Personal im Kreißsaal Ludwigsburg: Einblicke und Herausforderungen

Die Zufriedenheit von Patientinnen und Patienten ist ein zentraler Aspekt in der medizinischen Versorgung. Jede einzelne Bewertung spielt dabei eine wichtige Rolle. Das RKH Klinikum Ludwigsburg legt Wert auf die Überprüfung der Echtheit aller Bewertungen, um sicherzustellen, dass sie von Patientinnen und Patienten stammen, die tatsächlich Kontakt mit dem Arzt, der Ärztin oder der Einrichtung hatten. Dies gilt insbesondere für Patientinnen und Patienten, die ihren Termin über jameda gebucht und bezahlt haben und deren Telefonnummer per SMS bestätigt wurde.

Erfahrungen mit Ärzten und Personal

Die Meinungen über das Personal im Kreißsaal Ludwigsburg sind vielfältig. Während einige Patientinnen und Patienten von einer sehr freundlichen und kompetenten Betreuung berichten, gibt es auch kritische Stimmen.

Positive Rückmeldungen zu Ärzten:

  • Dr. Theodor Jovchevski wird als sehr freundlich beschrieben, der Dinge ausführlich erklärt. Eine Patientin berichtet dankbar von einer Operation durch ihn am 13.01.23, bei der ihr alles minutiös erklärt wurde.
  • Dr. Hänle wird seit über 10 Jahren als behandelnde Ärztin geschätzt. Patientinnen fühlen sich bei ihr sicher und sehr gut aufgehoben. Sie erklärt Befunde, hat ein offenes Ohr für Probleme, ist mitfühlend und nimmt am persönlichen Schicksal teil.

Kritische Rückmeldungen zum Personal:

Einige Patientinnen und Patienten bemängeln das Personal als empathielos und überfordert. Es gab Berichte, dass nach einer Operation die ganze Nacht über niemand nachschaute und die Entlassung am nächsten Tag erfolgte, ohne dass ein Oberarzt anwesend war. Auch das Personal am Empfang wird als unfreundlich beschrieben, mit launischen Antworten und verzogenen Gesichtern bei Fragen. Diese Problematik scheint ein gängiges Problem zu sein, wie auch andere Patientinnen und Patienten im Gespräch berichteten.

Schema des Kreißsaals mit verschiedenen Stationen und Funktionen

Positive Erfahrungen mit Hebammen und Schwestern:

Trotz der kritischen Stimmen gibt es auch positive Erfahrungen mit dem Personal. Eine Patientin berichtet von der Geburt ihres ersten Kindes im Krankenhaus Ludwigsburg, bei der sie gut und kompetent beraten wurde. Die Ärzte und Hebammen waren stets freundlich. Während der Geburt war eine sehr nette Hebamme durchgehend für sie da und unterstützte sie super. Auch nach der Entbindung auf der Wochenbettstation waren alle sehr freundlich und hilfsbereit.

Eine andere Patientin schildert die Entbindung ihres ersten Kindes im Klinikum Ludwigsburg als positiv. Trotz langer Geburtsdauer und anschließendem Kaiserschnitt aufgrund eines Geburtsstillstandes lernten sie und ihr Mann einige Schwestern, Hebammen und Ärzte kennen, die alle stets freundlich und da waren, wenn sie gebraucht wurden.

Leistungsspektrum und Struktur des Klinikums

Das RKH Klinikum Ludwigsburg Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe bietet eine Rundum-Betreuung auf höchstem Niveau. Spezialisierte Zentren konzentrieren sich auf die Bedürfnisse und die Gesundheit der Patientinnen.

Spezialisierte Zentren:

  • Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe: Bietet umfassende Versorgung für Risikoschwangerschaften und Frühgeburten.
  • Zertifiziertes Brustzentrum: Fokus auf brusterhaltende Operationen mit der Möglichkeit der Bestrahlung während des Eingriffs und Wiederherstellung der weiblichen Brustform.
  • Zertifiziertes Gynäkologisches Krebszentrum: Spezialisten führen onkologische Operationen durch, mit Schwerpunkt auf schonenden endoskopischen Verfahren und Schlüssellochtechnik (MIC III).
  • Beckenbodenzentrum: Spezialisierte Behandlung von Erkrankungen des Beckenbodens.
  • Minimalinvasive Chirurgie: Einsatz modernster Therapieverfahren und Techniken für schonende Behandlungen und schnelle Genesung.

Das Leistungsangebot erstreckt sich von moderner, familienorientierter Geburtshilfe bis zur Betreuung von Risikoschwangerschaften. Geburtshilfe und Pränataldiagnostik sind Teil des Perinatalzentrums Level 1 in Zusammenarbeit mit der Klinik für Kinder und Jugendmedizin. Das ganzheitliche, familienorientierte Konzept begleitet jährlich rund 2700 Geburten.

Infografik: Anteil der minimalinvasiven Eingriffe im Gynäkologischen Krebszentrum

Herausforderungen: Personalmangel und steigende Geburtenzahlen

Die RKH Kliniken Ludwigsburg und Bietigheim-Vaihingen verzeichnen eine Zunahme der Geburtenzahlen. Dies führt zu einer wachsenden Arbeitsbelastung für das Geburtspersonal und erhöht den Druck auf die schwangeren Frauen. Vereinzelt mussten bereits Schwangere, die nicht aus dem Landkreis Ludwigsburg stammen, von den Kliniken abgewiesen werden.

Das Nadelöhr Personal:

Der Personalmangel stellt für Kliniken häufig ein Problem dar. Während im Bietigheimer Krankenhaus die Hebammenstellen weitgehend besetzt sind, gestaltet sich die Situation in Ludwigsburg schwieriger. Nicht alle Stellen können besetzt werden oder die Besetzung dauert länger. Um diesem entgegenzuwirken, bieten die RKH-Kliniken ein neues Angebot des Hebammenstudiums an. Seit Oktober haben zwölf Frauen ein Studium der Hebammenwissenschaften begonnen, in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Tübingen und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

Die Umwandlung der Hebammenausbildung in ein Studium soll zukünftig zu mehr Fachkräften führen. Dennoch wird betont, dass der Beruf der Hebamme aufgrund der Verantwortung und der Bezahlung nicht mehr so attraktiv ist. "Hebamme zu sein, ist eine Berufung", doch ein Studium könne die Grundlagen ergänzen und auf eine wissenschaftliche Ebene heben, während Empathie und Herz weiterhin im Kern des Berufs stehen.

Knochenjob Hebamme: Wie ist es, als Hebamme zu arbeiten? || PULS REPORTAGE

Ausreichend Kreißsäle:

Was die Anzahl der Kreißsäle betrifft, zeigen sich die RKH-Kliniken zuversichtlich. Für das erste Quartal 2022 ist die Inbetriebnahme eines neuen Kreißsaals im Krankenhaus Mühlacker geplant.

Neue Chefärzte am RKH Klinikum Ludwigsburg

Das RKH Klinikum Ludwigsburg hat zwei neue Chefärzte begrüßt: Professor Dr. Sebastian Berlit (Gynäkologie) und Prof. Dr. Marc Moritz Berger (Anästhesiologie und Intensivmedizin).

  • Prof. Dr. Marc Moritz Berger leitet seit dem 1. November die Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie. Sein Vorgänger, Prof. Dr. Götz Geldner, wird als außergewöhnlicher Mensch gewürdigt, der das Klinikum und die deutsche Anästhesiologie nachhaltig geprägt hat. Bergers wissenschaftlicher Fokus liegt auf klinischen Outcome-Studien sowie der Alpin- und Höhenmedizin.
  • Professor Dr. Sebastian Berlit folgt auf Prof. Dr. Wolfgang Heyl als Ärztlicher Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Sein Steckenpferd ist die operative gynäkologische Onkologie. Er besitzt das MIC III-Zertifikat, die höchstmögliche Auszeichnung für langjährige Operateure, die die Entwicklung der minimalinvasiven Chirurgie in der Gynäkologie mitbestimmen. Berlits Vision ist der Ausbau der operativen gynäkologischen Onkologie und der Aufbau eines interdisziplinären Beckenbodenzentrums.

Beide neuen Chefärzte betonen die Wichtigkeit des Teamspirits und danken den leitenden Oberärzten und dem gesamten Team für ihren Einsatz.

Porträts der neuen Chefärzte Prof. Dr. Sebastian Berlit und Prof. Dr. Marc Moritz Berger

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