FriedWald als Ort der Bestattung
Im FriedWald kann man sich einzeln, zu zweit, im Kreis der Familie oder neben Freundinnen und Freunden beerdigen lassen. Dafür werden verschiedene Möglichkeiten geboten.
Generationenbaum
Ein Generationenbaum bietet Platz für mindestens zwei Personen. Abhängig von verschiedenen Faktoren wie der Lage und den Eigenschaften des gewählten Baumes, ist eine Erweiterung auf insgesamt bis zu zwanzig Plätze möglich. Die Anzahl der Plätze wird im Vorfeld mit forstlicher Expertise festgelegt und steht auf einer eckigen Plakette am Baum. Freie Generationenbäume im FriedWald sind mit einem blauen Band gekennzeichnet. Die Ruhezeit läuft bis zum 31. Dezember 2110.

Partnerbaum
Der Partnerbaum im FriedWald kann einer Einzelperson oder zwei Menschen, z. B. Ehe- oder Lebenspartnern, Geschwistern oder Freunden als Ruhestätte dienen. Freie Partnerbäume im FriedWald sind mit einem roten Band gekennzeichnet. Mit dem Partnerbaum erwerben Sie eine Ruhestätte mit zwei Plätzen mit einer Ruhezeit entsprechend der aktuellen Mindestruhefrist von 20 Jahren ab dem Tag der letzten Beisetzung. Es können keine weiteren Plätze erworben werden.
Einzelplätze an Gemeinschaftsbäumen
Als Alternative zu einem ganzen Baum gibt es die Möglichkeit, sich einen oder mehrere Einzelplätze im FriedWald zu sichern und sich an einem gemeinschaftlich genutzten Baum bestatten zu lassen. An diesen Bäumen, die mit einem gelben Band gekennzeichnet sind, finden bis zu zwanzig Personen ihre letzte Ruhe. Hier erwirbt man nur einzelne Plätze an einem selbst ausgewählten Baum, nicht das Beerdigungsrecht rund um den gesamten Baum. Selbstverständlich ist es möglich, nebeneinander liegende Plätze auszuwählen. Die Option eines Platzes an diesem Standort beinhaltet eine Ruhezeit von derzeit 20 Jahren. Bei zusammengehörigen Einzelplätzen beginnt der Ablauf der Ruhezeit für alle Plätze mit der letzten Beerdigung.

Basisplatz
Fällt die Entscheidung auf einen Basisplatz, wird im Trauerfall ein Platz an einem gemeinschaftlich genutzten Baum von der FriedWald-Försterin oder dem FriedWald-Förster zugewiesen. Der Platz kann nicht selbst ausgewählt werden und es können keine Plätze nebeneinander erworben werden.
Begleitung und Unterstützung für Eltern von Sternenkindern
Den Schmerz im Begrüßen tragen wir ebenso mit, wie den Schmerz im Verabschieden. Gemeinsam suchen wir tröstende Handlungen und Rituale, helfen Frieden zu finden in der Annahme des Todes. Damit die Eltern wieder Vertrauen in sich selbst und das Leben an sich schöpfen können, braucht es Geduld und liebevolle Aufmerksamkeit. Darin sehen wir eine unserer dringlichsten Aufgaben.
Die Trauer und der Schmerz um ein nicht zum Leben geborenes Kind ist nicht abhängig von seiner Lebenszeit im Bauch seiner Mutter. Immer haben die Mütter, die werdenden Eltern einen weiten Blick in die Zukunft gewagt mit dem Kind, das sie erwarten. Wenn es diese Zukunft nicht gibt, braucht es Unterstützung, sich in der schmerzhaften Gegenwart wieder zurechtzufinden.
Wir sind Partnerinnen in dem Suchprozess der Entscheidung für oder gegen pränataldiagnostische Verfahren. Vor allem der frühe Blick auf die Konsequenzen der daraus resultierenden Diagnosen liegt uns am Herzen. Jede Entscheidung, die sich aus diesem Blick in die Zukunft zeigt, unterstützen wir mit Sachverstand und Mitgefühl.
Wir sind den Frauen, Paaren, Familien Hebammen der stillen Geburten, der Sternenkinder. Von der Geburt bis zum endgültigen Loslassen, der Beerdigung, unterstützen wir diesen Weg, der umso tröstlicher ist, je individueller er gestaltet wird.
Sternenkind: Was Eltern nach dem Tod ihres Kindes brauchen | hessenschau
Die HEILHAUS-STIFTUNG URSA PAUL unterstützt in Kooperation mit dem Ruheforst in Kaufungen Eltern, die eine Bestattung am Seelchenbaum im Ruheforst wünschen.
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