Unsere Kleinsten wachsen so schnell, dass man mit dem Kleiderkauf gar nicht hinterherkommt - also warum nähen Sie Babysachen nicht einfach selbst? So können Sie die Kleidung für Ihre Kinder individuell und jederzeit anpassen. Dafür präsentieren wir Ihnen hier verschiedene Nähanleitungen für Babysachen, die auf jeden Fall auch für Anfänger leicht umzusetzen sind. Alles das, was das Babyherz begehrt, die Herzen der Mütter höher schlagen lässt und noch viel mehr stellen wir kostenlos zur Verfügung. Vielleicht finden Sie ja Gefallen an der Handarbeit und aus Ihnen wird eine Profi-Näherin. Gemeinsam mit uns schaffen Sie dafür eine Basis.
Ein Babyshirt nähen ist auch für Einsteiger ganz einfach. Du brauchst nur das richtige Schnittmuster, eine Anleitung und schon kann’s losgehen. Wenn Du Nähanfänger bist, ist es auch für dich kein Problem ein Babyshirt oder einen einfachen Babypulli zu nähen. Ein Shirt für die Kleinen ist ein tolles Geschenk. Dazu kannst du auch direkt noch ein passendes Baby-Halstuch nähen. Vielleicht hast du dich auch schon an einer selbst genähten Babyhose ausprobiert? Dann kannst du hier ein passendes Shirt zaubern. Wenn dann alles super zusammenpasst, ist die Freude umso größer. Natürlich kannst du dieses Shirt auch mit wenig Aufwand mit V-Ausschnitt nähen. Ein Shirt für Babys ist auch ein wunderbares Projekt für Nähanfänger, wenn du dich nun an elastische Stoffe heranwagen möchtest.

Die Wahl des richtigen Schnittmusters
Wenn du dich nun an elastische Stoffe heranwagen möchtest, gibt es auf meiner Seite einen hilfreichen Beitrag zu diesem Thema: dehnbare Stoffe nähen. Wenn Du keine Overlock-Nähmaschine besitzt und ein paar einfache Dinge beachtest, kannst du auch mit deiner geliebten Haushaltsnähmaschine ein süßes Shirt zum Verlieben nähen.
Was Sie bei der Schnittmusterwahl beachten sollten:
- Achte bei deiner Auswahl darauf, dass es sich um ein Schnittmuster (Papier-Schnittmuster oder eBook) für Anfänger handelt. Es wird in der Beschreibung darauf hingewiesen, ob es „Level 1“ oder „Anfänger“ bzw. „einfach“ ist.
- Dir hilft es bei der Entscheidung garantiert auch, wenn du dir die Fotos ansiehst. Auf denen kannst du schon vorab erkennen, wie die Nähte verlaufen und welche Hürden zu überwinden sind. Dort siehst du, ob es Taschen gibt oder das Einnähen von Reißverschlüssen erforderlich ist.
- Wenn du schon mehr Näherfahrung hast, reichen dir knappe und kurze Anleitungen. Manchmal reicht ein Blick und du weißt schon, worum es geht.
- Fängst du allerdings erst mit dem Nähen von Kinderkleidung an, kommt hier ein wichtiger Tipp: Wähle Schnittmuster mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen und vielen Bildern aus.
In den Schnittmustern und in der Produktbeschreibung im Shop oder auch noch einmal in der Anleitung des eBooks werden die geeigneten Stoffe aufgeführt. Vielleicht hast du auch schon einige Erfahrung mit dem passenden Stoff sammeln können. Wenn das aber nicht so ist, ein Tipp vorab von mir: Du kannst ein Nesselmodell aus günstiger Ware nähen. Nesselmodelle eines Schnittmusters wurden und werden aus einem Stoff genäht, der aus Nesselstoff (z. B. „Bomull“ von IKEA) gefertigt wurde. So findest du heraus, ob die Passform stimmt und welche Änderungen noch vorgenommen werden müssen. Wähle einen ähnlichen Stoff aus wie den, den du für dein Projekt planst. Jeder Stoff verhält sich anders, daran solltest du denken. Du kannst also auch ein Probemodell aus günstigem Jersey nähen. So findest du heraus, wie sich der Stoff verhält und mit welchen Stichen du am besten arbeitest.

Ein einfaches Babyshirt-Schnittmuster besteht meist nur aus Vorder- und Rückenteil, den Ärmeln und einem Halsbündchen. Die verschiedenen Linien zeigen dir, wo welche Größe verläuft. Die Kindergrößen richten sich nach der Körperlänge des Kindes. Das Besondere an unserem Schnittmuster: Es ist in mehrere Schnitt-Nester aufgeteilt. So hast du nicht so viele Größenlinien auf deinem Schnittmuster. Gerade für Anfänger ist das viel einfacher.
Die richtige Stoffwahl für Ihr Babyshirt
Ob Jersey, French Terry (Summersweat) oder Nicki und auch Baumwollfleece: So gut wie alle leichten und mittelschweren Stoffe sind für Babyshirts gut geeignet. Natürlich kommt es auch auf den Schnitt an, aber wie schon erwähnt, kannst du mehr in der Anleitung des Schnitts erfahren. Das hilft dir bei deiner Auswahl. Eine gute Auswahl für Einsteiger? Baumwoll-Jersey, Sweat oder French Terry. Du kannst ebenso einen Interlock-Jersey nehmen. Dieser rollt sich gar nicht ein, ist aber nicht so elastisch. Ich finde, je natürlicher und nachhaltiger ein Stoff ist, desto besser eignet er sich für selbst genähte Kinderkleidung. Fleece oder Teddystoffe sind richtig schön kuschelig und wärmend. Hier solltest du darauf achten, dass der Stoff elastisch ist.
Natürlich gibt es auch Babyshirt-Schnittmuster, die aus Webware genäht werden können. Hier kannst du in meinen Schnittmuster-Empfehlungen stöbern. Auch das funktioniert prima. Bündchenstoff ist schön elastisch und ergibt ein etwas festeres und dickeres Oberteil, welches immer wieder zu seiner Form zurück findet. Wichtig: Damit der Bündchenstoff in Form bleibt wie er ist und nicht ausleiert, solltest Du ihn nicht bügeln sondern nur glatt streichen.
Vorbereitung des Stoffes
Wenn du dir die passenden Stoffe zugelegt hast, ist es wichtig, diese vor dem Zuschneiden zu waschen. Die meisten Stoffe laufen, mal mehr, mal weniger, beim Waschen ein. So verhinderst du, dass dein Shirt nicht zu klein wird und die Größe, die du nähen wolltest, nicht mehr stimmt. Damit sich die Schnittkanten nicht zu sehr einrollen, kannst du sie vor dem Waschen mit der Overlock oder einem weiten elastischen Stich versäubern. So kannst du auch mit fast allen elastischen Stoffen verfahren, wie zum Beispiel Jersey oder French Terry (Summersweat), denn ihre Kanten rollen sich ein und verziehen sich auch gerne mal.

Der Nähprozess: Schritt für Schritt zum Babyshirt
Für das Übertragen des Schnittmusters auf den Stoff empfehle ich dir das Abzeichnen der Schnittmusterteile mit einem Markierstift. Das ist oft für Anfänger viel einfacher, weil du nicht, wie mit herkömmlicher Schneiderkreide, fest aufdrücken musst. Noch ein Hinweis zum Stoff-Zuschnitt: Fortgeschrittene Näher/innen schneiden auch gern direkt in doppelter Stofflage mit dem Rollschneider zu.
Was tun bei Stoffresten?
Noch ein kleiner Tipp am Rande: Nach dem Zuschneiden sammeln sich so einige Stoffreste an. Diese solltest du nicht gleich entsorgen. Schnapp dir diese Reste für Nahtproben. So kannst du in Ruhe ausprobieren, wie die Naht zum Beispiel mit der Zwillingsnadel aussieht, welche Stichlänge gut funktioniert oder wie breit der Zick-Zack-Stich eingestellt werden muss. Auch die Garnfarbe kannst du auf dem Stoff sehr gut erkennen. Du hast noch nie mit einer Zwillingsnadel genäht? Lies mal meinen Beitrag Ziernaht mit der Zwillingsnadel.
Die richtige Nadel und das passende Garn
Das Shirt kannst Du gut mit deinem gewohnten Allesnäher-Garn nähen. Diese Garne sind die Allrounder unter den Garnen. Sie sind für unterschiedliche Stoffe und Nähprojekte bestens geeignet. Ich empfehle dir aber, nur Qualitätsgarne zu verwenden. Es ist zwar sehr verführerisch, die bunten Kästen mit allerlei Farben zu einem supergünstigen Preis im Angebot zu kaufen, allerdings kann das wirklich in die Hose gehen. Es passieren beim Nähen „komische“ Dinge und du musst erst einmal dahinter kommen, dass es am Garn liegen könnte. Das heißt aber auch nicht, dass du nicht günstige Garne mit einer guten Qualität bekommen kannst. Ein Tipp von mir: Halte deinen Garnfaden gegen das Licht. Wenn du so gut wie keine Fuseln siehst, ist das schon ein Pluspunkt. Dieser kleinen Trick zeigt dir, wie fest das Garn gezwirnt ist. Das macht es nicht nur besonders haltbar - es sorgt auch dafür, dass sich in deiner Nähmaschine nicht bei jedem Nähprojekt mit zusätzlichem Fadengefussel füllt.
Ein weiterer Tipp von mir: Seraflex-Garne. Mit diesem Garn kannst du sogar elastische Geradstiche erzeugen. Es ist in sich elastisch. Das bedeutet, dass du auch sichtbare Steppstiche nähen kannst. Denk aber daran, dass auch der Unterfaden mit diesem Garn versehen werden muss. Probiere es aus! Vielleicht bist du so begeistert wie ich. Dieses Garn gibt es in großer Farbauswahl.
Die Nähmaschinen-Nadel ist ebenfalls sehr wichtig: Die Jersey-, Stretch- oder Superstretch-Nadel ist die richtige Wahl für dein Nähprojekt und natürlich für alle dehnbaren Stoffe. Die Spitze dieser Nadeln ist abgerundet. Sie verhindert, dass dein Stoff beim Nähen beschädigt wird. Eine Nähprobe ist auch hier sinnvoll. Du kannst dann an der Naht ziehen und entscheiden, ob dir diese Naht so gefällt und ob die Nadel geeignet ist. Wenn die Jersey-Nadel keine schöne Naht macht, dann empfehle ich dir, eine Stretch- oder eine Superstretch-Nadel einzusetzen.

Nähen ohne Overlock-Maschine
Eine Frage, die du dir vielleicht stellst: „Kann ich ein Babyshirt auch ohne Overlock nähen?“ Na klar! Wenn du einen elastischen Stich (z. B. Zick-Zack) an deiner Nähmaschine einstellst und eine zum Stoff passende Nadel einsetzt, ist das kein Problem. Zick-Zack-Stiche, die schmal eingestellt werden, nennt man auch elastischer Geradstich. Er sieht von der rechten Stoffseite nämlich genauso aus. An vielen Haushaltsnähmaschinen ist bereits ein elastischer Geradstich vorhanden. Es lohnt sich wirklich, einmal in der Betriebsanleitung deiner Nähmaschine nachzulesen. Oft findet man Beschreibungen, die sehr hilfreich sind.
Übrigens: Du kannst das Babyshirt auch komplett mit der Ovi nähen! Du wirst schneller fertig, weil sie in einem Schritt vernäht, versäubert und abschneidet. Aber zwingend erforderlich ist sie nicht. Du kannst das zauberhafte Babyshirt auch mit deinem Basis-Zubehör nähen.
Anleitung für ein einfaches Babyshirt (Beispielhafte Schritte)
- Drucke das Schnittmuster im Querformat aus, achte dabei darauf, dass die Größe auf 100% (tatsächliche Größe) eingestellt ist. Füge Nahtzugabe hinzu.
- Zeichne die Halslinien ohne Nahtzugabe ab.
- Verstärke die Knopfleiste (falls vorhanden) mit Bügelvlies.
- Nähe die Mitte des Halsbündchens, sowie von Vorder- und Rückseite des Shirts.
- Lege das Vorderteil und Rückteil rechts auf rechts aufeinander. (Die „guten“ Stoffseiten gucken sich an.) Nun stecke nur die Schulternähte fest, so dass sie bündig aufeinander liegen.
- Als nächstes werden die Ärmel angenäht. Stecke die Schnittteile für die Ärmel rechts auf rechts an den Armausschnitt.
- Nun werden die Seitennähte an den Ärmeln und die Seitennähte des Vorder- und Rückteils in einem Schritt geschlossen.
- Lege das Bündchen links auf links aufeinander. Diesen Ring unterteilst du in vier Bereiche. Stecke oder klammere das Bündchen mit der offenen Kante an den Halsausschnitt. Du kannst dich an den Markierungen vom Schnittmuster orientieren. Das Bündchen kann nun angenäht werden.
- Zum Absteppen der Nahtzugabe am Halsausschnitt kannst du eine Zwillingsnadel benutzen. Du kannst aber auch einen elastischen Stich oder einen Zierstich auswählen.
- Mit dem Maßband deinen Saum an Ärmel und am unteren Bund einzeichnen. Stecke den Saum fest.
- Steppe den Saum auf der rechten Stoffseite mit der Zwillingsnadel fest. Auch bei dieser Naht kannst Du einen Zierstich oder einen Zick-Zack-Stich verwenden.
Nähanleitung Shirt mit Knopfleiste in Schulternaht (BabyBasics)
Vielseitigkeit und weitere Projekte
Ein Babyshirt nähen ist ein schnelles Nähprojekt, das richtig Spaß macht und die Garderobe der Kleinen erst richtig komplett aussehen lässt. Nachfolgend hast du eine schnelle Anleitung für ein wunderschönes Babyshirt, welches in einfachen Schritten zu deinem Näherfolg führt.
Weitere Ideen für Babykleidung und Accessoires:
- Pumphose: Eine lässige Hose, die mit dem Kind eine Weile mitwächst.
- Beanie: Eine leichte Mütze, die man in jeder Jahreszeit anziehen kann.
- Stillschal: Ein toller Stillschal mit Einschub aus Jersey.
- Geburtstagskrone: Eine tolle Geburtstagskrone aus einigen kleinen Stoffresten.
- Knistertuch: Ein beliebtes Baby-Spielzeug, das auch als nützlicher Gegenstand gilt.
- Krabbeldecke: Bieten Kleinkindern und Babys willkommene Spielplätze und laden zum Schmusen und Erforschen ein.
- Schnullerkette: Gehört zu den beliebtesten Baby-Geschenken.
- Babyspieler (Bodys): Besonders praktisch und gerne genäht.
- Kuscheltiere: Selbst genähte Kuscheltiere für die Kleinsten.
- Babyschlafsack: Bietet dem Kind ausreichend Platz zum Strampeln.
Es gibt auf meiner Seite auch einen Beitrag mit 100 kostenlosen Schnittmustern für Babys, die von Bodys über Hosen bis hin zu Stramplern reichen. Vielleicht findest du dort weitere Inspiration für dein nächstes Nähprojekt.

tags: #babykleider #nahen #jungen #shirt