Die Zubereitung von Babybrei aus Spaghetti Bolognese ist denkbar einfach und schmeckt jedem Baby. Dieses Rezept eignet sich hervorragend, um es an die gesamte Familie anzupassen. Hierfür wird lediglich eine Babyportion püriert, während der Rest der Bolognese-Sauce nach Belieben für Erwachsene und ältere Kinder nachgewürzt wird. Alternativ kann Spaghetti Bolognese auch unpüriert im Rahmen einer Beikosteinführung nach dem Konzept des Baby Led Weaning angeboten werden.

Zutaten für die Baby-Bolognese
Für die Zubereitung werden folgende Zutaten benötigt:
- 250 g Karotten, gewürfelt
- 1 kg passierte Tomaten (Bio-Qualität empfohlen)
- 1 EL Tomatenmark (zweifach konzentriert, Bio)
- 20 g Putenfleisch, püriert (oder alternativ Rinderhackfleisch, ca. 30 g pro Portion)
- 1 TL abgekochtes Wasser
- 1 Prise getrockneter Basilikum
- 1 Prise getrockneter Oregano
- Optional: Salz und Zucker (sparsam verwenden oder weglassen für Babys)
- Für die Nudeln: Buchstabennudeln oder andere kleine Nudeln (ca. 1 EL pro Portion)
- Für die Erwachsenen: Optional Käse (z.B. Parmesan ab ca. 10. Lebensmonat), Gewürze
Zubereitungsschritte
Vorbereitung von Gemüse und Fleisch
Beginnen Sie damit, die Karotten in kleine Würfel zu schneiden. Dünsten Sie diese in wenig Wasser weich. Fangen Sie das Kochwasser auf, da es später zum Verdünnen der Sauce verwendet werden kann. Wenn Sie Rinderhackfleisch verwenden, braten Sie dieses in einer Pfanne mit wenig Öl leicht an. Wenn das Fleisch leicht gebräunt ist, geben Sie die passierten Tomaten und den Oregano hinzu und lassen alles etwa 10 Minuten leicht köcheln.

Kochen der Nudeln und Fertigstellung der Baby-Bolognese
Kochen Sie die Spaghetti oder andere kleine Nudeln separat, bis sie weich sind. Eine Faustregel besagt etwa 1 Esslöffel Nudeln pro Babyportion. Mischen Sie nun eine Portion der Bolognese-Sauce mit den gekochten Nudeln für das Baby. Wenn Ihr Kind bereits stückige Nahrung gut verträgt und die Karotten fein geschnitten sind, muss der Brei nicht mehr püriert werden. Sollte Ihr Kind noch keine Stücke mögen, können Sie die Mischung kurz mit einem Pürierstab auf die gewünschte Konsistenz pürieren.
Für die erwachsenen Familienmitglieder können Sie die restliche Bolognese-Sauce nach Belieben würzen und eventuell mit Käse wie Parmesan (für Babys ab etwa dem 10. Lebensmonat wegen des Salzgehaltes nicht empfohlen) servieren.

Variationen und Tipps
Vollkornprodukte: Es ist empfehlenswert, das Baby frühzeitig an Vollkornspaghetti zu gewöhnen, da diese mehr Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe enthalten und länger sättigen als Produkte aus Weißmehl.
Einfrieren: Sowohl die fertige Baby-Bolognese als auch die Sauce pur können portionsweise eingefroren werden. Dies ist praktisch, wenn Sie die Mahlzeiten vorbereiten möchten. Die vorgekochten Zutaten wie Karotten und Nudeln können ebenfalls eingefroren und für weitere Babygerichte verwendet werden. Spezielle Babybreibehälter eignen sich hierfür gut und sind auch nach der Breizeit vielseitig einsetzbar.
Gemüsealternativen: Anstelle von Sellerie kann auch gut Zucchini verwendet werden. Wenn Sellerie nicht verfügbar ist, kann er auch weggelassen werden.
Portionsgröße: Die Menge des Rezepts kann variieren. Eine Packung passierte Tomaten reicht in der Regel für etwa 3-4 Portionen, abhängig von der Essensmenge des Kindes. Manche Eltern geben auch etwas Apfelsaft (ca. 2 EL pro Portion) und Rapsöl (ca. 1 EL pro Portion) hinzu, besonders wenn kein Obst als Nachtisch gereicht wird.
Stückiger Brei: Ab etwa dem 6. Monat kann die Babynahrung bereits stückiger sein. Ob Ihr Baby fein pürierten oder stückigen Brei bevorzugt, sollte ausprobiert werden. Wenn Ihr Sohn beispielsweise mit 10 Monaten bereits 250 g von diesem Rezept gegessen hat, ergeben sich daraus etwa 3 Portionen.
Zwiebel und Knoblauch: Die Zugabe von Zwiebeln und Knoblauch in der Bolognese für Erwachsene ist unproblematisch, auch wenn das Baby mitisst. Manche Eltern geben ihren Babys ab etwa 8 Monaten bereits normal gewürzte Kost, lediglich ohne Salz und scharfe Gewürze. Es gibt unterschiedliche Meinungen zur Verträglichkeit von Zwiebeln und Knoblauch bei Babys, da sie Blähungen verursachen können. Ein vorsichtiges Ausprobieren ist hier ratsam.
Nährwerte: Die genauen Nährwerte pro Portion können je nach Zutaten variieren. Generell liefert das Gericht wichtige Nährstoffe für die Entwicklung des Babys.