Desirée Rösch: Schwangerschaft und die Bedeutung der Begleitung

Die Elternschaft bringt eine grosse Verantwortung mit sich. Die Geburt eines Kindes ist eine Zeit, die mit grösster Sensibilität und Sorgfalt begleitet werden muss. Ein ausserklinischer Rahmen, wie er in Geburtshäusern geboten wird, kann hierfür optimal umsetzbar sein.

Die Philosophie von Geburtshäusern

In der Betriebsphilosophie des Geburtshauses ist und bleibt auch in Zukunft vorgesehen, dass Frauen von einem überschaubaren Team betreut werden. Dieser familiäre, intime Rahmen, eine wohnliche und beschützende Infrastruktur sowie die hohe Professionalität der Hebammen gewährleisten, dass Frauen spontan und natürlich gebären können. Liebevolle Menschen helfen der Frau, bei sich zu sein und ihrem Körper zu vertrauen.

Hebamme betreut eine Gebärende in einem gemütlichen Geburtshaus.

Unterstützung für Flüchtlinge in der Schweiz

Es gibt auch Initiativen, die darauf abzielen, Flüchtlingen in der Schweiz privaten Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Angesichts der erwarteten Zunahme von Asylanträgen wird die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH), zusammen mit weiteren Organisationen und Kirchen, die Bevölkerung aufgerufen, privat Wohnraum für vorläufig aufgenommene Flüchtlinge anzubieten. Organisationen wie die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA-RES) stellen Fachleute zur Verfügung, um die Abklärung und Begleitung von privaten Unterbringungen zu unterstützen. In einer ersten Phase konzentriert sich diese Unterstützung auf Kantone, in denen private Unterbringung bereits praktiziert wird.

"Schnauserei": Ein Projekt zur Förderung von Jugendlichen mit Handicap

Ein weiteres Projekt, die "Schnauserei", befindet sich im Umbau, um zukünftig Jugendliche mit einem Handicap auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Viele ehrenamtliche Stunden, Leidenschaft und Durchhaltevermögen stecken bereits in diesem Vorhaben. Um das Projekt zur Vollendung zu bringen, werden symbolische Anteile am "Förder-Ei" verkauft.

Blick in den renovierten Innenraum der

Dario Christen: Ein Leben nach dem Ski-Unfall

Seit einem tragischen Ski-Unfall im Frühjahr 2016 steht die Familie Christen vor grossen Herausforderungen. Der 17-jährige Dario ist seit dem Unfall querschnittsgelähmt (Tetraplegie). Die aktuelle Wohnung der Familie, die sich in einer Schreinerei befindet, ist für Dario nicht bewohnbar. Er lebt derzeit in einem speziell ausgestatteten Hotelzimmer, was jedoch nur eine Übergangslösung ist. Um zu verhindern, dass Dario von seiner Familie getrennt in einer Pflegeeinrichtung betreut werden muss, wird für eine behindertengerechte Wohnung für ihn und seine Familie auf der Lenzerheide gesammelt. Eine bereits im Rohbau befindliche Wohnung bietet die Möglichkeit, sie behindertengerecht auszubauen. Der Bauherr unterstützt Darios Genesung, indem er die Wohnung gekauft und für die Familie reserviert hat. Es wird eine Summe von 55'000 Franken für den Ausbau und die Finanzierung des ersten Jahres gesammelt. Bei Erreichen von 220'000 Franken besteht die Möglichkeit, die Wohnung komplett zu kaufen.

Illustration eines behindertengerechten Wohnraums mit Rampen und angepassten Möbeln.

Cystische Fibrose: Ein Portraitbuch zur Sensibilisierung

Ein Portraitbuch mit persönlichen Geschichten von Betroffenen soll der seltenen und wenig bekannten Krankheit Cystische Fibrose ein Gesicht geben. Menschen mit dieser Krankheit haben oft Schwierigkeiten, im Alltag Verständnis für die damit verbundenen Einschränkungen zu erhalten, obwohl sie ihren Alltag ständig bestimmen und oft zwei bis drei Stunden Therapieaufwand am Tag erfordern. Das Buch zielt darauf ab, das Verständnis für die Krankheit im Alltag zu fördern und auf die Tatsache aufmerksam zu machen, dass Cystische Fibrose eine unheilbare Krankheit mit einer beschränkten Lebenserwartung ist.

Park Platz Zürich: Ein Raum für Gemeinschaft und Kultur

Der Park Platz neben dem alten Bahnhof Letten in Zürich entwickelt sich zu einem Ort des sozialen Engagements und kultureller Projekte. Abseits von Kommerz und Mainstream soll dieser Raum, in dem jede Stimme wahrgenommen wird, durch einen Stadtgarten belebt werden. Um den Platz ganzjährig nutzbar zu machen, werden Mittel für den Umbau eines rollstuhlgängigen WCs, die Errichtung einer Pergola mit Sitzgelegenheiten, den Bau eines Brunnens zur Schaffung einer öffentlichen Wasserstation sowie die Ausstattung eines Cafés mit notwendiger Technik für Veranstaltungen benötigt.

Skizze des Park Platz Zürich mit geplanten Elementen wie Pergola, Brunnen und Café.

OpenMindCenter: Ein Zentrum für Bewusstsein, Entwicklung und Kultur

Das OpenMindCenter in Zürich versteht sich als ein Ort für Bewusstsein, Entwicklung und Kultur, der für die Kultur des Wandels steht. Es ist ein Ort für Co-Creation und Community sowie ein Lebens- und Treffpunkt für offene, forschungswillige und kulturell-kreative Menschen. Herzstück des Hauses bilden ein Co-Working Space, ein grosser Saal für Veranstaltungen und eine City-Lounge mit biologischem Café und Öko-Laden. Zurzeit befindet sich das Projekt in der Finanzierungsphase, um ein Gebäude in Seefeld anzumieten und umzubauen. Benötigt werden Mittel für Miete, Umbau und Einrichtung.

COFFEE&DEEDS: Kaffee und Hilfe für Bedürftige

COFFEE&DEEDS kombiniert ein professionelles Kaffeehaus mit einer niederschwelligen Anlaufstelle für hilfesuchende und bedürftige Menschen. Hier werden Anliegen und Bedürfnisse aufgenommen und unkomplizierte, kostenlose Hilfe oder Wegweisung zur Hilfe angeboten. Dies umfasst Budget-, Steuer- und juristische Beratung, Aufgabenhilfe, Sprachunterstützung, praktische Beratung und Seelsorge. COFFEE&DEEDS soll das Quartier Hirzenbach beleben und eine Kultur gegenseitiger Unterstützung fördern, indem Hilfe zur Selbsthilfe angeboten wird.

Symbolbild einer Kaffeetasse neben einem Schild mit dem Logo

MAELS LEBEN: Unterstützung für Kinder mit seltenen Krankheiten

Der Verein MAELS LEBEN wurde gegründet, nachdem bei dem 19 Monate alten Sohn Mael die seltene, unheilbare Speicherkrankheit Niemann Pick C (NPC) diagnostiziert wurde. Mael verliert allmählich seine Fähigkeiten und wird schwerstbehindert sterben. Der Verein bezweckt die Förderung, Beratung, Begleitung und Unterstützung von Menschen, insbesondere Kindern, mit seltenen Krankheiten und deren Familien. Langfristig werden Mittel für Forschung, Reisen und Hilfsmittel benötigt.

Transgender Network Switzerland: Kampf für die Anerkennung nicht-binärer Menschen

Transgender Network Switzerland setzt sich im Kampf für die rechtliche Anerkennung nicht-binärer Menschen ein. Der Verein führt einen Präzedenzfall vor dem Bundesgericht, um die Anerkennung eines in Deutschland gestrichenen Geschlechtseintrags zu erwirken und schafft gleichzeitig Sichtbarkeit in den Medien und Bewusstsein bei Politiker*innen.

Ocean Youth Sailing: Jugend Meersegeln und gemeinnützige Projekte

Der gemeinnützige Verein OYS (Ocean Youth Sailing) wurde von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gegründet, um Kindern und Jugendlichen das Hochseesegeln beizubringen. Auf einem selbstgebauten Katamaran erwerben junge Erwachsene durch Ausbildung, Bau des Katamarans und die Umsetzung gemeinnütziger Projekte wie mobile Werkstätten oder Beach-Cleaning Aktionen Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und Eigenständigkeit. Es wird für die Finanzierung des Baus eines Hochsee-Katamarans gesammelt.

Ein Katamaran auf dem Meer mit jungen Menschen an Bord.

Schuhe für Guatemala: Bildung durch Kauf handgefertigter Schuhe

Mit jedem Kauf einzigartiger, handgefertigter Schuhe kann ein Kind in Guatemala zur Schule geschickt werden. Dieses Projekt verbindet den Kauf von Schuhen mit der Unterstützung von Bildung.

"Saufen für den Frieden": Spendenaktion mit Bier

Eine ungewöhnliche Spendenaktion mit dem Namen "Saufen für den Frieden" bittet um Bier-Spenden. Ein Deziliter entspricht 10 Franken. Wenn 10'000 oder mehr zusammenkommen, müssen die Spender 100 oder mehr Liter trinken. Das gespendete Geld geht an das Rote Kreuz.

"Rêves sûrs - Sichere Träume": Notschlafstelle für junge Menschen in Bern

Der Verein "Rêves sûrs - Sichere Träume" plant den Aufbau einer Notschlafstelle für junge Menschen von 14 bis 23 Jahren in Bern. Es besteht eine Lücke bei niederschwelligen Übernachtungsmöglichkeiten, die jungen Menschen Ankommen und fachliche Unterstützung bieten.

Elias: Ein Leben mit Kinderdemenz

Der 10-jährige Elias leidet an Kinderdemenz. Sein Gewicht und seine eingeschränkte Mobilität erfordern den Transport im Rollstuhl, wofür das bisherige Familienauto nicht mehr ausreicht.

Gehörlose Menschen und kulturelle Veranstaltungen

Gehörlose Menschen sollen den gleichen Zugang zu kulturellen Veranstaltungen haben wie alle anderen auch. Procap organisiert zum dritten Mal ein Konzert im Rahmen des Montreux Jazz Festivals, um dies zu ermöglichen.

Emelie: Förderung durch Ergotherapie

Emelie benötigt aufgrund ihrer körperlichen Behinderung Hilfe im Alltag. Die Ergotherapie bietet ihr dringend benötigte Förderung, doch diese droht gestrichen zu werden. Für zwei Lektionen Ergotherapie pro Woche werden für das nächste Schuljahr 10'000 CHF benötigt.

Ein Kind in einer Ergotherapie-Sitzung mit therapeutischen Geräten.

[U25]Schweiz: Präventionsprogramm für suizidgefährdete Jugendliche

[U25]Schweiz ist ein reines Spenden-finanziertes Präventionsprogramm für suizidgefährdete Kinder und Jugendliche zwischen acht und 25 Jahren. Die anonyme und jederzeit verfügbare Online-Beratung wird von professionell ausgebildeten, ehrenamtlichen Peer-Beraterinnen durchgeführt, die oft selbst Krisen bewältigt haben.

Der 74. DGU-Kongress in Hamburg: Urologie im Wandel

Der 74. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) vom 21. bis 24. September 2022 in Hamburg war ein bedeutendes Ereignis, das in einer neu sanierten Kongresszentrum stattfand. Erstmals leitete eine Frau, Prof. Dr. med. Margit Fisch, die Jahrestagung. Unter dem Motto "Gemeinsam Zukunft Gestalten" wurden zentrale Herausforderungen der Urologie wie individualisierte und interdisziplinäre Medizin, Nachwuchsgewinnung, Förderung von Frauen in der Urologie, sektorenübergreifende Versorgung und nachhaltige Urologie thematisiert.

Wissenschaftliche Highlights und Diskussionen

Der Kongress bot zahlreiche interaktive Formate, darunter Fallvorstellungen, Paneldiskussionen und TED-Abfragen. Aktuelle DGU-Projekte wie das WECU und die Urologische Stiftung Gesundheit wurden vorgestellt. Zukunftsfelder wie Humane Ressourcen, Netzwerke und Innovationen in der Urologie standen im Fokus. Die AG-Urologinnen thematisierten "Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen in der Urologie" und das Operieren in der Schwangerschaft. Plenarsitzungen zu Themen wie "Interdisziplinäres Beckenbodenzentrum" und "Tumorboard Prostatakarzinom" waren stark besucht. Die Bedeutung der Urologie bei der Versorgung der alternden Bevölkerung wurde hervorgehoben, ebenso wie der Fachkräftemangel und die Notwendigkeit gemeinsamen Handelns. Hochkarätige Gastredner wie die Virologin Prof. Dr. med. Marylyn Addo und der Hämatologe Prof. Dr. Gerhard Ehninger bereicherten das Programm mit Vorträgen zu Impfstoffen, Long COVID, Klimawandel und Immuntherapie.

Blick in den grossen Saal des Congress Center Hamburg während einer Plenarsitzung.

Nachhaltigkeit und zukünftige Entwicklungen

Ein starkes Zeichen für die Zukunftsorientierung der Urologie wurde mit dem Umwelt-Plenum gesetzt, das die Möglichkeiten einer grünen Klinik und Praxis aufzeigte. Die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf beeindruckte die Teilnehmenden. Die DGU-Generalsekretär Prof. Michel betonte die Notwendigkeit der Einführung der sektorenübergreifenden elektronischen Patientenakte und warnte vor dem zunehmenden Einfluss ausländischer Investoren im Gesundheitssystem.

Pressearbeit und Patientenaufklärung

Die DGU präsentierte auf einer Pressekonferenz das neue Patientenportal der "Urologischen Stiftung Gesundheit" zur Stärkung der urologischen Gesundheitskompetenz. Eine neue Öffentlichkeits-Kampagne zur Prostatakrebsfrüherkennung wurde mit dem alkoholfreien Getränk "Prostata! Das Bier" gestartet, das über QR-Codes auf die Webseite www.prostata-checken.de verweist.

Wahlen und Personalien

Im Rahmen des Kongresses fanden turnusgemäße Vorstandswahlen statt. Prof. Dr. med. Maurice Stephan Michel wurde für eine dritte Amtszeit als DGU-Generalsekretär wiedergewählt. Prof. Dr. med. Martin Kriegmair wurde zum neuen Präsidenten der DGU aufgerufen. Prof. Dr. med. Helmut Haas erhielt die Maximilian Nitze-Medaille für besondere Verdienste. Der Kongress fand mit einem Patientenforum und dem "Markt der Gesundheit" seinen Abschluss.

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