von der Größe deines Bauchs ab. Halte die Gipsbinde am besten an deinen Bauch und miss die Stellen grob ab - sie sollten am Ende um die 50 cm lang sein. In der Mitte des Bauchs wirst du natürlich längere Gipsbinden brauchen, als ganz unten. Schneide am besten nicht gleich alles zu - so hast du am Ende noch genügend Puffer, falls du doch noch eine längere Gipsbinde benötigst.
Hinweis: Manche Anleitungen empfehlen, Gipsbinden auf eine Länge von ca. 30 cm zu schneiden.
Schritt 3: Babybauch und Brüste vorbereiten
Bevor du loslegst, solltest du deinen Bauch und deine Brüste großzügig mit Vaseline einreiben. Das ist wichtig, damit sich der Gips später gut ablösen lässt und nichts ziept. Bei den meisten Gipsabdruck-Sets ist die Vaseline inklusive. Du kannst sie sonst auch im Drogeriemarkt oder in der Apotheke kaufen. Alternativ funktioniert das auch mit anderen, stark fettenden Cremes oder Körperöl.
Wichtig: Achte darauf, dass die Vaseline auch in Hautfalten und am Bauchnabel gut verteilt wird, um ein Anhaften des Gipses zu verhindern. Bei Bedarf kannst du auch Achsel- und Schamhaare gut einfetten und diese Bereiche mit einer dünnen Plastikfolie abdecken.

Schritt 4: Gipsbinden ins Wasser tauchen und auftragen
Jetzt geht es an die eigentliche Arbeit - die Gipsbinden werden auf deinem Bauch geschichtet. Dafür solltest du eine Schüssel mit lauwarmen Wasser befüllen und sie neben dich stellen. Von unten oder oben anfangen? Das kann jeder machen, wie er möchte, wir empfehlen aber unten anzufangen - starte also an der untersten Stelle deines Babybauchs.
Nimm die erste Gipsbinde, ziehe sie straff und tauche sie in das Wasser. Drücke die Binde vorsichtig aus, sodass sie nicht tropft. Jetzt drückst du die Binde vorsichtig auf den Bauch. Streiche am besten nochmal mit der Hand über die Gipsbinde, sodass alles schön glatt ist und keine Klümpchen oder Luftblasen entstehen.
Schritt 5: Überlappend arbeiten und glätten
Die jeweils neue Gipsbinde sollte immer leicht mit der vorherigen Binde überlappen, sodass dort später keine Lücke entsteht. Im Zweifel lieber zu viel als zu wenig überlappen lassen. Jetzt wieder glatt streichen - und die nächste Gipsbinde nehmen. Achte darauf, die Gipsbinden nicht zu fest zu ziehen, sondern sie locker aufzulegen.
Wichtiger Hinweis: Während des Gipsens ist es wichtig, dass die schwangere Person so ruhig wie möglich steht oder sitzt. Kein Grund zur Sorge: Auch wenn es sich während des Auftragens so anfühlt, als würde der Abdruck abrutschen, passiert das normalerweise nicht.
Schritt 6: Mehrere Schichten auftragen
Am besten machst du am Ende noch eine zweite oder dritte Schicht. Je mehr Schichten du am Ende hast, desto stabiler wird der Gipsabdruck. Mindestens 3 Lagen Gipsbinden werden empfohlen, um eine ausreichende Stabilität zu gewährleisten.
Tipp: Manche empfehlen maximal 2 Lagen Gipsbinden aufzutragen, da sonst die Form des Bauches nicht mehr so gut zur Geltung kommt. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt.
Schritt 7: Trocknen lassen
Sobald der Gips trocken ist, wird er sich alleine von deinem Babybauch ablösen. Jetzt muss er gut durchtrocknen. Am besten lässt du ihn über Nacht liegen, dann kann er am nächsten Tag bemalt werden. Die Trocknungszeit kann je nach verwendeten Binden zwischen 30 Minuten und mehreren Stunden variieren.
Tipp: Mit einem Föhn kannst du den Trocknungsvorgang beschleunigen.
Gipsabdruck vom Babybauch - Abguss
Schritt 8: Mit Schmirgelpapier glätten
Wenn du den Gips beim Auftragen nicht immer ganz gründlich glatt gestrichen hast, haben sich vielleicht ein paar Klümpchen gebildet, die nicht besonders schön aussehen. Kein Grund den Gipsabdruck in den Müll zu werfen. Du kannst die Stellen ganz einfach mit etwas Schmirgelpapier abschleifen. Besonders gut funktioniert das mit einem Schleifschwamm. Du kannst abstehende Gips-Fransen am Rand außerdem mit der Schere entfernen - so sieht der Abdruck am Ende sauberer aus.
Zusätzliche Veredelung: Nach dem Schleifen kann eine Flächenveredelung (z.B. eine spezielle Paste) aufgetragen werden, um kleine Unebenheiten auszugleichen und eine glatte Oberfläche für das Bemalen zu schaffen. Dies schützt auch vor Vergilbung.

Schritt 9: Schmücken und Bemalen
Das Beste kommt zum Schluss: Jetzt kannst du den Gipsabdruck schmücken und bemalen. Egal ob du den Namen deines Babys auf den Gipsabdruck schreibst, eine Schleife drumbindest, oder einfach nur ein paar schöne Motive draufmalst - deiner Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Das Bemalen funktioniert am besten mit Acryl-Farbe. Wenn der Gipsabdruck fertig ist, kannst du ihn zum Beispiel auf einer Leinwand anbringen und diese dann später im Kinderzimmer aufhängen.
Tipp: Eine Grundierung mit Gesso oder Acrylkreidegrund ist empfehlenswert, bevor du mit dem Bemalen beginnst. Sie dient gleichzeitig als Versiegelung.
Alternative: Professionelle Abformung
Wer sich aufgrund der Schwangerschaft nicht zutraut, den Gipsabdruck selbst vorzunehmen, kann einen Termin in einem Atelier vereinbaren. Dort wird der Gipsabdruck professionell angefertigt. Die professionelle Abformung dauert in der Regel nur 20 bis 30 Minuten.

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