Polyacryl Block mit Löchern in Wasser: Eine Ultraschallbild-Analyse

Die moderne Basteltechnik Lacé, die auf älteren Papierfalt-Techniken basiert, hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Kirigami, eine Technik, die aus der japanischen Papierfaltkunst Origami hervorgegangen ist, welche seit Jahrhunderten praktiziert wird, nutzt Metallschablonen mit unterschiedlichen Linien und runden Schlitzen. Entlang dieser Linien wird das Papier eingeschnitten und umgeklappt, wodurch attraktive Gitter-Faltkarten entstehen, besonders bei mehrfarbigem Papier. Bastelfirmen haben diese Technik vereinfacht, sodass die Muster heute mit speziellen Stanzmaschinen (Stanzen) präzise aus dem Papier ausgestanzt werden können.

Die einfachste Methode, diese Technik anzuwenden, besteht darin, ein zweifarbiges Papier zu falten. Zuerst werden Punkte in 1-cm-Abständen von der Kante gesetzt. Anschließend, etwa 2-3 cm von der Kante entfernt, werden ebenfalls in 1-cm-Abständen weitere Punkte gesetzt. Mit einer Schere werden die Linien entlang dieser Punkte ausgeschnitten und das Papier umgeklappt, um Muster zu erzeugen.

Schema der Lacé-Technik mit gefalteten Papierstreifen und ausgeschnittenen Mustern

Die Bedeutung der Maschenprobe in der Strickanleitung

Bei der Maschenprobe handelt es sich um ein gestricktes Probestück, das angibt, wie viele Maschen und Reihen für eine Fläche von 10 × 10 cm benötigt werden. Die Nadelstärke, die auf der Wolletikette angegeben ist, sollte für die Maschenprobe verwendet werden. Das Muster wird dabei in der Regel glatt rechts gestrickt, d.h. vorne rechts und hinten links. Bei der Maschenprobe sollten die glatten Maschen in einem Feld von 10x10cm gut zählbar sein, ohne Randmaschen. Eine Faustregel besagt, etwa 30 Maschen anzuschlagen und beidseitig einen Rand von 3-4 Maschen zu stricken, wobei die Randmaschen rechts gestrickt werden, um eine klare Abgrenzung zu gewährleisten.

Alle Maschenproben auf Banderolen oder Strickanleitungen sind ohne zusätzliche Strickanleitung mit glatten Maschen gerechnet. Das Waschen der Maschenprobe wird unterschiedlich gehandhabt: Für manche ist es ein Muss, für andere nur bei spezieller Wolle notwendig. Viele Strickerinnen und Stricker verzichten auf das Waschen ihrer Maschenproben, wenn ihre Ansprüche an Wolle und Design eher einfach und unkompliziert sind.

Jedes Wollknäuel trägt eine Info-Etikette, auch Woll- oder Garnbanderole genannt, auf der die Garnzusammensetzung und die empfohlene Nadelstärke angegeben sind. Die Maschenprobe dient lediglich als Richtwert. Es wird empfohlen, vor Beginn eines Projekts eine eigene Maschenprobe anzufertigen, um sicherzustellen, dass das Strickstück am Ende optimal passt und den Erwartungen entspricht.

Beispiel einer Maschenprobe mit markiertem 10x10cm Feld und Zählung der Maschen

Anpassung der Nadelstärke für die Maschenprobe

Wenn die gestrickte Maschenprobe lockerer oder fester ausfällt als erwartet, kann die Nadelstärke angepasst werden, um der Maschenprobe der Anleitung näherzukommen, ohne die Maschenzahl zu ändern. Bei einem Beispiel, bei dem die Nadelstärke 4-4½ vorgegeben ist und die gestrickte Maschenprobe mit Nadelstärke 5 (da die Person fester strickt) 21 Maschen statt der erwarteten 17 Maschen für 10x10cm ergibt, bedeutet dies, dass fester als auf der Banderole gestrickt wird. In einem solchen Fall sollte zu einer größeren Nadelstärke gegriffen werden. Bereits eine halbe Nadelstärke kann die Maschenprobe um ein bis zwei Maschen beeinflussen.

Wenn die Maschenprobe auf 10 × 10 cm weniger Maschen zeigt als auf der Banderole angegeben, strickt man lockerer als vorgesehen. In diesem Fall empfiehlt es sich, eine kleinere Nadelstärke zu wählen. Designer von Strickanleitungen kennen die Wahl der Wolle oder die persönliche Maschenprobe des Strickers nicht, weshalb in Magazinen und Strickbüchern bei jeder Anleitung Maschenprobenangaben gemacht werden. Diese Angaben sind wichtig, um die notwendige Maschenanzahl für ein bestimmtes Modell zu ermitteln.

Berechnung der Maschenanzahl basierend auf der Maschenprobe

Für die Berechnung der Maschenanzahl ist es wichtig, die vorhandenen Voraussetzungen zu kennen. Wenn man die Breite in Zentimetern stricken möchte, benötigt man die Maschenanzahl, die angeschlagen werden sollte. Voraussetzung ist eine gestrickte Maschenprobe von 10x10cm. Wenn die Anleitung beispielsweise die Breite eines Pullovers in Zentimetern angibt und man 126 Maschen anschlagen muss, um eine Breite von 52cm zu erreichen, kann diese Berechnung nur funktionieren, wenn die Breite in Zentimetern angegeben ist.

Wenn in der Anleitung nach Reihen gerechnet wird, ist eine etwas andere Umrechnung notwendig. Hier muss der Unterschied bzw. der Faktor zwischen der Maschenprobe der Anleitung und der eigenen Maschenprobe berechnet werden. Wenn die Berechnung der Maschenanzahl zu kompliziert erscheint oder zur Überprüfung dient, können Online-Tools genutzt werden, bei denen die vorhandenen Angaben eingegeben werden und die umgerechnete Maschenzahl automatisch berechnet wird.

Das Möbiusband: Eine faszinierende Fläche in der Strickkunst

Das Möbiusband, auch Möbiusschleife oder Möbius’sches Band genannt, ist eine Fläche, die nur eine Kante und eine Seite hat. Dies macht es zu einer idealen Form für das Stricken von Halstüchern oder Stirnbändern. Grundsätzlich kann auch ein einfaches Lochmuster gestrickt werden. Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen Möbius-Schal zu stricken, wobei die einfache Technik gut erklärt werden kann.

Der magische Loop: Rundstricken mit Rundstricknadel statt Nadelspiel

Für einen Möbius-Schal benötigt man eine Rundstricknadel, die Platz für die doppelte Maschenanzahl des geplanten Strickstücks bietet. Wenn beispielsweise mit etwa 100 Maschen gestrickt werden soll, sollte die Rundstricknadel mindestens 200 Maschen aufnehmen können. Die Maschen werden mit beiden Rundstricknadeln angeschlagen, wobei die Anzahl der Maschen der entspricht, die für ein normales Rundstrickstück benötigt wird. Für einen Möbiusschal ist schlussendlich die doppelte Maschenanzahl erforderlich.

Um den Effekt des Möbiusbandes zu erzielen, wird nach dem Anschlagen der Maschen vorsichtig ein Nadelende aus den bereits angeschlagenen Maschen herausgezogen, sodass nur noch eine Nadel die Maschen hält. Die Maschen liegen auf dem Seil. Es wird kontrolliert, dass die Maschenreihe nicht verdreht ist. Anschließend werden die Maschen auf dem Seil durchgestrickt, die Wolle geholt und die Masche wie gewohnt auf der Nadel abgelegt. So entsteht ein Strickbild, bei dem auf der Nadel und auf dem Seil parallel verlaufende Maschen zu sehen sind. Sobald keine „Anfangs-Maschen" mehr vorhanden sind, ist die erste Runde fertig gestrickt, wodurch die beiden Ränder miteinander verbunden werden. Man strickt einfach weiter, bis die gewünschte Breite des Bandes erreicht ist. Dies ermöglicht die einfache Herstellung eines Schals oder Stirnbands. Es ist wichtig, die Maschen nicht zu eng abzusticken, da der Abschlussrand sonst zu eng wird.

Orimoto und Kirigami: Kunstvolle Buchgestaltung

Orimoto und Kirigami sind geschützte Markennamen, die von Anja Schachtner und Dominik Meissner geprägt wurden. Dominik Meißner, Diplom-Informatiker und Origami-Künstler, entwickelt seine Origami-Objekte professionell selbst und gilt als einer der Pioniere der Papierkunst. Orimoto erkennt man gut an den schräg gefalteten Seiten.

Kirigami leitet sich von „kiri“ (schneiden) und „moto“ (Buch) ab und bezeichnet eine Technik des Book-Origami, bei der die Seiten eingeschnitten werden. Durch gezieltes Schneiden und Falten entstehen präzise, klar erkennbare Motive im Buchschnitt. Zuerst überlegt man sich genau, was umgesetzt werden soll: ein Schriftzug oder ein Bild, nur mit Falten oder auch mit Schneiden. Dabei können verschiedene Techniken zum Einsatz kommen.

Beim Orimoto werden die „Leerräume“ zwischen den Buchstaben überbrückt, indem die Seite halbiert oder einmal gefaltet wird. Bei zwei oder drei „Löchern“ bzw. Ausschnitten werden die Seiten abwechselnd gefaltet. Für Orimoto können auch dünnere Seiten verwendet werden; wenn nur eine Seite gefaltet werden muss, können problemlos 2-3 Seiten gleichzeitig genommen werden. Bei älteren Büchern sind die Seiten brüchiger, daher sollte man nicht zu stark die Kanten falten, um ein Brechen zu vermeiden.

Bei Kirigami muss überlegt werden, ob eine zusätzliche Faltung am Buchstoß / Buchkante gemacht wird. Hardcover-Bücher wirken edler, während die Deckseiten bei Taschenbüchern zu dünn sind. Bei Kirigami kann einfach oder doppelt gefaltet werden. Je nach Faltung können die Buchstaben nach außen oder innen geklappt werden. Es ist darauf zu achten, dass die Buch Deckseiten nicht bündig mit den Seiten sind.

Schmalere Bücher sind für diese Techniken weniger geeignet, da der Schriftzug kaum zur Geltung kommt. Je dicker das Buch, desto besser ist die Schrift lesbar. Ob es wirklich etwas mit Basteln zu tun hat, mag dahingestellt sein, aber für viele hat es einen Platz in der kreativen Gestaltung.

Beispiel eines Kirigami-Buchschnitts mit präzise geschnittenen und gefalteten Motiven

Konfitüre und Marmelade: Ein kulinarischer Unterschied

Das Wort Marmelade stammt vom portugiesischen Wort „marmelo“ (= Quitte) ab. Im Gegensatz zu Gelée, das aus ganzen Früchten hergestellt wird, enthält Marmelade Kochzeit-bedingt mehr oder weniger gut erkennbare Fruchtstücke und gegebenenfalls Beerenkerne. Ein typisches Beispiel ist die griessige Textur von Himbeer-Konfitüre.

In Österreich wurde traditionellerweise alles als Marmelade bezeichnet, was in der Schweiz Konfitüre heißt. Das Wort Konfitüre kam früher im täglichen Leben nicht vor. In Europa wurde die Begriffsdefinition komplizierter. Gemäß der EU-Fruchtsaft- und -konfitürenverordnung dürfen bestimmte Produkte, die mindestens 20 % Gesamtfrucht enthalten, als Marmelade verkauft werden, insbesondere solche aus Zitrusfrüchten. Diese Bezeichnung wird auf die Briten zurückgeführt. Es gibt jedoch Ausnahmeregelungen, die die Verwendung traditioneller lokaler Produktbezeichnungen erlauben.

In Europa gibt es Unterschiede zwischen „Konfitüre“ und „Konfitüre extra“. Konfitüre muss einen Mindestzuckergehalt von 50 % enthalten (ausgenommen kalorienreduzierte Varianten) und darf nur aus bestimmten Obstsorten hergestellt werden, um die Haltbarkeit zu gewährleisten.

Hagebuttenkonfitüre: Ein Experiment mit Vitamin C

Ein Experiment zur Herstellung von Hagebuttenkonfitüre, basierend auf der Wildrose (Rosa canina), wurde durchgeführt. Hagebutten entwickeln sich von Mitte Sommer bis Herbst und schmecken süß-säuerlich, wobei sie mit zunehmender Reife süßer werden. Sie sind reich an Vitamin C und können dank ihrer Flavonoide vor Bakterien und Viren schützen.

Die Hagebutten sind in Pulverform oder als Tee erhältlich. Viele kennen sie aus der Kindheit, doch man sollte vorsichtig sein, da sie viele kleine Härchen enthalten können, die jucken. Für ein Hagebuttenmus muss es mehrmals durch ein Sieb gestrichen werden. Das Pulver ist in Drogerien in verschiedenen Packungsgrößen erhältlich und kann zum Verfeinern von Saucen, Crèmes oder Smoothies verwendet werden. Die Hagebutten haben einen leicht säuerlichen Geschmack.

Zur Zubereitung werden die Hagebutten gewaschen und aufgeschnitten, um die Kerne zu entfernen. Anschließend können sie an der Luft, im Dörrgerät oder im Backofen bei ca. 40-50°C getrocknet und in einer Küchenmaschine oder Kaffeemühle zu feinem Pulver verarbeitet werden. Das Pulver sollte luftdicht, dunkel und trocken gelagert werden.

Für Hagebuttentee können frische oder getrocknete Früchte verwendet werden. Die Früchte werden gewaschen, halbiert und entkernt. Für einen halben Liter Tee genügen sechs halbierte Hagebutten. Die Früchte werden aufgekocht und ziehen gelassen.

Bei der Herstellung von Konfitüre oder Mus werden die Hagebutten gereinigt und die Fliege sowie der Stiel abgeschnitten. Die Kerne können entfernt oder die ganzen Hagebutten gekocht werden. Die Masse wird mit einem Pürierstab zerkleinert und anschließend durch ein feines Sieb passiert. Dabei ist darauf zu achten, dass die Härchen möglichst vollständig entfernt werden. Zum Schluss werden Zitrone, Zucker und Geliermittel hinzugefügt und die Masse erneut aufgekocht. Eine Testprobe auf einem kalten Teller gibt Aufschluss über die Konsistenz.

Eine weitere Variante ist die Herstellung von Gelee oder Saft durch ein Siebtuch, wobei die Früchte über Nacht durch einen feinen Leinenstoff laufen gelassen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass Hagebutten nicht mit einem Dampfentsafter bearbeitet werden können, da dies nicht funktioniert.

Nahaufnahme von Hagebutten, einige halbiert zur Entfernung der Kerne

Noppenmuster häkeln: Eine einfache Technik für Textur

Das Noppenmuster ist eine beliebte Häkeltechnik, die sowohl als Dekoration als auch als Knopf für Kleidung eingesetzt werden kann. Es gibt zwei einfache Möglichkeiten, unterschiedliche Ergebnisse zu erzielen.

Noppen aus halben Stäbchen erzielen die schönste Wirkung, wenn sie in Reihen aus festen Maschen gearbeitet werden. Diese Variante ist besonders leicht zu häkeln, aber weniger erhaben als Noppenstäbchen. Je mehr Luftmaschen Sie häkeln, desto größer und sichtbarer wird die Noppe.

Embossing: Prägen von Motiven auf Papier

Das englische Wort „embossing“ bedeutet „prägen“, da das Motiv am Ende erhaben auf dem Papier wirkt. Beim Heißprägen (Embossing) wird ein feines Kunstharzpulver auf einen noch feuchten Stempelabdruck gestreut und anschließend unter Hitzeeinwirkung, zum Beispiel mit einem Heißluftföhn bei etwa 100°C, erhitzt. Es können nahezu alle Stempel verwendet werden, auch selbstgemachte.

Die Stempelkissen sind meist transparent und bleiben länger feucht, sodass das Pulver gut haftet. Die Erhitzung kann dazu führen, dass die Ränder der Pulverpartikel leicht verlaufen. Es gibt eine große Auswahl an transparenten, farbigen oder metallischen Pulvern. Alternativ kann das Papier vorsichtig über eine heiße Quelle wie einen Toaster oder Herd geschwenkt werden. Ein Föhn ist für diesen Zweck ungeeignet, da er nicht heiß genug ist und das Pulver wegbläst.

Beispiel eines geprägten Papiers mit einem erhabenen Motiv

Rainbow Loom: Gummiband-Flechtkunst

Der Rainbow Loom, oft auch als „Rubber Loom“ bezeichnet, wurde von Cheong Choon Ng erfunden und 2010 in den USA entwickelt. Ursprünglich baute er einen Loom aus Holz und Nägeln, um Gummibänder besser verflechten zu können. Zum Flechten werden spezielle Gummibänder, sogenannte „Gümmeli“, verwendet, mit denen ganze Kleider, Schmuck und diverse Dekorationsgegenstände hergestellt werden können. Rubber Bands sind besonders bei Kindern im Alter von etwa 8 bis 14 Jahren beliebt.

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