Die Wahl der richtigen Babyfläschchen, insbesondere im Hinblick auf stillfreundliche Optionen, ist eine häufig diskutierte und oft preislich herausfordernde Entscheidung für Eltern. Während Marken wie Medela und Avent weithin empfohlen werden, rücken Eigenmarken von Drogeriemärkten wie DM und Rossmann oft in den Fokus, wenn es um kostengünstigere Alternativen geht.
Babyfläschchen von DM und Rossmann im Vergleich zu teuren Markenprodukten
Viele Eltern stehen vor der Frage, ob die preiswerteren Fläschchen von DM oder Rossmann eine geeignete Option darstellen, insbesondere wenn es um die Fütterung von Muttermilch geht und das Baby gleichzeitig gestillt wird. Die Meinungen zu diesen Eigenmarken sind oft geteilt. Einige Nutzer berichten von Problemen wie zu stark spritzender Milch aus dem Aufsatz oder zu kleinen Öffnungen, die das Baby ermüden lassen. Andere hingegen sind zufrieden und legen Wert auf die Funktionalität und die geringeren Kosten im Vergleich zu teuren Markenflaschen.
Grundsätzlich ist die Sorge um die Sicherheit und Materialqualität bei diesen Produkten oft unbegründet, da sie in der Regel hohen Standards entsprechen. Die Hauptbedenken beziehen sich vielmehr auf die praktische Handhabung und die Akzeptanz durch das Baby, insbesondere im Kontext des Stillens.

Die Debatte um "stillfreundliche" Fläschchen
Es gibt eine verbreitete Ansicht, dass es keine tatsächlich "stillfreundlichen" Fläschchen gibt und dass die Bezeichnung oft reine Werbemasche ist. Wenn stillfreundliches Zufüttern Priorität hat und gleichzeitig das Budget geschont werden soll, wird oft der Kauf eines einfachen Plastikbechers empfohlen. Für die allerersten Fütterungen können auch ein Schnapsglas oder ein Löffel ausreichen.
Die Idee, dass es spezielle stillfreundliche Sauger oder Flaschen gibt, wird von einigen als Irreführung betrachtet. Es wird geraten, keine zu großen Hoffnungen in solche Produkte zu setzen und im Vorfeld nicht zu viele davon zu kaufen. Viele gestillte Babys nehmen Flaschen generell nicht an, oder die Einführung einer Flasche kann zu Saugverwirrung führen.
Ein Beispiel hierfür ist die Erfahrung einer Mutter, deren Tochter in den ersten acht Wochen sporadisch Muttermilch aus der Flasche trank. Danach trat eine starke Saugverwirrung auf, was sowohl für die Mutter als auch für das Kind unangenehm war.
Praktische Gründe für die Flaschenfütterung
Trotz der potenziellen Schwierigkeiten gibt es praktische Gründe, warum Eltern auf Flaschen zurückgreifen möchten. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn Verwandte wie Tanten oder Großeltern auf das Baby aufpassen und es auch mit der Flasche füttern können, während die Mutter Arzttermine wahrnimmt oder anderweitig verhindert ist. Die Möglichkeit, ab und zu Muttermilch abzupumpen und das Kind für einige Stunden in der Obhut anderer zu wissen, ist für viele Eltern wichtig.
Die finanzielle Seite spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle. Die gängigen Markenflaschen sind oft sehr teuer, und es wäre besonders ärgerlich, wenn das Baby sie nicht annimmt. Daher ist die Frage, ob günstigere Fläschchen von DM oder Rossmann ausreichen, durchaus berechtigt.

Positive Erfahrungen mit Eigenmarken-Flaschen
Es gibt jedoch auch positive Erfahrungsberichte, die die Praxistauglichkeit von Babyflaschen aus Drogeriemärkten bestätigen:
- Eine Familie nutzt seit Beginn die Weithals-Glasflaschen von DM mit anatomisch geformten Saugern der Größe S. Ihre Tochter wird seit der Geburt zugefüttert und die Eltern sind sehr zufrieden. Die Flaschen laufen nicht aus und sind leicht zu reinigen. Saugverwirrung trat nicht auf, und das Kind trank sowohl von der Brust als auch aus der Flasche gut. Im Gegensatz dazu mochte die Tochter die hochgelobten Avent-Flaschen nicht und musste davon würgen.
- Eine andere Familie hatte mit den Glasflaschen von NUK gute Erfahrungen gemacht, die preislich im Rahmen lagen. Zusätzlich wurden zwei Weithals-Glasflaschen von DM und Rossmann genutzt, mit denen sie ebenfalls sehr zufrieden waren.
- Bei einem Kind, das seit der sechsten Lebenswoche gelegentlich Flaschen mit Muttermilch erhielt, wenn die Mutter nicht anwesend war, zeigten sich gemischte Ergebnisse mit Eigenmarken. Flaschen von Rossmann führten trotz kleinstem Sauger zu einem zu starken Milchfluss. Mam-Flaschen waren besser, aber das Kind kam nicht gut damit zurecht, obwohl es Mam-Schnuller nutzte. Am besten funktionierte in diesem Fall Avent.
Es wird auch darauf hingewiesen, dass wenn nur ab und zu eine Flasche gegeben werden soll, ein oder zwei Flaschen ausreichen und der Preis dann möglicherweise nicht das entscheidende Kriterium ist.
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