Dolormin für Frauen bei Menstruationsbeschwerden mit Naproxen

Viele Frauen leiden während ihrer Menstruation unter Unterleibsschmerzen und Krämpfen. Diese Beschwerden können den Alltag erheblich beeinträchtigen und die Lebensqualität einschränken. Begleitsymptome wie Kopf-, Rücken- oder auch Übelkeit können hinzukommen. Dolormin® für Frauen kann hier Abhilfe schaffen. Die Tabletten enthalten den Wirkstoff Naproxen, der zur Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) gehört.

Wirkung von Dolormin für Frauen

Naproxen wirkt schmerzstillend, fiebersenkend und entzündungshemmend. Seine Wirkung beruht auf der Hemmung von Enzymen, den sogenannten Cyclooxygenasen (COX). Diese Enzyme sind für die Bildung von Prostaglandinen verantwortlich. Prostaglandine sind Botenstoffe, die eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Schmerzen, Fieber und Entzündungen spielen. Während der Periode werden in der Gebärmutter vermehrt Prostaglandine produziert, die Schmerzsignale an das Gehirn senden. Naproxen dämpft die Ausschüttung dieser Prostaglandine und mildert so Regelschmerzen und Krämpfe.

Der Wirkstoff Naproxen zeichnet sich durch eine langanhaltende Wirkdauer von bis zu 12 Stunden aus, was es Frauen ermöglicht, ihren Tag auch während der Periode aktiver zu gestalten.

Schema der Prostaglandinsynthese und Wirkungsweise von NSAR wie Naproxen

Anwendung und Dosierung

Dolormin für Frauen ist zur Anwendung bei Mädchen ab zwölf Jahren und Frauen bestimmt.

Dosierungsempfehlung:

  • Erstdosis: Mädchen ab 12 Jahren und Frauen nehmen zu Beginn der Behandlung zwei Tabletten (entspricht 500 mg Naproxen).
  • Folgedosis: Bei Bedarf kann nach acht bis zwölf Stunden eine weitere Einzeldosis von einer Tablette (entspricht 250 mg Naproxen) eingenommen werden.
  • Tageshöchstdosis: Die Tageshöchstdosis beträgt drei Tabletten (entspricht 750 mg Naproxen).

Art der Anwendung:

Die Tabletten sollten unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit, beispielsweise einem Glas Wasser, eingenommen werden. Dies beschleunigt den Wirkungseintritt. Für Patienten mit einem empfindlichen Magen wird empfohlen, das Medikament während der Mahlzeiten einzunehmen.

Dauer der Anwendung:

Nehmen Sie das Medikament ohne ärztlichen Rat nicht länger als vier Tage ein. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Besondere Patientengruppen:

  • Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion sollten nicht mehr als 2 Tabletten pro Tag, verteilt auf 2 Einzeldosen, einnehmen.
  • Bei älteren Patienten treten häufiger unerwünschte Wirkungen auf, vor allem zu Blutungen und Durchbrüchen im Verdauungstrakt, die unter Umständen lebensbedrohlich sein können. Daher ist bei älteren Patienten eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich.

Gegenanzeigen (Wann darf Dolormin für Frauen nicht angewendet werden?)

Dolormin für Frauen darf nicht eingenommen werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Naproxen oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels.
  • Bekannter Überempfindlichkeit gegen andere nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie z. B. Acetylsalicylsäure, die sich in Asthmaanfällen, Nasenschleimhautschwellungen oder Hautreaktionen geäußert hat.
  • Ungeklärten Blutbildungsstörungen.
  • Bestehenden oder in der Vergangenheit aufgetretenen Magen-Darm-Geschwüren (peptischen Ulcera) oder Blutungen.
  • Magen-Darm-Blutung oder -Durchbruch (Perforation) in der Vorgeschichte im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit NSAR.
  • Hirnblutungen (zerebrovaskulären Blutungen) oder anderen aktiven Blutungen.
  • Schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen.
  • Schwerer Herzschwäche (Herzinsuffizienz).
  • In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft (drittes Trimester).
  • Kindern unter 12 Jahren (diese Dosisstärke ist in der Regel nicht geeignet).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Die Anwendung von Dolormin für Frauen sollte nur unter sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen und erfordert gegebenenfalls eine ärztliche Überwachung in folgenden Fällen:

  • Bei Magen-Darm-Beschwerden oder einer Vorgeschichte von Magen-Darm-Erkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn.
  • Bei Blutgerinnungsstörungen oder gleichzeitiger Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten.
  • Bei Bluthochdruck und/oder Herzschwäche.
  • Bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion.
  • Bei bestimmten angeborenen Blutbildungsstörungen (z. B. akute intermittierende Porphyrie).
  • Bei bestimmten Autoimmunerkrankungen wie systemischem Lupus erythematodes oder Mischkollagenose.
  • Direkt nach größeren chirurgischen Eingriffen.
  • Bei Allergien, chronischen Atemwegserkrankungen (Asthma, Heuschnupfen) oder chronischen Schleimhautschwellungen.

Sicherheit im Magen-Darm-Trakt:

Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwüre und Durchbrüche, auch mit tödlichem Ausgang, wurden während der Behandlung mit allen NSAR berichtet. Das Risiko steigt mit höherer Dosis, längerer Behandlungsdauer und bei älteren Patienten. Eine gleichzeitige Anwendung mit anderen NSAR sollte vermieden werden. Bei Auftreten von Symptomen wie ungewöhnlichen Bauchschmerzen oder Magen-Darm-Blutungen sollte die Behandlung abgesetzt und ein Arzt konsultiert werden.

Wirkungen am Herz-Kreislauf-System:

Arzneimittel wie Dolormin für Frauen sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle oder Schlaganfälle verbunden. Dieses Risiko ist wahrscheinlicher mit hohen Dosen und länger dauernder Behandlung. Die empfohlene Dosis und Behandlungsdauer dürfen nicht überschritten werden. Patienten mit Herzproblemen, vorangegangenem Schlaganfall, hohem Blutdruck, Diabetes oder hohen Cholesterinwerten sollten ihre Behandlung mit ihrem Arzt besprechen.

Hautreaktionen:

Unter NSAR-Therapie wurde sehr selten über schwerwiegende Hautreaktionen berichtet. Beim ersten Anzeichen von Hautausschlägen, Schleimhautdefekten oder sonstigen Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion sollte Dolormin für Frauen abgesetzt und umgehend der Arzt konsultiert werden.

Infografik zu häufigen Nebenwirkungen von NSAR

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann auch Dolormin für Frauen Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die Nebenwirkungen können vermindert werden, indem eine möglichst niedrige noch wirksame Dosis von Naproxen über einen möglichst kurzen Zeitraum angewendet wird.

Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Durchfall
  • Leichte Blutungen im Magen-Darm-Trakt
  • Sodbrennen
  • Magenschmerzen
  • Völlegefühl
  • Verstopfung

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Magengeschwüre
  • Verdauungsstörungen (Dyspepsie)
  • Blähungen, Bauchkrämpfe
  • Appetitlosigkeit
  • Kopfschmerzen, Erregung, Reizbarkeit, Müdigkeit, Benommenheit, Schwindel
  • Erhöhung von Leberenzymen
  • Darmgeschwüre
  • Magen-Darm-Blutungen
  • Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme)
  • Blutbildungsstörungen

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Mundschleimhautentzündungen (Stomatitis)
  • Zungenentzündungen (Glossitis)
  • Speiseröhrenverletzungen
  • Magen-Darm-Geschwüre
  • Blutstuhl, Unterbauchbeschwerden, Darmentzündungen
  • Lichtempfindlichkeit, Haarausfall
  • Asthmaanfälle, Lungenentzündung
  • Akutes Nierenversagen, Nierenschäden

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • Hautüberempfindlichkeitsreaktionen, Exantheme
  • Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel
  • Sehstörungen, Hörstörungen
  • Leberfunktionsstörungen
  • Erhöhte Kaliummengen im Blut (Hyperkaliämie)
  • Nierenfunktionsstörungen

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

  • Schwere Hautreaktionen (Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom)
  • Darmverengungen
  • Nierenversagen
  • Verschlechterung von Entzündungen
  • Leberschäden
  • Gichtanfälle
  • Blutiges Erbrechen, Blutstuhl, blutiger Durchfall
  • Blutarmut (Anämie), Blutzellverluste
  • Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (wie Gesichtsschwellungen, Zungenschwellungen und Kehlkopfschwellungen, Atemnot, Herzrasen, schwere Kreislaufstörungen bis zum lebensbedrohlichen Schock).

Besonderheiten:

  • Bei Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff kann es zu Hautausschlägen, krampfartigen Verengungen der Bronchien (Bronchospasmus) und Blutdruckabfall bis zum Schock kommen.
  • Asthmaanfälle können auch bei Personen auftreten, die sonst nicht an Asthma leiden, insbesondere bei Neurodermitis- und Heuschnupfen-Patienten.
  • Bei älteren Patienten kommt es häufiger zu unerwünschten Wirkungen, vor allem zu Blutungen und Durchbrüchen im Verdauungstrakt.
  • Das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall kann mit hohen Dosen und länger dauernder Behandlung geringfügig erhöht sein.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Die gleichzeitige Einnahme von Dolormin für Frauen mit anderen Medikamenten kann zu Wechselwirkungen führen:

  • Digoxin, Lithium, Methotrexat, Phenytoin: Erhöhung der Konzentration dieser Wirkstoffe im Blut, was zu Vergiftungen führen kann.
  • Orale Antidiabetika (Mittel gegen Diabetes): Verstärkung der blutzuckersenkenden Wirkung. Eine ärztliche Kontrolle der Blutzuckerwerte wird empfohlen.
  • Kaliumsparende Entwässerungsmittel (Diuretika): Erhöhung der Gefahr einer zu hohen Kaliumkonzentration im Blut.
  • Mittel gegen Bluthochdruck (Antihypertonika), Entwässerungsmittel (Diuretika), Sulfinpyrazon: Abschwächung ihrer Wirkung.
  • ACE-Hemmer: Abschwächung ihrer Wirkung und erhöhte Gefahr von Nierenschädigungen.
  • Andere nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), Glukokortikoide: Erhöhtes Risiko von Magen-Darm-Blutungen und -Geschwüren.
  • Orale Antikoagulanzien (Blutgerinnungshemmer): Erhöhte Blutungsgefahr.
  • Ciclosporin: Verstärkung der nierenschädigenden Wirkung.
  • Acetylsalicylsäure (ASS): Kann die Wirkung von Naproxen abschwächen.
  • Phenobarbital: Verringert die Wirkung von Naproxen.

Während der Anwendung von Dolormin für Frauen sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken, da dies das Auftreten von Nebenwirkungen verstärken kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft:

  • Während der ersten sechs Monate der Schwangerschaft darf Naproxen nur nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung eingenommen werden.
  • In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft (drittes Trimester) darf der Wirkstoff wegen eines erhöhten Risikos von Komplikationen für Mutter und Kind nicht verwendet werden.
  • Ab der 20. Schwangerschaftswoche kann die Anwendung von Naproxen ein durch eine fötale Nierenfunktionsstörung ausgelöstes Oligohydramnion verursachen.

Stillzeit:

Der Wirkstoff Naproxen und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Eine Anwendung von Dolormin für Frauen während der Stillzeit sollte vorsichtshalber vermieden werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Bei kurzfristiger Einnahme der empfohlenen Dosen ist keine Beeinträchtigung zu erwarten. Da bei höherer Dosierung zentralnervöse Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwindel auftreten können, kann im Einzelfall das Reaktionsvermögen verändert und die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Magnesiumstearat
  • Vorverkleisterte Maisstärke
  • Chinolingelb (E 104)
  • Croscarmellose-Natrium
  • Lactose-Monohydrat (wird von manchen Patienten schlecht vertragen)
  • Povidon (K30)

Das Medikament enthält Lactose (Milchzucker). Patienten mit einer seltenen Erbkrankheit Galaktose-Unverträglichkeit, starkem Lactase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Packungsgrößen

Packungsgröße Darreichungsform Wirkstoffgehalt (Dosierung pro Stück/Tablette)
20 Stück Tabletten 250 Milligramm Naproxen
10 Stück Tabletten 250 Milligramm Naproxen
30 Stück Tabletten 250 Milligramm Naproxen

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