Herausforderungen und Unterstützung für Eltern
Etwa 20 Prozent der Frauen erleben die Geburt als traumatisch. Ein professionell begleitetes Geburtsnachgespräch, zum Beispiel mit der betreuenden Hebamme, bietet Eltern die Möglichkeit, ihre Geburtserlebnisse zu verarbeiten, offene Fragen zu klären und Emotionen wie Angst, Trauer, Scham oder Schuld aufzuarbeiten.
Veranstaltungen und Fortbildungen
Die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. (LVG & AFS Nds. HB e. V.) bietet Veranstaltungen an, bei denen auch Fortbildungspunkte für Ärzt:innen und Hebammen anerkannt werden.
Eine Veranstaltung mit Andrea Noack, Medizinische Universität Lausitz - Carl-Thiem-Klinikum, ist geplant. Der Zeitplan sieht wie folgt aus:
- 16:20 Uhr: Einlass und allgemeine Hinweise
- 16:30 Uhr: Begrüßung
- 16:35 Uhr: Vortrag von Andrea Noack
- 17:35 Uhr: Fragerunde und Diskussion
- 17:55 Uhr: Ausblick und Verabschiedung
- 18:00 Uhr: Ende der Veranstaltung
Die Moderation übernimmt Laura Babbick, LVG & AFS Nds HB e. V. Für Ärzt:innen werden 2 Fortbildungspunkte von der Ärztekammer Niedersachsen anerkannt. Für Hebammen werden vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung 2 Fortbildungsstunden im Bereich Wochenbett und von der Amtshebamme des Gesundheitsamtes Bremen werden 2 Fortbildungsstunden aus dem Bereich „Schlüsselqualifikationen/ Sozial-kommunikative Kompetenz“ analog der „Bekanntmachung der Fortbildungsthemen nach §7 Absatz 3 der Berufsordnung für Hebammen und Entbindungspfleger im Lande Bremen vom 11. [Datum nicht spezifiziert]“ anerkannt.
Die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro. Anmeldungen werden ausschließlich über das Anmeldeformular entgegengenommen. Informationen zu Veranstaltungen finden Sie unter www.gesundheit-nds-hb.de/veranstaltungen. Die Anmeldung ist verbindlich, Reservierungen sind nicht möglich. Mit Ihrer Anmeldung akzeptieren Sie die Teilnahme- und Stornobedingungen und erklären sich zur Zahlung der Teilnahmegebühr bereit. Bis 7 Tage vor Veranstaltungsbeginn ist eine kostenfreie Stornierung möglich. Bei späterer Absage, Nichtteilnahme oder technischen Problemen, die nicht im Verantwortungsbereich der Veranstalter liegen, erfolgt keine Rückerstattung. Die LVG & AFS behält sich das Recht vor, Termine kurzfristig abzusagen und gegebenenfalls Ersatztermine anzubieten.
Der Weg aus der Betäubung in die Klarheit: Andrea Noacks Coaching-Ansatz
Andrea Noack spricht offen über Alkoholabhängigkeit, die oft als Tabu gilt, und betont, dass es einen Weg aus der Betäubung in die Klarheit gibt. Als zertifizierte Life Trust Coachin® unterstützt sie Klient:innen, darunter Unternehmer:innen, Mütter und Manager:innen, dabei, diesen Weg zu finden.
Sie hebt hervor, dass selbst in aussichtslosen Situationen ein Weg aus der Ohnmacht in die Lebenskraft existiert. Sie selbst hat diesen Weg beschritten und hilft nun anderen Menschen dabei. Viele Menschen, die zu viel trinken, haben keine Vorstellung davon, wie erfüllend ein Leben ohne Alkohol sein kann. Auch Andrea Noack konnte sich dies früher nicht vorstellen, da Alkohol für sie zum Abend und Wochenende dazugehörte.
Im Coaching entwickelt sie gemeinsam mit ihren Klient:innen eine Vision für ein erfülltes, spannendes und erfolgreiches Leben. Feiern ohne Alkohol will gelernt sein und kann sogar mehr Spaß machen als mit.
Das Coaching-Angebot von Andrea Noack beinhaltet keine medizinische oder psychologische Behandlung oder Therapie. Es konzentriert sich auf Klärung, Standortbestimmung, Aktivierung von Ressourcen, persönliche Weiterentwicklung und das Erreichen von Zielen. Coaching ist prozess- und lösungsorientiert, dient der Verbesserung der Situation und unterstützt die Potentialentfaltung. Es fördert Selbstreflexion und Selbstwirksamkeit, hilft zu erkennen, dass das eigene Glück und der eigene Erfolg maßgeblich selbst gestaltet werden können, und trägt zur Entwicklung echter Selbstfürsorge bei - eine Fähigkeit, die bei ehemaligen Alkoholiker:innen oft verloren geht.
Im Gegensatz dazu zielt eine Therapie darauf ab, mit therapeutischen Methoden alte Wunden zu heilen und die Vergangenheit aufzuarbeiten.
Geburtshilfe an der Medizinischen Universität Lausitz - Carl-Thiem-Klinikum (MUL-CT)
Die Geburt ist eine der intensivsten Erfahrungen im Leben einer Frau. An der MUL-CT werden in einer modernen und familiengerechten Atmosphäre in vier Kreißsälen und zwei Wehenräumen verschiedene Geburtsmöglichkeiten angeboten. Mutter und Kind sind hier in besten Händen.
Das Perinatalzentrum der Versorgungsstufe 1 bietet eine hervorragende Versorgung auch für sehr kleine Frühgeborene unter 1.500 Gramm. Die Abteilung für Neonatologie arbeitet eng mit dem Kreißsaal zusammen und verfügt über modernste Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Bei drohender Frühgeburt oder Komplikationen während der Schwangerschaft und Geburt steht ein Team aus Spezialisten der Frauen- und Kinderheilkunde zur Seite.
Das Team besteht aus Ärzt:innen, Hebammen und Pflegenden.
Besondere Hinweise:
- 15 Zimmer als Familienzimmer möglich
- 15 examinierte Hebammen in Teil- und Vollzeit
Im Januar 2020 wurde das Wochenbett-Hotel eröffnet. Kinderkrankenschwestern, Schwestern und Hebammen sind rund um die Uhr für die Patientinnen da.

Nachrichten aus der Klinik und Erfolge in der Hebammenausbildung
Erfolgreicher Abschluss und Beginn einer neuen Ära für Hebammen an der Medizinischen Universität Lausitz - Carl Thiem (2025)
Im April 2025 wurden drei neue, engagierte Hebammen - Nathalie (27), Johanna (23) und Vivien (22) - an der MUL-CT willkommen geheißen. Sie haben Ende März 2025 ihren Bachelor-Abschluss in Hebammenwissenschaft erlangt und gehören damit zu den ersten akademisch ausgebildeten Hebammen an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg.
Hebammenstudentinnen an der MUL - CT (2025)
Am 20. Januar 2025 war die Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem Gastgeberin für 12 Hebammenstudentinnen, die an einem Informationstag teilnahmen. Unter der Leitung von Mandy Geike, Praxisanleiterin und Hebamme an der MUL - CT, erhielten die Studentinnen eine Führung durch den Kreißsaal der Universitätsklinik und Einblicke in die Geburtshilfe sowie die Betreuung von Schwangeren und jungen Müttern.
Drei Neujahrsbabys an der MUL-CT (2025)
Am Neujahrstag 2025 erblickten gleich drei Kinder das Licht der Welt: Enna (00:30 Uhr, 3920g), das dritte Kind von Janet Wenke Richter; Ludwig (07:08 Uhr, 2340g), das zweite Kind von Linda Köckritz; und Avraam Ivanov (14:01 Uhr, 3660g), das zweite Kind von Milanka Georgieva. Bereits zu Weihnachten 2024 wurden drei Kinder geboren: Dennis Dong (24.12.24, 04:13 Uhr), Vincent Mattis Tiedmann (24.12.24, 10:50 Uhr) und Jade Malia Friedrich (24.12.24, 12:01 Uhr).
Sabine Sinapius, Leitende Hebamme der MUL - CT, betonte die besondere Strahlkraft der Geburt eines Kindes, besonders zu Weihnachten. Im vergangenen Jahr wurden an der MUL-CT insgesamt 953 Kinder geboren (469 Mädchen und 484 Jungen), überwiegend aus Cottbus und Umgebung.
Drei Weihnachtsbabys an der Medizinischen Universität Lausitz (2024)
Am Heiligabend 2024 gab es gleich drei Weihnachtsbabys an der Medizinischen Universität Lausitz - Carl Thiem. Das erste war der kleine Dennis Dong, geboren um 04:13 Uhr.
Dreifaches Babyglück (2024)
Am 1. August 2024 freuten sich Katharina und Martin Handke aus Cottbus über ihre Drillinge Marie, Luisa und Erik. Es war die erste Drillingsgeburt seit 2022 am ehemaligen CTK.
Eltern werden - Eltern sein (2023)
Wenn ein Kind erwartet wird, beginnt für werdende Eltern, insbesondere für diejenigen, die ihr erstes Kind erwarten, ein neuer und aufregender Lebensabschnitt. Aus einem Paar werden Eltern, was tiefgreifende Veränderungen mit sich bringt.

Das Team und die Betreuung an der MUL-CT
Das Team der MUL-CT besteht aus Hebammen, Kinderkrankenschwestern und Pflegefachkräften, die in wertschätzender und kollegialer Atmosphäre zusammenarbeiten. Alle Hebammen sind Mitglieder in Berufsverbänden und tauschen sich aktiv mit Kolleg:innen anderer Kliniken aus.
Ärztlicher Bereich
- Dr. med. Jörg Schreier: Chefarzt Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe; Leiter Gynäkologisches Krebszentrum, Leitung Tumorkonferenz: Gynäkologische Tumore, Vertretung Tumorkonferenz: Tumore der Mamma
- Kay Regine Schille: Oberärztin Klinik für Gynäkologie & Geburtshilfe
- Dr. med. [Name nicht spezifiziert]
„Sternenkinder Cottbus“ ist eine Initiative der Medizinischen Universität Lausitz - Carl Thiem und des Evangelischen Kirchenkreises Cottbus, die betroffene Eltern und Familien zu Trauerfeiern einlädt.
Die Sprechstunden sind Teil eines umfassenden Betreuungsangebots. Der Kreißsaal und das WochenbettHotel befinden sich in der 3. Etage und sind 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche erreichbar. Nach der Anmeldung in der Patientenaufnahme werden Patientinnen am Kreißsaal in Empfang genommen. Ein Aufnahme-CTG wird geschrieben, notwendige Untersuchungen durchgeführt und der weitere Behandlungsablauf durch eine Ärztin oder einen Arzt festgelegt.
Bei nächtlichen Geburten ist der Weg über die Zentrale Notaufnahme zu finden. Sollte die Entbindung noch nicht unmittelbar bevorstehen, ist eine Rückkehr nach Hause oder die Nutzung des WochenbettHotels als „Warteburg“ möglich.
Begleitpersonen sind im Kreißsaal willkommen. Nach der Geburt verbringen Mutter und Kind mindestens zwei Stunden im Kreißsaal für Bonding, bevor sie in das WochenbettHotel verlegt werden. Der Aufenthalt beträgt in der Regel bis zu drei Tage nach einer Spontangeburt und vier bis fünf Tage nach einer operativen Entbindung.
Kurz nach der Geburt erfolgt die Anmeldung beim Standesamt. Während des Aufenthalts im WochenbettHotel erhalten die Kinder Strampler etc. Der Vertragspartner Babysmile bietet auf Wunsch professionelle Fotos des Neugeborenen an.

Akademische Ausbildung und spezialisierte Betreuung: Andrea Noacks Rolle als Familienhebamme
Die Ausbildungsstrukturen für Hebammen wurden an die anspruchsvolle Tätigkeit angepasst und der Beruf auf ein akademisches Niveau angehoben. Die Zusammenarbeit mit der BTU Cottbus - Senftenberg ermöglichte den Start des Studiums Hebammenwissenschaften im Wintersemester 2021/22.
Stefanie During aus Vetschau berichtete von einer herausfordernden dritten Geburt, bei der ihre Tochter Lisa-Marie nach der Einleitung schnell zur Welt kam und anschließend viel schrie. Zu Hause fand das Baby keine Ruhe, und die erfahrene Mutter war am Ende ihrer Kräfte.
Ihre Vetschauer Hebamme empfahl ihr die Familientherapeutin des Carl-Thiem-Klinikums. Seit dem vergangenen Jahr ist Andrea Noack Familienhebamme, Säuglingstherapeutin und Eltern-Kind-Beziehungstherapeutin am CTK.
Andrea Noack erklärt ihren Ansatz: "Beim ersten Termin versuche ich, die Situation, in der sich Eltern und Kind befinden, genau kennenzulernen. Sie geben mir ein Feedback über ihre Schwangerschaft, die Geburt und die erste Zeit mit ihrem Kind. Ich schaue mir das Kind an, nehme wahr, wie die Eltern auf die Signale ihres Kindes reagieren, z.B. wenn das Kind untröstlich schreit. Oft versuchen Eltern dann viel zu viel und überfrachten das Kind mit Reizen. Sie füttern, sie windeln, spielen Musik, versuchen das Kind mit Zischlauten zu beruhigen, schunkeln es hin und her. In vielen Fällen wirkt sich das dann eher ungünstig aus, die Kinder können die vielen Reize nicht auf einmal verarbeiten."
Sie schlägt Übungen wie den „Elefantengang“ oder die „Schwere Hand“ vor. Bei der „Schweren Hand“ wird das Kind auf den Rücken gelegt, die Beine angewinkelt, und die Hand der Mutter kommt schwer auf der kindlichen Brust zu liegen, um dem Kind zu helfen, zur Ruhe zu kommen. Eine Verlangsamung des Tempos in Sprache, Gestik, Mimik und im Handling wirkt sich positiv auf das Baby aus.
Im Fall von Stefanie During vermutete Andrea Noack Probleme mit der Verarbeitung von akustischen Reizen und Gleichgewichtsreizen oder Blockaden als Ursache für das Schreien. Ein erfahrener Physiotherapeut mit osteopathischer Ausbildung wurde hinzugezogen und stellte Spannungen im Bauch-, Beckenbereich sowie der Halswirbelsäule fest, die erfolgreich behandelt werden konnten.
Das Ergebnis der interdisziplinären Zusammenarbeit: Stefanie During konnte mit einem ruhigen Kind nach Hause fahren. Sie berichtet: „Die ersten Tage waren bombastisch, Lisa-Marie nimmt dank der Beratung von Andrea Noack jetzt sogar einen Nuckel zur Beruhigung“. Die Familie arbeitet weiterhin mit Andrea Noack und Physiotherapeut Ronald Udewenz zusammen. Stefanie During bemerkt: „Lisa-Marie wird langsam ruhiger. Ich gehe jetzt auch alles ganz langsam an, ohne Stress. Ich muss mich jetzt nach ihr richten.“
Das Konzept der Familienhebamme, das Dr. med. Jörg Schreier, Chefarzt der CTK Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, gemeinsam mit Andrea Noack entwickelt hat, ist ein präventives Konzept, das allen frischgebackenen Eltern der Region offensteht. Dr. Schreier ist überzeugt: „Wir bieten mit Andrea Noack eine neue Qualität in der ganzheitlichen Behandlung von Schwangeren und Neugeborenen. Die Bindung zwischen Mutter und Kind - aber auch zwischen Vater und Kind ist von immenser Bedeutung u.a. auch für die Entwicklung des Kindes.“
Eine weitere Kursleiterin beschreibt sich als Yogalehrerin, prä- und postnatale Fitnesstrainerin und erfahrene Mutter von sieben Kindern. Sie hat Abschlüsse als Prä- und postnatale Fitnesstrainerin, Beckenbodentrainierin, Aya-Yogalehrerin 500 h, Atem-, Entspannungs- und Stressmanagementtrainerin sowie Ernährungscoach. Sie begleitet ihre Kursteilnehmer:innen auf dem Weg zurück zu körperlicher Stabilität und Ausgeglichenheit.