Primäre Geschlechtsmerkmale: Entwicklung und Funktion

In der Schulzeit werden oft die primären Geschlechtsmerkmale, auch Geschlechtsorgane genannt, sowie die sekundären Geschlechtsmerkmale thematisiert. Viele Menschen stellen auch an sich selbst Veränderungen fest, die auf die Entwicklung dieser Merkmale zurückzuführen sind.

Die primären Geschlechtsmerkmale: Anlage und Funktion

Die primären Geschlechtsmerkmale sind bereits bei der Geburt vorhanden und dienen der Fortpflanzung (Reproduktion). Sie werden in innere und äußere Geschlechtsorgane unterteilt. Während der Kindheit befinden sich diese Organe in einer Ruhephase, die sich mit Beginn der Pubertät ändert.

Die Pubertät ist eine Zeit starker körperlicher Veränderungen. Neben der Veränderung von Körperproportionen, Bartwuchs und Brustwachstum entwickeln sich auch die charakteristischen männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane weiter und reifen aus.

Schema der männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane

Die weiblichen Geschlechtsorgane

Die Geschlechtsorgane der Frau unterscheiden sich deutlich von denen des Mannes.

Innere weibliche Geschlechtsorgane

  • Die Scheide stellt die Verbindung zwischen den äußeren und inneren Geschlechtsorganen her und führt über den Gebärmutterhals in die Gebärmutter.
  • Die Gebärmutter spielt eine entscheidende Rolle bei der Reifung der befruchteten Eizelle (Schwangerschaft) und der Regelblutung.
  • Links und rechts neben der Gebärmutter befinden sich die Eierstöcke, in denen die weiblichen Eizellen entstehen. Ab Beginn der Pubertät werden diese über die Eileiter in die Gebärmutter transportiert.
  • Zu den inneren Geschlechtsorganen zählen somit Eierstöcke, Eileiter, Gebärmutter und Scheide.

Äußere weibliche Geschlechtsorgane

  • Die Vulva umfasst die äußeren Geschlechtsorgane der Frau.
  • Vor der Gebärmutter liegt die weibliche Blase. Der Urin wird oberhalb der Scheidenöffnung durch den Harnleiter ausgeschieden.

Die männlichen Geschlechtsorgane

Bei Jungen sind der Penis und die Hoden von Geburt an vorhanden und werden während der Pubertät bis zur Geschlechtsreife weiter ausgebildet.

Äußere männliche Geschlechtsorgane

  • Der Penis besteht aus dem Penisschaft und der Eichel. Er ist von einer dehnbaren Haut, der Vorhaut, überzogen, die die Eichel bedeckt.
  • Im Inneren des Penis befinden sich die Schwellkörper, die sich mit Blut füllen und eine Erektion ermöglichen.
  • Im Hodensack befinden sich die beiden Hoden und die Nebenhoden.

Innere männliche Geschlechtsorgane

  • In den Hoden werden ab der Pubertät männliche Keimzellen, die Spermien, produziert.
  • Über den Samenleiter gelangen die Spermien in die Harnröhre.
  • Die Harnröhre, die in der Eichel endet, dient der Ausscheidung von Urin und Samenflüssigkeit.
  • Die Samenflüssigkeit ist dickflüssig und milchig. Sie enthält neben den Samenzellen das Samenplasma, das die Beweglichkeit der Spermien erleichtert.

Das männliche Geschlechtsorgan Funktion & Aufbau – einfach erklärt

Unterscheidung von Geschlechtsmerkmalen

Es ist wichtig, zwischen primären, sekundären und tertiären Geschlechtsmerkmalen zu unterscheiden:

  • Primäre Geschlechtsmerkmale: Diese sind von Geburt an vorhanden und umfassen die Geschlechtsorgane, die der Fortpflanzung dienen. Sie reifen während der Pubertät aus.
  • Sekundäre Geschlechtsmerkmale: Diese entwickeln sich während der Pubertät und äußern sich in sichtbaren Veränderungen wie Körperproportionen oder Körperbehaarung.
  • Tertiäre Geschlechtsmerkmale: Diese zeigen sich in unterschiedlichen Verhaltensweisen und werden durch das kulturelle oder soziale Umfeld geprägt, beispielsweise Berufswahl oder Kleidung.

Zur Vertiefung des Wissens über die Entwicklung der primären Geschlechtsmerkmale stehen interaktive Übungen und Arbeitsblätter zur Verfügung, um das Gelernte direkt anzuwenden.

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