Aufzucht von Taubenküken: Ein umfassender Leitfaden

Die Aufzucht von Taubenküken ist ein Prozess, der vom Alter und Gesundheitszustand der Jungvögel abhängt. Eine ausschließliche Ernährung mit Wasser und Gerste ist in der Regel zu einseitig und unzureichend für eine gesunde Entwicklung.

Grundlagen der Fütterung von Taubenküken

Wenn Taubenjunge bereits selbstständig fressen, können sie neben Gerste auch eine Mischung aus verschiedenen Körnern wie Weizen, Mais, Erbsen, Dari, Hirse, geschälten Sonnenblumenkernen (in geringen Mengen), Hanf (ebenfalls sparsam) und weiteren Sämereien erhalten. Unverzichtbar ist die zusätzliche Bereitstellung von Grit. Dieser besteht für Tauben üblicherweise aus Muschelkalk und kleinen Steinchen und ist für deren Verdauungsprozess essenziell, da Tauben Körner im Ganzen schlucken und diese im Magen mithilfe der Steinchen zerkleinert werden müssen. Für den Fall, dass kein spezieller Taubengrit verfügbar ist, kann auch Grit für Papageien verwendet werden, der in größeren Zoogeschäften erhältlich ist.

Tauben beginnen in der Regel ab der zweiten Lebenswoche, sich mit Körnern zu beschäftigen, sofern diese in Reichweite sind. Es ist jedoch keine Seltenheit, dass Stadttaubenküken bereits mit 2,5 Wochen beginnen, Futter aufzunehmen, auch wenn dies eher die Ausnahme darstellt. Wenn ein gefundenes Taubenküken noch nicht oder zu wenig frisst, ist besondere Aufmerksamkeit geboten.

Illustration von verschiedenen Taubenkörnern und Grit

Die Herausforderung der manuellen Fütterung

Im Gegensatz zu vielen anderen Vogelarten sperren Taubenküken ihre Schnäbel nicht von selbst zum Füttern auf. Bei der Handaufzucht muss der Schnabel vorsichtig mit einer Hand geöffnet werden, während mit der anderen Hand kleine Portionen Futter eingeführt werden. Es ist wichtig, der Taube jedes Mal die Möglichkeit zu geben, das Futter abzulecken, bevor die nächste Portion verabreicht wird.

Vorbereitung und Verabreichung von Körnerfutter

Am besten eignen sich eingeweichte Körner, da diese für die Tauben leichter zu verdauen sind. Die Körner sollten etwa 4-5 Stunden vor der Fütterung in Wasser eingeweicht und vor der Verabreichung gründlich abgespült werden. Zu Beginn ist es ratsam, nur kleine Portionen (ca. 2 Teelöffel) zu geben und die Verdauung der Tauben zu beobachten. Eine zu große Futtermenge kann im Kropf verbleiben und zu Pilzinfektionen führen.

Wasseraufnahme sicherstellen

Die meisten Tauben lernen, frühzeitig selbstständig Wasser zu trinken. Man kann ihnen einen kleinen Napf mit Wasser anbieten und mit dem Finger darin planschen, um ihr Interesse zu wecken. Die Tauben begreifen schnell, dass es sich um Wasser handelt, und werden es aufnehmen.

Alternative Fütterungsmethoden: Brei und spezialisierte Nahrung

Tauben, die Schwierigkeiten bei der Verdauung haben, können mit Brei gefüttert werden. Eine Option ist beispielsweise Mehrkornbrei für Babys (z.B. von Milupa), der in Drogerien und größeren Supermärkten erhältlich ist. Dieser Brei ist gut verdaulich, aber nicht besonders gehaltvoll und sollte daher nur als Übergangslösung dienen.

Der Brei wird mit Wasser zu einer sämigen Konsistenz angerührt, ähnlich wie Trinkjoghurt, sodass er gerade noch durch eine 1-ml-Spritze passt. Auch hier muss der Schnabel vorsichtig geöffnet werden, um eine kleine Menge Brei einzugeben und die Taube abschlecken zu lassen. Dabei ist darauf zu achten, dass kein Brei in die Kehlkopföffnung gelangt, die sich direkt hinter der Zunge befindet.

Schema der Anatomie eines Taubenschnabels mit Markierung der Kehlkopföffnung

Spezialfutter und medizinische Alternativen

Für spärlich befiederte Taubenjunge, insbesondere während kühler Nächte, ist eine zusätzliche Wärmequelle unerlässlich. Als Alternative zu herkömmlichem Aufzuchtfutter kann Handaufzuchtfutter für Sittiche und Papageien verwendet werden, das in gut sortierten Zoogeschäften erhältlich ist. Eine weitere Option ist Flüssigkost (z. B. Fresubin) aus der Humanmedizin, das zur Ernährung per Magensonde entwickelt wurde und in Apotheken bezogen werden kann.

Frisch geschlüpfte Taubenküken benötigen in den ersten Lebenstagen eine Nahrung, die 50 bis 100 % ihres Körpergewichts ausmacht. Beispielsweise benötigt ein 4 Tage alter Nestling von 60g mindestens 30 ml Nahrung, aufgeteilt in etwa 6 Portionen à 5 ml. Der Kropf sollte dabei nie prall gefüllt sein und vor jeder Mahlzeit spürbar leerer werden.

Zur Unterstützung der Verdauung bei der Handaufzucht können Laktobazillen (z. B. Bird Bene Bac) eingesetzt werden, die dem Handaufzuchtfutter am 1., 3., 5. und 7. Tag zugegeben und danach einmal wöchentlich bis zur Selbstständigkeit verabreicht werden. Eine Alternative bietet das Produkt Liviferm von Chevita.

Nach dem 5. Lebenstag können bei einem Gewicht von etwa 100g und 5 Mahlzeiten à 10 ml Handaufzuchtfutter (im Abstand von 4 Stunden) langsam eingeweichte und gründlich gespülte Körnchen (Weizen oder eine 5-Korn-Mischung) oder spezielles Tauben-Aufzuchtfutter zugefüttert werden.

Entwicklung und Fütterungsanpassung im Laufe der Zeit

Ab dem 6.-7. Lebenstag beginnen die ersten Federn zu sprießen, und die Umgebungstemperatur kann auf Zimmertemperatur gesenkt werden. Das Küken wiegt nun knapp 120g, und die Mahlzeiten können auf 4x täglich reduziert werden, wobei jede Portion auf 15 ml erhöht wird.

Mit etwa 14 Lebenstagen wiegt das Küken knapp 300g. Bis dahin können die Fütterungen auf 3x täglich reduziert werden, wobei die Flüssigkost allmählich durch tägliche feste Nahrung ersetzt wird. Pro Tag sollten nun 30-40g Körner gefüttert werden, die der Jungtaube auch im Napf angeboten werden.

Die Gabe von Taubengrit und Magensteinchen ist weiterhin wichtig, damit der Muskelmagen die Körner zerkleinern kann. Sobald die Jungtaube beginnt, selbstständig Futter aufzunehmen, kann versucht werden, die Fütterung auf einmal täglich zu reduzieren. Dabei ist stets darauf zu achten, dass die Taube kein Gewicht verliert. Mit etwa 28 Tagen wiegt eine Jungtaube ca. ... (der Wert wurde im Quelltext nicht vollständig angegeben).

Flaschenfütterung für Stadttauben-Küken Lilly

CropMilk - Die natürliche Nahrung für Nestlinge

CropMilk ist ein Ergänzungsfuttermittel, das speziell für Nestlinge entwickelt wurde, um die Aufzuchtergebnisse zu optimieren. Seine Zusammensetzung orientiert sich an den Bedürfnissen junger Nestlinge, die in den ersten Lebenstagen eine hohe Nährstoffdichte für eine optimale Entwicklung benötigen. Der hohe Gehalt an tierischem Protein ermöglicht ein optimales Wachstum durch eine ideale Aminosäurezusammensetzung.

Fütterungsempfehlung für CropMilk: Im Verhältnis 1:2 CropMilk mit lauwarmem Wasser mischen.

  • Tag 1-8: CropMilk mit der Spritze verfüttern.
Enthält Fischprotein. Darf nicht an Wiederkäuer verfüttert werden! Zusatzstoffe je 1.000g:
  • Vitamine: Vitamin A (3a672a) 18.500 I.E., Vitamin D3 (3a671) 1.850 I.E., Vitamin E (3a700i) 85,5mg, Cholinchlorid (3a890) 513mg.
  • Spurenelemente: Kupfer/Kupfer(II)-sulfat-Pentahydrat (3b405) 23,13mg, Mangan/Mangan(II)-sulfat Monohydrat (3b503) 101,75mg, Zink/Zinksulfat Monohydrat (3b605) 101,75mg, Jod/Kalziumjodat wasserfrei (3b202) 9,25mg, Selen/Natriumselenit (3b801) 1,48mg.
  • Verdaulichkeitsförderer: Endo-1,4-β-Xylanase EC 3.2.1.8 (4a7) 2.590 TXU, Endo-1,4-β-Glucanase EC 3.2.1.4 (4a7) 1.156 TGU.

Erfahrungen und Ratschläge von Taubenpflegern

Viele Taubenpfleger füttern nicht nur ein Küken und greifen aufgrund ihrer begrenzten Zeit bevorzugt zur Spritze. Der Futterbrei lässt sich gut portionieren und schnell verabreichen. Manche bevorzugen die Fütterung per Sonde (Spritze mit Schlauch), um sicherzustellen, dass kein Brei in die Luftröhre gelangt.

Es gibt verschiedene Methoden der Handaufzucht, und es empfiehlt sich, verschiedene Ansätze auszuprobieren oder sich von erfahrenen Pflegern inspirieren zu lassen. Videos von erfahrenen Päpplern auf Plattformen wie YouTube bieten oft ausgezeichnete Beschreibungen und praktische Tipps zur Erstversorgung und Fütterung.

Ein Beispiel für eine erfolgreiche Aufzucht

Ein Beispiel für eine erfolgreiche Aufzucht zeigt die Erfahrung einer Person, die vor etwa einer Woche ein Taubenküken gefunden hat und es mit "Kükenfutter von Raiffeisen" aufpäppelt. Nach 5-6 Tagen Fütterung mit diesem Futter geht es dem Küken blendend.

Tauben erhalten in den ersten zehn Lebenstagen von ihren Eltern eine spezielle Flüssigkeit, die sogenannte Kropfmilch, die in deren Kropf gebildet wird. Bei der Handaufzucht kann diese durch ein Gemisch aus gleichen Anteilen Handaufzuchtfutter für Kanarienvögel (z. B. von Quiko) und gemahlenem Eifutter ersetzt werden. Dieses Gemisch wird mit lauwarmem Wasser zu einer sämigen Masse angerührt und durch ein Sieb gestrichen.

Nach dem zehnten Lebenstag kann geschrotetes Getreide zugefüttert werden, das zuvor in Wasser eingeweicht wurde. Der Anteil des Getreides sollte dabei täglich gesteigert werden. Ab dem 15. Tag erhalten junge Tauben täglich ... (der weitere Text im Quelltext ist hier unvollständig).

Die Bedeutung von Kropfmilch und Protein in der Jungtierernährung

Tauben sind die einzigen Vögel, die ihre Jungtiere mit einer Art Milch füttern, die sie in ihrem Kropf produzieren. Dies liegt daran, dass sie die Körner, die sie normalerweise fressen, nicht verdauen können. Der Proteingehalt in der Kropfmilch von Taubeneltern liegt zwischen 13 und 19 %, was den hohen Eiweißbedarf junger Tauben in der Wachstumsphase unterstreicht.

Bei der Suche nach Handaufzuchtfutter im Fachhandel stößt man auf Mischungen, die meist für Papageien oder Kanarienvögel konzipiert sind, sowie auf sogenannte Universalhandaufzuchtfutter für alle Babyvögel. Sollte kein Zoogeschäft in der Nähe sein, kann vorübergehend ein milchfreier Babybrei aus 7-Kornflocken Abhilfe schaffen.

Besonders junge Wildtauben benötigen zusätzlich die Gabe eines Vitamin B-Komplexes. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, den Brei so lange wie möglich zuzufüttern, da die enthaltenen Nährstoffe für Wachstum und Gesundheit der jungen Tauben äußerst wichtig sind.

Übergang von Brei zu fester Nahrung

Junge Tauben werden in der Natur etwa acht bis zehn Tage ausschließlich mit Kropfmilch gefüttert. Danach wird allmählich auch feste Nahrung zugefüttert. Der Anteil der festen Nahrung sollte kontinuierlich gesteigert werden. Zusätzlich zum Brei benötigen etwas größere Jungtauben geschältes Getreide (Mehrkornmischung) aus ökologischem Anbau.

Tauben, die bereits anfangen, selbst zu fressen, erhalten eine Taubenfuttermischung aus kleinen, runden Körnersorten, vorzugsweise sogenanntes Turteltaubenfutter. Bei der Aufnahme von trockenen festen Körnern muss den Jungtauben feiner Grit zugeführt werden, der zur Zerkleinerung der Körner im Verdauungstrakt dient.

Entwicklungsgeschwindigkeit und Besonderheiten junger Tauben

Jungtauben sind bemerkenswert in ihrer Entwicklung: Sie verdoppeln ihr Geburtsgewicht in den ersten zwei Lebenstagen, öffnen nach nur fünf Tagen ihre Augen und sind nach 35 Tagen vollständig ausgewachsen. Kurz vor der vollständigen Entwicklung, nach etwa drei Wochen, verfügen die Küken bereits über ihr vollständiges Gefieder.

Die Natur versorgt die verschiedenen Taubenarten (Hohltaube, Stadttaube, Turteltaube) fast ausschließlich mit pflanzlicher Nahrung. Im Gegensatz zu anderen Vögeln können Tauben Samen und Körner nicht mit dem Schnabel zerkleinern und schlucken sie im Ganzen. Weltweit gibt es etwa 300 Taubenarten, wovon fünf in Deutschland heimisch sind: Turteltaube, Hohltaube, Stadttaube, Ringeltaube und Türkentaube.

Jungtaubenfutter ist eine ideale Lösung, um das Immunsystem zu stärken, Vitamin-E-Reserven aufzufüllen und ein schnelles körperliches Wachstum zu fördern. Zudem können rassespezifische Merkmale ungestört und gut versorgt ausgebildet werden. Speziell beim Nachwuchs von Rassetäubchen verbessert Jungtaubenfutter die Proteinsynthese.

Besonderheiten des Schnabelverhaltens bei Jungtauben

Junge Tauben sperren ihre Schnäbel nicht von allein auf, wie es andere Vogelarten tun. Stattdessen schieben die Jungtiere ihren eigenen Schnabel tief in den Hals der Altvögel, welche dann das Futter hervorwürgen und so an ihren Nachwuchs weitergeben. Aus diesem Grund besitzen junge Tauben sehr weiche und flexible Schnäbel.

Für menschliche Zieheltern bedeutet dies, dass Geduld, Vorsicht und Übung wichtig sind. Zuerst wird eine Spritze mit Futterbrei vorbereitet. Der empfindliche und verletzungsgefährdete Schnabel wird behutsam mit dem Daumennagel an der Schnabelspitze seitlich aufgehebelt und so weit geöffnet gehalten, dass die Spritze mit dem Brei eingeführt werden kann. Für sehr junge oder zierliche Tauben eignen sich 1-ml-Spritzen am besten.

Die Spritze wird behutsam in den geöffneten Schnabel geschoben und oberhalb der Zunge so weit eingeführt, dass der Futterbrei in den Rachen laufen kann. Geübte Pfleger verwenden oft eine Spritze mit einem weichen, flexiblen Silikonschlauch.

Kropffüllung und Fütterungsfrequenz

Die Menge und Häufigkeit der Fütterung hängt vom individuellen Füllungsgrad des Kropfes ab. Tauben besitzen erheblich größere Kröpfe als beispielsweise Singvögel und müssen daher seltener gefüttert werden. Ein voller Kropf zeigt sich als Kugel vor ihnen. Der Kropf sollte niemals zu prall gefüllt oder hart sein. Vor der nächsten Fütterung sollte er deutlich weniger Futter enthalten, aber nicht völlig leer sein, und die Taube sollte in der Zwischenzeit mehrere feste Kothäufchen abgesetzt haben. Die tägliche Futtermenge, verteilt auf alle Mahlzeiten, sollte etwa 50-70 % des Körpergewichtes betragen.

Langsame Gewöhnung an feste Nahrung

Sobald das Taubenjunge älter ist und die ersten Federn sprießen, wird langsam damit begonnen, zu dem Brei zusätzlich feste Nahrungsbestandteile zu verfüttern. Hierzu werden Körner einer Mehrkorngetreidemischung mehrere Stunden in Wasser eingeweicht und anschließend abgespült. Die Körner müssen vollständig aufgeweicht, aber nicht matschig sein. Anfangs wird einmal pro Tag eine Mahlzeit aus den eingeweichten Körnern verabreicht, indem der Schnabel vorsichtig geöffnet und aufgehalten wird.

Von Tag zu Tag wird die Menge an eingeweichtem Getreide langsam erhöht und gleichzeitig die Breifütterung reduziert. Nach etwa zehn Tagen wird vorrangig Getreide verfüttert, und das Täubchen erhält nur noch morgens und abends eine Breimahlzeit. Nun beginnt die langsame Gewöhnung an trockene Körner, indem täglich einige trockene Getreidekörner zugefüttert und deren Anteil kontinuierlich erhöht wird. Bei vermehrter Fütterung trockener Körner ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, die mit einer mit Wasser gefüllten Spritze erfolgt.

Sobald die junge Taube an trockenes Körnerfutter gewöhnt ist und auf dem Weg zur Selbstständigkeit, kann anstelle der Getreidemischung kleinkörniges Turteltaubenfutter verfüttert werden, das aufgrund seiner Form und Farbe junge Tauben eher zum Selbstpicken animiert.

Zusätzliche Nahrungsangebote für bestimmte Taubenarten

Selbst fressende Ringeltauben und Türkentauben benötigen täglich Sträuße aus frischem Grünzeug. Nicht alle Türkentauben nehmen dieses Angebot an, doch sollten ihnen stets frische grüne Triebe zur freien Verfügung stehen. Ringeltauben sind dagegen oft begeistert von grünen Pflanzenteilen wie Wiesenklee oder Futterklee, die ihnen als Strauß angeboten oder am Käfiggitter befestigt werden können.

Man kann davon ausgehen, dass junge Tauben etwa dann mit dem selbstständigen Fressen beginnen, wenn unter den Flügeln die Federn zu wachsen beginnen.

Alternative Fütterungsinstrumente

Für erfahrene Taubenpfleger, die den Druck auf den Schnabel einschätzen können, gibt es die Möglichkeit, die beiden Schnabelhälften seitlich zu fassen. Eine weitere innovative Methode zur Fütterung hat die Wildvogelpflegerin Anett Ebert entwickelt: Sie verwendet eine sogenannte Birnspritze (auch Irrigatoren genannt) aus der Apotheke. Hierbei wird das obere weiße Teil herausgezogen und etwa ein Zentimeter von der oberen "Birne" abgeschnitten. Anschließend kann die Birne mit Futterbrei gefüllt und den Tauben angeboten werden. Diese Methode ermöglicht es, die Vögel für die Fütterung nicht aus dem wärmenden Nest nehmen zu müssen.

Eine ähnliche Fütterungstechnik wird in einem weiteren Video (auf Youtube verfügbar) gezeigt: Der Futterbrei wird in ein kleines Glas gegeben, das mit einem abgeschnittenen Luftballon verschlossen wird. In das Gummi des Luftballons wird ein kleines Loch geschnitten, durch das die Tauben den Schnabel stecken und den Brei fressen können.

Illustration einer Birnspritze, modifiziert für die Taubenfütterung

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