Babys spielerisch fördern: Spielideen für jedes Alter

Durch Spielen entdecken Babys und Kleinkinder die Welt. Dabei lernen sie viele neue Fähigkeiten. Zusammen zu spielen ist auch gut für die Beziehung zwischen Eltern und Kind. Sie erleben etwas zusammen und lernen sich besser kennen. Aufregung und Freude werden geteilt.

Schon Babys genießen das gemeinsame Spielen. Viel braucht es dafür nicht. Selbst Kleinigkeiten sind für das Baby aufregend. Zum Beispiel: sich gegenseitig ansehen oder geschaukelt werden. Denn Babys verständigen sich anfangs vor allem über Blicke, Gesichtsausdrücke oder Bewegungen. So kommunizieren sie. Ältere Babys lachen herzhaft, wenn man „Guck-guck“ mit ihnen spielt.

Kinder brauchen eine gute Mischung zwischen Anregung und Ruhepausen. Damit Ihr Baby oder Kleinkind Spaß am Spiel hat, sollte es ausgeschlafen sein und satt sein.

Ein Neugeborenes, das von seinen Eltern liebevoll angeschaut wird

Spiel-Ideen für Babys vom 1. bis 3. Lebensmonat

Legen Sie Ihr Baby in Ihre Arme. Gehen Sie nah mit Ihrem Gesicht an das Baby. Jetzt kann Ihr Baby Sie gut sehen. Schauen Sie sich an. Reden Sie lieb mit Ihrem Baby. Das fühlt sich schön an. Wenn Ihr Baby wegsieht, braucht es eine Pause. Warten Sie einen Moment. Rufen Sie es dann lieb. Will es Sie nochmals ansehen?

Legen Sie beide Hände unter den Bauch Ihres Babys. Heben Sie es anschließend hoch. Das Baby muss sicher in Ihren Armen liegen. Schaukeln Sie es nun sanft. Das wird Ihrem Baby gefallen. Es wird Ihnen zeigen, dass es sich wohlfühlt.

Spiel-Ideen für Babys vom 4. bis 8. Lebensmonat

Förderung der Motorik und Wahrnehmung

Was Sie brauchen: eine Krabbel-Decke und ein gerolltes Handtuch.

So geht’s: Legen Sie Ihr Baby auf dem Bauch auf die Krabbel-Decke. Der Oberkörper des Babys kann auf dem gerollten Handtuch liegen. Legen Sie sich auch auf den Bauch. Sehen Sie Ihr Baby an. Zeigen Sie ihm ein Stofftier oder eine Rassel.

„Guck-guck“-Spiel: Legen Sie Ihr Baby auf die Krabbel-Decke. Dann nehmen Sie ein Tuch. Halten Sie das Tuch vor Ihr Gesicht, so dass Ihr Baby Sie nicht sehen kann. Dann fragen Sie: „Wo bin ich?“ Nehmen Sie dann das Tuch herunter und sagen: „Guck-guck, da bin ich.“ Dann schauen Sie Ihr Baby an. Viele Babys werden nun lächeln. Sie freuen sich, Sie zu sehen.

Eine Mutter spielt mit ihrem Baby das

Spiel-Ideen für Babys vom 9. bis 12. Lebensmonat

Erste musikalische und motorische Erfahrungen

Trommeln: Drehen Sie die Töpfe um. Geben Sie Ihrem Baby einen Löffel in die Hand. Nehmen Sie auch einen Löffel. Trommeln Sie auf einen Topf. Ihr Baby wird es Ihnen nachmachen. Trommeln Sie mal laut, mal leise. Achten Sie dabei auf Ihr Kind: Was macht es? Wollen Sie es ihm nachmachen?

Ballspiele: Blasen Sie zuerst einen Wasserball auf. Zeigen Sie anschließend Ihrem Kind den Ball. Rollen Sie den Ball gemeinsam hin und her. So lernt Ihr Kind den Ball kennen. Will sich das Baby auf den Ball legen? Halten Sie das Baby fest, damit es sicher ist. Schauen Sie Ihr Baby dabei an. Freut es sich? Schaukeln Sie es sanft hin und her.

Ein Baby sitzt auf einer Krabbeldecke und schlägt mit einem Holzlöffel auf einen Topf

Spiel-Idee für Kleinkinder vom 13. bis 16. Lebensmonat

Entdeckung der Vielfalt von Spielzeug

Spielsachen-Kiste: Holen Sie die Spielsachen-Kiste. Setzen Sie sich gemütlich neben Ihr Kind, zum Beispiel auf die Krabbel-Decke. Schauen Sie gemeinsam in die Kiste. Dort gibt es viele unterschiedliche Spielsachen. Holen Sie Sachen aus der Kiste. Lassen Sie Ihr Baby Sachen aus der Kiste holen. Sagen Sie Ihrem Kind, wie diese Sachen heißen.

Spiel-Idee für Kleinkinder vom 17. bis 20. Lebensmonat

Förderung des logischen Denkens und der Problemlösungsfähigkeiten

Becher-Versteckspiel: Machen Sie es sich mit Ihrem Kind gemütlich. Stellen Sie die Becher umgekehrt hin. Nehmen Sie dann den Baustein. Verstecken Sie ihn unter einem der Becher. Sie können es fragen: „Wo ist der Stein?“ Dann kann Ihr Kind den Stein suchen. Findet es ihn? Toll. Ihr Kind freut sich. Anschließend kann Ihr Kind den Stein verstecken. Halten Sie sich dafür die Augen zu. Fertig? Jetzt suchen Sie den Stein. Gefunden?

Spiel-Idee für Kleinkinder vom 21. bis 24. Lebensmonat

Rollenspiele und Nachahmung

Kochen und Essen spielen: Holen Sie zunächst die Sachen aus der Küche. Machen Sie es sich dann neben Ihrem Kleinkind gemütlich, zum Beispiel auf dem Sofa. Dann tun Sie so, als würden Sie kochen. Dafür rühren Sie in den Töpfen. Was kochen Sie denn? Sagen Sie sich, was Sie kochen. Wenn das Essen fertig ist, können Sie essen: Vielleicht möchte Ihr Kind Sie füttern? Wie schmeckt das Essen Ihres Kindes?

Ein Kleinkind spielt mit Kochutensilien und tut so, als würde es kochen

Spiel-Idee für Kleinkinder vom 2. bis 3. Lebensjahr

Kreatives Bauen und Gestalten

Höhlenbau: Überlegen Sie mit Ihrem Kind: Wie soll die Höhle aussehen? Wie kann man sie bauen? Dann suchen Sie die Sachen dafür zusammen. Das können zum Beispiel die Kissen vom Sofa sein und eine Decke oder ein Handtuch. Die Sofakissen sind die Wände. Darüber legen Sie das Handtuch oder eine Decke. Das ist dann das Dach. Sie können auch eine große Decke über einen Tisch legen. Dann ist der Tisch die Höhle.

Grundregeln für das Spielen mit Babys und Kleinkindern

Begleiten Sie das Kind aktiv im Spiel!

Babys und Kleinkinder lernen die Welt durchs Spielen kennen. Sie eignen sich hierbei ganz nebenbei - spielend sozusagen - jede Menge wichtige Fähigkeiten an. Ihr Forscherdrang und ein paar kleine Hilfsmittel reichen oft schon aus, sie sinnvoll zu beschäftigen.

Wichtige Punkte für Spiele mit dem Baby (6-9 Monate)

  • Auf die Größe des Babys abgestimmte Spielsachen
  • Kräftige Farben der Spielsachen
  • Gezieltes Greifen beobachten und anregen
  • Beidhändiges Greifen fördern
  • Feinmotorik schulen (Pinzettengriff)
  • Dreidimensionale Spielsachen und Gegenstände einbeziehen
  • Verschiedene Materialien anbieten
  • Gleichgewicht schulen (z.B. auf einem Luftballonkissen)
  • Drehbewegungen schulen (Handgriffe zur Unterstützung)
  • Fingerspiele mit Singen
  • Sprachliche und musikalische Anregungen fördern
  • Lachen fördern
  • Drehen um die eigene Achse
  • Rückwärts schieben

Spielzeugauswahl für Babys

Achten Sie als Eltern beim Kauf eines Spielzeugs darauf: Wie ist das Verhältnis des Spielzeugs zur Größe des Kindes. Ist das Spielzeug für Babyhändchen geeignet. Auch die Farben sind wichtig für die Babys. Bitte bis zum 9. Monat nur kräftige Farben zum Spielen geben, da die anderen noch nicht wahrgenommen werden.

Gezieltes Greifen

Ab dem 6. Monat gibt es nur noch kontrolliertes Greifen, was bis zum 4.-5. Monat nur ein Zufall war. Wenn das Baby in der Rückenlage liegt und man ihm das Spielzeug in etwa 10 cm Entfernung hinhält, lässt sich gut erkennen, ob das Baby auch langsam und sicher greift. Bei zu schnellen Bewegungen der Eltern wird auch das Kind zu schnellen Bewegungen animiert. Das Greifen wird dann nicht so gut gelingen. Ein Baby spürt, ob man intensiv mit ihm spielt. Eltern sollten so sitzen, dass das Kind direkt vor ihnen liegt. Auch in der Bauchlage genau hinschauen, ob das Greifen klappt. Hierzu sollten sich Eltern genau vor das Baby auf den Bauch legen, in gleicher Höhe.

Beidhändiges Greifen und Feinmotorik

Bis ein Tag vor der Einschulung sollte das Baby und dann Kind mit beiden Händen gleich gut Gegenstände in die Hand nehmen und vielleicht auch mit beiden Händen abwechselnd malen können. Auch sollte es dem Kind mit 6 Monaten schon gut gelingen, Spielsachen von einer Hand in die andere zu übergeben. Es gibt den sogenannten Zangengriff, der mit allen fünf Fingern geschieht. Bei ganz dünnen Spielsachen beginnt das Baby ab dem 6. Monat circa mit nur dem Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger hin zu greifen. Das ist der Pinzettengriff und dieser ist ganz wichtig für das spätere Schreiben. Sollten die Kinder noch mit dem Zangengriff malen, können Eltern den Pinzettengriff zeigen. Das Kind wird diesen gern imitieren, wenn es feststellt, dass es mit diesem 3-Fingergriff viel gezielter und damit schöner malen kann.

Dreidimensionale Spielsachen und verschiedene Materialien

Natürlich sind fast alle Spielsachen dreidimensional. Hier geht es aber bewusst um z.B.: Bauklötze als Dreieck, Quadrat, länglich, rund, mit Löchern, Kanten, die uneben sind. Ringe, Stangen, die wir hindurch stecken können usw. Kindergärtnerinnen sagen, dass Kinder immer weniger Formen erkennen können, vielleicht, weil wir diese den Babys nicht anbieten wie z.B.: Holzsteckspiele. Das Erkennen der Dimensionen ist früh zu fördern. Aufeinander stellen von Gegenständen anbieten und runterfallen lassen. Auch hier haben Wissenschaftler darauf hingewiesen, dass schon sehr früh auch Gegenstände wie z.B.: eine Bürste von den Babys ertastet werden sollen. Das Erlernen von unterschiedlichen Oberflächen zu fühlen, dient der Feinmotorik und dem Erlernen, nicht gleich hinzugreifen an Gegenständen, sondern erst einmal mit Vorsicht etwas in die Hand zu nehmen.

Gleichgewicht und Drehbewegungen schulen

Auch diese Entwicklungsschritte sind ganz wichtig. Wir bieten bei Pekip-Spielwaren ein Luftballonkissen an. Das Darauf-liegen und später Herunter-krabbeln ist eine wichtige Übung. Eine weitere Übung für das Kind könnte sein: Legen Sie ein Kissen auf den Boden, bewegen Sie das Baby mit dem Kissen im Liegen leicht zu beiden Seiten. Mit einem Tuch oder einer Decke gibt es eine einfache und tolle Übung für das Gleichgewicht: Hierzu legen Sie das Baby in die Mitte des Tuches. Nehmen Sie das Tuch / die Decke zu zweit an den Ecken und wiegen Sie das Kind leicht nach rechts und links. Bei Größeren machen wir in den Kursen auch Schwingbewegungen mit leichtem Rütteln. Da lachen die Kinder immer herzhaft.

Lassen Sie Ihr Baby im Liegen eine Rassel fest halten und ziehen Sie es damit sanft auf die Seite. Umso älter das Kind wird, lässt es die Rassel nicht mehr los, bis es sich auf den Bauch dreht; am Anfang schon. Wenn Sie sehen, dass das Baby beginnt, sich selbst zur Seite zu drehen, unterstützen Sie dies nicht, indem Sie an der Hand ziehen, sondern legen Sie bitte die Hand in die Leiste. Bitte nie am Knie die Drehbewegung unterstützen. Somit muss es selbst den Oberkörper heben, das stärkt die schrägen Bauch-, Hals- und Rückenmuskeln.

Ein Baby liegt auf einer großen bunten Decke, die von zwei Erwachsenen sanft geschaukelt wird

Fingerspiele, Lachen und Bewegung

Fingerspiele sind wichtig, besonders wenn die Eltern dabei singen. Das kann nur mit den eigenen Fingern sein oder mit Fingerpuppen eine Geschichte erfinden. Aber auch hier: Wiederholen und wiederholen. Wenn das Baby sich von selbst auf den Bauch drehen kann, beginnt es vielleicht auch schon, seinen Popo etwas zu heben. Legen Sie die Spielsachen mal auf die rechte und mal linke Seite und animieren Sie es dazu, sich hin zu bewegen. Bitte wieder darauf achten, dass beide Seiten gleich viel angeboten werden.

Die Babys in meinen Kursen sind so süß, wenn die Mutter oder natürlich auch der Vater viel mit dem Baby lacht. Geben Sie dem Kind immer die Zeit, die es braucht.

Alltagsgegenstände als Spielzeug

So sind zum Beispiel Pfannen, Töpfe, Plastikschüsseln oder Holzlöffel faszinierende Spielutensilien. Geben Sie Ihrem Baby zum Beispiel eine große Schüssel, natürlich aus unzerbrechlichem Material und einen Kochlöffel aus Holz. Sie werden sehen, dass es sich damit auf kreative Weise beschäftigen kann. Achten Sie darauf, dass die Gegenstände so groß sind, dass keine Gefahr besteht, dass Ihr Baby sie verschlucken könnte.

Schüsseln und Becher eignen sich auch als Babyspielzeug zum Spielen in der Badewanne: Ihr Kind wird es lieben, die Schüssel abwechselnd mit Wasser zu füllen und zu leeren. Geben Sie ihm zu einer oder mehreren Schüsseln einen Becher, eine Flasche oder eine kleine Gießkanne mit in die Badewanne. Das ist besser als jedes Babyspielzeug.

Schlagfertiges Babyspiel: Schlagzeug spielen

Schlagzeug spielen mit Kochlöffeln und Pfannen wird Ihr Kind zum Lachen bringen.

O-Bälle und Bälle allgemein

In der ersten Zeit eignen sich O-Bälle super als Spielzeug: Dies sind runde Gitter aus Kunststoffringen in O-Form, die sich dank seiner runden Öffnungen von allen Seiten gut halten lassen. Babys können reinschauen, hineingreifen, den Ball festhalten und ihn gefahrlos in den Mund nehmen. Sie können auch Tücher, kleine Bauklötzchen oder Ähnliches in den Ball stecken. Ihr Baby kann dann versuchen, sie wieder herauszunehmen. Was auch lustig ist für das Kind: Spielen Sie mit ihm, indem Sie den Ball um es herumrollen, zum Beispiel, wenn es auf dem Bauch auf dem Teppich liegt. Es kann dem Ball nachschauen, versuchen ihn zu fassen oder sich auf dem Bauch zu ihm hindrehen. Kann das Kind schon krabbeln, kann es sich auf den Ball zubewegen. Am besten verwenden Sie einen Gummiball oder einen großen, aufblasbaren Ball. Von bunten Bällen können schon die Kleinsten nicht genug bekommen.

Holzspielzeug und Parcours

Bauen Sie mit Ihrem Kind gemeinsam oder lassen Sie es alleine ausprobieren. Auch Spielzeug aus Holz ist interessant, beispielsweise Holzpuzzles, die mit Knöpfen versehen sind, damit Kleinkinder sie besser halten können. Die Aktivität Ihres Kindes steigern Sie mit einem Hindernisparcours. Hierfür kaufen Sie entweder Spieltunnel oder Würfel. Es macht auch viel Spaß selbst aus Kartons, Sitzkissen, Decken und niedrigen Tischen einen eigenen Parcours zu bauen. Das regt zum Krabbeln an. Ein Spieltunnel ist ein super Babyspiel, weil es das Krabbeln und die Sinne Ihres Kindes fördert.

Bilderbücher und die Welt der Formen

So interessieren sie sich mehr für die Cornflakespackung auf dem Tisch als für das Krokodilbild im Babybuch. Es ist für ein Kleinkind ein großer Schritt, einen im Leben runden, dreidimensionalen Ball in einer flachen, zweidimensionalen Abbildung in einem Buch wiederzuerkennen. Um den Schritt zum „richtigen“ Buch zu ebnen, eignen sich Leporellos, die man aufstellen kann, oder Babybücher aus Stoff, auf denen das Kind auch herumkauen kann. Ab einem Alter von ungefähr einem Jahr können Sie Ihrem Kind Geschichten aus Büchern erzählen. Wählen Sie Babybücher aus Karton und mit großen Bildern, vielen Farben und wenig Text. Bilderbücher sind spannend, vor allem wenn sich Elemente drehen lassen oder rasseln.

Ausflüge und Bewegung im Freien

Gehen Sie daher regelmäßig mit Ihrem Baby auf nahe gelegene Spielplätze oder in den Wald. Lassen Sie Ihr Kind herumtoben, mit Eimer und Schaufel im Sand spielen oder setzen Sie es in eine spezielle Babyschaukel, wo Sie es sanft anstoßen. Das macht nicht nur dem Kind, sondern auch den Eltern Spaß.

Bewegungsförderung bei schlechtem Wetter

In der kalten Jahreszeit oder an verregneten Tagen können Sie die Aktivität Ihres Kindes fördern, indem Sie selber einen Hindernisparcours aufbauen. Hierfür kaufen Sie entweder Spieltunnel oder Würfel oder Sie bauen aus Kartons, Sitzkissen und Decken einen eigenen Parcours. Das regt zum Krabbeln und Entdecken an.

Ein Kind krabbelt durch einen selbstgebauten Parcours aus Kissen und Decken

Wichtigkeit des Bondings und der Eltern-Kind-Bindung

Babys und Kleinkinder sind gerade in den ersten Monaten und Jahren ihres Lebens besonders aufnahmefähig. Bevor du dich jedoch mit deinem Kind in die kunterbunte Welt des Spielens stürzen kannst, geht es in der ersten Zeit nach der Schwangerschaft vor allem darum, dem Baby Nähe zu schenken und einander kennenzulernen. Das sogenannte Bonding läuft bis zu einem Alter von etwa drei Monaten, zum Beispiel über Sprache und Körperkontakt. Außerdem gibt dir dein Baby durch Weinen, Lachen, aufmerksames Schauen oder Plappern Signale. Wenn es dir gelingt, diese Signale richtig zu deuten und die Bedürfnisse deines Babys zu befriedigen, lernt es, sie noch gezielter einzusetzen und baut Vertrauen auf. Es merkt, dass ihm nichts passieren kann und dass immer jemand da ist. Dieses Gefühl von Sicherheit ist eine Grundvoraussetzung für das kindliche Erkundungsverhalten und den Spieltrieb. Zudem zeigen Kinder mit einer sicheren Eltern-Kind-Bindung auch im weiteren Verlauf ihres Lebens meist ein ausgeprägtes Interesse an ihrer Umgebung, verfügen über eine gesunde Portion Selbstvertrauen und sind offen für neue Reize und Erfahrungen. In den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt sollte dein Hauptaugenmerk also auf dem Bonding liegen. Aber auch in dieser frühen Phase kannst du die Entwicklung deines Kindes bereits mit einfachen spielerischen Elementen fördern. Zum Beispiel durch Streicheln, Kitzeln und Grimassen ziehen oder indem du mit Sprache und Lauten spielst.

Spielerische Förderung im Alltag

In der Regel lassen sich im Alltag mehr als genug Möglichkeiten finden, den Nachwuchs seinem Entwicklungsstand entsprechend zu fördern. Sobald sich das Baby nicht mehr ausschließlich dem Schlafen und Essen widmet, schreitet es sogar ganz von allein zur Tat: Es erkundet seine Umgebung und entwickelt dadurch ganz automatisch die entsprechenden Fähigkeiten. Aber natürlich kannst du dein Kind auch hin und wieder mit geeigneten Spielideen in eine Richtung stupsen.

Die Bedeutung von Wiederholungen und Ritualen

Gerade bei den ganz Kleinen gehören Körperkontakt und Streicheleinheiten zum Spiel dazu. Übrigens: Schon Babys lieben wiederkehrende Rituale und Wiederholungsspiele. Wenn Sie Ihr Kind aufmerksam beobachten, zeigt es Ihnen auch, dass Sie zum Beispiel ein Geräusch, Töne oder das Krabbeln der Finger wiederholen sollen.

Sicherheit beim Spielen

Vermeiden Sie beim Spielen mit Ihrem Kind auf jeden Fall heftige Bewegungen und Schütteln! Der Hals und das Köpfchen sind noch sehr empfindlich, und durch Schütteln könnte Ihr Baby schwere Verletzungen im Gehirn davontragen. Ihr Baby sollte beim Spielen ausgeschlafen und nicht hungrig sein. Überfordern Sie das Baby nicht. Es braucht eine ausgewogene Mischung von Anregungen und Ruhepausen. Achten Sie auf seine Reaktionen - es zeigt Ihnen, wenn es genug hat und Ruhe braucht.

Haushaltssachen als Spielzeug

Haushaltssachen sind wunderbare Spielsachen, wenn sie ungefährlich sind.

Der Spaß steht im Vordergrund

Beim Spielen mit Ihrem Kind sollte der Spaß an erster Stelle stehen - nicht irgendwelche „Förderziele“.

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