Die pränatale, also vorgeburtliche Diagnostik des ungeborenen Kindes wird immer wieder als sehr kontrovers empfunden und diskutiert. Das liegt zum einen daran, dass die Schwangerschaft ein sehr besonderes Ereignis für die werdenden Eltern ist: Die Freude überwiegt und man möchte sich keine unnötigen Sorgen machen. Und nicht alle Eltern möchten unbedingt jedes Detail über ihr Kind wissen. Auch ist der Informationsstand der werdenden Eltern bezüglich pränataler Diagnostik sehr unterschiedlich und es kursieren viele Gerüchte, Halbwahrheiten und Fehlinformationen in den öffentlichen Medien. Und nicht zuletzt gibt es große Qualitätsunterschiede in der Art der pränatalen Diagnostik, die davon abhängig sind, wo und welche Untersuchungen durchgeführt werden.
Grundlagen der pränatalen Diagnostik
Die Basis-Ultraschalldiagnostik in der Schwangerschaft wird von der betreuenden Frauenärztin bzw. dem betreuenden Frauenarzt durchgeführt. Bei diesen Untersuchungen werden bestimmte Risiken oder Fehlbildungen in der Regel erkannt. Es gibt aber eine ganze Reihe, dazu zählen auch schwere Fehlbildungen wie z.B. viele genetische Defekte, bestimmte schwere Herzfehler etc., die bei den Routineuntersuchungen in der Regel nicht erkannt werden können.
Wenn also die betreuende Frauenärztin bzw. der betreuende Frauenarzt einen bestimmten Verdacht hat, Ultraschallbefunde nicht sicher beurteilen kann oder aber, wenn eine schwangere Frau zusätzliche Sicherheit durch spezielle Untersuchungen wünscht, kann es sehr sinnvoll sein, einen spezialisierten Pränatalmediziner aufzusuchen.

Erweiterte Untersuchungsmöglichkeiten
Es gibt heutzutage eine Vielzahl an Untersuchungsmöglichkeiten, die durch erfahrene Spezialistinnen/ Spezialisten ausgeführt, eine sehr hohe Sicherheit bezüglich des Gesundheitszustandes des ungeborenen Kindes bieten.
Erst-Trimester-Screening
Das erweiterte Erst-Trimester-Screening kann z.B. in der 12. - 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Hierbei handelt es sich um eine frühe sogenannte Feindiagnostik zum Ausschluss vieler schwerer, teils nicht mit dem Leben vereinbarer Fehlbildungen sowie der Risikoabschätzung bestimmter genetischer Erkrankungen. Auch können Frauen mit einem erhöhten Risiko für Schwangerschaftskomplikationen, wie z.B. Mangelversorgung des Kindes, frühzeitig erkannt werden. In den weitaus meisten Fällen ergibt diese Untersuchung einen normalen Befund und die weitere Schwangerschaft kann beruhigt genossen werden. In den Fällen mit auffälligen Ultraschallbefunden oder erhöhtem Risiko für Komplikationen im Verlauf der Schwangerschaft können weiterführende Untersuchungen sinnvoll sein.
Nichtinvasive und invasive Diagnostik
Bei einem leicht erhöhten Risiko, z.B. für genetische Defekte, kann in vielen Fällen durch einen risikolosen Bluttest ein beruhigendes Ergebnis erzielt werden. In ausgewählten Fällen kann aber auch eine sogenannte invasive Diagnostik (z.B. Amniozentese oder Chorionzottenbiopsie) in Betracht gezogen werden, um eine eindeutige Diagnose zu erhalten. Bei allen diesen Möglichkeiten darf nie vergessen werden, dass die Vorstellungen und Wünsche der werdenden Eltern bezüglich der vorgeburtlichen Untersuchung ihres Kindes sehr unterschiedlich sein können.
Beratung und individuelle Wünsche
Deswegen ist uns die ausführliche Beratung und Information der werdenden Eltern - bereits bevor sie sich für oder gegen bestimmte Untersuchungen entscheiden - ein Hauptanliegen. Im Vordergrund unserer Arbeit stehen immer Ihre Wünsche als werdende Eltern. Unser Team im Zentrum für Pränatale Medizin bietet alle heute gängigen Formen der pränatalen Diagnostik an. Hierbei gelten bei uns höchste Anforderungen sowohl für die Qualität der verwendeten Ultraschallgeräte als auch für die Qualifizierung der untersuchenden Ärztinnen und Ärzte.

Angebote im Pränatalzentrum Schleswig-Holstein
Unser Leistungsspektrum umfasst u.a. Mithilfe unserer modernen hochauflösenden Ultraschallgeräte erkennen und betreuen wir Risikoschwangerschaften und unauffällige Schwangerschaften. Auch wenn Ihre Schwangerschaft ohne Auffälligkeiten und Risiken verläuft, können Sie auf Wunsch zusätzliche Untersuchungen durchführen lassen, um größtmögliche Sicherheit bezüglich der Gesundheit Ihres Kindes zu haben. Im Vordergrund unserer Arbeit stehen immer Ihre Wünsche als werdende Eltern.
Standort Flensburg
Pränatalzentrum Schleswig-Holstein | Standort Flensburg
Gesundheitszentrum Mølledam
Bahnhofstr. [Adresse wird hier nicht explizit genannt]
Die hier verfügbaren Dokumente stellen wir im Format "PDF" zur Verfügung. Sollte Ihr Endgerät nicht über das notwendige Programm zur Anzeige dieses Dateiformats verfügen, können Sie es sich beim Anbieter Adobe kostenlos herunterladen.
- Schwangerschaftsbetreuung in unserer Praxis (PDF Dokument, ca. [Größe wird hier nicht explizit genannt])
- Informationen zur vorgeburtlichen Risikobeurteilung / Pränatale Diagnostik (PDF Dokument, ca. [Größe wird hier nicht explizit genannt])
- Individuelle Gesundheitsleistungen (iGeL) (PDF Dokument, ca. [Größe wird hier nicht explizit genannt])
Seit 2022 bieten wir den nichtinvasiven Pränataltest / NIPT an.
Umstrittener Trisomie-Bluttest für Schwangere jetzt Kassenleistung
Weitere Informationen und Praxisangebote
Unter dem Motto "Deine Frauenärztinnen und -ärzte. Da, wenn alles anders wird" informiert der Berufsverband der Frauenärzte e.V.
Dr. med. [Name wird hier nicht explizit genannt] informiert über die Praxis in Rendsburg, die umgezogen ist.
Die Pränatalmedizin ist ein häufig missverstandener Teil der Geburtshilfe. Eine dezidierte und ausführliche pränatalmedizinische Beratung sollte jedem werdenden Elternpaar angeboten werden. Unsere Erfahrung zeigt, dass dies nicht immer der Fall ist. Die Pränatalmedizin kann in vielen Fällen eine rechtzeitige Therapie und Vorbereitung für die Geburt und die Zeit danach bieten.
Unser Leistungsspektrum umfasst:
- Ersttrimesterscreening (Nackenfaltenmessung, auch NT-Messung genannt)
- Nichtinvasive Pränataldiagnostik (NIPT)
- Feindiagnostik (zwischen 18.-22. SSW oder bei spezieller Fragestellung)
- Fetale Echokardiographie (Untersuchung des Herzens)
- Dopplersonographie (bei bestimmten mütterlichen Erkrankungen oder bei Auffälligkeiten)
- Früher Fehlbildungsausschluss (Organscreening ab 16. SSW)

tags: #pranataldiagnostik #schleswig #holstein