Erfahrungen mit dem Leihen und Nutzen von Babybeat Milchpumpen

Es gibt viele Gründe, warum Frauen Milchpumpen einsetzen: wunde Brustwarzen, Trinkschwäche des Babys, Milchstau, zu viel oder zu wenig Milch. Auch wenn Frauen während der Stillzeit arbeiten oder einfach mal wieder ausgehen möchten, muss nicht gleich abgestillt werden. Wenn aufgrund eines akuten Problems, wie beispielsweise wunden Brustwarzen, nur vorübergehend abgepumpt werden muss, ist es sinnvoll, sich eine Leihpumpe zu besorgen.

Das Leihen einer Milchpumpe auf Rezept

Das Milchpumpenrezept erhält man vom Frauen- oder Kinderarzt. Mit diesem Rezept kann man in vielen Apotheken eine Milchpumpe "auf Rezept" ausleihen. Zusätzlich wird eine Mietkaution von etwa 100 Euro fällig. Das Rezept ist in der Regel für vier Wochen gültig und kann bei Bedarf jeweils um zwei Wochen verlängert werden. Ausnahmen sind nach Absprache mit dem Arzt natürlich immer möglich. Es ist auch möglich, die Pumpe sofort zu leihen und das Rezept später nachzureichen, was sehr hilfreich ist, wenn das Problem akut ist oder der Arzt gerade keine Sprechstunde hat.

Schema zur Beantragung und Ausleihe einer Milchpumpe auf Rezept

Milchpumpen für besondere Anlässe und den Wiedereinstieg in den Beruf

Manchmal gibt es auch gar kein Problem, sondern es kommt der Moment, in dem man nach der ersten, intensiven Babyzeit einfach mal wieder ausgehen möchte. Wenn man stillt, kommt es bei der Frage "Wie viel Abwesenheit kann ich mir erlauben?" auf den aktuellen Stillabstand an. Bei einem angenommenen Stillabstand von drei Stunden ist ein einfacher Kinofilm inklusive Werbung sowie Hin- und Rückweg bereits eine echte Herausforderung. Entspannter ist es, wenn man sich eine kleine Milchreserve zugelegt hat, die der Papa, die Oma oder der Babysitter bei Bedarf verfüttern kann.

Für seltene oder kleine Überbrückungsmaßnahmen reicht eine einfache Handpumpe vollkommen aus. Allseits bewährt und am weitesten verbreitet sind die Pumpen von Medela. Seit einigen Jahren holt die Firma Ardo in der Beliebtheit nach. Als "Gelegenheitslösung" wird das Modell "Harmony" von Medela empfohlen. Sie ist mit ca. 56 Euro (Preisempfehlung des Herstellers) erschwinglich und funktioniert einwandfrei. Darüber hinaus ist sie auf zwei Stufen regulierbar und imitiert somit das kindliche Saugverhalten. Sie ist unhörbar leise und passt locker in die Handtasche, was sie zu einer praktischen Lösung für unterwegs macht.

Wenn man schnell wieder arbeiten muss oder will, kommt man mit einer Handpumpe jedoch nicht weit. Nach der Geburt meiner Tochter bin ich nach fünf Monaten wieder voll arbeiten gegangen und wollte dennoch unbedingt weiter stillen. Ich stillte sie vor der Arbeit und pumpte während eines 8-Stunden-Dienstes einmal ab. In meiner Stillpause nutzte ich das Stillzimmer auf der Wochenbettstation und pumpte mit einer elektrischen Doppelmilchpumpe ab. Dies dauerte nur etwa zwanzig Minuten, danach war ich wieder entspannt an meinem Arbeitsplatz. Nach dem Dienst fuhr ich schnell zu meiner Tagesmutter, die in der Zwischenzeit meine Milch vom Vortag an meine Tochter verfüttert hatte. Für den Rest des Tages und nachts war dann wieder Stillen angesagt. Dieses Vorgehen hat sehr gut funktioniert.

Rechtliche Grundlagen für Stillpausen am Arbeitsplatz

Laut Mutterschutzgesetz steht jeder Frau während der gesamten Stillzeit eine zusätzliche Stillpause von insgesamt 2 x 45 Minuten innerhalb von acht Arbeitsstunden zu. In der Praxis gibt es jedoch oft kein geeignetes Stillzimmer, geschweige denn eine Milchpumpe.

Elektrische Milchpumpen für den regelmäßigen Gebrauch

Wenn fast täglich gepumpt werden soll, wird in jedem Fall zu einer elektrischen Pumpe geraten, um eine Sehnenscheidenentzündung zu vermeiden. Von Medela gibt es das Basismodell "Mini Electric" für knapp 100 Euro. Das Mittelklassemodell heißt "Swing". Diese Milchpumpe hat, dem kindlichen Saugverhalten angepasst, zwei Saugstufen, ist sehr effizient und vor allem leise, was im Büro oder auch nachts wichtig sein kann. Sie passt ebenfalls noch recht gut in die Handtasche, kostet aber auch schon knapp 180 Euro.

Eine weitere interessante Option ist die Elvie-Pumpe. Sie ist so klein, dass man sie sich einfach in den Still-BH schiebt und sehr "heimlich" pumpen kann. Sie ist die leiseste Pumpe auf dem Markt, gehört aber mit 315,88 Euro zu den gehobeneren Modellen.

Das High-End-Modell ist die "Symphony" von Medela für etwa 1750 Euro. Dieses Modell ist das Standardmodell für Kliniken, wird auch von Apotheken zum Verleih angeboten und kann für zu Hause gekauft werden. Es ist quasi der "Mercedes unter den Milchpumpen", aber nicht mehr ganz so handlich und daher eher für den Hausgebrauch gedacht.

Vergleich verschiedener elektrischer Milchpumpenmodelle

Praktische Tipps zum Abpumpen und zur Milchaufbewahrung

Saubere Hände sind beim Abpumpen selbstverständlich. Es wird empfohlen, die Brust mit einem Waschlappen und klarem Wasser abzuwaschen. Wenn man bei der Arbeit, also ohne Kind in der Nähe, pumpt, ist es hilfreich, ein Foto des Babys anzuschauen oder intensiv an das Baby zu denken, damit die Milch besser fließt.

Wenn ein Rückgang der Milchmenge festgestellt wird, sollte man, auch wenn die Milch schon nicht mehr fließt, noch etwas länger pumpen. Nach ungefähr 20 Minuten Pumpzeit ist die Ausschüttung des Stillhormons Prolaktin in der Regel ausreichend gegeben. Die Milchmenge steigert sich spätestens dann wieder, wenn man eine intensivere Zeit mit dem Kind verbringt.

Nach dem Abpumpen sollten alle Teile, die mit Milch in Berührung gekommen sind, abgewaschen werden. Muttermilch ist vier Stunden bei Zimmertemperatur, 48 Stunden im Kühlschrank oder ein halbes Jahr im Drei-Sterne-Gefrierfach haltbar. Man kann sie entweder im verschlossenen Fläschchen oder in kleinen Gefrierbeuteln einfrieren. Das Datum sollte nicht vergessen werden. Spezielle Gefrierbeutel, wie die Easyfreze Muttermilchbeutel von Ardo, haben sogar einen integrierten Wärmeindikator.

Zum Erwärmen der gefrorenen Milch sollte ein Wasserbad auf dem Herd oder fließend heißes Wasser verwendet werden. Die Mikrowelle sollte vermieden werden, da sie kostbare Bestandteile wie Antikörper und Enzyme zerstört. Aufgetaute Milch sollte innerhalb von vier Stunden verfüttert oder verworfen werden.

Kosten und Dauer des Milchpumpen-Leihens

Die Medela Symphony kann deutschlandweit in über 8.000 Mietstationen ausgeliehen werden, meist in Apotheken, aber auch bei Geburtshäusern und Sanitätshäusern. Der nächste Milchpumpenverleih kann über den Medela Locationfinder gefunden werden.

Mit einem ärztlichen Rezept beträgt die Mietdauer der Milchpumpe vier Wochen. Falls weiterhin eine medizinische Indikation vorliegt, kann bei einem Arzt ein Folgerezept beantragt werden, und die gesetzliche Krankenkasse übernimmt weiterhin die Kosten. Alternativ kann die Symphony gegen einen geringen Tagessatz privat gemietet werden.

Wenn die Krankenkasse die Mietkosten nicht übernimmt, muss man am Tag mit einer Mietgebühr von etwa 1,50 € bis 3 € rechnen. Hinzu kommen Anschaffungskosten für das Zubehör (zwischen 20 € und 50 €) und eine Kaution (50 € bis 100 €). Eine gute Handmilchpumpe wie die "Harmony" ist ab etwa 30 € zu erwerben. Effiziente elektrische Modelle wie die "Swing" oder "Swing maxi" von Medela gibt es ab 149 €.

Bei einem angenommenen Mietpreis von 2 € pro Tag und angenommenen Anschaffungskosten für das Zubehör in Höhe von 25 € lohnt sich das Mieten, wenn die geliehene Pumpe nicht länger als ca. 60 Tage benutzt wird. Dann hat man ungefähr das ausgegeben, was für die elektrische Milchpumpe "Swing" von Medela investiert worden wäre (die Kaution ist hier nicht berücksichtigt).

Wann lohnt sich das Mieten und wann der Kauf?

Das Mieten einer Milchpumpe lohnt sich vor allem bei einem kurzzeitigen Einsatz, beispielsweise zur Vorbeugung eines Milchstaus in den ersten Tagen nach der Geburt, wenn die Milchproduktion sich durch regelmäßiges Stillen bald reguliert. Auch bei kurzzeitig entzündeten Brustwarzen ist der vorübergehende Einsatz einer Milchpumpe eine Erleichterung.

Der Kauf einer Milchpumpe lohnt sich definitiv, wenn weitere Kinder geplant sind oder wenn man Zwillinge oder Drillinge stillt. Mit einer Handmilchpumpe wäre dies bei Mehrlingen zu aufwendig. Bei Mehrlingen ist es effektiver, eine Doppelmilchpumpe anzuschaffen, mit der Milch gleichzeitig an beiden Brüsten abgepumpt wird, wodurch sich die Zeit halbiert.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

  • Mieten, wenn: die Pumpe nur kurzzeitig genutzt wird (z.B. wegen eines medizinischen Problems), man sich während des Stillens regelmäßig nach den Stillzeiten richten kann/möchte, ausschließlich stillen und Muttermilch nicht mit dem Fläschchen zufüttern möchte, keine Mehrlinge stillt, in Zukunft keine weiteren Kinder hat bzw. stillen möchte.
  • Kaufen, wenn: die Pumpe lange und häufig genutzt wird, man sich nicht immer nach den Stillzeiten richten kann/möchte, Muttermilch auch mal mit dem Fläschchen zufüttern möchte, Mehrlinge stillt, in Zukunft weitere Kinder hat bzw. stillen möchte.

BREAST PUMP MEDELA SYMPHONY - HOW TO USE

Die erste Bekanntschaft mit einer Milchpumpe machen die meisten frischgebackenen Mütter im Krankenhaus. Dort hilft sie beispielsweise dabei, die Milchproduktion anzukurbeln, wenn das Baby noch zu müde zum Saugen ist. Die bekannteste und am häufigsten eingesetzte Milchpumpe in deutschen Geburtskliniken ist die Medela Symphony. Für den Kauf von Milchpumpen sind Apotheken, Babyfachhändler und entsprechende Fachgeschäfte gute Anlaufstellen.

Bei einem geplanten Frühchen oder einer wahrscheinlichen Trinkschwäche des Babys steht einem eine elektrische Milchpumpe auf Rezept zu. Es ist ratsam, abzuwarten, bis das Baby da ist, und dann gegebenenfalls eine Pumpe zu leihen oder verschreiben zu lassen, anstatt vorschnell zu kaufen. Die Passform und Funktionalität einer Pumpe kann individuell sehr unterschiedlich sein.

Tabelle: Milchpumpen mieten vs. kaufen - Entscheidungshilfe

Für den Fall, dass das Baby zu früh kommt und im Krankenhaus bleibt, ist es ratsam, sich über Stillberaterinnen zu informieren, da diese oft spezialisiertere Hilfe anbieten als Hebammen. Bei Problemen mit der Rezeptausstellung für eine Milchpumpe kann die Krankenkasse kontaktiert werden.

Insgesamt ist die Entscheidung, ob man eine Milchpumpe mietet oder kauft, von verschiedenen Faktoren abhängig, darunter die voraussichtliche Nutzungsdauer, die Häufigkeit der Anwendung und die individuelle Lebenssituation.

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