Kinderwunsch positiv beeinflussen: Chancen auf eine Schwangerschaft verbessern

Der Wunsch nach einem Kind ist ein tiefgreifendes Bedürfnis vieler Paare. Doch nicht immer erfüllt sich dieser Wunsch sofort. Etwa jedes siebte Ehepaar in Deutschland steht vor der Herausforderung eines unerfüllten Kinderwunsches, was bedeutet, dass trotz regelmäßigem, ungeschütztem Geschlechtsverkehr innerhalb eines Jahres keine Schwangerschaft eintritt. Die Geschwindigkeit, mit der eine Schwangerschaft eintritt, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Neben dem richtigen Zeitpunkt im weiblichen Zyklus spielen auch die körperliche Verfassung beider Partner und der Lebensstil eine entscheidende Rolle.

Eine gesunde Lebensweise, die eine ausgewogene Ernährung und eine ausreichende Nährstoffversorgung einschließt, kann die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schwangerschaft maßgeblich unterstützen. Sollte nach einem Jahr noch keine Schwangerschaft eingetreten sein, ist eine ärztliche Abklärung ratsam.

Diese Seite bietet umfassende Informationen zu folgenden Themen:

  • Unerfüllter Kinderwunsch: Ursachen und Unterstützung
  • Faktoren, die die Fruchtbarkeit beeinflussen
  • Körperliche Gesundheit
  • Lebensstil und Mikronährstoffe
  • Folsäure und weitere essenzielle Nährstoffe
  • Bewegung, Schlaf und Stressmanagement
  • Umweltfaktoren und ihre Auswirkungen
  • Das Verständnis des weiblichen Zyklus und der fruchtbaren Tage
  • Praktische Schritte für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch
  • Wichtige Aspekte bei der Planung einer Schwangerschaft
  • Studien und Erkenntnisse rund um das Thema Fruchtbarkeit
Illustration eines weiblichen Zyklus mit Hervorhebung der fruchtbaren Tage

Unerfüllter Kinderwunsch: Ursachen und Unterstützung

Der Kinderwunsch beschreibt das allgemeine Bedürfnis eines Paares, Eltern zu werden. Wenn dieser Wunsch trotz regelmäßigen, ungeschützten Geschlechtsverkehrs über ein Jahr hinweg nicht erfüllt wird, spricht man von einem unerfüllten Kinderwunsch.

Risikofaktoren und frühe Beratung

Paare, die bekannte gesundheitliche Risikofaktoren aufweisen, sollten frühzeitig ein Kinderwunschzentrum aufsuchen. Dazu zählen beispielsweise:

  • Endometriose
  • Diabetes
  • Ein niedriger Testosteronspiegel beim Mann

Auch ohne spezifische Risikofaktoren stehen Ärzt:innen und Apotheken für Fragen rund um den Kinderwunsch zur Verfügung. Sie können Beratung bieten zu Themen wie Zyklusbeobachtung, der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und rezeptfreien Präparaten zur Unterstützung der Fruchtbarkeit.

Faktoren, die die Fruchtbarkeit beeinflussen

Damit alle Voraussetzungen für eine Schwangerschaft optimal sind, sollten verschiedene Faktoren beachtet werden. Die Fruchtbarkeit von Frauen und Männern kann durch eine Kombination aus körperlichen, lebensstilbedingten und externen Faktoren beeinflusst werden.

Körperliche Gesundheit

Das Alter spielt eine wichtige Rolle. Frauen werden mit einer begrenzten Anzahl an Eizellen geboren, und ab etwa 30 Jahren steigt das Risiko für Chromosomenstörungen und Fehlgeburten. Männer können zwar lebenslang Spermien produzieren, doch auch bei ihnen nimmt ab etwa 40 Jahren das Risiko für genetische Veränderungen zu.

Weitere Einflüsse auf die körperliche Gesundheit, die die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können, sind:

  • Erkrankungen wie Diabetes, Endometriose oder Schilddrüsenfunktionsstörungen
  • Die Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Valproinsäure)

Ein regelmäßiger Menstruationszyklus wirkt sich positiv auf die weibliche Fruchtbarkeit aus. Ärzt:innen und Apotheken können bei Fragen zu gesundheitlichen Risiken, Medikamenten und allgemeinen Maßnahmen zur Förderung der Fruchtbarkeit beratend zur Seite stehen.

Infografik, die den Einfluss von Alter auf die weibliche und männliche Fruchtbarkeit darstellt

Lebensstil und Mikronährstoffe

Faktoren wie Nikotin-, Alkohol- und Drogenkonsum können die Chance auf eine erfolgreiche Schwangerschaft erheblich verringern. Daher sind Abstinenz, moderate Bewegung, effektives Stressmanagement und eine ausgewogene Ernährung von besonderer Bedeutung.

Folsäure: Schon bei Kinderwunsch einnehmen

Folsäurepräparate sollten nicht erst während der Schwangerschaft, sondern bereits bei der Kinderplanung eingenommen werden. Folsäure ist entscheidend, da sie alle Zellneubildungs- und Zellteilungsprozesse im Körper unterstützt. Ein Mangel kann zu schwerwiegenden Fehlbildungen des zentralen Nervensystems führen, wie beispielsweise Spina bifida (offener Rücken). Das Neuralrohr, aus dem sich das zentrale Nervensystem entwickelt, schließt sich bereits in der vierten Schwangerschaftswoche - einer Zeit, in der viele Frauen noch nicht wissen, dass sie schwanger sind.

Empfehlung: Frauen mit Kinderwunsch sollten mindestens vier Wochen vor der geplanten Schwangerschaft täglich 400 µg Folsäure einnehmen. Die Einnahme kann bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels fortgesetzt werden. Auch Männer können von einer ausreichenden Folsäureversorgung profitieren, da sie die Spermienqualität unterstützen kann.

Apotheken bieten Folsäure sowohl als Einzelpräparat als auch in Kombinationspräparaten für Kinderwunschpaare an und beraten umfassend zu Dosierung, Einnahmezeitpunkt und passenden Präparaten. Es ist wichtig zu verstehen, dass Folsäure zwar nicht direkt die Chancen auf eine Befruchtung erhöht, aber die gesunde Entwicklung des Embryos von Anfang an maßgeblich unterstützt.

Weitere Mikronährstoffe

Neben Folsäure können auch Zink, Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D die Fruchtbarkeit positiv beeinflussen. Eine ausgewogene Ernährung und gegebenenfalls gezielte Supplemente können die Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft erhöhen.

Bewegung, Schlaf und Stress

Stress und Schlafmangel können die Fruchtbarkeit negativ beeinträchtigen. Moderate Bewegung, ausreichend Schlaf und Entspannungsmethoden helfen, Körper und Psyche zu stabilisieren und somit ein förderliches Umfeld für eine Schwangerschaft zu schaffen.

Umweltfaktoren

Auch externe Einflüsse können die Fruchtbarkeit von Frauen und Männern beeinträchtigen. Dazu zählen unter anderem Umweltgifte, Hitze und körperliche Belastungen. Laut einem Faktenpapier der Europäischen Gesellschaft für humane Reproduktion und Embryologie kann Luftverschmutzung die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen. Die Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft können sich demnach verbessern, je weiter Paare von stark befahrenen Straßen entfernt leben.

Praktische Tipps für den Alltag zur Reduzierung von Umweltbelastungen:

  • Schadstoffaufnahme reduzieren, z. B. durch eingeschränkten Gebrauch von Plastikbehältnissen für Essen und Trinken.
  • Locker sitzende, atmungsaktive Kleidung tragen.
  • Heiße Bäder, lange Saunagänge oder Sitzheizungen nur moderat nutzen.

Diese Maßnahmen können die Fruchtbarkeit fördern, stellen jedoch keine Garantie für eine Schwangerschaft dar.

Illustration gesunder Lebensmittel und Mikronährstoffe, die die Fruchtbarkeit unterstützen

Fruchtbare Tage und Zyklus verstehen

Um die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen, ist es unerlässlich, den eigenen Zyklus und die fruchtbaren Tage genau zu kennen.

So erkennen Frauen ihre fruchtbaren Tage

Frauen sind in der Mitte ihres Zyklus am fruchtbarsten - während des Eisprungs. Etwa drei bis fünf Tage vor dem Eisprung sowie der Folgetag gelten als besonders fruchtbar. Da Spermien im Körper einer Frau etwa zwei bis fünf Tage überleben können, erhöhen sich in dieser Zeit die Chancen auf eine Schwangerschaft signifikant.

Die fruchtbaren Tage lassen sich berechnen: Frauen zählen vom ersten Tag ihrer letzten Periode aus und rechnen etwa 14 Tage zurück. Zusätzlich können praktische Methoden helfen, den Eisprung genauer zu erkennen:

  • Ovulationstests aus der Apotheke - sie zeigen zuverlässig den Eisprung an.
  • Temperaturmessung - die Körpertemperatur kann nach dem Eisprung leicht ansteigen.
  • Beobachtung des Zervixschleims - er wird um die Zeit des Eisprungs klar, flüssig und dehnbar.

Fertilitätsmonitore zur Bestimmung der fruchtbaren Tage

Zur noch genaueren Bestimmung der fruchtbaren Tage können digitale Fertilitätsmonitore eingesetzt werden. Diese Geräte messen hormonelle Veränderungen im Urin, insbesondere den Anstieg des luteinisierenden Hormons (LH), das den Eisprung ankündigt. Solche Geräte können vor allem bei unregelmäßigen Zyklen hilfreich sein. Sie steigern zwar nicht die Fruchtbarkeit selbst, unterstützen jedoch dabei, den optimalen Zeitpunkt für Geschlechtsverkehr zu erkennen und so die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen.

Sexualleben und fruchtbare Tage

Im sogenannten fruchtbaren Fenster ist die Chance auf eine Schwangerschaft am größten. Paare, die zwei- bis dreimal pro Woche Sex haben, treffen dabei automatisch in der Regel auf mindestens einen fruchtbaren Tag. Täglicher Geschlechtsverkehr ist zwar möglich, kann aber die Spermienzahl leicht verringern - ähnlich wie längere Enthaltsamkeit. Die Position beim Sex ist medizinisch nicht entscheidend. Viel wichtiger ist, dass sich beide Partner wohl und emotional entspannt fühlen.

Auch das Scheidenmilieu spielt eine Rolle für die Lebensfähigkeit der Spermien. Ein gesundes, natürliches Milieu wird gefördert, wenn Frauen auf folgende Produkte verzichten:

  • Intimspülungen
  • Duftsprays oder stark parfümierte Produkte
  • Bestimmte Gleitmittel, die das Milieu stören können

Eisprung: Wann sind meine fruchtbaren Tage? | #doktorsex | DAK-Gesundheit

Das können Paare mit unerfülltem Kinderwunsch tun

Viele Paare fragen sich, welche Maßnahmen sie selbst ergreifen können und wie Fachleute sie dabei unterstützen können.

So unterstützt Ihre Apotheke Paare bei Kinderwunsch

Apotheken können Paare auf dem Weg zum Kinderwunsch aktiv unterstützen:

  • Mikronährstoffe und Präparate: Apotheken bieten Folsäure und weitere Mikronährstoffe an, die Frauen und Männer in der Kinderwunschphase gezielt unterstützen können. Eine ausgewogene Ernährung deckt oft nicht den gesamten Nährstoffbedarf, den werdende Eltern benötigen. Daher gibt es spezielle Kombinationspräparate sowie einzelne Supplemente für die Kinderwunschzeit.
  • Ovulationstests: Mit Ovulationstests aus der Apotheke lässt sich der Eisprung zuverlässig bestimmen. Ähnlich wie bei Schwangerschaftstests uriniert die Frau auf ein Messgerät, das anzeigt, ob sie aktuell fruchtbar ist. So können Paare die fruchtbaren Tage gezielt nutzen.

Apotheken beraten zudem zu Dosierung, Anwendung und Auswahl geeigneter Produkte, um Paare bestmöglich zu unterstützen.

Nahrungsergänzungsmittel in Absprache mit dem Arzt

Um ein Ungleichgewicht zu vermeiden, sollte jeder nur die Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, die tatsächlich benötigt werden. Ihr Arzt kann am besten feststellen, welche Präparate sinnvoll sind - beispielsweise mit Hilfe eines Bluttests, der mögliche Mangelerscheinungen erkennt. Sowohl Frauen als auch Männer profitieren davon, die Einnahme von Vitaminen oder Mineralstoffen vorab mit einer Ärztin oder einem Arzt abzusprechen.

Ein gesunder Lebensstil und gezielte Supplemente können den Kinderwunsch unterstützen. Wenn nach einiger Zeit dennoch keine Schwangerschaft eintritt, ist es ratsam, ärztlichen Rat einzuholen.

Wann ein Arzt helfen kann - und wie

Es ist üblich, dass eine Schwangerschaft bis zu einem Jahr auf sich warten lässt. Ein Arztbesuch kann jedoch sinnvoll sein, wenn nach dieser Zeit noch keine Schwangerschaft eingetreten ist. Bei Frauen über 35 Jahren oder wenn einer der Partner Vorerkrankungen hat, kann der richtige Zeitpunkt für eine ärztliche Abklärung bereits nach sechs Monaten sein.

Für die Diagnostik wenden sich Frauen an ihren Gynäkologen, Männer an den Urologen. Beide Partner sollten sich untersuchen lassen, da die Ursachen für einen unerfüllten Kinderwunsch sowohl bei der Frau als auch beim Mann liegen können.

Basisdiagnostik der Fruchtbarkeit bei Frau und Mann

Die Basisdiagnostik dient dazu, mögliche Ursachen für einen unerfüllten Kinderwunsch frühzeitig zu erkennen.

Bei Frauen umfasst die Untersuchung:

  • Kontrolle der Eierstöcke, Eileiter und Gebärmutter
  • Ausschluss von Geschlechtskrankheiten oder Vorerkrankungen wie Endometriose
  • Hormonuntersuchungen
  • Gegebenenfalls eine Gebärmutterspiegelung

Bei Männern umfasst die Basisdiagnostik:

  • Untersuchung einer Samenprobe auf Anzahl, Beweglichkeit und Form der Spermien (Spermiogramm)
  • Hormonuntersuchungen
  • Abtastung der Hoden
  • Ultraschalluntersuchungen von Hoden, Harnwegen und Prostata

Weiterführende Optionen bei unerfülltem Kinderwunsch

Nach der Basisdiagnostik wird der Arzt zunächst versuchen, die Empfängnisbedingungen gemeinsam mit den Paaren zu verbessern. Dies kann beispielsweise Lebensstilmaßnahmen umfassen oder eine hormonelle Zyklusoptimierung.

Mögliche medizinische Maßnahmen sind:

  • Hormonelle Behandlung: Unterstützt die Reifung der Eizellen und kann den Eisprung gezielt auslösen.
  • Zyklus-Monitoring: Beobachtungen des Paares helfen, den optimalen Zeitpunkt für Geschlechtsverkehr zu ermitteln.
  • Künstliche Befruchtung: Wenn andere Maßnahmen nicht erfolgreich sind, kann der Arzt Methoden der assistierten Reproduktion vorschlagen.

Diese Schritte werden individuell angepasst und gemeinsam mit beiden Partnern besprochen, um die bestmöglichen Chancen auf eine Schwangerschaft zu schaffen.

Methoden der künstlichen Befruchtung

Bei unerfülltem Kinderwunsch stehen verschiedene medizinische Methoden zur Verfügung:

  • In-Vitro-Fertilisation (IVF): Die Eizelle wird außerhalb des Körpers mit dem Spermium des Partners befruchtet.
  • Insemination (IUI): Samenzellen werden direkt in die Gebärmutter oder Eileiter eingebracht, z.B. wenn die Spermien die Gebärmutter möglicherweise nicht erreichen können.
  • Intracytoplasmische Spermieninjektion (ICSI): Ein einzelnes Spermium wird direkt in die Eizelle injiziert, z.B. bei niedriger Spermienqualität.

Paare können sich zu diesen Methoden in Kinderwunschkliniken oder spezialisierten Facharztpraxen ausführlich beraten lassen. Apotheken können ergänzend beraten, z.B. zu unterstützenden Präparaten, Mikronährstoffen oder Zyklusbeobachtung.

Übersicht über verschiedene Methoden der künstlichen Befruchtung

So begegnen Sie emotionalen Belastungen auf Ihrem Weg

Stress kann die Fruchtbarkeit beeinflussen. Deshalb ist es wichtig, dass Paare den Kinderwunsch möglichst angenehm gestalten und auftretende Sorgen offen miteinander besprechen. Ein gutes emotionales Wohlbefinden kann den Weg zur Schwangerschaft unterstützen.

In manchen Fällen kann psychologische Unterstützung hilfreich sein. Viele Paare entscheiden sich außerdem, ihr Umfeld erst nach eingetretener Schwangerschaft über die Kinderplanung zu informieren, um den Druck durch mögliche Nachfragen zu verringern.

Wichtiges bei der Planung einer Schwangerschaft

Vor einer geplanten Schwangerschaft können Paare einige Schritte beachten, um die Chancen zu erhöhen und Risiken zu reduzieren:

  • Verhütung rechtzeitig absetzen: Nach Absetzen der Verhütung kann es einige Zeit dauern, bis sich der Zyklus normalisiert. Bei bestimmten Methoden wie der 3-Monats-Spritze kann dies mehrere Monate dauern.
  • Folsäure einnehmen: Frauen sollten bereits mindestens vier Wochen vor der Empfängnis täglich Folsäure einnehmen, um die gesunde Entwicklung des Embryos zu unterstützen. Apotheken beraten zu geeigneten Präparaten.
  • Impfschutz überprüfen: Besonders wichtig ist der Schutz gegen Röteln. Ein fehlender Impfschutz kann in der Schwangerschaft zu ernsthaften Schädigungen beim Ungeborenen führen. Ärztliche Beratung ist hier unerlässlich.
  • Zahngesundheit kontrollieren: Parodontitis kann das Risiko für Frühgeburten erhöhen. Größere Zahnbehandlungen sollten vor der Schwangerschaft abgeschlossen sein. Amalgamfüllungen sollten nicht während der Kinderplanung oder Schwangerschaft entfernt werden, um eine Quecksilberbelastung zu vermeiden.

Auch wenn alle Faktoren berücksichtigt werden, garantiert dies keine sofortige Schwangerschaft. Es ist normal, dass es bis zu zwei Jahre dauern kann, bis eine Schwangerschaft eintritt. Bleibt eine Schwangerschaft nach dieser Zeit aus, kann ärztliche Beratung in einer Kinderwunschpraxis oder Klinik sinnvoll sein.

Fazit: Den Kinderwunsch bewusst unterstützen

Ein unerfüllter Kinderwunsch kann viele Ursachen haben - sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Die Chancen auf eine Schwangerschaft lassen sich jedoch durch gezielte Maßnahmen verbessern:

  • Gesunder Lebensstil: Ausgewogene Ernährung, moderate Bewegung, Stressmanagement und Verzicht auf Nikotin oder übermäßigen Alkohol können die Fruchtbarkeit unterstützen.
  • Zyklusbeobachtung: Das Wissen um die fruchtbaren Tage hilft, die Empfängnischancen zu erhöhen. Ovulationstests oder Zyklus-Tools aus der Apotheke können hierbei hilfreich sein.
  • Ärztliche Diagnostik: Ärzt:innen können Ursachen abklären, Mängel erkennen und, wenn nötig, weitere Behandlungsschritte einleiten.

Eine Frau oder ein Paar, das eine Beratung für eine Kinderwunschbehandlung benötigt, sollte sich nach dem Warten auf eine ausbleibende Schwangerschaft zunächst für eine Kinderwunsch-Klinik entscheiden, der sie in einer so wichtigen Angelegenheit wie der Gründung einer Familie vertrauen können. Die Patienten, die zu Vida Fertility kommen, um eine Kinderwunschbehandlung zu beginnen, berichten davon, dass das Wichtigste für sie die freundliche und vertraute Behandlung war, die sie von unserem Konzept der Reproduktionsmedizin überzeugt hat. Hinzu kommen die jahrelange Erfahrung, das Wissen und die Professionalität der Spezialisten, die unsere Kliniken bilden.

Während der Beratung und der Suche nach dem idealen Zentrum für künstliche Befruchtung, aber auch schon vorher, ist es ratsam, einen möglichst gesunden Lifestyle anzustreben, um die guten Ergebnisse einer Kinderwunschbehandlung zu verbessern.

Fünf Tipps zur Verbesserung der Gesundheit im Hinblick auf die Kinderwunschbehandlung:

  1. Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung, reich an Vitaminen und Antioxidantien, ist entscheidend. Die Prozentregel 50 % Obst und Gemüse, 25 % Kohlenhydrate und 25 % Eiweiß ist eine gute Richtlinie. Proteine sind wichtig für hormonelle Prozesse. Hülsenfrüchte, Geflügel und Fisch sind roten Fleisch vorzuziehen.
  2. Verzicht auf Zigaretten und Alkohol: Übermäßiger Alkoholkonsum und Nikotin können die Reifung der Eizellen beeinträchtigen. Es wird empfohlen, vor Beginn der Kinderwunschbehandlung das Rauchen aufzugeben und den Alkoholkonsum zu reduzieren.
  3. Guter Schlaf: Zu wenig Schlaf kann die allgemeine Gesundheit beeinträchtigen und den Menstruationszyklus verändern oder die Samenqualität abnehmen lassen. Es wird empfohlen, etwa 8 Stunden pro Nacht zu schlafen und eine feste Schlafroutine beizubehalten.
  4. Stressbewältigung: Chronischer Stress kann den Hormonhaushalt und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Die Begleitung durch Betreuer, die den Überblick über Termine und Medikamente behalten, kann helfen, Zweifel auszuräumen und den Prozess zu erleichtern. Bei Bedarf kann psychologische Unterstützung in Anspruch genommen werden.
  5. Sport: Regelmäßiger, moderater Sport wie Spaziergänge oder Yoga kann die Fruchtbarkeit unterstützen, indem er die Sauerstoffversorgung des Blutes verbessert, Endorphine freisetzt, Stress reduziert, die Muskulatur stärkt und die Schlafroutine verbessert.

Diese Punkte gelten gleichermaßen für Frauen und Männer. Um die Qualität des Spermas zu verbessern, wird Männern empfohlen, den Samenerguss häufiger durchzuführen (alle 3-4 Tage), um den Samen zu erneuern.

Illustration, die die fünf Schlüssel zur Verbesserung der Fruchtbarkeit während einer Kinderwunschbehandlung darstellt

Stress und Kinderwunsch: Was sagt die Wissenschaft?

Viele Paare hören Sätze wie „Entspannt euch, fahrt in den Urlaub, dann klappt es auch mit dem Wunschkind.“ und fragen sich, ob Stress wirklich die Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch sein kann. Zwar gibt es Studien, die einen Zusammenhang zwischen Stress und der Chance, schwanger zu werden, nahelegen, doch die wissenschaftliche Evidenz ist komplex.

Einige Studien zeigen, dass ein erhöhter Cortisol-Spiegel (Stresshormon) nicht zwangsläufig mit einer verminderten Fruchtbarkeit einhergeht. Leitlinien zum Thema Unfruchtbarkeit legen nahe, dass es keine größeren Studien gibt, die belegen, dass Stress eine alleinige oder wesentliche Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch ist. Dennoch kann Stress indirekt die Schwangerschaft erschweren:

  • Ungesünder essen: Chronischer Stress kann zu vermehrtem und ungesundem Essverhalten führen, was sich negativ auf die Nährstoffversorgung auswirkt, die für die Fruchtbarkeit wichtig ist.
  • Intensiver Sport: Für manche Menschen ist Sport ein Ventil bei Stress. Zu intensives Training kann sich jedoch negativ auf die weibliche Fruchtbarkeit auswirken.
  • Weniger Sex: Stress kann die Libido reduzieren und zu mehr Streit in der Beziehung führen, was die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs beeinflusst.

Obwohl Stress kein wesentlicher Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch ist, ist es dennoch wichtig, Strategien zur Stressbewältigung zu entwickeln und einen gesunden Lebensstil zu pflegen.

Infografik, die die indirekten Auswirkungen von Stress auf die Fruchtbarkeit darstellt

Mythen um die Fruchtbarkeit

Im Internet und in sozialen Medien kursieren zahlreiche Tipps und „Tricks“ rund um das Schwangerwerden. Hier werden einige gängige Mythen aufgedeckt:

  • Eine Empfängnis ist nur an zwei Tagen des Zyklus möglich: Das „Fruchtbarkeitsfenster“ umfasst bis zu sechs Tage. Am Tag des Eisprungs und am Vortag ist die Chance am größten. Spermien können bis zu fünf Tage überleben, daher erhöht Geschlechtsverkehr an den Tagen vor dem Eisprung die Wahrscheinlichkeit. Ovulationstests können helfen, die fruchtbaren Tage zu bestimmen.
  • Verhütungsmittel verursachen dauerhafte Unfruchtbarkeit: Verhütungsmittel führen in der Regel nicht zu dauerhafter Unfruchtbarkeit. Nach dem Absetzen hormoneller Verhütungsmittel stellt sich die Fruchtbarkeit meist wieder ein, sobald sich der Zyklus normalisiert hat.
  • Fruchtbarkeit ist nur ein Problem der Frau: Ungefähr 40 bis 50 Prozent der Unfruchtbarkeitsprobleme betreffen den Mann, z.B. aufgrund niedriger Spermienqualität. Bei ausbleibender Schwangerschaft sollten sich stets beide Partner untersuchen lassen.
  • Kaffeekonsum verhindert eine Schwangerschaft: Ein moderater Kaffeegenuss von ein bis zwei Tassen pro Tag hat in der Regel keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Übermäßiger Konsum sollte jedoch vermieden werden.
  • Einmal Mutter, immer fruchtbar: Wenn eine Frau, die bereits schwanger war, Schwierigkeiten hat, erneut schwanger zu werden, spricht man von sekundärer Unfruchtbarkeit. Diese kann verschiedene Ursachen haben, sowohl bei der Frau (z.B. Ovulationsstörungen, Endometriose) als auch beim Mann (z.B. geringe Spermienqualität).

Es ist wichtig, sich auf wissenschaftlich fundierte Informationen zu stützen und bei Fragen oder Unsicherheiten ärztlichen Rat einzuholen.

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