Frauenklinik GZO Spital Wetzikon: Namhafte Wechsel und personelle Verstärkungen

Dr. med. Stefan Paepke verstärkt Frauenklinik als Brustkrebsspezialist

Am GZO Spital Wetzikon kommt es zu namhaften Wechseln in der Ärzteschaft. Der international vernetzte Brustkrebsspezialist Dr. med. Stefan Paepke verstärkt per 1. Dezember 2024 die Frauenklinik. Er kommt von der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Technischen Universität München.

Am GZO übernimmt er die Leitung des Brustzentrums sowie die stellvertretende Departementsleitung. «Ich habe selten, wirklich selten, ein Team gesehen, das so engagiert, so willensstark und mit dem Herzen dabei ist», freut sich Paepke auf seine neuen Kolleginnen und Kollegen. Das GZO schaue trotz der aktuellen Fahrt in unruhigen Gewässern klar und zukunftsorientiert nach vorne, das habe ihn überzeugt.

Paepke folgt auf Dr. Denise Beck, unter deren Leitung das Brustzentrum die Zertifizierung erhalten hat. «Ich übernehme ein exzellentes Brustzentrum und habe die Gewissheit, mit meinem Wissen, meinen Fähigkeiten und meiner ganz eigenen Handschrift Teil des Ganzen zu werden», so Paepke.

Porträt von Dr. med. Stefan Paepke

Hohe Expertise in der Brustchirurgie

Die Chefärztin der Frauenklinik, Dr. med. Alexandra Kochanowski, freut sich, dass Frauen mit Brusterkrankungen im Zürcher Oberland einen hochkarätigen, zentralen Ansprechpartner bekommen. «Mit Stefan Paepke gewinnt die Frauenklinik des GZO einen international renommierten und vernetzten Brustspezialisten.» Kochanowski wie auch viele andere durften bei Stefan Paepke die Perfektion der Senologie an der Technischen Universität München gelehrt bekommen. Paepke werde das Brustzentrum entsprechend höchster Standards weiterentwickeln - getreu dem Motto «Spitzenmedizin mit Herz und Können».

Paepke hat die moderne Brustchirurgie seit Beginn seiner Ausbildung in Deutschland, der Schweiz und den USA revolutionär mitgestaltet. Darüber hinaus bringt er umfassende Kenntnisse in Diagnostik und operativen Techniken wie der schonenden brusterhaltenden Chirurgie und Brustrekonstruktion mit.

Neben seiner klinischen Tätigkeit ist Stefan Paepke Tutor der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin, Stufe-II-Seminarleiter für das Gebiet der Mammasonographie (DEGUM) sowie Senior Mammaoperateur und Ausbildner der Arbeitsgemeinschaft für Wiederherstellende Gynäkologie in der Onkologie.

Personalwechsel im Departement Innere Medizin

Auch im Departement Innere Medizin kommt es zu einem Wechsel. Prof. Dr. med. Urs Eriksson, Chefarzt und Departementsvorsteher Innere Medizin, hat sich dazu entschieden, das GZO per Ende März 2025 zu verlassen. Die Leitung des Departements wird ausgeschrieben und voraussichtlich im Tandem besetzt. Interner Kandidat ist PD Dr. Dr. med. Stephan Winnik, der seit 2022 als Chefarzt die Kardiologie, Rhythmologie und Angiologie am GZO leitet und ab April 2025 die Leitung des Departements ad interim übernimmt.

Urs Eriksson hat neben seiner umfassenden nationalen und internationalen Forschungstätigkeit die Innere Medizin am GZO geprägt und als Lehrklinik der Universität Zürich und Weiterbildungsstätte der Kategorie A etabliert. Bis Ende April 2024 hat er als Ärztlicher Direktor und Mitglied der Geschäftsleitung gewirkt. Das GZO dankt Urs Eriksson herzlich für seinen wertvollen Beitrag.

Weitere personelle Veränderungen in der Frauenklinik

In der zertifizierten Endometriose-Klinik wird Dr. Friederike Rothe per 1. Januar 2025 zur leitenden Ärztin befördert. Sie tritt die Nachfolge von Dr. med. Denis Faoro an, der das GZO per Ende Dezember 2024 verlässt. Ausserdem wird der Bereich Bariatrie seit dem 1. Juni 2024 mit Dr. med. Alejandro Metzger verstärkt. Er verfügt über eine 40-jährige Berufserfahrung in den Bereichen viszerale Chirurgie (Refluxkrankheit, Magen, Gallenblase, Dünn- und Dickdarm) mit dem Schwerpunkt der laparoskopischen Technik.

Ergänzende Therapien und Patientinnenbedarf

Frau Dr. med. Daniela Paepke, Oberärztin für Integrative Gynäkologie an der Frauenklinik rechts der Isar, München, erläutert ihre Erfahrungen mit dem begleitenden Einsatz der Misteltherapie bei Krebspatienten: «Die Misteltherapie ist eine Ergänzung zu den klassischen, schulmedizinischen Therapien. Sie kann deren Nebenwirkungen reduzieren, ohne die Wirksamkeit zu beeinträchtigen. Sie trägt zur Verbesserung der Lebensqualität, zur Verringerung der Cancer-related Fatigue, also des Ermüdungssyndroms in Folge einer Krebsbehandlung, und einer besseren Verträglichkeit onkologischer Therapien bei.» Zur Misteltherapie gäbe es eine Vielzahl an Studien mit guter Evidenz, also auf solidem wissenschaftlichen Niveau. Eine große Anzahl onkologischer Patientinnen erhalte im Verlauf ihrer Erkrankung eine Misteltherapie.

Infografik über die Vorteile der Misteltherapie bei Krebspatienten

Der Bedarf ihrer Patientinnen nach ergänzenden Maßnahmen sei definitiv vorhanden. Viele onkologische Patientinnen suchten neben der schulmedizinischen Therapie nach Möglichkeiten, die über die alleinige Tumorbehandlung hinausgehen. Dr. Paepke bespricht mit ihren Patientinnen den Einfluss von sogenannten Lifestyle-Faktoren: «Schon eine leichte sportliche Aktivität verbessert die körperliche Leistungsfähigkeit, reduziert das Risiko für die Entstehung eines Lymphödems und verbessert den Schlaf.» Weiterhin empfehle sie ein gutes Anti-Stressmanagement. Die Doppelbelastung Beruf, Haushalt und Kinder bringe viele an ihre Grenzen und nicht wenige berichteten über ein Burnout. Da biete sich ein sogenannter MBSR (Mindfulness-Based-Stress-Reduction) Kurs an, der von der AGO Mamma (Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V.) empfohlen und von vielen Krankenkassen bezuschusst werde. Bei diesem Kurs werde durch Achtsamkeitsübungen Stress reduziert und eine positive Auswirkung auf den psychosomatischen Gesamt-Gesundheitszustand erzielt. Auch Yoga, Heileurhythmie, Qi Gong und Meditation seien hilfreiche Methoden.

Studie zur Komplementärmedizin und Ausblick

Vor Kurzem wurde in der Klinik eine Studie zur Verträglichkeit von Komplementärmedizin in der gynäkologischen Onkologie durchgeführt. Von den insgesamt 448 Studienteilnehmerinnen gaben 74 Prozent an, biologisch basierte Komplementärmedizin zu nutzen. Neben Vitaminen und Mineralien, medizinischen Teezubereitungen, Homöopathika und anderen pflanzlichen Medikamenten war die Misteltherapie die am häufigsten genutzte Maßnahme.

Patienten sollten klar zwischen geprüften komplementären Methoden und ungeprüfter Alternativmedizin unterscheiden können. Die Kosten für sinnvolle Therapiemethoden sollten von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen werden, um in dem Bereich der Integrativen Medizin nicht in ein Zweiklassen-System abzurutschen. Patientinnen sollten proaktiv beraten werden und sinnvolle, ergänzende Konzepte von Beginn der Therapie an in schulmedizinische Konzepte integriert werden.

Ein Blick auf die Darmgesundheit aus Sicht einer Gynäkologin - Interview mit Dr. med. Sarah...

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