Buggys stellen für Kleinkinder und ihre Eltern eine enorme Erleichterung dar. Im Gegensatz zu oft sperrigen Kombi-Kinderwagen sind Buggys kleiner und wendiger, lassen sich einfach zusammenklappen und platzsparend im Kofferraum verstauen. Einige Modelle sind speziell für Reisen konzipiert und können dank spezieller Adapter auch ab Geburt mit einer Babyschale genutzt werden, was sie auch für frischgebackene Eltern interessant macht, auch wenn sie nicht immer zu den Testsiegern zählen. Ein Buggy sollte in erster Linie klein und leicht sein, um den Transport zu erleichtern. Gleichzeitig muss das Kind bequem darin Platz finden und idealerweise auch darin schlafen können, was durch eine verstellbare Lehne ermöglicht wird.

Arten von Buggys und ihre Eigenschaften
Die Auswahl an Buggys ist vielfältig und reicht von kleinen, leichten Reisebuggys über robuste Sportbuggys bis hin zu den klassischen Alltagsbuggys, die sich in ihrer Funktionalität und Ausstattung unterscheiden. Die meisten Buggys sind für Kinder ab sechs Monaten konzipiert, wobei die Voraussetzung ist, dass das Kind bereits eigenständig sitzen kann. Einige Hersteller bieten jedoch Modelle an, die ab der Geburt nutzbar sind und mit einer Babyschale kombiniert werden können. Dies erfordert jedoch eine gut gepolsterte Liegefläche, die für Neugeborene essenziell ist.
Räder und Fahrverhalten
Die meisten Buggys sind mit vier Rädern ausgestattet, wobei die vorderen Räder oft kleiner sind als die hinteren. Sportbuggys verfügen häufig über drei luftgefüllte Reifen, die eine bessere Federung bieten und Stöße auf unebenem Untergrund gut abdämpfen. Alle im Test untersuchten Buggys verfügten über schwenkbare Vorderräder, die das Schieben erleichtern. Bei häufigen Höhenunterschieden wie Bordsteinkanten empfiehlt es sich jedoch, die Räder festzustellen, was allerdings die Wendigkeit einschränkt.
Verstellbare Rückenlehne und Schlafkomfort
Eine verstellbare Rückenlehne ist ein wichtiges Merkmal, insbesondere für Eltern, die viel mit Kleinkindern unterwegs sind, die noch häufig schlafen. Je günstiger ein Buggy ist, desto weniger Ausstattung ist zu erwarten. Eine verstellbare Rückenlehne ermöglicht den Kindern, sich besser zu entspannen und tiefer zu schlafen, was sich positiv auf die Laune auswirkt.
Belastbarkeit und Stauraum
Die meisten Buggys sind bis zu einem Gewicht von 15 Kilogramm belastbar, was dem Gewicht der meisten Kinder im Alter von drei bis vier Jahren entspricht. Der integrierte Einkaufskorb kann bei Überladung frustrieren oder sogar reißen. Einige Körbe können nur eine begrenzte Menge transportieren, wie beispielsweise eine Milchpackung.
Sicherheitshinweise für die Nutzung von Buggys
Die Sicherheit von Kindern im Buggy hat oberste Priorität. Eltern sollten sich der potenziellen Gefahren bewusst sein und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen.
Gefahr durch Überhitzung
Das Abdecken eines Kinderwagens mit Tüchern oder Decken zur Beschattung kann zu gefährlicher Hitzeentwicklung im Inneren führen. Bei einer Außentemperatur von 26 Grad Celsius kann die Innentemperatur eines abgedeckten Kinderwagens nach nur einer halben Stunde auf 37 Grad ansteigen, was für Babys lebensbedrohlich sein kann. Babys und Kleinkinder können ihre Körpertemperatur noch nicht gut regulieren, da ihre Schweißdrüsen noch nicht vollständig entwickelt sind. Ein wichtiger Indikator für die richtige Temperatur ist der Nackentest: Ist der Nacken feucht, ist es dem Baby zu heiß.
Warum ist Hitze für Babys und Kleinkinder ein besonderes Risiko?
Gefahr durch Einklemmen von Fingern
Beim Öffnen und Schließen von Buggys besteht die Gefahr, dass sich Kinder Finger einklemmen. Viele Unfälle ereignen sich durch Stürze, aber auch das Einklemmen von Fingern in den Scharnieren ist eine reale Gefahr. Es wird empfohlen, auf einen geschlossenen Mechanismus oder eine Stoffabdeckung der Scharniere zu achten. Kinder sollten ferngehalten werden, während der Buggy zusammen- oder aufgeklappt wird, und es sollte immer darauf geachtet werden, dass der Mechanismus vollständig eingerastet ist.
Gefahr durch unsachgemäße Nutzung
Die Verwendung von Rolltreppen oder das Hinauf- und Hinabschleppen von Kinderwagen über Treppen sollte vermieden werden. Bei fehlenden Rampen oder Aufzügen ist es sicherer, das Kind herauszunehmen, den Buggy zusammenzuklappen und beide Teile separat zu transportieren.
Sicherung des Kindes und Beladung des Buggys
Das Gurtsystem sollte jedes Mal verwendet werden, wenn ein Kind im Buggy sitzt. Fünf-Punkt-Gurte bieten zusätzliche Sicherheit, da sich entschlossene Kleinkinder auch aus Drei-Punkt-Gurten befreien können. Das Anbringen von Einkaufstaschen am Schiebegriff kann das Gleichgewicht des Wagens stören und zum Umkippen führen. Stattdessen sollte der Korb unter dem Wagen oder eine zusätzliche Tasche genutzt werden.
Besondere Modelle im Test
Bugaboo Butterfly - Der Testsieger für Reisen
Der Bugaboo Butterfly wurde zum Testsieger im Bereich Reisebuggys gekürt. Er ist leicht, wendig und lässt sich mit einer Hand zusammenklappen, sodass er sogar als Handgepäck im Flugzeug mitgenommen werden kann. Mit einer Tragfähigkeit von bis zu 22 Kilogramm und einer gefederten Vierradaufhängung bietet er hohen Komfort auf unebenen Straßen. Die fast vollständig flache Liegeposition und die verstellbare Fußstütze sorgen für zusätzlichen Komfort. Ein Nachteil ist das Fehlen einer Tasche für Handy oder Geldbörse.
Hauck Rapid 4 - Schnelles Zusammenfalten
Der Hauck Rapid 4 zeichnet sich durch sein schnelles und einfaches Zusammenklappen aus. Er ist ab Geburt nutzbar, sofern eine zusätzliche Babywanne erworben wird. Im Test gab es jedoch Kritik an den Bremsen und dem Material des Sitzbezugs, der das Flammenschutzmittel TCPP enthielt. Die Rückenlehne lässt sich durch Ziehen an Schnüren verstellen.
Lionelo Annet Plus - Komfortabler Mittelklasse-Buggy
Der Annet Plus von Lionelo überzeugt durch seinen Fahrkomfort, das einfache Auf- und Zuklappen sowie eine bequeme Sitzfläche. Die großen Räder sorgen für ein angenehmes Fahrgefühl auch auf unebenen Wegen. Die Lehne lässt sich mit einer Hand in eine Liegeposition umfunktionieren. Ein Nachteil ist, dass der Buggy im zusammengeklappten Zustand relativ groß bleibt, obwohl die Räder abgenommen werden können. Das Fußbrett ist für größere Kinder möglicherweise etwas schmal.
ABC Design Avus 2 Air - Vielseitig ab Geburt nutzbar
Der Avus 2 Air von ABC Design kann dank eines Adapters und einer separat erhältlichen Babyschale ab Geburt genutzt werden. Er lässt sich leicht schieben und ist geländetauglich. Der Klappmechanismus erfordert das Greifen unter das Sitzpolster. Das Sonnenverdeck ist erweiterbar und bietet UPF 50+ Schutz. Die Stiftung Warentest bewertete das Vorgängermodell als mangelhaft aufgrund des PFAS-Gehalts im Sitzpolster, das überarbeitete Modell soll jedoch keine Probleme mehr aufweisen.

My Junior Pico² - Kompakt und leicht
Der My Junior Pico² lässt sich besonders einfach und einhändig zusammenklappen und kann in einer Tragetasche verstaut werden. Er ist wendig, hatte im Test jedoch Schwierigkeiten mit Bordsteinen. Die Belastungsgrenze liegt bei 22 Kilogramm, das Schieben eines schwereren Kindes kann mühsam sein. Das Sonnensegel ist erweiterbar, und die Liegeposition ist stufenlos einstellbar, erfordert aber etwas Übung.
Hamilton by Yoop S1 Plus - Wendig bis zu einem gewissen Gewicht
Der Hamilton by Yoop S1 Plus ist klein und wendig und für Kinder bis zu 22 Kilogramm geeignet. Bei Erreichen der oberen Gewichtsgrenze wird das Manövrieren jedoch deutlich schwerer. Der Klappmechanismus erfordert anfangs etwas Übung.
Weitere Empfehlungen und Überlegungen
Bei der Auswahl eines Buggys sollten Eltern auf ihre individuellen Bedürfnisse achten. Ein durchgehender Schiebegriff erleichtert das einhändige Schieben. Modelle wie der Hartan iX1 oder der Emmaljunga Scooter 2.0 werden für ihre Wendigkeit und ihren großen Korb gelobt, wobei der Emmaljunga Scooter 2.0 etwas teurer ist und keine Liegefunktion bietet. Der Moon Flac wird aufgrund seines kleinen Korbs weniger empfohlen.
Der Taormina Buggy bietet einen geräumigen und gemütlichen Sitz mit kühlendem Netzeinsatz und einer extra langen Beinstütze für maximalen Komfort. Er lässt sich schnell und einhändig zusammenklappen und steht im geschlossenen Zustand von selbst.
Generell ist es ratsam, den Buggy vor dem Kauf auszuprobieren, um sicherzustellen, dass er den eigenen Anforderungen entspricht. Achten Sie auf die Qualität der Verarbeitung, die Leichtgängigkeit der Räder und die Handhabung des Klappmechanismus.
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