Physiotherapie und Krankengymnastik: Ein Überblick

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Illustration, die die Vorteile von KI im medizinischen Bereich darstellt

Physiotherapie und Krankengymnastik: Abgrenzung und Anwendungsbereiche

Die Krankengymnastik beschäftigt sich konkret mit bestimmten Körperregionen oder Körperteilen. Im Gegensatz dazu zielt der Reha-Sport ganz allgemein darauf ab, gesund und beweglich zu bleiben.

Rechtliche und qualifikatorische Unterschiede

Krankengymnastik ist ein Teilbereich der Physiotherapie und darf daher ausschließlich von ausgebildeten Physiotherapeuten durchgeführt werden. Reha-Sport hingegen kann prinzipiell von jedem angeboten werden. Eine spezielle Ausbildung ist lediglich dann erforderlich, wenn der Reha-Sport von der Krankenkasse übernommen werden soll. In diesem Fall ist eine B-Lizenz Rehabilitationssport notwendig.

Schema, das die Unterschiede zwischen Krankengymnastik und Reha-Sport aufzeigt

Anspruch auf Krankengymnastik und Kosten

Unabhängig vom Lebensalter kann jeder, der es benötigt, Krankengymnastik in Anspruch nehmen. Die Entscheidung, ob eine Therapie wichtig ist, trifft der behandelnde Arzt. In einigen Praxen liegt der Fokus sogar explizit auf der physiotherapeutischen Betreuung von Kindern und Jugendlichen.

Eine typische Krankengymnastik-Einheit dauert etwa 15 bis 25 Minuten und kostet ungefähr 27 Euro. Von diesem Betrag übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung 90 Prozent. Der Eigenanteil für eine einzelne Krankengymnastik-Einheit liegt somit bei etwa 2,70 Euro.

Ein Rezept für Krankengymnastik umfasst häufig sechs Einheiten. Die Zuzahlung hierfür beträgt dann etwa 16 Euro. Zusammen mit der Rezeptgebühr von 26 Euro beläuft sich der Eigenanteil für sechs Einheiten somit auf rund 35 Euro.

Krankengymnastik als Therapie bei Rückenschmerzen

Krankengymnastik ist eine bewährte Therapieform bei Rückenschmerzen. In vielen Fällen kann eine gezielte Stärkung der Rückenmuskulatur die Schmerzen signifikant reduzieren.

Illustration einer Person, die Rückenübungen im Rahmen der Krankengymnastik ausführt

Zuzahlungsbefreiung und Ausgaben-Obergrenze

Ärzte können Krankengymnastik auf Rezept verschreiben. Eine Befreiung von der Zuzahlung ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Um chronisch Kranke und Geringverdiener zu schützen, wurde eine Ausgaben-Obergrenze eingeführt. Demnach müssen nicht mehr als zwei Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens für Zuzahlungen aufgewendet werden. Bei chronisch Kranken liegt diese Obergrenze sogar bei 1,0 Prozent. Dabei werden Zuzahlungen für Krankengymnastik, Arztbesuche und Medikamente zusammengerechnet.

Zuzahlungsbefreiung einfach erklärt

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