Der erste offizielle Auftritt des Neugeborenen von Herzogin Kate und Prinz William fand knapp 24 Stunden nach der Geburt statt. Die junge Mutter zeigte sich strahlend schön mit ihrem Gatten auf den Treppenstufen des privaten Bereichs des St. Mary's Krankenhauses und hielt den kleinen Thronfolger, der den dritten Platz in der Thronfolge einnimmt, auf ihrem Arm. Frischgebackene Vater Prinz William übernahm anschließend stolz seinen Sohn, um ihn der jubelnden Menge zu präsentieren. Berichten zufolge schien Prinz William bereits vorab geübt zu haben, denn jeder Handgriff beim Einladen des Babys in den Maxi-Cosi saß perfekt.

Ein neues Zeitalter für die britische Monarchie
Prinz George Alexander Louis machte die Royal Family so beliebt wie seit der Krönung nicht mehr. Selbst internationale Medien, die traditionell kritisch gegenüber der britischen Monarchie eingestellt sind, berichteten positiv über das junge Glück. Die Popularität der Royal Family erreichte neue Höhen und übertraf sogar die von Präsident Obama in den USA. Dies unterstreicht, wie die Erbmonarchie einen Grad der Beruhigung und Stabilität in das Leben einer Nation bringen kann.
Prinz William und Herzogin Catherine demonstrierten mit ihrem lockeren und unbekümmerten Auftreten eine neue Ära für die Monarchie, die sich moderner und zugänglicher zeigte. Im Gegensatz zu Prinz Charles, der vor 31 Jahren in Anzug und Krawatte und sichtlich befangen seine Vaterrolle präsentierte, traten William und Catherine im offenen Hemd und einer strahlenden Mutter an ihrer Seite vor die Presse. Diese Zwanglosigkeit signalisierte eine Nähe zum Bürgertum und eine Öffnung der königlichen Aura.

Die Geburt von Prinz George: Ein besonderer Moment
Prinz George wurde am 22. Juli 2013 um 17:24 Uhr in London geboren. Er wog 3798 Gramm und ist der erste König Englands, dessen Vorfahren nicht nur Adelige, sondern auch Bergarbeiter und Näherinnen sind. Die Nachricht von der Geburt wurde vier Stunden später offiziell vom Hof verkündet: Mutter Kate und Kind sind wohlauf. Prinz William erzählte später stolz, dass er den Kleinen bereits das erste Mal gewickelt hatte.
Für Herzogin Catherine war die Geburt ihres ersten Kindes ein sehr persönlicher und auch aufregender Moment. Sie gab zu, dass der öffentliche Auftritt kurz nach der Geburt, die klickenden Kameras und das erwartungsvolle Weltpublikum ihr Angst machten. Sie hätte sich dieses sehr private Ereignis ganz anders vorgestellt. Ihr Wunschkrankenhaus war das Royal Berkshire Krankenhaus in Reading, doch aus Sicherheitsgründen und wegen der besseren Ausstattung für komplexe Schwangerschaften wurde die Geburt im St. Mary's Hospital durchgeführt. Später wurde sie jedoch mit der Wahl der Geburtsstätte versöhnt, da auch ihre weiteren Kinder, Prinzessin Charlotte und Prinz Louis, dort geboren wurden.
Der Maxi-Cosi-Fauxpas und die Erziehung von Prinz George
Mit der Geburt des ersten Kindes änderte sich vieles für Herzogin Kate und Prinz William. Anfangs waren sie als Eltern noch nicht ganz so geübt im Umgang mit einem Neugeborenen. Ein Fehler, der ihnen damals viel Kritik einbrachte, war die lockere Befestigung der Gurte bei Prinz George im Maxi-Cosi, als sie ihn nach der Geburt nach Hause brachten. Dies ist ein Detail, das ungeübte Eltern schnell übersehen können.
Prinz William legte großen Wert darauf, seine Söhne so ungezwungen wie möglich zu erziehen, eine Prägung, die er von seiner Mutter Prinzessin Diana erhalten hatte. Die Abschottung gegenüber der Gesellschaft, wie es bei Königskindern einst üblich war, gab es bei Williams und Kates Sohn noch weniger. Die Vorfahren der Middletons umfassen auch Grubenbesitzer und einfache Arbeiter, was eine interessante Beimischung in das blaue Blut darstellt.

Der "Baby-George-Effekt" und seine Bedeutung
Prinz George war bereits vor seiner Geburt ein Star. Mit gerade einmal zwei Jahren wurde er zu einer echten königlichen Stilikone. Von der Decke, in die er nach seiner Geburt gewickelt wurde, bis hin zu den lässigen Crocs - alles, was er trug, verkaufte sich wie warme Semmeln. Die internationale Presse sprach vom "Baby-George-Effekt", der die Verkaufszahlen von Modeartikeln erheblich beeinflusste.
Seit seiner Geburt gab es nur eine Handvoll Gelegenheiten, bei denen die Öffentlichkeit den kleinen Royal zu Gesicht bekam. Herzogin Kate und Prinz William bemühen sich, ihren Sprössling so gut es geht aus dem Rampenlicht herauszuhalten. Wir sahen Prinz George kurz nach seiner Geburt vor dem Krankenhaus, bei seiner Taufe, auf Reisen nach Australien und Neuseeland, auf Poloturnieren oder beim Geburtstag der Queen. Seit Mai 2015 ist Prinz George auch großer Bruder und blickt bewundernd zu seiner kleinen Schwester Prinzessin Charlotte auf.
Die Anti-Monarchisten und die Zukunft der Monarchie
Die Anti-Monarchisten auf der Insel sahen den Rummel um Prinz George kritisch. Sie würden die Royal Family am liebsten abschaffen und die königlichen Paläste in Museen umwandeln. Jedoch ist es nicht nur das Alter der Paläste, sondern das Leben darin und die fortgesetzte Saga einer Familie im Prozess der Anpassung, die die Magie des britischen Königshauses ausmacht. Die Begegnung der noch herrschenden Monarchin mit dem Urenkel der Thronfolge symbolisiert die Kette des Seins über Generationen hinweg.
