Als frischgebackene Mama fehlt dir oft eines: Zeit. Zwischen Stillen, Wickeln und Kuscheln bleibt kaum noch Raum zum Kochen. Doch der Hunger deines Babys wird größer, und spätestens mit dem Beikoststart musst du täglich Brei zubereiten. Wenn du nicht immer zu Fertiggläschen greifen möchtest, gibt es eine hervorragende Alternative: Du kannst Babybrei im Thermomix auf Vorrat zubereiten. Dies ist nicht nur preisgünstiger und umweltfreundlicher, sondern du weißt auch genau, was in den Brei kommt.

Die Vorteile der Zubereitung im Thermomix
Der unschlagbare Vorteil des Thermomix liegt in der schonenden Zubereitung im Dampf, wodurch viele Vitamine erhalten bleiben. Du hast die Möglichkeit, die Zutaten im Mixtopf zu zerkleinern und zu pürieren, ohne ein weiteres Gerät zu benötigen. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Abwasch.
Grundrezepte für Babybrei ab dem 5. Monat
Die folgenden Rezepte für Babybrei aus dem Thermomix kannst du ganz nach deinen Vorlieben abwandeln. Die Mengenangaben reichen für mindestens fünf Portionen. Alle Rezepte sind ab dem Beikoststart (ca. 5. Monat) verwendbar. Die Feinheit des Pürierens richtet sich nach der Entwicklung deines Kindes.
Erster Brei: Gemüsebrei
Beginne mit einem einfachen Gemüsebrei, um den kleinen Magen deines Babys an feste Nahrung und neue Geschmäcker zu gewöhnen. Experten raten dazu, zunächst nur eine Gemüsesorte zu kochen, wie zum Beispiel Karotte, Kürbis oder Pastinake, und diese fein zu pürieren.
Rezept für Gemüsebrei (Grundrezept)
- 200g Gemüse (z.B. Karotte, Pastinake, Kürbis)
- 500g Wasser
- Gemüse im Thermomix für 5 Sekunden auf Stufe 5 zerkleinern.
- 500g Wasser in den Mixtopf geben und das zerkleinerte Gemüse in den Gareinsatz legen.
- Gemüse für 15 Minuten bei Varoma auf Stufe 1 garen.
- Gareinsatz entnehmen, die Garflüssigkeit auffangen und ca. 130g davon in den Mixtopf geben. Das gegarte Gemüse hinzufügen.
- Gemüse für 30 Sekunden auf Stufe 10 pürieren. Bei Bedarf mehr Garflüssigkeit hinzufügen.
Wichtig: Vor dem Verzehr immer 1 EL Rapsöl und 1 EL Obst-Saft hinzufügen. Das Öl hilft bei der Aufnahme der Vitamine und liefert wertvolle Fettsäuren für die Gehirnentwicklung.
Erweiterung des Gemüsebreis
- Nach etwa einer Woche kannst du Kartoffeln im Verhältnis 1:2 (z.B. 100g Kartoffeln, 200g Gemüse) zum Gemüse geben.
- Nach weiteren 1-2 Wochen kannst du etwa 100g mageres Fleisch (z.B. Rind, Huhn, Lamm) oder Fisch (z.B. Lachs) hinzufügen. Für eine bessere Eisenaufnahme gib etwas Obst oder Obstsaft zum Brei.
Eine typische Portion für ein gut essendes Baby kann folgende Zusammensetzung haben:
- 100g Gemüse
- 50g Kartoffeln
- 25g Fleisch oder Fisch
- 1,5 EL Obst oder Obstsaft
- 1 EL Rapsöl
Tipp: Fünf Portionen passen maximal in den Gareinsatz des Thermomix, ideal zum Einfrieren.

Alternativen zum klassischen Gemüsebrei
- Statt 25g Fleisch kannst du auch 10g Hirse- oder Haferflocken für das wichtige Eiweiß verwenden.
- 100g Kartoffeln können durch 100g Vollkornreis ersetzt werden.
- Variiere das Gemüse: Probiere neben Karotte auch Brokkoli, Zucchini, Paprika, Zuckerschote, Petersilienwurzel, Steckrübe, Kohlrabi oder Blumenkohl.
Zweiter Brei: Milchbrei (ab ca. 6. Monat)
Etwa einen Monat nach Einführung des Gemüsebreis folgt der Milchbrei. Beginne mit wenig Kuhmilch und steigere die Menge langsam, um die Verträglichkeit zu prüfen. Ab dem 6. Monat kannst du auch Vollmilch anstatt Wasser verwenden. Experten raten, nicht mehr als 200g Milchprodukte im ersten Lebensjahr zu verwenden (ausgenommen Pre- und Muttermilch).
Rezept für Milchbrei (Grundrezept)
- 20g Haferflocken oder Vollkorngrieß
- 20g Obst oder Obstsaft (z.B. Apfel, Banane, Heidelbeere)
- 200g Milch (oder teilweise ersetzt durch Wasser)
- Haferflocken/Grieß und Obst/Obstsaft für 3 Sekunden auf Stufe 5 zerkleinern.
- Milch (oder Wasser) zugeben, für 3 Sekunden auf Stufe 5 verrühren und ca. 7 Minuten bei 90°C auf Stufe 2 aufkochen.
- Milchbrei für 10 Sekunden auf Stufe 10 pürieren.
Hinweis: Manche Mütter bevorzugen es, Milchbrei täglich frisch zuzubereiten.
Alternativen für den Milchbrei
- Statt Haferflocken kannst du Hirse, Vollkornreis, Buchweizen, Dinkel oder Vollkorn-Weizengrieß verwenden.
- Variiere das Obst: Apfel kann durch Heidelbeeren, Himbeeren, Erdbeeren, Birnen, Weintrauben, Aprikosen oder Pflaumen ersetzt werden.
- Alternativ oder zusätzlich kannst du gelegentlich Hafermilch nutzen. Grießbrei wird in der Regel erst ab dem 7. oder 8. Lebensmonat empfohlen.
Dritter Brei: Obstbrei (ab ca. 7. Monat)
Etwa einen Monat nach dem Milchbrei folgt der Obstbrei. Hier gibt es viele Variationsmöglichkeiten.
Rezept für Obstbrei (Apfel-Haferflocken)
- 100g kleingeschnittener Apfel
- 20g Haferflocken
- 90g Wasser
- 5g Rapsöl
- Apfel, Haferflocken und Wasser in den Thermomix geben.
- Für 7 Minuten bei 100°C auf Stufe 3 einkochen.
- Für 10-20 Sekunden auf Stufe 8-10 pürieren und das Rapsöl untermengen.
Auch diesen Brei kannst du problemlos portionieren und einfrieren.
Weitere Obstbrei-Variationen
Du kannst auch Getreide und Obst aus dem Milchbrei-Rezept verwenden.

Einfrieren und Auftauen von Babybrei
Grundsätzlich kannst du Babybrei aus dem Thermomix gut einfrieren. Sofort nach dem Abkühlen eingefroren, hält sich der Brei 6-8 Wochen. Ideal sind Eiswürfelbehälter für anfängliche Mini-Portionen.
Haltbarkeit im Kühlschrank
Nach dem Abkühlen den Brei am besten sofort in ein Glas mit Deckel füllen und im Kühlschrank lagern. Dort ist er in der Regel 2-3 Tage haltbar.
Auftauen und Erwärmen
Wenn du den Babybrei wieder auftauen möchtest, sollte das möglichst schnell geschehen. Nimm ihn aus dem Gefrierschrank und erwärme ihn direkt, um Keimbildung zu vermeiden. Nach dem Erwärmen sollte der Brei deinem Baby umgehend angeboten und nur kurz warmgehalten werden.
Wichtige Hinweise und Tipps
- Geduld: Wenn dein Baby den Brei am Anfang nicht akzeptiert, sei geduldig. Das Löffelessen ist oft noch ungewohnt.
- Konsistenz: Passe die Breikonsistenz mit der Pürierstufe an die Entwicklung deines Kindes an - von fein bis stückig.
- Mittagsbrei: Der Mittagsbrei ist oft die erste feste Mahlzeit und besteht aus Gemüse, Kartoffeln und Fleisch oder Fisch. Er sollte doppelt so viel Gemüse wie Sättigungsbeilage enthalten.
- Öl: Das Öl im Brei ist wichtig für die Aufnahme von Vitaminen und liefert Fettsäuren für das Gehirn.
- Saft: Fruchtsaft kann die Eisenaufnahme aus Fleisch verbessern. Alternativ kann Obstmus als Nachtisch dienen.
- Portionsgröße: Eine durchschnittliche Portionsgröße umfasst etwa 190g. Rezepte sind oft so ausgelegt, dass sie mehrere Portionen ergeben, was ideal zum Einfrieren ist.
- Feste Nahrung: Zwischen dem zehnten Lebensmonat und dem ersten Geburtstag kann der Brei fester werden. Brot, Müsli und andere feste Nahrungsmittel können eingeführt werden.
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Weitere Informationen und Rezeptquellen
Für weitere Rezeptideen rund um das Thema "Babybrei im Thermomix selber machen" kann das Buch "Das Feinste für Kleinste - Babybreie für das erste Lebensjahr" aus dem Thermomix-Verlag empfohlen werden. Auch im Internet, beispielsweise unter www.rezeptwelt.de, finden sich zahlreiche kostenlose Rezepte.