Ich bin verzweifelt. Ihr werdet mich nach diesem Text vielleicht hassen und für dumm halten, aber ich hoffe, ihr könnt meine Lage verstehen. Ich bin 29 Jahre alt und habe 3 Kinder. Meine ersten beiden bekam ich sehr früh, vor 12 Jahren. Im Mai 2023 habe ich mich von ihrem Vater getrennt und war von da an alleinerziehend. Er kümmert sich nicht um die beiden, und das war für mich okay. Im September 2023 lernte ich einen Mann kennen. Ich wurde sehr schnell schwanger und beschloss, dieses Baby zu bekommen. Auch dieser Mann kümmert sich nicht um das Kind. Ich habe die Schwangerschaft alleine durchgestanden und vor 5 Monaten mein kleines Wunder zur Welt gebracht. Kurz darauf lernte ich meinen letzten Partner kennen. Ich war glücklich. Er nahm die Kinder an und behandelte sie wie seine eigenen. Kurz nach Weihnachten stellte sich heraus, dass er ein Doppelleben führte. Als ich ihn darauf ansprach, blockierte er mich ohne jegliche Erklärung oder Entschuldigung. Also begann ich zu heilen und zu vergessen. Und nun sitze ich hier und halte einen positiven Test in der Hand.
Alleinerziehende von 3 Kindern. Mein Baby ist gerade mal 5 Monate alt. Ich habe direkt beschlossen, dass ich dieses Baby nicht bekommen kann. Nicht so. Ich weiß jetzt schon oft nicht, wo vorne und hinten ist. Ich zweifle jetzt schon oft, wie ich alles stemmen kann. Ich kämpfe dafür, dass der Vater meines Babys die Vaterschaft anerkennt, alles über das Jugendamt und Gericht. Ich kann kein Baby bekommen. Es geht nicht! Doch ich sitze hier mit Gedanken an das, was in mir wächst. Welches Geschlecht hätte es wohl? Wie würde es aussehen? Ich höre und es klingt verrückt: ein leises „Mama“ in meinem Ohr, als würde es zu mir sprechen. Ich kann nicht. Ich kann es wirklich nicht bekommen. Doch diese Gefühle... dieser Schmerz. Dieses Gefühl. Ich halte mein Baby gerade im Arm und weiß, was ich bald tun werde.
Die emotionale Zerrissenheit und die Suche nach einer Entscheidung
Die Verzweiflung der Protagonistin ist greifbar. Sie steht vor einer Entscheidung, die sie zutiefst erschüttert. Mit drei Kindern, von denen das jüngste gerade einmal fünf Monate alt ist, und ohne Unterstützung von den Vätern, fühlt sie sich überfordert. Die Hoffnung auf eine neue Familie mit ihrem letzten Partner zerplatzt, als sie erfährt, dass er ein Doppelleben führt. Dieser Schmerz und die erneute Enttäuschung treffen sie hart, und kurz darauf folgt die Nachricht einer erneuten Schwangerschaft.
Die Gedanken an das ungeborene Leben, an sein mögliches Geschlecht und Aussehen, sind präsent und intensivieren den inneren Konflikt. Gleichzeitig ringt sie mit der pragmatischen Erkenntnis, dass sie die zusätzliche Belastung nicht tragen kann. Die Verantwortung gegenüber ihren bestehenden Kindern wiegt schwer. Sie erkennt, dass ihre älteren Kinder bereits zurückstecken müssen, da sie kaum Zeit hat, jedem gerecht zu werden. Termine, Schule, Zuneigung und Aufmerksamkeit - alles scheint sie alleine stemmen zu müssen, während die Väter der Kinder sich zurückgezogen haben oder gar kein Interesse zeigen.
Die Aussage "Was ist für meine 3 am besten?" wird zu ihrem Leitmotiv. Die Überlegung, dass ein Abbruch die beste Option für ihre bestehenden Kinder sein könnte, da sie bereits jetzt extrem viel zurückstecken müssen, ist ein zentraler Punkt ihrer inneren Auseinandersetzung.

Beratung und Unterstützung: Ein Weg durch die Krise
In dieser schwierigen Situation wird die Notwendigkeit von externer Hilfe und Beratung deutlich. Mehrere Stimmen in den Kommentaren raten zu einem Gespräch mit einer Beratungsstelle und einem Frauenarzt. Diese Gespräche sollen helfen, die Situation zu sortieren, die eigenen Gefühle zu verstehen und die bestmögliche Entscheidung zu treffen.
Es wird betont, dass ein Abbruch zwar emotional schwierig und schmerzhaft sein kann, aber manchmal auch auf den Verstand und die realen Umstände geachtet werden muss. Die Überforderung, die bereits besteht, und die fehlende Unterstützung durch die Väter sind wesentliche Faktoren, die gegen eine weitere Schwangerschaft sprechen.
Die Protagonistin teilt mit, dass ihre Familie strikt gegen Abtreibungen ist, was die Entscheidung noch zusätzlich erschwert. Ihre beste Freundin ist die einzige Vertrauensperson, die sie unterstützt, auch wenn sie sich das Austragen des Kindes wünschen würde. Diese eingeschränkte Unterstützung verdeutlicht die Isolation, in der sich die Frau befindet.
Trotz der emotionalen Schwierigkeiten und des Schmerzes wird die Notwendigkeit betont, Hilfe in Anspruch zu nehmen und sich mit den eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen. Die psychische Belastung durch die Trennung und die Enttäuschung über den letzten Partner werden als Faktoren anerkannt, die die aktuelle Situation zusätzlich erschweren.
Perspektiven und Alternativen
Einige Stimmen im Text schlagen vor, das Kind zu bekommen und betonen, dass es immer Lösungen geben kann. Sie verweisen auf mögliche Unterstützungssysteme und die Fähigkeit der Frau, auch unter schwierigen Umständen Großes zu leisten. Die Erfahrung, bereits drei Kinder unter Umständen großgezogen zu haben, in denen sich andere Frauen anders entschieden hätten, wird als Beweis für ihre Stärke angeführt.
Andererseits wird auch die Verantwortung betont, die mit der Entscheidung für oder gegen ein Kind einhergeht. Ein Kind ohne die notwendigen Rahmenbedingungen zu bekommen, wird als „falscher Egoismus“ bezeichnet, der für alle Beteiligten schlimmere Folgen haben könnte. Die Vorstellung, dass eine Schwangerschaft zu Komplikationen führen könnte oder das Kind als Frühchen zur Welt kommt, verdeutlicht die potenziellen Schwierigkeiten.
Die Möglichkeit einer Adoption wird als eine weitere Alternative genannt, jedoch lehnt die Protagonistin diese Option ab, da sie mit dem Gedanken, ein Kind auf die Welt zu bringen und sich dann nicht darum zu kümmern, nicht leben kann.
Beratung vor dem Schwangerschaftsabbruch
Die Last der Entscheidung und die Suche nach innerem Frieden
Die Protagonistin ringt mit tiefen moralischen und emotionalen Fragen. Sie fragt sich, warum sie ihren drei Kindern das Leben geschenkt hat und sie leben dürfen, während sie über die Abtreibung des vierten nachdenkt. Diese Gedanken quälen sie rund um die Uhr.
Die Erkenntnis, dass sie emotional weder für ein Baby noch für eine Abtreibung bereit ist, unterstreicht die Schwere ihrer Situation. Sie fühlt sich falsch, obwohl sie die Entscheidung noch nicht getroffen hat. Die Angst, nicht stark genug zu sein, um ein viertes Kind aufzuziehen, ist ein dominierendes Gefühl.
Die Aussicht auf eine Abtreibung bringt gemischte Gefühle mit sich. Einerseits die Hoffnung auf Erleichterung und die Möglichkeit, sich um ihre bestehenden Kinder zu kümmern. Andererseits der tiefe Schmerz und die Gewissheit, dass diese Entscheidung sie nachhaltig prägen wird.
Die Erfahrungen anderer Frauen, die ähnliche Entscheidungen getroffen haben, werden geteilt. Einige berichten von tiefen emotionalen Wunden und lang anhaltenden Schuldgefühlen, während andere betonen, dass die Entscheidung, auch wenn sie schwerfällt, im Nachhinein als richtig empfunden wurde, um das Wohl der bestehenden Familie zu gewährleisten.
Die Protagonistin sucht nach einem Weg, mit dieser Zerrissenheit umzugehen und inneren Frieden zu finden. Die Entscheidung, die sie trifft, wird zweifellos eine der schwierigsten ihres Lebens sein, und die Suche nach dem richtigen Weg ist ein schmerzhafter Prozess.
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