Die Herausforderung des Abschieds in der Pandemie
Der Abschied vom Arbeitsplatz, sei es aus persönlichen Gründen, bei einem Jobwechsel oder im Vorfeld des Mutterschutzes, ist ein wichtiger Schritt. In den letzten Jahren hat die Corona-Pandemie die Art und Weise, wie wir uns verabschieden, maßgeblich beeinflusst. Insbesondere der Abschied in den Mutterschutz und die anschließende Elternzeit stellen für werdende Mütter einen emotionalen und aufregenden Moment dar, der auch unter pandemiebedingten Einschränkungen gebührend gestaltet werden sollte.
Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sehen sich mit der Herausforderung konfrontiert, ihre Kollegen und Vorgesetzten aus der Ferne zu verabschieden, da Homeoffice und Gruppeneinteilungen die persönliche Interaktion erschweren. Dies gilt umso mehr, wenn das Team klein ist und persönliche Treffen aktuell nicht möglich sind. Selbstgemachtes soll oft nicht mitgebracht werden, was traditionelle Abschiedsgesten erschwert.

Kreative Ideen für einen besonderen Abschied
Angesichts der Umstände sind kreative und durchdachte Abschiedsgesten gefragt. Eine beliebte Idee ist das Erstellen von kleinen Süßigkeitentüten, die auf den Schreibtischen platziert werden können, ergänzt durch einen kurzen, persönlichen Spruch. Das Anrufen der Kollegen in der letzten Arbeitswoche ist ebenfalls eine Möglichkeit, um persönliche Kontakte aufrechtzuerhalten.
Weitere kreative Ansätze beinhalten:
- Büro-Notfallsets: Gefüllt mit Gegenständen wie Seifenblasen zum "Wegpusten des Stresses" oder anderen kleinen Aufmerksamkeiten, die für gute Laune sorgen.
- Gemeinsame Genussmomente: Das Mitbringen von Eis oder Kuchen, um eine gemeinsame Freude zu schaffen, auch wenn die Verteilung angepasst werden muss.
- Selbstgemachtes: Eingekochte Marmelade oder andere haltbare Köstlichkeiten, die die Kollegen über einen längeren Zeitraum genießen können.
- Kleine Aufmerksamkeiten: Pralinen oder kleine Flaschen Sekt als Zeichen der Wertschätzung.
Ein schön gestaltetes Beisammensein, auch wenn es virtuell stattfindet, kann den Abschied besonders machen. Dies kann ein gemeinsames virtuelles Frühstück, ein Kaffeetrinken am Nachmittag oder eine kleine Feier sein, bei der Glückwünsche ausgesprochen werden.
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Die Bedeutung eines positiven Abschieds
Unabhängig von den Umständen ist ein respektvoller Abschied entscheidend für die weitere berufliche Laufbahn. Der letzte Eindruck zählt und kann Türen für zukünftige Empfehlungen oder sogar eine Rückkehr ins Unternehmen öffnen. Häme, Zynismus oder Anschuldigungen sind fehl am Platz. Stattdessen sollten Dankbarkeit für die Zusammenarbeit und positive Worte im Vordergrund stehen.
Wichtige Aspekte eines positiven Abschieds:
- Zeitpunkt: Verabschieden Sie sich einige Tage bis ein bis zwei Wochen vor Ihrem letzten Arbeitstag, um Ihren Kollegen die Möglichkeit zur Reaktion zu geben.
- Positivität: Vermeiden Sie Beschwerden und konzentrieren Sie sich auf positive Erinnerungen und Danksagungen.
- Ausblick: Ein kurzer Hinweis auf die zukünftigen Herausforderungen kann Interesse wecken, ohne anzugeben.
- Keine Ausnahmen: Verabschieden Sie sich von allen Kollegen, um niemanden auszuschließen.
Auch wenn ein persönlicher Abschied im Büro nicht möglich ist, kann ein Ausstand in einem Lokal in der Nähe des Unternehmens eine Alternative sein, um sich persönlich zu verabschieden und in positiver Erinnerung zu bleiben.
Rechtliche Aspekte des Mutterschutzes während der Corona-Pandemie
Das Mutterschutzgesetz (MuSchG) schützt die Gesundheit von schwangeren Arbeitnehmerinnen und ihrem Kind. Während der Corona-Pandemie sind Arbeitgeber verpflichtet, sicherzustellen, dass schwangere Mitarbeiterinnen ihre Tätigkeit ohne Gefährdung ausüben können.
Wichtige Punkte:
- Gefährdungsbeurteilung: Arbeitgeber müssen eine Beurteilung der Arbeitsbedingungen vornehmen und schwangerschaftsbedingte Risiken, einschließlich möglicher Gefahren durch SARS-CoV-2, bewerten.
- Schutzmaßnahmen: Wenn eine unverantwortbare Gefährdung nicht ausgeschlossen werden kann, müssen die Arbeitsbedingungen umgestaltet werden (z.B. durch ein Einzelbüro oder Umsetzung auf einen anderen Arbeitsplatz).
- Beschäftigungsverbot: Ein betriebliches Beschäftigungsverbot kann nur als letztes Mittel in Betracht gezogen werden, wenn andere Maßnahmen nicht möglich oder zumutbar sind.
- FFP2/FFP3-Masken: Die Zumutbarkeit des Tragens von Schutzausrüstung muss im Einzelfall geprüft werden.
- Dokumentation: Die Gefährdungsbeurteilung und getroffene Maßnahmen sollten dokumentiert werden, um Compliance-Risiken zu reduzieren.
- Betriebsarzt/Betriebsrat: Die Einbeziehung des Betriebsarztes und des Betriebsrats ist empfehlenswert.
Obwohl schwangere Arbeitnehmerinnen nicht generell als Risikopersonen eingestuft sind, gelten sie als besonders schutzwürdige Personen. Das Risiko durch SARS-CoV-2 wird vorsorglich der Risikogruppe 3 der Biostoffverordnung zugeordnet.

Glückwünsche und Geschenke für die werdende Mutter
Der Abschied in den Mutterschutz ist ein freudiger Anlass, der mit positiven Worten und Wertschätzung begleitet werden sollte. Eine persönliche Glückwunschkarte mit handgeschriebenen Sprüchen und Wünschen zum bevorstehenden Familienzuwachs drückt besondere Wertschätzung aus.
Beispiele für Glückwünsche:
- "Genieße deinen wohlverdienten Mutterschutz und die Kennenlernzeit mit deinem Baby. Wir wünschen dir eine entspannte und glückliche Zeit!"
- "Herzlichen Glückwunsch zum baldigen Eintritt in einen neuen, ganz besonderen Lebensabschnitt. Wir verabschieden dich in die Elternzeit und bedanken uns herzlich für deine wertvolle Arbeit!"
Neben einer Karte ist es üblich, den werdenden Eltern ein kleines Geschenk zu überreichen. Dabei kann man sich am persönlichen Geschmack der Eltern orientieren oder auf vielfältige Geschenkideen zurückgreifen, die für jedes Budget und jeden Geschmack geeignet sind.
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