Dornwarzen, auch bekannt als Plantarwarzen, Sohlenwarzen oder Fußsohlenwarzen, sind eine Form von Viruswarzen, die den menschlichen Körper befallen können. Sie unterscheiden sich von anderen Warzentypen in Form, Struktur, Größe und der Körperregion, an der sie auftreten. Dornwarzen entstehen typischerweise an den Fußsohlen, Fersen oder unterhalb der Zehen und sind oft eine schmerzhafte Angelegenheit.
Äußerlich erscheinen Dornwarzen flach oder nur leicht gewölbt und sind als runder Kreis erkennbar. Das Innere einer Dornwarze kann jedoch den doppelten Durchmesser des von außen sichtbaren Kreises erreichen. Sie sind nicht gefährlich im Sinne einer Bedrohung für lebenswichtige Funktionen, aber sie sind sehr ansteckend und können sich durch Berührung schnell auf andere Körperstellen oder Personen ausbreiten.
Ursachen und Übertragung von Dornwarzen
Dornwarzen zählen zu den Viruswarzen, die durch Humane Papillomaviren (HPV) verursacht werden. Diese Viren fühlen sich in feucht-warmem Klima besonders wohl und können sich dort gut vermehren, was Orte wie Schwimmbäder zu einem erhöhten Infektionsrisiko macht.
Die verantwortlichen Viren sind sehr langlebig und können unter günstigen Bedingungen monatelang ohne Wirt überleben. Die Übertragung erfolgt in der Regel durch Kontakt- oder Schmierinfektionen. Direkter Hautkontakt ist dabei nicht immer notwendig. Die Viren können beispielsweise durch eine infizierte Person auf den Boden gelangen und von dort beim Barfußlaufen auf einen neuen Wirt übertragen werden.
Risikofaktoren für eine Infektion umfassen:
- Rissige Haut an den Fußsohlen: Dies erleichtert den Viren das Eindringen.
- Feucht-warmes Klima: Typisch für Schwimmbäder, Saunen und Umkleidekabinen.
- Barfußlaufen in öffentlichen Bereichen: Insbesondere in Schwimmbädern, Sporthallen und Gemeinschaftsduschen.
- Geschwächtes Immunsystem: Warzen können sich in der Regel nur bei einem angeschlagenen Immunsystem entwickeln.
Die Zeit zwischen Ansteckung und dem Auftreten der Warze, die sogenannte Inkubationszeit, kann einige Wochen bis mehrere Monate dauern.
Symptome und Diagnose
Zu Beginn bildet sich an der betroffenen Körperstelle ein kleiner schwarzer Punkt, der anfangs meist unbemerkt bleibt. Dornwarzen sind durch eine schmerzhafte Empfindung gekennzeichnet, die an das Stechen von Dornen erinnert, wenn das Körpergewicht auf die Warze drückt. Daher rührt auch ihr Name.
Unter der oberflächlichen Hornhaut verbirgt sich eine helle, körnige und unregelmäßige Wucherung, die von einem verdickten, hellen Ring umgeben ist. In dieser gelblichen oder weißen Masse sammeln sich oft dunkle Punkte oder Streifen, die auf Blutungen aus kleinen Gefäßen innerhalb der Dornwarze hinweisen. Diese Punkte sind besonders gut sichtbar, wenn man die Dornwarze gegen das Licht hält.
Es ist wichtig, Dornwarzen von ähnlichen Hautveränderungen wie Hühneraugen oder Schwielen zu unterscheiden. Hühneraugen sind reine Hornhautansammlungen, die durch chronischen Druck entstehen und nicht durch Viren verursacht werden. Eine eindeutige Diagnose kann in der Regel nur ein Hautarzt stellen, oft nach einer mikroskopischen Untersuchung einer Gewebeprobe.
Symptome von Dornwarzen können sein:
- Schmerzen beim Gehen oder Stehen
- Ein Gefühl wie von eingetretenen Dornen
- Eine harte, hornhautähnliche Verdickung der Haut
- Kleine schwarze Punkte oder Streifen innerhalb der Warze
- Eine flache oder kaum gewölbte Erscheinung von außen

Dornwarzen bei Kindern und Neugeborenen
Besonders im Kindergarten- und Grundschulalter treten Dornwarzen vermehrt auf, da Kinder in diesem Alter oft noch kein vollständig ausgebildetes Immunsystem haben und häufiger kleine Wunden an der Haut aufweisen. Zudem neigen Kinder dazu, an Hauterhebungen zu kratzen, was die Verbreitung der Viren begünstigt.
Obwohl Dornwarzen nicht als direkt gefährlich für Neugeborene gelten, ist Vorsicht geboten, da ihr Immunsystem noch sehr schwach ist. Eine Ansteckung sollte vermieden werden. Generell sind Warzen als gutartige Virusinfektionen einzustufen, die für sich genommen keine weiteren Komplikationen verursachen.
Behandlungsmöglichkeiten von Dornwarzen
Eine Behandlung der Dornwarze wird dringend empfohlen, auch wenn sie keine unmittelbaren Beschwerden verursacht, da sie ansteckend ist und sich weiterverbreiten kann. Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die bei unterschiedlichen Personen unterschiedlich wirksam sein können.
Wichtige Hinweise zur Behandlung:
- Versuchen Sie niemals, die Warze mit einem spitzen Gegenstand selbst zu entfernen.
- Eine gute, ausgewogene Ernährung kann zur Stärkung des Immunsystems beitragen und somit den Heilungsprozess unterstützen.
Medizinische Behandlungsmethoden:
- Vereisung (Kryotherapie): In Apotheken gibt es spezielle Eisstäbe mit flüssigem Stickstoff, der die betroffenen Stellen auf bis zu -50° Celsius abkühlt. Dies führt zum Absterben der oberen Zellen der Dornwarze. Oft sind mehrere Anwendungen über einen längeren Zeitraum notwendig.
- Salicylsäure und Milchsäure: Diese Wirkstoffe weichen das Innere der Dornwarze auf und trocknen die Haut an der Oberfläche aus. Es ist wichtig, die Säure gezielt nur auf die Dornwarze aufzutragen, um die gesunde Haut zu schützen. Nach ersten Effekten kann die Oberfläche der Dornwarze mit einem Bimsstein abgerieben werden. Ein warmes Fußbad kann die Wirkung dieser Mittel verstärken.
- Chirurgischer Eingriff: Dornwarzen können auch chirurgisch entfernt werden, was früher eine gängige Methode war.
- Laserbehandlung: Einige Ärzte empfehlen die Behandlung mit Laser, bei der die umgebenden Blutgefäße verödet werden.
Hausmittel und alternative Ansätze:
- Teebaumöl: Hat eine antibakterielle und antiseptische Wirkung.
- Schöllkraut: Der Extrakt wirkt antibakteriell, antiviral und entzündungshemmend.
- Löwenzahn, Wolfsmilch, Thuja-Tinktur: Diese Pflanzen enthalten Säfte, die antivirale und ätzende Eigenschaften haben können. Vorsicht ist beim Auftragen geboten, um gesunde Haut zu schützen.
- Knoblauch: Der Wirkstoff Allicin soll Viren hemmen.
- Natron: Eine Paste aus Wasser und Natron kann die Warze austrocknen.
Es ist wichtig zu beachten, dass Hausmittel oft länger brauchen, um zu wirken, und bei empfindlicher Haut mit Vorsicht angewendet werden sollten. Wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit vieler Hausmittel sind begrenzt.
Ist das eine Warze oder ein Hühnerauge? l DERMAFY #shorts
Vorbeugung von Dornwarzen
Die beste Vorbeugung ist die Stärkung des Immunsystems durch eine ausgewogene Ernährung, ergänzt durch regelmäßige Bewegung und Sport. Da sich die ursächlichen Erreger gerne an feuchtwarmen Orten festsetzen, sind folgende Maßnahmen empfehlenswert:
- Füße sorgfältig abtrocknen: Nach dem Waschen, auch zwischen den Zehen.
- Vermeiden Sie Schweißfüße: Tragen Sie luftiges Schuhwerk und Socken aus atmungsaktiven Materialien.
- Öffentliche Bereiche meiden: Nutzen Sie in öffentlichen Bädern und Saunen Badeschuhe, um sich vor dem Virus zu schützen.
- Hygiene beachten: Handtücher und Socken regelmäßig bei 60 Grad waschen und nicht mit anderen teilen.
- Hautpflege: Trockene Haut gut eincremen, um die Hautbarriere zu stärken.
- Nicht kratzen: Wenn doch eine Warze auftaucht, nicht daran kratzen, um eine weitere Verbreitung zu verhindern.
Die konsequente Einhaltung dieser Empfehlungen hilft, sich vor den schmerzhaften und unschönen Dornwarzen zu schützen.
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