Die Grundlagen für eine unkomplizierte Schwangerschaft werden bereits Jahre vor dem entscheidenden Eisprung geschaffen. Dies betonte Dr. med. Marianne Röbl-Mathieu, Expertin für Preconception Counselling, auf dem Frauenärztlichen Bundeskongress FOKO 2018. Idealerweise sollte eine Frau nicht erst dann versuchen, gesundheitliche Faktoren zu optimieren, wenn die konkrete Familienplanung beginnt, sondern sich insgesamt einen gesunden Lebensstil aneignen.

Grundlagen für eine gesunde Schwangerschaft
Ernährung und Bewegung
„Am einfachsten ist es, mit den Empfehlungen für Obst und Gemüse anzufangen", so die Frauenärztin, „weil es sich hier nicht um einen Verzicht handelt." Ein langfristigeres und anstrengenderes Projekt ist es hingegen, ein bestehendes Übergewicht zu beseitigen.
Frauen mit Übergewicht haben deutlich erhöhte Risiken für viele Schwangerschaftskomplikationen. Die SCOPE-Studie hat jedoch gezeigt, dass die Umkehrung ebenfalls gilt: Frauen mit einem normalen Gewicht haben viel weniger Probleme in der Schwangerschaft, seltener Bluthochdruck und Schwangerschaftsdiabetes, auch seltener eine Frühgeburt, und sie brauchen deutlich seltener einen Kaiserschnitt. Außerdem haben auch ihre Kinder bessere Voraussetzungen, um selbst schlank zu bleiben.
Deshalb sollten alle Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter engagiert auf eine gesunde Ernährung achten und viel Bewegung und Sport in ihren Alltag einbauen. „Wenn erst einmal das Übergewicht da ist, dann wird es für die Frau viel schwieriger, davon wieder wegzukommen und von den Gewohnheiten, die sich im Lauf der Zeit eingeschlichen haben."
Präkonzeptionelle Beratung
„In meiner eigenen Praxis sehe ich immer wieder, wie wichtig meine Beratung und mein Impuls als Frauenärztin sein können. Auch andere Fachkolleginnen und -kollegen, die sich in der präkonzeptionellen Beratung engagieren, berichten, dass ein solches Angebot, das über den gesetzlich vorgesehenen Standard unserer normalen frauenärztlichen Betreuung weit hinausgeht, oftmals den entscheidenden Anstoß gibt, um die Lebensweise umzustellen. Wir legen damit schon lange vor der Schwangerschaft den Grundstein, damit die nächste Generation gesund in ihr Leben startet."
Wichtige Nährstoffe und Substanzen
Auch bei einigen Nahrungsbestandteilen kann eine Frau, die sich überlegt, Kinder zu bekommen, schon lange vor der Schwangerschaft die richtigen Weichen stellen.
- Jodid: Ausreichend Jodid in der Nahrung ist wichtig, am einfachsten durch jodiertes Speisesalz. Denn der in Deutschland häufige Jodmangel kann bereits die frühe Entwicklung des Embryos ganz erheblich stören und Fehlgeburten herbeiführen.
- Folsäure: Schon bei Kinderwunsch oder sogar bei nicht ganz konsequenter Verhütung sollte die - mögliche - Schwangerschaft mit der Einnahme eines Folsäure-haltigen Präparates vorbereitet werden. Denn ein Mangel an Folsäure kann schon in den frühesten Stadien der Schwangerschaft zu schweren Fehlbildungen der Wirbelsäule und des Rückenmarks führen, so dass die Kinder später ein Leben lang querschnittsgelähmt bleiben.
Verzicht auf Genussgifte
Giftstoffe aus Alkohol- und Nikotinkonsum sollten vom ersten Moment an von dem ungeborenen Baby ferngehalten werden. Am besten sei es, wenn die Frau nicht erst nach der Feststellung einer Schwangerschaft beginnt, mit den Alltagsdrogen zu kämpfen. „Es kann ein langer Weg sein, von Alkohol oder Nikotin komplett wegzukommen. Wirklich giftfrei startet das Baby nur in sein Leben, wenn die Frau bereits vor der Schwangerschaft auf Zigaretten und Alkohol komplett verzichtet. Jede einzelne Zigarette und jedes einzelne Glas Alkohol verschlechtern die Startchancen für ihr Baby."
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Psychische Gesundheit
„Wir erleben als Frauenärztinnen und -ärzte immer wieder, dass eine Frau es nicht schafft, ihre Alltagsdrogen loszulassen, obwohl sie weiß, dass sie damit ihrem Kind schaden wird. In diesen Fällen liegen häufig Probleme zugrunde, die den Griff zum Glas oder zur Zigarette als das kleinere Übel erscheinen lassen", erläutert Röbl-Mathieu. So kann eine Depression - unentdeckt und unbehandelt - in eine derartige Abhängigkeit hineinführen: Etwa jede zehnte Frau, so wird geschätzt, leidet zumindest vorübergehend an einer depressiven Erkrankung. Bei weitem nicht alle sind als solche erkannt, und deshalb fehlt vielfach ein angemessenes Therapiekonzept. „Gerade wenn eine Frau eine Schwangerschaft plant, sollte eine Depression vorher erkannt und behandelt sein. Denn sowohl in der Schwangerschaft als auch in den ersten Monaten mit dem Baby sind die Veränderungen für die Mutter enorm, und das stellt hohe Anforderungen an ihre seelische Stabilität."
Umgang mit chronischen Krankheiten und Medikamenten
Besonders wichtig ist es, dass Frauen mit chronischen Krankheiten bei der Planung einer Schwangerschaft sorgfältig beraten werden. „Die Medizin ermöglicht es heute vielen Frauen, ein Kind zu bekommen, bei denen das früher nicht möglich gewesen wäre, zum Beispiel Frauen mit Erkrankungen von Herz, Lungen oder Nieren, mit Diabetes mellitus, Autoimmunkrankheiten oder nach einer Krebserkrankung. Je besser die Behandlung der Frau vor der Schwangerschaft eingestellt ist, umso besser sind die Chancen ihres Kindes, gesund zur Welt zu kommen."
Es sollte auch frühzeitig geklärt sein, welche Arzneimittel während einer Schwangerschaft unbedingt weitergenommen werden sollten, damit es nicht zu einer Verschlimmerung der Grundkrankheit kommt, und welche mit Rücksicht auf die Schwangerschaft umgestellt werden sollten. Am besten bespricht die Frau ihren Kinderwunsch rechtzeitig mit ihrem Frauenarzt oder ihrer Frauenärztin und auch mit den Fachärztinnen und -ärzten, die sie wegen ihrer Grundkrankheit betreuen. Die Ärzte werden sich dann über die Fortführung oder Umstellung der bisherigen Behandlung austauschen. Das gilt für Arzneimittel, die wegen einer neurologischen Erkrankung eingenommen werden, zum Beispiel wegen Epilepsie oder Multipler Sklerose, ebenso wie für Medikamente gegen hohen Blutdruck, eine Schilddrüsenüberfunktion oder wegen einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung.
Impfschutz und Infektionskrankheiten
Gesund in die Schwangerschaft - dazu gehört auch ein möglichst vollständiger Schutz vor gefährlichen Infektionskrankheiten. In der Schwangerschaft ist eine Reihe von Immunreaktionen abgeschwächt, damit das Immunsystem der Mutter die Gewebsstrukturen des Babys nicht als fremd erkennt und abstößt. Deshalb können Schwangere schwer an Infektionskrankheiten erkranken, wodurch auch die Gesundheit des ungeborenen Kindes gefährdet wird. Außerdem steigt das Risiko für Fehl- und Frühgeburten.
Eine Operation am Gebärmutterhals, die wegen Krebsvorstufen durchgeführt werden musste, erhöht das Risiko für eine Frühgeburt: Eine Impfung gegen HP-Viren im Teenager-Alter kann die Entstehung dieser Krebsvorstufen verhindern. Einige Infektionskrankheiten wie Röteln oder Windpocken können das Baby direkt schädigen und zu angeborenen Fehlbildungen führen. Die Impfungen gegen Masern, Röteln und Windpocken enthalten allerdings abgeschwächte Lebendviren und dürfen während der Schwangerschaft nicht verabreicht werden.
„Deshalb sollte es für jede Frau selbstverständlich sein, dass ihr Impfpass komplett ausgefüllt ist, dass weder Hepatitis- noch Keuchhusten-Impfung fehlen - nicht erst bei konkretem Kinderwunsch, denn viele Schwangerschaften sind letztendlich doch nicht zu dem Zeitpunkt geplant, an dem sie eintreten", so die Frauenärztin. „Zum Herbst empfiehlt sich dann auch noch die aktuelle Influenza-Impfung. Wir sehen immer wieder Schwangere mit schwersten Krankheitsverläufen."
Schwanger ohne Anzeichen: Ist das möglich?
Schwanger ohne Anzeichen zu sein, ist tatsächlich möglich. Sorgen hormonelle Veränderungen durch die Schwangerschaft immer für Beschwerden? Sollte man sich Sorgen machen, wenn man schwanger ohne Anzeichen ist? Gerade bei bestehendem Kinderwunsch sehnt so manche Frau typische Schwangerschaftsanzeichen fast schon herbei. Aber es ist tatsächlich gar nicht so selten, dass man schwanger ohne Anzeichen ist.
Frühschwangerschaft und individuelle Unterschiede
Einige Frauen bemerken gerade in der Frühschwangerschaft, das heißt in den ersten sieben Wochen, keine Symptome. Denn nicht alle Frauen haben das gleiche Körperempfinden: Einige spüren körperliche Veränderungen generell sofort und sind sehr sensibel, andere bemerken Symptome erst, wenn sie schon ausgeprägter sind und wieder andere erst, wenn das Kind etwa ab der 20. Woche anfängt, sich zu bewegen. Und manche Schwangere haben sogar bis zur Geburt überhaupt keine Beschwerden.
Hormonelle Veränderungen und Tests
Etwa eine Woche nach der Befruchtung einer Eizelle beginnt der weibliche Körper damit, das Schwangerschaftshormon hCG zu bilden, welches dafür sorgt, dass die Gebärmutterschleimhaut wächst und die Menstruation ausbleibt. Etwa zwei Wochen nach der Befruchtung lässt sich das hCG im Urin nachweisen - ein Schwangerschaftstest zeigt nun in der Regel die Schwangerschaft an. Aber manchmal ist der Test auch trotz Schwangerschaft negativ - in diesem Fall ist der Wert des Schwangerschaftshormons noch nicht hoch genug, um erkannt zu werden.
Ausbleiben der Periode und andere Symptome
Körperliche Beschwerden einer Schwangerschaft können allerdings auch bereits auftreten, ehe die Menstruation ausbleibt. Es gibt viele Symptome, die für eine Schwangerschaft sprechen können, aber nicht ausschließlich dafür stehen. Wenn die Periode ausbleibt, ist dies meist schon eher ein deutliches Anzeichen für eine Schwangerschaft - allerdings nur, wenn die betroffene Frau sonst einen regelmäßigen Zyklus hat. Außerdem kann es auch während einer Schwangerschaft zu Blutungen kommen. Dabei handelt es sich aber nicht um die richtige Periode, sondern um sogenannte Zwischenblutungen oder auch Einnistungsblutungen.
Übrigens: Obwohl die Wahrscheinlichkeit gering ist, können auch Frauen, die die Pille als Verhütungsmittel nutzen oder stillen, schwanger werden.
Fehlende Anzeichen und die Entwicklung des Babys
Es muss kein negatives Zeichen sein, wenn man schwanger ohne Anzeichen ist. Fehlende Schwangerschaftsanzeichen wirken sich nicht negativ auf die Entwicklung des Babys aus. Anstatt sich Sorgen zu machen, kann man sich also einfach auf den Nachwuchs freuen und darüber, dass man nicht unter typischen Beschwerden einer Schwangerschaft leidet, die den Alltag einschränken könnten. Bei einer zweiten Schwangerschaft bemerken viele Frauen deutlich weniger Symptome als bei der ersten.

Unbemerkte Schwangerschaft bis zur Geburt
In einem von 500 Fällen bleibt die Schwangerschaft bis zur Geburt unbemerkt. Dies kommt häufiger vor als gedacht. Immer wieder hört man von Frauen, die mit Bauchschmerzen in die Klinik gehen und dann erfahren, dass sie bereits seit mehreren Monaten schwanger sind.
Statistiken und Studien
Eine Studie, die an allen Berliner Klinikgeburten durchgeführt wurde, zeigte: Frauen, die nicht merken, dass sie schwanger sind, lassen sich nicht über einen Kamm scheren. Sie zeigen keine besonderen Merkmale, gehören nicht ausschließlich einer gewissen Schicht an und sind sich auch darüber im Klaren, wie man schwanger werden kann. 27.000 Schwangere haben in dem untersuchten Zeitraum entbunden und immerhin 65 davon haben die Schwangerschaft erst nach der 20. Woche bemerkt. Manche auch erst bei der Geburt.
Erstaunlicherweise lebte das Gros der Frauen in einer stabilen Beziehung, nur ein Drittel war vorher noch nie schwanger gewesen und rund die Hälfte hatte mindestens einen Realschulabschluss. Auch war den meisten bewusst, dass es unbemerkte Schwangerschaften gibt. Doch wie kommt es dann zu so einem Ergebnis?
Gründe für eine unbemerkte Schwangerschaft
Nicht selten liegt der Grund für eine unbemerkte Schwangerschaft in der Tatsache begründet, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Entweder weil die Frau felsenfest davon ausgeht, dass sie gar nicht oder aufgrund von Wechseljahren nicht mehr schwanger werden kann. Oder weil das in ihre Lebens- und Beziehungsplanung überhaupt nicht hineinpassen würde beziehungsweise in die ihres Partners. Manchmal steckt familiärer Druck dahinter, manchmal eine soziale Notsituation, oft genug übertriebene religiöse Vorstellungen. Aber es gibt auch gesundheitliche Gründe, die rational gegen eine Schwangerschaft sprechen.
Klassische Anzeichen einer Schwangerschaft werden einfach umgedeutet, um einem inneren Konflikt aus dem Weg zu gehen. Kommt zum Beispiel die Periode nicht, so liegt es am Stress oder an zu viel Sport. Das Zunehmen fällt aufgrund von Übergewicht nicht auf oder wird auf falsche Essgewohnheiten zurückgeführt, die dann auch gleich als Erklärung für Kindsbewegungen dienen. Unterscheiden sie sich zumindest anfangs tatsächlich nicht sehr von reger Darmtätigkeit.
Kommen dann die ersten Wehen, so glaubt ein Teil der Frauen an Koliken. Die Kinder sind oft bei der Geburt besonders klein. Ihre Mütter, die die Schwangerschaft nicht bemerkt haben, haben möglicherweise all das gemacht, was man in diesem Zustand nicht machen sollte: geraucht, das eine oder andere Glas Alkohol getrunken, sich nicht ausreichend geschont, das Falsche gegessen und oft auch radikale Diäten durchgeführt, um das vermeintlich Übergewicht wieder loszuwerden.
Schwangerschaftsnegierung und psychische Faktoren
Eine Schwangerschaft ist ein sehr komplexer Vorgang, bei dem Körper und Seele eng zusammenspielen. Hormone, organische und psychische Veränderungen stehen in Wechselwirkung zueinander. Da kann es schon mal passieren, dass die Seele dem Körper etwas vorgaukelt, um etwas anderes zu vertuschen. Wobei man hier zwischen verleugneten und verdrängten Schwangerschaften unterscheidet. Denn die einen ahnen durchaus, was los ist, wollen es nur nicht wahrhaben beziehungsweise verstecken es. Wohingegen die anderen tatsächlich nichts bemerken. Man geht davon aus, dass der Großteil der betroffenen Frauen dem Thema "Baby" äußerst zwiespältig gegenübersteht. Der Wunsch nach einem Kind duelliert sich unterbewusst mit dem Wunsch, nicht schwanger zu werden.
Ärzte bezeichnen dieses Phänomen als Schwangerschaftsnegierung. „Nicht immer ist es so extrem, dass die Schwangere bis zur Geburt nichts von ihrem Nachwuchs weiß. Rund eine von 500 Frauen bemerkt ihre Schwangerschaft erst nach der 20. Woche“, so Valentin Menke, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des St. Anna Hospital Herne. Einen bestimmten Typ Frau, der häufig von einer Schwangerschaftsnegierung betroffen ist, gibt es nicht. Dieses Phänomen tritt bei Frauen in allen Altersklassen und sozialen Schichten auf.
Körperwahrnehmung und Zyklusstörungen
„Eine mögliche Ursache könnte sein, dass die Schwangere keine gute Körperwahrnehmung hat und körperliche Veränderungen nur unzureichend spürt, z. B. weil sie an einen unregelmäßigen Zyklus gewöhnt ist oder glaubt, bereits in den Wechseljahren zu sein“, erklärt Prof. Sven Schiermeier, Direktor des Zentrums für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der St. Elisabeth Gruppe und Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Marien Hospital Witten.
„Der Gedanke an eine Schwangerschaft kommt gar nicht erst auf. Andere interpretieren die Bewegungen des Kindes als Darmtätigkeit, weil sie nicht davon ausgehen, schwanger zu sein“, informiert Prof. Dr. Clemens Tempfer, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Marien Hospital Herne - Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum. Klassische Anzeichen interpretiert sie um. So führt sie etwa die Gewichtszunahme auf ein paar ausgiebige Mahlzeiten zurück oder aber sie ist übergewichtig, sodass der Bauch nicht auffällt.
Risiken einer unbemerkten Schwangerschaft
Mithilfe moderner Medizin ist eine Schwangerschaft nur noch in den seltensten Fällen ein gesundheitliches Risiko. Mit einer unbemerkten Schwangerschaft gehen jedoch einige Risiken einher. Pränatale Untersuchungen gehören zur Schwangerschaft dazu. Regelmäßige Ultraschall- und CTG-Kontrollen sollen die Gesundheit von Mutter und Kind gewährleisten. Bei einer unbemerkten Schwangerschaft können potenzielle Probleme nicht erkannt und behandelt werden.
Wer unbemerkt schwanger ist, kann sich nicht auf die Geburt vorbereiten. Durch fehlende Vorbereitung, Unsicherheit und den plötzlich aufkommenden Stress bei der Geburt steigt das Komplikationsrisiko. Fehlen auch Anzeichen der beginnenden Geburt, könnte es sein, dass die werdende Mutter ohne medizinische Hilfe gebärt. Eine unsichere Geburtssituation ist ein Gesundheitsrisiko, sowohl für das Kind als auch für die Mutter. Der Zustand des Neugeborenen ist zunächst ungewiss. Man weiß nicht, ob es sich um eine frühe oder termingerechte Geburt handelt. Emotional kann eine unbemerkte Schwangerschaft schwer zu schaffen machen. Die fehlende Vorbereitung kann zu einem Schock oder großer Verwirrung führen. Eine fehlende Erstausstattung bereitet zusätzlichen Stress.
Unterstützung nach der Geburt
Und nach der Geburt? Brauchen die frischgebackenen Eltern in der Regel erstmal viel Unterstützung. Schließlich hatten sie keine oder nur wenig Zeit, sich auf ein Baby vorzubereiten. Gerade Frauen mit psychischen Vorerkrankungen sollte eine psychologische Betreuung angeboten werden. Oft sind Kinder nach unbemerkten Schwangerschaften sehr klein, weil die Frauen nicht wissen, dass sie schwanger sind und entsprechend nicht ausreichend Rücksicht nehmen. Sie rauchen, schonen sich nicht ausreichend oder ernähren sich schlecht. Manche Frauen machen sogar Diäten, weil sie zugenommen haben. In den meisten Fällen hat eine unbewusste Schwangerschaft aber keine negativen Folgen für Mutter und Kind.
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