Der Karottenbrei eignet sich hervorragend als Einstieg in die Beikost für Babys ab dem 5. Monat. Bereits ein bis drei Teelöffel des sehr fein pürierten Breis können als Mittagsmahlzeit vor der Muttermilch oder Säuglingsanfangsnahrung ausreichen. Bei der Einführung von Beikost geht es primär darum, dass Ihr Baby nach und nach die neue Konsistenz und die Art des Essens kennenlernt, anstatt dass es vollständig gesättigt wird.
Der erste Brei sollte aus einer besonders gut bekömmlichen Gemüsesorte bestehen, wie beispielsweise Karotte. Diese schmeckt herrlich süß und ist für den kleinen Magen Ihres Babys gut geeignet.

Vorteile von Karottenbrei für Babys
Karottenbrei ist aus mehreren Gründen eine ideale Wahl für den Beginn der Beikost:
- Süßlicher Geschmack: Gekochte Karotten entwickeln einen süßlichen Geschmack, der dem von Muttermilch ähnelt. Dies macht den Brei für Babys oft attraktiver und erleichtert die Akzeptanz.
- Gesundheitliche Vorteile: Karotten sind reich an Vitaminen (wie A, C, E, K) und Mineralstoffen (wie Eisen, Calcium, Zink, Kalium, Phosphor). Insbesondere das enthaltene Beta-Carotin (Provitamin A) wirkt antioxidativ und ist wichtig für die Sehkraft.
- Gute Verträglichkeit: Die meisten Babys vertragen Karotten sehr gut.
Das enthaltene Beta-Carotin ist ein fettlösliches Vitamin. Daher ist es wichtig, vor dem Verzehr etwas hochwertiges Pflanzenöl hinzuzugeben, damit es vom Körper besser aufgenommen werden kann.
Wann Karottenbrei meiden oder vorsichtig einsetzen?
Obwohl Karottenbrei für die meisten Babys gut geeignet ist, gibt es Situationen, in denen Vorsicht geboten ist:
- Verstopfung: Karotten wird nachgesagt, dass sie zu Verstopfung führen können. Wenn Ihr Baby bereits Probleme mit hartem Stuhlgang hat, sollten Sie stattdessen eine andere Gemüsesorte wie Pastinake, Kürbis oder Zucchini als ersten Brei wählen.
- Hautprobleme: Bei Babys, die unter Neurodermitis oder sehr trockener Haut leiden, könnten sich die Hautprobleme durch Karotten verschlimmern. In solchen Fällen ist es ratsam, zunächst andere Gemüsesorten anzubieten.
Sollten Sie dennoch Karottenbrei anbieten wollen, tasten Sie sich langsam heran und mischen Sie ihn anfangs mit anderen Gemüsesorten. Wenn Ihr Baby ihn gut verträgt, kann der Karottenanteil allmählich gesteigert werden.
Zubereitung von Karottenbrei für Babys
Die Zubereitung von Karottenbrei für Ihr Baby ist einfach und erfordert nur wenige Zutaten.
Rezept: Karottenbrei auf dem Herd gekocht
Zutaten:
- 80 g Karotte
- 0,5 TL Rapsöl
- Ca. 30 ml Wasser (zum Pürieren)
Zubereitung:
- Die Karotte gründlich waschen und schälen. Anschließend in gleichgroße Stücke schneiden.
- Die Karottenstücke in einem Dampfgareinsatz über wenig Wasser bei niedriger Temperatur für ca. 30 Minuten weich garen. Alternativ können die Karotten auch in wenig Wasser auf dem Herd gedünstet werden.
- Die weichen Karottenstücke zusammen mit etwa 4 Esslöffeln Kochwasser in eine Schüssel geben.
- Mit einem Pürierstab zu einem sehr feinen Brei pürieren. Sollte der Brei zu dick sein, einfach noch etwas Kochwasser hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
- Zum Schluss das Rapsöl unterrühren.

Karottenbrei mit dem Thermomix zubereiten
Zutaten:
- 100 g Karotten
- 500 ml Wasser (zum Garen)
- 1 TL Rapsöl
- Garflüssigkeit nach Bedarf
Zubereitung:
- Die Karotten waschen, schälen und in Stücke schneiden.
- Die Karottenstücke in den Mixtopf des Thermomix geben und für 5 Sekunden auf Stufe 5 zerkleinern.
- Die zerkleinerten Karotten in den Gareinsatz geben und 500 ml Wasser in den Mixtopf füllen.
- Die Karotten für 15 Minuten bei 100°C (Varoma®) auf Stufe 1 garen.
- Den Gareinsatz entnehmen und die Garflüssigkeit aus dem Mixtopf auffangen.
- Die weichen Karotten in den Mixtopf geben und für 15 Sekunden auf Stufe 10 pürieren.
- Falls der Brei zu fest sein sollte, etwas Garflüssigkeit hinzufügen und den Brei erneut verrühren.
- Zum Schluss einen Teelöffel Rapsöl unterrühren und servieren.
Die richtige Konsistenz und Menge
Für die allerersten Breiversuche sollte der Brei sehr fein püriert sein, ohne Stückchen. Anfangs reichen Ihrem Baby oft schon wenige Löffel (ca. 3-5 Teelöffel), um sich langsam an die feste Nahrung zu gewöhnen. Es ist nicht notwendig, dass das Baby sofort große Mengen isst.
Wenn Sie eine größere Menge Brei zubereitet haben, können Sie diese portionsweise einfrieren. Dies erspart Ihnen das tägliche Kochen kleiner Mengen.

Aufbewahrung und Einfrieren
Selbstgemachter Karottenbrei hält sich im Kühlschrank, gut verschlossen, für 2-3 Tage. Für eine längere Aufbewahrung können Sie den Brei in kleinen Portionen (z.B. in Eiswürfelbehältern mit Deckel) einfrieren. Dort ist er mehrere Wochen haltbar.
Zum Auftauen stellen Sie die gewünschte Menge Breiwürfel einfach über Nacht in den Kühlschrank. Vermeiden Sie es, den Brei mehrmals einzufrieren.
Wie geht es nach dem Karottenbrei weiter?
Wenn Ihr Baby nach ein bis zwei Wochen gut 100 g Gemüsebrei pro Mahlzeit isst, können Sie beginnen, Kartoffeln im Verhältnis 1:2 hinzuzugeben (z.B. 50 g Kartoffeln und 100 g Gemüse). Verträgt Ihr Baby auch Kartoffeln gut, können Sie nach weiteren ein bis zwei Wochen etwa 25 g Fleisch oder Fisch zum Brei hinzufügen.
Auch andere Gemüsesorten wie Pastinake, Kürbis oder Zucchini eignen sich gut für die Einführung von Beikost. Wenn Ihr Baby bereits an reine Gemüsebreie gewöhnt ist, können Sie auch Kombinationen wie Karotten-Kartoffel-Brei oder Karotten-Apfel-Brei anbieten.
Tipps gegen Flecken
Karottenbrei kann hartnäckige Flecken auf Kleidung und Oberflächen hinterlassen. Ein abwaschbares Silikon-Lätzchen mit Auffangschale ist hier eine praktische Lösung. Sollten doch einmal Flecken entstehen, kann ein Tütchen Backpulver helfen, diese zu entfernen.