Ein Baby ist ein einzigartiges Wesen mit individuellen Bedürfnissen, das vom ersten Moment an Schutz und Geborgenheit benötigt. Während jedes Neugeborene einzigartig ist, teilen sie doch einige grundlegende Instinkte, wie das intuitive Wissen, die Brust der Mutter zu finden und durch das Stillen wertvolle Muttermilch aufzunehmen. Ebenso ist allen Babys das angeborene Saugbedürfnis gemein, das bereits im Mutterleib erprobt wird und eine wichtige Rolle beim Stillen spielt. Außerhalb der Nahrungsaufnahme dient das Saugen Babys zur Beruhigung und zum Stressabbau.
Der hier beschriebene symmetrisch geformte Schnuller zielt darauf ab, dieses natürliche Saugbedürfnis zu befriedigen und gleichzeitig die gesunde Entwicklung von Gaumen, Zähnen und Zahnfleisch zu unterstützen. Die symmetrische Form kann dabei helfen, den Druck auf Kiefer und Zähne zu minimieren.

Besonderheiten der Kirschform und Materialauswahl
Die Kirschform: Eine beliebte Wahl für Neugeborene
Die sogenannte Kirschform oder runde Form des Schnullers ist besonders bei Neugeborenen und kleinen Babys beliebt. Mit seiner runden Saugspitze erinnert er an einen kleinen Ballon. Stillberaterinnen empfehlen diese Form häufig, da sie flexibel und vorgeformt ist und der Brustwarze ähneln soll. Sie imitiert die natürliche Vor- und Zurück-Bewegung der Brustwarze beim Nuckeln, was eine Saugverwirrung verhindern könnte. Allerdings warnen Zahnärzte und Kieferorthopäden, dass die Kirschform Druck auf den Gaumen ausüben kann und raten eher zu kiefergerechten Formen.
Materialien: Latex und Silikon im Vergleich
Die meisten Schnuller bestehen entweder aus Latex oder Silikon.
- Latex: Dieses Material, das aus Naturkautschuk gewonnen wird, ist ein Naturprodukt und erkennbar an seiner typischen gelblichen Farbe, einem besonderen Geruch und einem dezenten Eigengeschmack. Latex ist sehr strapazierfähig, kann aber mit der Zeit spröde oder klebrig werden und aufquellen, was einen schnelleren Austausch des Schnullers erfordert. Wichtig zu wissen ist, dass manche Babys bereits im Neugeborenenalter eine Latex-Allergie entwickeln können, die sich durch Hautausschläge, Pusteln und Juckreiz im Mundbereich äußert. In solchen Fällen ist ein Umstieg auf einen Silikon-Schnuller ratsam.
- Silikon: Industriell hergestellt, ist Silikon völlig geschmacks- und geruchsneutral, meist transparent und sehr robust. Silikon-Schnuller sind temperaturbeständig und können beliebig oft ausgekocht und desinfiziert werden, ohne das Material zu beschädigen. Im Vergleich zu Latex ist Silikon jedoch fester und weniger elastisch, wodurch es bei starker Beanspruchung schneller reißen kann.
Unabhängig vom Material sollte jeder Sauger vor Gebrauch auf Risse oder Löcher geprüft werden. Aus hygienischen Gründen sollte ein Schnuller zudem alle zwei bis drei Monate ausgetauscht werden.

Der Kirschsauger im Einsatz: Altersempfehlungen und potenzielle Risiken
Altersgruppen und die Kirschform
Schnuller werden üblicherweise in drei Altersgruppen eingeteilt: 0 bis 6 Monate, 6 bis 18 Monate und ab 18 Monaten. Bei der Wahl des richtigen Schnullers spielt das Alter des Babys eine entscheidende Rolle, da die Schildgrößen und Saugerformen entsprechend angepasst sind. Die Kirschform wird besonders für Neugeborene und Stillbabys empfohlen, da sie helfen soll, eine Saugverwirrung zu vermeiden. Diese kann auftreten, wenn Neugeborene zu früh an einen Schnuller gewöhnt werden und dadurch möglicherweise ineffizienter an der Brust saugen. Dies kann zu einer geringeren Stimulation der Brust führen und somit die Milchbildung beeinflussen. Die Kirschform soll durch die Nachahmung der Brustwarzenbewegung diesen Effekt minimieren.
Experten raten jedoch dazu, die Gabe eines Schnullers so lange wie möglich hinauszuzögern oder frühestens einen Monat nach der Geburt zu beginnen, da frühe Studien und Tests auf ein erhöhtes Risiko für Saugverwirrung hindeuten. Sobald die ersten Zähnchen durchbrechen, wird ein Umstieg auf einen Schnuller mit flacherem Saugteil und kiefergerechter Form empfohlen, um Zahnfehlstellungen vorzubeugen.
Vor- und Nachteile der runden Schnullerform
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Verringert die Saugverwirrung | Kann Druck auf den Gaumen ausüben |
| Kann nicht falsch herum im Mund liegen |
Kaufkriterien und bekannte Hersteller
Worauf beim Kauf achten?
Bei der Bewertung und dem Vergleich von Schnullern in Kirschform sind mehrere Kriterien zu beachten:
- Schnullergröße & Altersgruppe: Die Bezeichnungen variieren je nach Hersteller. Üblich sind Einteilungen wie 1-6 Monate (für Neugeborene), 6-18 Monate und ab 18 Monate.
- Kirschform: Besonders geeignet für Still-Babys.
- Material: Latex und Naturkautschuk sind natürliche Materialien mit Eigengeschmack und -geruch. Silikon ist industriell hergestellt, geschmacksneutral und farblos.
- Extras: Die Kirschform kann nicht falsch herum eingesetzt werden. Achten Sie auf Belüftungslöcher im Schild.
Bekannte Marken und Modelle
Marken wie Philips Avent, MAM und NIP bieten Schnuller in verschiedenen Formen an, darunter auch Kirschsauger. Diese unterscheiden sich oft in Form und Material. Zu den bekanntesten Herstellern von Kirschform-Schnullern gehören:
- MAM
- dm
- Rossmann
- Baby-Nova
- Nuby
- Babysutten
- Goldi
Beliebte Schnuller in Kirschform im Überblick
- Philips Avent Soothie (0-3 Monate): Aus Silikon, fördert den natürlichen Saugreflex und die Entwicklung von Zahnfleisch und Zähnen. Das offene Schild sorgt für gute Belüftung und verhindert Vakuum im Mund. Bleibt mittig im Mund und vermeidet Saugverwirrung.
- NIP Cherry Rundsauger: Weicher Latex-Sauger, der der mütterlichen Brust nachempfunden ist. Das weiche Schild mit abgerundetem Rand schützt vor Druckstellen. Große Ventilationslöcher beugen Hautirritationen vor. Mit Greifring.
- Baby Nova Schnuller Beruhigungssauger: Aus Polypropylen mit einem Saugteil aus transparentem Silikon. Die runde Form trainiert den Saugreflex. Ventilationslöcher sorgen für gute Luftzirkulation. Universalgröße ab Geburt bis 24 Monate (kann für sehr kleine Babys anfangs zu groß sein).
- Goldi Beruhigungssauger Kirschform (0-3 Monate): Vollständig aus Naturkautschuk gefertigt, ermöglicht Muskelbewegungen in Lippen und Mund. Weiches Saugteil mit Platz für die Zunge. Das Schild erinnert an die Brust der Mutter, was Saugverwirrung vermindern soll. Drei große Ventilationslöcher verhindern Vakuum und Hautirritationen. Flexible Greifschlaufe.

Reinigung und Pflege von Schnullern
Um die Hygiene des Schnullers zu gewährleisten, ist eine regelmäßige Sterilisation unerlässlich. Das Auskochen ist eine gängige Methode: Den Schnuller für etwa fünf Minuten in kochendem Wasser sterilisieren, um Bakterien abzutöten. Vor dem Auskochen sollte die Luft aus dem Saugstück gedrückt werden, um ein Aufschwimmen zu verhindern. Nach dem Auskochen sollte die Luft erneut herausgedrückt werden. Weitere Reinigungsmethoden umfassen die Verwendung eines Vaporisators oder Kaltsterilisationslösungen.
Für größere Kinder kann das Waschen mit heißem Wasser und einem milden Reiniger ausreichen. Wichtig ist jedoch, den Schnuller niemals abzulecken, wenn er heruntergefallen oder verschmutzt ist, um die Übertragung von Krankheitserregern wie Karies, Herpes oder Pilzen zu vermeiden.
Kundenmeinungen und wichtige Hinweise
Viele Eltern stehen Schnullern kritisch gegenüber, schätzen jedoch ihre beruhigende Wirkung in stressigen Situationen. Ein Kompromiss besteht darin, den Schnuller so spät wie möglich, idealerweise nicht in den ersten vier Wochen nach der Geburt, einzusetzen. Es ist wichtig, genau zu beobachten, ob der Schnuller vom Baby angenommen wird und ob dadurch keine Saugverwirrung entsteht. Kirschsauger können helfen, den Unterschied zwischen Schnuller und Brust weniger stark wahrnehmen zu lassen. Einige Eltern bevorzugen anfangs Latex-Schnuller aufgrund ihrer Weichheit.
Ein wichtiger Hinweis betrifft potenzielle Schadstoffe. Ein Babydream Beruhigungssauger von Rossmann geriet in die Kritik, da aus dem Sauger erhöhte Gehalte von krebserregenden Nitrosamin-Vorstufen festgestellt wurden. Rossmann teilte mit, dass das Produkt in neuer Aufmachung keine Schadstoffe mehr abgebe, jedoch wurden auch nach der Überprüfung weiterhin erhöhte Gehalte gemessen. Dies deutet darauf hin, dass das Problem möglicherweise minimiert, aber nicht vollständig gelöst wurde.
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Rechtliche Auseinandersetzungen und Sicherheitshinweise
Im Fokus steht auch ein Fall, in dem ein Rossmann-Schnuller der Eigenmarke „Babydream“ für einen Jungen zum Problem wurde. Laut Berichten der „Hannover Allgemeine Zeitung“ soll sich das Schnullerschild nach einem Sturz des Kindes in scharfkantige Teile zerbrochen sein, was zu schweren Verletzungen führte. Ein Zahnarzt musste dem Jungen zwei Schneidezähne ziehen, und der Mundwinkel riss auf, was eine mehrfache Naht erforderte. Die Eltern fordern Schmerzensgeld von Rossmann und stellen die generelle Sicherheit des Schnullers in Frage.
Rossmann argumentiert, dass der Schnuller zertifiziert und somit sicher sei und dass Materialveränderungen durch unsachgemäße Lagerung oder Reinigung entstehen könnten. Die Beweislast liege bei der klagenden Familie. Der Zivilprozess könnte bis zu drei Jahre dauern, und das Gericht wird die genauen Umstände des Sturzes und die Gutachten prüfen müssen. Die weitere Verkaufsentscheidung für den betroffenen Schnuller wurde von Rossmann als Reaktion auf das laufende Verfahren offengelassen.
