Aktuelle Situation: Vorübergehende Schließung des Kreißsaals
Der Kreißsaal der Asklepios Klinik Lindau ist aktuell von einer vorübergehenden Schließung betroffen. Diese Maßnahme wurde aufgrund eines akuten Mangels an Fachpflegekräften ergriffen, um das medizinische Versorgungsniveau aufrechtzuerhalten. Laut Klinikleitung handelt es sich um eine vorsorgliche Entscheidung, die bis zum 20. Juni 2025 andauert. Die Klinik strebt eine baldige Rückkehr zum Regelbetrieb an.
Geschäftsführerin Clara Walter erklärte, dass kurzfristige, krankheitsbedingte Ausfälle im Pflegedienst der Grund für die Schließung seien. Da es sich um spezialisierte Kinderkrankenpfleger handelt, können keine Pflegekräfte aus anderen Stationen einspringen. Trotz intensiver Bemühungen, kurzfristig Leiharbeitskräfte zu rekrutieren, blieben diese erfolglos, was die Auswirkungen des bundesweiten Fachkräftemangels verdeutlicht.
Die stationäre Versorgung der aktuell betreuten Patientinnen und Neugeborenen ist weiterhin gesichert. Die Schließung des Kreißsaals dient dem Ziel, das gewohnt hohe medizinische Versorgungsniveau zu halten.

Auswirkungen für werdende Mütter
Werdende Mütter, die eine Geburt in der Asklepios Klinik Lindau geplant hatten, werden gebeten, vorübergehend auf umliegende Kliniken auszuweichen. Empfohlene Einrichtungen befinden sich in Wangen, Tettnang, Ravensburg und Friedrichshafen.
In akuten Notfällen steht das ärztliche Team der Asklepios Klinik Lindau weiterhin zur Verfügung. Das ärztliche Team und die fest angestellten Hebammen sind vor Ort und können Schwangere im Notfall wie gewohnt versorgen. Die anschließende stationäre Versorgung muss dann jedoch in einem anderen Krankenhaus stattfinden.
Nach Einschätzung der Klinikleitung sind nur wenige Geburten direkt von der Schließung betroffen. Im vergangenen Jahr wurden in Lindau insgesamt 399 Geburten verzeichnet. Die Klinik rechnet fest mit der Wiederaufnahme des Regelbetriebs am 20. Juni.
Organisation nach der Geburt
Damit Sie mit Ihrer Familie schnellstmöglich wieder nach Hause können, müssen einige kleine organisatorische Hürden genommen werden. Bitte melden Sie Ihr Kind schnellstmöglich nach der Geburt in der stationären Aufnahme im Untergeschoss an. Dies ist Ihnen von Montag bis Freitag zwischen 08:00 bis 15:00 Uhr möglich.
Die Urkunden Ihres Kindes können Sie am Empfang der Asklepios Klinik Lindau abholen, sobald diese vom Standesamt ausgestellt wurden. Außerdem möchten wir Sie bitten, Ihr Kind bei der Krankenversicherung anzumelden und uns die Krankenversicherungsnummer innerhalb von zwei Wochen mitzuteilen.
Bei nicht-ehelichen Kindern sind die Geburts- oder Abstammungsurkunde der Mutter und des Vaters erforderlich.
Das Team der Geburtshilfe
In der Geburtshilfe bietet Ihnen das Team der Asklepios Klinik Lindau eine umfangreiche Unterstützung vor, während und nach der Geburt. Jeder werdenden Mutter steht eine erfahrene und engagierte Hebamme während der Geburt zur Verfügung, um auf ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen.
Das Kinderzimmer, das von erfahrenen Schwestern und drei Kinderärzten betreut wird, ist der Station angegliedert. Der Lebenspartner darf die Geburt selbstverständlich begleiten.

Gynäkologie und Geburtshilfe
Gynäkologie und Geburtshilfe bilden zusammen das Fachgebiet der Frauenheilkunde. Dazu gehört neben Prävention, Diagnose und der Behandlung geschlechtsspezifischer Gesundheitsstörungen von Frauen auch die Überwachung von Schwangerschaften und Geburten. Dr. Mark Boockmann, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe der Asklepios Klinik Lindau, stellt die Kreißsäle vor. Die Attraktivität und Sicherheit der Geburtsstation der Klinik wurde in den vergangenen Jahren weiter erhöht.
Nach dreitägiger Schließung aufgrund krankheitsbedingter Personalausfälle im spezialisierten Pflegebereich läuft der Betrieb im Kreißsaal seit dem 20. Juni wieder reibungslos. „Wir sind sehr erleichtert, dass unser Team wieder vollständig und gesund im Einsatz ist. Die Geburtshilfe ist ein zentraler Bestandteil unseres Hauses. Jährlich werden in Lindau rund 400 Kinder geboren“, heißt es von Seiten der Klinikleitung.
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