Forschungsprojekte zur Aggression im Kindes- und Jugendalter
Belastende Erfahrungen in der Kindheit stellen einen Risikofaktor sowohl für externalisierende, aggressive als auch für internalisierende, nicht-aggressive Psychopathologien dar. Das Teilprojekt C06: „Hirnmechanismen, die aggressive vs. nicht-aggressive Psychopathologie als Folge von frühkindlichen Misshandlungen differenzieren“ hat daher das Ziel neuronale Mechanismen zu identifizieren und zu untersuchen, die externalisierenden, aggressiven Psychopathologien im Gegensatz zu internalisierenden, nicht-aggressiven Psychopathologien zugrunde liegen. Hierfür werden bildgebende Verfahren (MRT) eingesetzt und hormonelle Untersuchungen durchgeführt um die Interaktion verschiedener neuronaler Systeme und die Rolle hormoneller Stressreaktionen nachzuvollziehen. Daneben werden die Teilnehmer:innen auch mittels Abfragen per Smartphone (ecological momentary assessment) im Alltag befragt.
Projektleiter: Jun.-Prof. Dr. Christoph Korn, Prof. Dr. Dr.

Das Projekt verwendet Computermodelle zur Entwicklung und Analyse von Experimenten, in denen Annäherungs-Vermeidungs-Konflikte zwischen aggressiven und nicht-aggressiven Entscheidungsoptionen entstehen. Diese Experimente werden als „Zeichentrickfilme“ und als „Virtual Reality-Szenarien“ dargestellt. Die Teilnehmer:innen nehmen an den Experimenten im Verhaltenslabor sowie im MRT Scanner teil. Wir untersuchen, wie Teilnehmer:innen versuchen, verschiedene Annäherungs-Vermeidungs-Konflikte zu lösen.
Neuroendokrinologische Prozesse bei Aggression
Emotional-instabile und dissoziale Störungen sind unter anderem durch ein Defizit in der Verarbeitung und im Umgang mit negativen Emotionen sowie durch daraus resultierende aggressive Verhaltensweisen charakterisiert. Im Fokus unseres Projekts steht die Untersuchung von neuroendokrinologischen Prozessen, die dieser Aggression zugrunde liegen. Speziell untersuchen wir die Bedeutung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HHNA) und deren Zusammenspiel mit der Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse (HHGA). Neben genetischen Faktoren üben die Entwicklungsbedingungen in der Kindheit einen Einfluss auf die Aktivität der HHNA-Achse aus. Eine dauerhafte Überaktivierung der HHNA-Achse bei chronischem Stress (beispielsweise durch physische oder psychische Gewalt, wie sie bei der Entstehung von Persönlichkeitsstörungen eine Rolle spielt) scheint dabei Auswirkungen auf die Responsivität dieses wichtigen Stressantwortsystems zu haben. Die veränderte HHNA-Achsen Aktivität wiederum wird mit aggressiven Erlebens- und Verhaltensweisen in Verbindung gebracht. Neuere Forschungsergebnisse legen zusätzlich nahe, dass Kortisol, als eines der wichtigsten HHNA-Hormone, den Zusammenhang zwischen Testosteron und Aggression moderiert. Die genannten Zusammenhänge werden bei emotional-instabilen, dissozialen und gesunden weiblichen Jugendlichen untersucht.
Sehr gern! PD Dr. med. M.Sc.-Psych. Dipl.-Psych. Peter Parzer, Dipl.-Psych.

Transregionale Erhebung von Patientendaten
Das Teilprojekt Q01: „Identifikation von Aggressions-Biosignaturen bei psychiatrischen Erkrankungen“ dient dem gesamten transregionalen Sonderforschungsbereich als Rekrutierungsplattform und hat daher das Ziel, über vier Jahre eine Längsschnittkohorte von Patient:innen und Proband:innen mit psychischen Erkrankungen zu erheben. Anhand eines standardisierten Messprotokolls, das Daten zu Psychopathologie, Neuropsychologie, Genetik und MR-Bildgebung umfasst, soll über alle Standorte hinweg eine große Stichprobe von Jugendlichen und Erwachsenen erfasst und regelmäßig weiterbeobachtet werden.
Projektleiterinnen: Prof. Dr. Sabine C. Herpertz, Dr. Belastende Erfahrungen in der Kindheit stellen einen Risikofaktor sowohl für externalisierende, aggressive als auch für internalisierende, nicht-aggressive Psychopathologien dar.

Beratungsangebote für Frauen und Mädchen
Die Gedanken kreisen ständig um den eigenen Körper, das Aussehen oder das Essen. Die Nahrungsaufnahme ist schwierig oder sogar unmöglich. Dies ist sehr belastend für die Betroffenen. Das FrauenGesundheitsZentrum bietet Frauen und Mädchen Beratung bei Essstörungen. Aber auch Angehörige, Familienmitglieder, Freund\*innen und Kolleg\*innen von Betroffenen können sich an uns wenden.
Sie haben eine Diagnose erhalten und fragen sich, was das bedeutet? Sie möchten wissen, welche Behandlungsmethoden infrage kommen? In unseren Beratungsgesprächen werden Sie umfassend aufgeklärt. Sie erhalten fundierte Informationen zu Ihrer Erkrankung und deren Behandlungsmethoden. Unser kompetentes Team informiert über schulmedizinische Behandlungen und alternative Heilmethoden. Nur wer informiert ist, kann selbstbestimmt über die eigene Gesundheit entscheiden. Bei uns bekommen Sie den Raum und die Zeit, um sich über Ihren eigenen Weg klar zu werden. Wir beraten ganzheitlich und unabhängig. Das heißt: Wir beziehen Ihre ganz persönliche Lebenssituation und Ihre Bedürfnisse in unsere Beratung ein. Sie erhalten eine individuelle Unterstützung bei Ihrer Entscheidungsfindung.
Unsere Beratungen sind unabhängig, ganzheitlich und für alle erschwinglich. Bei uns erhalten Sie ausführliche Informationen, Hilfe zur Selbsthilfe und Kontakte zu weiteren Unterstützungsangeboten.

Frauenspezifische Gesundheit im Fokus
Frauenspezifische Gesundheit ist nicht nur ein persönliches, sondern auch ein gesellschaftliches Thema. Frauen und Männer unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Erkrankung, ihrer Arbeits- und Lebensbedingungen und der Inanspruchnahme von Leistungen. Bei Symptomen, Medikamenten und Behandlungsmethoden von Erkrankungen stehen Männer im Mittelpunkt, da sich die Forschung vorwiegend auf Männer bezieht. Erkrankungen werden bei Frauen und Mädchen zu spät erkannt oder nicht optimal behandelt. Das möchten wir ändern.
Veranstaltungen und Selbsthilfegruppen
Infoabende, Selbsthilfegruppe und weitere Termine
25. Juli 2025
Angehörige für die Gründung einer Selbsthilfegruppe gesucht!
4. April 2025
Wir gründen eine Selbsthilfegruppe für Menschen, die in ihrem Umfeld… Angehörige für die Gründung einer Selbsthilfegruppe gesucht!
Frauen-Café am Abend
4. September 2024
Vor einiger Zeit hat unser neues Angebot „Frauen-Café am Abend“ begonnen.
Infoabend für von Essstörung betroffene Frauen
4. Seit knapp 40 Jahren engagiert sich der Verein Frauen helfen Frauen e.V.
Unterstützung bei Gewalt und akuten Problemen
Daneben engagieren wir uns in unserer politischen Arbeit gegen die Ursachen von Gewalt an Frauen, Mädchen und Jungen und machen das Thema so in der Öffentlichkeit sichtbar. Die Interventionsstelle für Frauen und Kinder ist die Anlaufstelle bei akuten Problemen. Das Autonome Frauenhaus bietet Ihnen und Ihren Kindern Schutz vor einem gewalttätigen Partner. Für den Notfall finden Sie hier unsere Packliste zum Ausdrucken.
tags: #alte #frauenklinik #heidelberg #agresse