Das PCO-Syndrom (polycystisches Ovarialsyndrom) ist eine hormonelle Störung, die bei Frauen zu Zyklusunregelmäßigkeiten, verminderter Fruchtbarkeit und oft auch zu Symptomen wie Akne oder übermäßiger Körperbehaarung führt. Viele Frauen suchen nach natürlichen Wegen, um ihre Symptome zu lindern und ihre Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen. Ein Präparat, das in diesem Zusammenhang immer häufiger genannt wird, ist Clavella, das den Wirkstoff Myo-Inositol enthält.

Was ist Clavella und wie wirkt es?
Clavella ist ein Nahrungsergänzungsmittel, das primär Myo-Inositol enthält, eine Substanz, die eine wichtige Rolle im Stoffwechsel spielt und auch als Vitamin B8 bezeichnet wird. Myo-Inositol ist ein wichtiger Bestandteil von sekundären Botenstoffen im Körper und beeinflusst die Insulinempfindlichkeit sowie die Eizellreifung. Studien deuten darauf hin, dass Myo-Inositol bei Frauen mit PCO-Syndrom die Menstruation regulieren, den Eisprung fördern und die Eizellqualität verbessern kann.
Einige Nutzerinnen berichten, dass Clavella ihnen geholfen hat, ihre Insulinresistenz zu verbessern, was wiederum die hormonelle Balance positiv beeinflussen kann. Dies kann sich auch auf das Körpergewicht auswirken, da ein regulierter Insulinspiegel helfen kann, die Einlagerung von Fett zu reduzieren.
Clavella Premium ist eine weiterentwickelte Formulierung, die neben Myo-Inositol auch Alpha-Lactalbumin im wissenschaftlich empfohlenen Verhältnis von 40:1 enthält, ergänzt durch Folsäure. Diese Kombination soll die hormonelle Balance und den Stoffwechsel noch effektiver unterstützen.
Erfahrungsberichte von Anwenderinnen
Die Erfahrungen von Frauen, die Clavella zur Behandlung des PCO-Syndroms eingenommen haben, sind vielfältig, aber oft positiv. Viele berichten von einer spürbaren Verbesserung ihrer Zyklusregulation.
Eine Nutzerin teilte mit, dass sie trotz der Einnahme von Metformin über ein Jahr hinweg keine regelmäßigen Zyklen hatte. Nach etwa drei Monaten Einnahme von Clavella erlebte sie zwei Menstruationsperioden, während ihre Zyklen zuvor zwischen 55 und 80 Tagen dauerten. Sie empfiehlt Clavella daher ausdrücklich für Frauen mit PCO.
Andere Frauen berichten, dass Clavella ihnen geholfen hat, ihre Eisprungaktivität zu verbessern. Eine 34-jährige Frau mit leicht gesunkenem AMH-Wert und der Hoffnung auf ein Kind begann mit Clavella, um die Eibildung und den Eisprung zu unterstützen. Sie war guter Hoffnung, dass es mit dem Wunschkind klappen könnte.
Es gibt auch Berichte, in denen Clavella in Kombination mit anderen Behandlungsmethoden wie der Gonal-Stimulation erfolgreich war. Eine Anwenderin wurde nach der zusätzlichen Stimulation schwanger, wobei sie betonte, dass Clavella definitiv mitgeholfen habe, auch wenn es allein nicht ausgereicht habe.
Eine Frau wurde bereits im zweiten Monat der Einnahme von Clavella schwanger, was sie als "Wahnsinn" bezeichnete.
Einige Frauen berichten von einer verbesserten Hautbeschaffenheit und einem allgemeinen Wohlbefinden während der Einnahme von Clavella. Eine Anwenderin bemerkte nach nur 10 Tagen Einnahme eine deutliche Verbesserung ihrer Haut.
Für Frauen, die primär an der Regulierung ihres Zyklus interessiert sind und keinen akuten Kinderwunsch haben, kann Clavella ebenfalls eine Alternative zur einseitigen Pillenbehandlung darstellen.

Wichtige Aspekte der Einnahme und Kosten
Viele Frauen erhalten von ihren Gynäkologen die Empfehlung, Clavella in einer Dosierung von zwei Beuteln pro Tag einzunehmen. Die Wirkung tritt in der Regel nicht sofort ein; die meisten Anwenderinnen und auch Ärzte empfehlen eine Einnahmedauer von mindestens drei Monaten, um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen. Manche Ärztinnen raten sogar zu einer Einnahme von mindestens sechs Monaten.
Ein häufig genannter Nachteil von Clavella sind die Kosten. Der Preis pro Monat wird von vielen als "happig" oder "unverschämt" empfunden. Es wird darauf hingewiesen, dass der Hauptwirkstoff Myo-Inositol auch als reines Pulver erhältlich ist, was deutlich kostengünstiger sein kann, insbesondere im Vergleich zu speziellen Kinderwunsch-Präparaten.
Das PCO-Syndrom im Detail
Das PCO-Syndrom ist durch eine Störung der Eierstockfunktion gekennzeichnet. Typische Merkmale sind:
- Zyklusstörungen: Seltener oder fehlender Eisprung (Anovulation), lange Abstände zwischen den Regelblutungen (Oligomenorrhoe) oder das Ausbleiben der Periode (Amenorrhoe).
- Erhöhter Spiegel männlicher Sexualhormone (Androgene): Dies kann sich in äußeren Anzeichen wie Akne, fettiger Haut, Haarausfall oder vermehrter Körperbehaarung (Hirsutismus) äußern.
- Polyzystische Ovarien: Die Eierstöcke weisen zahlreiche kleinblasige Veränderungen auf, die im Ultraschall als Zysten sichtbar sind.
Häufig tritt das PCO-Syndrom in Verbindung mit einer Insulinresistenz auf. Dabei reagieren die Körperzellen nicht mehr ausreichend auf Insulin, was zu einem erhöhten Insulinspiegel im Blut führt. Dieser Überschuss kann wiederum die Produktion männlicher Hormone in den Eierstöcken anregen.
Diagnostik des PCO-Syndroms
Die Diagnose des PCO-Syndroms stützt sich auf verschiedene Methoden:
- Anamnese und körperliche Untersuchung: Erfassung der Krankengeschichte (Zyklusstörungen, Kinderwunsch) und Feststellung von Symptomen wie Akne, Hirsutismus oder Übergewicht.
- Vaginaler Ultraschall: Zur Darstellung der Eierstöcke und Feststellung von typischen Veränderungen (vergrößerte Eierstöcke, viele kleine Zysten).
- Hormonuntersuchung im Labor: Bestimmung von Hormonspiegeln wie LH, FSH, Testosteron, DHEA, SHBG, Estradiol, Prolaktin und Insulin.
- Spezielle Labortests: Ein oraler Glukosetoleranztest mit Insulinbestimmung kann eine Insulinresistenz aufdecken. Ein Dexamethason-Test dient zur Abklärung der Androgenproduktion.
Behandlungsmöglichkeiten beim PCO-Syndrom
Die Behandlung des PCO-Syndroms richtet sich nach den individuellen Symptomen und dem Kinderwunsch der Frau:
- Substitution von Progesteron: Zur Unterstützung des hormonellen Gleichgewichts.
- Saw Palmetto Kapseln: Können bei PCO-bedingter Akne helfen.
- Antibabypille: Wird oft zur Unterdrückung von Androgenüberschüssen eingesetzt, wenn kein Kinderwunsch besteht.
- Metformin oder Clavella (Myo-Inositol): Zur Verbesserung der Insulinempfindlichkeit und Regulierung der Ovarialfunktion.
- Clomifen: Ein synthetischer Eisprungauslöser.
Ergänzend sind eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung wichtig, um Übergewicht zu vermeiden oder zu reduzieren, was sich positiv auf den Hormonhaushalt auswirken kann.