Schwangerschaftswoche 25: Entwicklung des Babys und Veränderungen bei der Mutter

Die 25. Schwangerschaftswoche markiert den Beginn des siebten Monats und damit den Endspurt der Schwangerschaft. In dieser Phase schreiten die Entwicklung und das Wachstum des Kindes weiter voran, was jedoch auch zu einigen Besonderheiten und Schwierigkeiten für den Körper der werdenden Mutter führen kann. Es ist eine Zeit, in der sich sowohl das Baby als auch die Schwangere weiterentwickeln und auf die bevorstehende Geburt vorbereiten.

Wie sich Ihr Baby in der 25. SSW entwickelt

Ihr Baby ist in der 25. Schwangerschaftswoche voll im Trainingsstress. Es spielt mit Händchen und Füßchen und übt beim Daumenlutschen das Saugen. Da sich nun auch sein Gleichgewichtssinn entwickelt, kann es in dieser Woche noch besser sitzen, sich drehen, strecken und seine Ärmchen und Beinchen zum Treten und Knuffen einsetzen. Die bisher noch durchscheinende, faltige Haut wird rosiger und straffer, da sich in den tieferen Hautschichten Kapillargefäße bilden, die die Haut mit Blut versorgen, und die Fettdepots sich füllen. Um die 85 Gramm wird der Nachwuchs nun pro Woche ungefähr zunehmen.

Das Baby nimmt bereits eine ganze Menge wahr. Auf starke Reize, zum Beispiel Lärm, reagiert Ihr Kind spürbar - mit heftigen Bewegungen und beschleunigtem Pulsschlag. Es kann jetzt schon von außen einen kleinen Fuß oder Arm durch die Bauchdecke hindurch spüren und fühlen, wie das Baby strampelt. Das Skelett wird noch härter und stabiler, die Finger- und Zehennägel werden fester und das kleine Gesicht ist bereits ganz ausgebildet. Nun öffnen sich auch die Augenlider, die in den vergangenen Monaten die Augen geschützt haben. Das Kind kann sogar schon blinzeln! Das Gehör ist jetzt so weit entwickelt, dass es Geräusche wahrnehmen kann - zuerst die mütterlichen Magen- und Darmgeräusche, später auch Laute von außerhalb.

Am Ende des siebten Monats ist das Kind etwa 35 Zentimeter groß (Scheitel-Fersen-Länge) und wiegt rund 1200 Gramm. Es hat also ungefähr die Größe und das Gewicht eines Blumenkohls. Käme Ihr Kind in der 28. Woche mit einem ungefähren Gewicht von rund 1000 Gramm und einer Größe von etwa 35 Zentimetern zur Welt, hätte es mit einer intensivmedizinischen Betreuung bereits gute Überlebenschancen.

Entwicklung des Babys in der 25. Schwangerschaftswoche: Vergrößerte Darstellung der Hautstruktur und des sich bildenden Fettgewebes.

Größe und Gewicht des Babys in der 25. SSW

Ihr Baby ist in der SSW 25 vom Scheitel bis zum Steiß gemessen ca. 22 Zentimeter groß - also etwa so groß wie ein Broccoli. Mit circa 700 Gramm ist Ihr Baby in der 25. SSW kein Leichtgewicht mehr. Am Ende der 25. SSW würde das Kleine um die 650 bis 700 Gramm auf die Waage bringen.

Gehirnentwicklung und sensorische Wahrnehmung

Die Gehirnentwicklung Ihres Babys nimmt nun immer mehr Fahrt auf. Nervenzellen bilden neue Verknüpfungen und Nervenbahnen - manche davon sind für die sensorische Wahrnehmung zuständig, andere für die Koordination bewusster und unbewusster Muskelaktivitäten im Körper. Um diese Entwicklung optimal zu unterstützen, ist es wichtig, dass Sie weiterhin auf eine ausgewogene Ernährung achten und häufig Lebensmittel mit viel Omega-3-Fettsäuren auf Ihren Speiseplan setzen: wie Lachs, Rosenkohl oder Avocado.

Die Haut und Lanugobehaarung

Noch ist Ihr Baby blass und fast durchscheinend, aber je mehr Fettreserven und Muskeln es aufbaut, desto rosiger wird seine Haut. Außerdem hat es noch etwa sieben Wochen seine Lanugobehaarung, sie fällt in der 32. SSW aus. Dieser Flaum schützt die zarte Babyhaut, damit sie nicht im Fruchtwasser aufweicht und hält Ihr Kind warm.

Kindsbewegungen in der 25. SSW

In der 25. SSW spüren die meisten Frauen die Kindsbewegungen so deutlich, wie kaum in einer anderen Schwangerschaftswoche. Das liegt daran, dass Ihr Baby schon groß genug ist, damit Sie seine Bewegungen mitbekommen und außerdem gerade noch genug Platz zum Drehen und Treten hat. Falls Sie aber mal ein paar Stunden keine Kindsbewegungen spüren, sollten Sie nicht gleich in Panik geraten. Auch Ihr Baby hat Schlaf- und Wachphasen und ist nicht immer zum Toben bereit. Falls Sie allerdings länger als 24 Stunden nichts von Ihrem Baby mitbekommen, sollten Sie zur Sicherheit einen Frauenarzt um Rat fragen.

Was sich bei der Schwangeren verändert

Für die werdende Mutter wird jetzt vieles beschwerlicher. Der wachsende Bauch schränkt zunehmend die Beweglichkeit ein und gibt ein gemächlicheres Lebenstempo vor. Allmählich wird es auch schwierig, eine entspannte Position zum Schlafen zu finden, denn auch im Bett ist der Bauch im Weg. Für viele Frauen ist es jetzt am bequemsten, zum Schlafen auf der Seite zu liegen, ein Knie anzuziehen und das andere Bein auszustrecken. Zusammengerollte Kopfkissen, eine Stillrolle oder spezielle Stützkissen helfen, eine angenehme Schlafposition zu finden.

Schlafprobleme, Müdigkeit und die zunehmende körperliche Belastung wirken sich bei manchen Schwangeren nun auch auf die Konzentrationsfähigkeit aus. Vergesslichkeit und Zerstreutheit können aber auch andere Gründe haben. Manche Fachleute vermuten, dass hormonelle Veränderungen die Hirnleistung in der Schwangerschaft vorübergehend herabsetzen können, also zum Beispiel in Bezug auf Gedächtnis und Entscheidungsfindung. Andere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nehmen an, dass Frauen während der Schwangerschaft lediglich ihren Blickwinkel verändern: Sie richten ihre Aufmerksamkeit nun einfach vom Beruf und Alltag weg auf das Kind und sich und die Zeit danach.

Bauch und Gewichtszunahme

Der Uterus wächst nun nicht mehr hauptsächlich nach oben, sondern dehnt sich mehr nach vorn aus. Mit dem wachsenden Bauch kommt in dieser oder in den nächsten Wochen Ihr Bauchnabel aus seinem Versteck und stülpt sich statt nach innen nun nach außen. Keine Sorge, wenn der Schwangerschaftsbauch wieder verschwunden ist, ist auch Ihr Bauchnabel wieder dort, wo er hingehört. Inzwischen werden Sie auch auf der Waage eine deutliche Gewichtszunahme verzeichnen können: Im Schnitt liegt diese in der SSW 25 insgesamt zwischen 5,5 und 8 Kilogramm. Allerdings hängt die tatsächliche Gewichtszunahme von vielen verschiedenen Faktoren ab, wie Ihrem Gewicht vor der Schwangerschaft, Ihrem BMI und dem Gewicht Ihres Babys. Trotzdem sollten Sie auf Ihr Gewicht achten und nicht generell „für zwei“ essen - Übergewicht in der Schwangerschaft kann zu Gestationsdiabetes, Präeklampsie und einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen des Neugeborenen führen. Ernähren Sie sich also weiterhin gesund - das tut Ihnen und Ihrem Baby gut!

Darstellung einer werdenden Mutter in der 25. SSW mit wachsendem Bauch und dem hervortretenden Bauchnabel.

Fundusstand: Gebärmutter & Organe verschieben sich

Der Fundusstand in der 25. Schwangerschaftswoche liegt in etwa auf halber Strecke zwischen Ihrem Bauchnabel und Ihrem Brustbein. Ihre Gebärmutter dehnt sich immer weiter aus, verschiebt so auch andere Organe und drückt jetzt auch gegen die unteren Rippen und das Zwerchfell. Das kann zu einigen Schwangerschaftsbeschwerden führen.

Beschwerden im 7. Monat

Die 25. SSW schreitet die Entwicklung Ihres Babys immer weiter voran - doch das bringt auch einige Besonderheiten und Schwierigkeiten für Ihren Körper mit sich. Der Bauch wächst nun immer mehr nach vorn, der Bauchnabel schaut hervor und Sie sehen vielleicht ein bisschen aus wie ein Luftballon. Alle Aktivitäten werden etwas schwieriger und die Tage, an denen Sie Ihre Schuhe selbst schließen können, sind gezählt.

Die 7 häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden in der 25. SSW

  • Bauchschmerzen: Wenn Schwangere Bauchschmerzen haben, dann werden sie verständlicherweise nervös. Sorge um das Baby, Angst vor vorzeitigen Wehen - alles geht einem dann durch den Kopf. Doch meist haben die Schmerzen harmlose Ursachen: Festsitzende Blähungen (von der Enge im Bauch ist auch der Darm betroffen) können sehr schmerzhaft sein, Verstopfung macht Bauchweh und der Druck kann auch um den Bauchnabel herum schmerzhaft sein. Dennoch sollten Sie, wenn die Schmerzen anhalten, einen Arzt aufsuchen und die Ursache ermitteln lassen.
  • Sodbrennen: Durch die Verschiebung der Organe drückt die Gebärmutter auf verschiedene Organe, unter anderem auf den Magen. Das kann zu verstärktem Sodbrennen in der 25. Schwangerschaftswoche führen. Achten Sie darauf viel zu trinken, um den Magensaft zu verdünnen, sich moderat zu bewegen und immer einen „Notfallsnack“ wie eine Banane dabei zu haben.
  • Kurzatmigkeit: Der Uterus drückt nach oben und dadurch ist auch Ihr Lungenvolumen eingeschränkt. Sie sind nun schnell aus der Puste und können wenig dagegen tun. Wichtig ist, dass Sie Pausen einlegen, wenn Sie sich körperlich betätigen. Nicht nur Ihr Körper benötigt Sauerstoff, sondern auch der Ihres Babys. Also setzen Sie sich einmal hin oder bleiben Sie eine Weile ruhig stehen, wenn Sie gerade wieder schnaufend sind.
  • Juckende Handflächen: Die vermehrte Blutmenge und die damit verbundene höhere Durchblutung sowie das Östrogen können rote, juckende Hände verursachen. Besonders wenn die Hände durch warmes Wasser oder einen heißen Becher noch wärmer werden, verschlimmert sich der Juckreiz. Sie können ausprobieren, ob es Ihnen hilft, ein Kühlpack in den Händen zu halten. Doch manchmal sorgt das hinterher für noch mehr Durchblutung und verschlimmert das Symptom vielleicht. Lauwarmes Wasser über die Hände laufen zu lassen ist da oft die bessere Lösung. Sie sollten auf jeden Fall auf alles verzichten, was die Hände zusätzlich reizt wie Putzmittel, Geschirrspülen, Cremes oder Lotion mit hohem Parfüm-Anteil.
  • Harndrang: Und wieder ist die vergrößerte Gebärmutter Schuld: Sie drückt auf die Blase und kann so ständigen Harndrang auslösen. Dagegen können Sie wenig tun. Wichtig ist aber, dass Sie nicht aus Angst vor der Suche nach einer Toilette das Trinken vernachlässigen! Schwangere sind anfälliger für Blasenentzündungen und sollten daher ganz besonders auf ihren Flüssigkeitshaushalt achten. Denn eine Blasenentzündung (Zystitis) ist nicht nur unangenehm für Sie, die aufsteigenden Keime können vorzeitige Wehen und sogar Fehlgeburten auslösen.
  • Zahnfleischbluten: „Jede Schwangerschaft kostet einen Zahn!“ Omas Weisheit liegt gar nicht so falsch: Das Zahnfleisch von Schwangeren wird aufgrund veränderter Hormone mehr durchblutet, was zu teils starkem Zahnfleischbluten führen kann. Die Zahnhygiene ist aber nicht nur für Sie wichtig: Studien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vermuten einen Zusammenhang zwischen Zahnfleischentzündungen und einem erhöhten Frühgeburtsrisiko. Falls Sie in der SSW 25 also verstärkt unter blutendem Zahnfleisch leiden, sollten Sie einen Zahnarzt um Rat fragen.
  • Schwangerschaftsdepression: Depressionen in der Schwangerschaft sind ein Thema, über das nicht viel gesprochen wird. Viele Frauen schämen sich - sollten sie doch eigentlich überschäumen vor Glück und Vorfreude! Gerade im dritten Trimester steigt die Panik und Angst, keine gute Mutter zu sein. Doch Schwangerschaftsdepressionen sind wesentlich häufiger, als vielleicht angenommen: Schätzungen gehen davon aus, dass etwa zehn bis 18 Prozent der Schwangeren betroffen sind. Falls Sie länger unter Antriebslosigkeit, niedergeschlagener Stimmung, Freudlosigkeit und/oder Schlaflosigkeit leiden, sollten Sie auf jeden Fall professionelle Hilfe suchen.

Frühgeburten sind gar nicht so selten: Etwa fünf bis zehn Prozent aller Kinder kommen schon vor der 37. Woche auf die Welt. Bei mehr als vierzig Prozent aller Frühgeburten sind die Ursachen dafür unklar. Wenn die Gefahr für eine Frühgeburt rechtzeitig erkannt wird, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, sie zu verhindern oder zumindest die Geburt möglichst lange hinauszuschieben. Dies ist wichtig, da sich das Kind während der Schwangerschaft sehr schnell entwickelt: Jeder Tag, an dem es weiter im Mutterleib heranwächst, zählt. Generell sind die Chancen für ein gesundes Baby umso besser, je reifer das Kind bei der Geburt ist.

Häufigeres Wasserlassen während der Schwangerschaft ist ganz normal - sehr viele Schwangere berichten davon. Bis zu sieben von zehn Schwangeren verlieren außerdem ab und zu ungewollt Urin, vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft und wenn sie bereits ein Kind geboren haben. Die Blasenschwäche hat vor allem mit dem zunehmenden Druck der Gebärmutter auf die Blase zu tun, zusätzlich auch mit hormonellen Veränderungen. Denn auch der Verschluss der Blasen-Schließmuskeln wird hormonell beeinflusst. Steigt der Druck auf die Blase und den stützenden Beckenboden, etwa bei schnellen Bewegungen oder beim Lachen, Husten oder Niesen, kann ungewollt Urin austreten.

Störungen der Beckenboden Funktion während und nach der Schwangerschaft

Der Hebammen-Tipp: Frühzeitig den Beckenboden kräftigen

In vielen Fällen hilft es bei Blasenschwäche, schon während der Schwangerschaft die Beckenbodenmuskulatur zu kräftigen. Beckenbodentraining kann außerdem einen positiven Einfluss auf die Geburt haben. Ihre Hebamme kann Ihnen Übungen zeigen und Empfehlungen geben, wie Sie den Beckenboden im Alltag kräftigen. Eine Anleitung zum Training des Beckenbodens ist häufig auch Teil von Kursen zur Geburtsvorbereitung.

Welche Untersuchungen im 7. Monat anstehen

Zwischen der 19. und der 22. Schwangerschaftswoche stand bei Ihnen wahrscheinlich die zweite große Vorsorgeuntersuchung im Terminkalender. Heißt das, dass Sie jetzt erstmal Ruhe haben? Leider nein, folgende Untersuchungen werden von Ärzten in der 25. SSW empfohlen:

Antikörper-Suchtest: Rhesusfaktor-Bestimmung

Die erste Rhesusfaktor-Bestimmung erfolgt am Anfang der Schwangerschaft. Zwischen der 24. und 28. SSW wird der Antikörper-Suchtest noch einmal wiederholt. Falls dabei das Blutgruppenmerkmal „Rhesus negativ“ auftreten sollte, werden Sie zwischen der 28. und 30. Woche eine Spritze bekommen, die Unverträglichkeiten vorbeugt.

Glukosetoleranztest (Test auf Schwangerschaftsdiabetes)

Manchmal ist der Blutzucker einer Schwangeren erhöht, auch wenn sie bislang keinen Diabetes hatte. Ärztinnen und Ärzte sprechen dann von einem Schwangerschaftsdiabetes. Diese Erkrankung kann dazu führen, dass das Kind im Mutterbauch größer wird als üblich. Dadurch ist die Geburt möglicherweise schwieriger und es kommt häufiger zu einem Kaiserschnitt. Außerdem ist das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen höher, etwa für Harnwegsinfektionen oder eine Präeklampsie. Schwangeren wird deshalb empfohlen, ihren Blutzucker in der 24. bis 28. Schwangerschaftswoche testen zu lassen.

Dafür muss die Frau ein Glas Wasser mit fünfzig Gramm Zucker trinken. Nach einer Stunde wird der Zuckerwert im Blut gemessen. Liegt der gemessene Wert im Normalbereich, ist die Untersuchung abgeschlossen. Ist der Wert zu hoch, folgt ein zweiter Trinktest mit 75 Gramm Zucker, bei dem die Schwangere nüchtern sein muss und insgesamt dreimal der Blutzucker im Abstand von jeweils einer Stunde bestimmt wird. Nur wenn auch der zweite Test auffällig ist, steht die Diagnose „Schwangerschaftsdiabetes“ fest.

Infografik zum Ablauf des Glukosetoleranztests zur Diagnose von Schwangerschaftsdiabetes.

Die Frauenärztin gefragt: Wie wird ein Schwangerschaftsdiabetes behandelt?

Steht die Diagnose fest, erhält die Schwangere zunächst eine Beratung, wie sie ihre Ernährung und ihre Gewohnheiten anpassen sollte. Oft genügen eine Ernährungsumstellung und mehr Bewegung, um den Blutzucker zu kontrollieren. Manchmal ist es auch nötig, Insulin zu spritzen. Damit die Schwangere optimal betreut ist, wird sie nach der Diagnosestellung in eine diabetologische Praxis überwiesen und dort zusätzlich während der gesamten Schwangerschaft weiter betreut.

Wann steht der nächste Ultraschall an?

Das dauert nicht mehr lange: Die dritte große Vorsorgeuntersuchung inklusive Ultraschall steht zwischen der 29. und 32. Woche auf dem Plan.

Gesund bleiben

Sex in der Schwangerschaft

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, in der Schwangerschaft Sex zu haben. Das ungeborene Kind ist durch die Gebärmutter und das Fruchtwasser gut geschützt und nimmt bei Geschlechtsverkehr keinen Schaden. Bei bestimmten Schwangerschaftsrisiken kann es aber nötig sein, beim Sex auf das Eindringen des Penis in die Vagina (Scheide) zu verzichten. Dazu zählen Infektionen der Vagina, Blutungen, vorzeitige Wehen und ein ungünstig liegender Mutterkuchen (beispielsweise eine Plazenta praevia).

Energiereiche Ernährung

Ihr Babybauch wird größer, Ihr Gewicht steigt, alles wird anstrengender - jetzt ist es nicht nur für die Entwicklung Ihres Babys wichtig, sich ausgewogen und energiereich zu ernähren. Im dritten Trimester sollten Sie besonders auf die Zufuhr von Ballaststoffen, Vitamin C, Vitamin K und Vitamin B1 achten. Ballaststoffreiche Lebensmittel sind Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen), Dinkel-, Weizen- und Roggengetreide sowie Nüsse und Pilze. Besonders viel Vitamin C steckt in Paprika.

Arbeit, Recht & Finanzen

Wenn die Geburt immer näher rückt, gibt es auch organisatorisch einiges zu regeln. So müssen sich die werdenden Eltern langsam entscheiden, wer wann und für wie lange Elternzeit nimmt, oder sie müssen sich Gedanken machen über einen Betreuungsplatz für das Kind. Eine Checkliste kann helfen, nichts zu vergessen.

Individuelles Beschäftigungsverbot

Nicht jede Arbeit ist für schwangere Frauen geeignet. Geht vom Arbeitsplatz eine Gefährdung für Mutter und Kind aus, wird von der Gynäkologin oder dem Gynäkologen ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen. Davon unabhängig gibt es aber auch ein individuelles Beschäftigungsverbot. Das bedeutet, dass der Arbeitsplatz per se nicht gefährlich ist. Eine Ärztin oder ein Arzt gehen aber davon aus, dass die Schwangere und ihr Baby trotzdem gefährdet sind, wenn sie weiterhin arbeitet. Das kann zum Beispiel der Fall sein bei einer Risikoschwangerschaft, bei großer psychischer Belastung oder wenn es Anzeichen gibt, dass das Baby zu früh auf die Welt kommen könnte. Dann erhält die Schwangere ein ärztliches Attest, das eine weitere Beschäftigung teilweise oder ganz verbieten kann.

Außerdem wichtig

Stillen

Haben Sie sich schon überlegt, ob Sie Ihr Kind nach der Geburt stillen möchten? Es gibt viele Gründe dafür: Mit Muttermilch bekommt Ihr Baby die bestmögliche Nahrung. Sie enthält alle Nährstoffe, die es für seine Entwicklung in den ersten Lebensmonaten braucht, auch besondere Abwehrstoffe, die Babys vor Infektionen und Allergien schützen. Bis heute ist es nicht gelungen, diese Abwehr- und Schutzstoffe künstlich herzustellen.

Stillen ist außerdem Nahrung für die Seele des Kindes. Vorausgesetzt, Sie stillen Ihr Baby gern, erfährt das Kind Wärme, Zuwendung und Zärtlichkeit. Durch die körperliche Nähe lernen sich Mutter und Kind intensiv kennen und die Bindung zwischen ihnen wächst. Diese Erfahrungen fördern eine gesunde Entwicklung des Babys.

Außerdem ist Stillen praktisch: Sie haben die Säuglingsnahrung immer dabei, sie ist jederzeit und überall in der richtigen Temperatur verfügbar, hygienisch einwandfrei und kostenlos. Aber keine Sorge: Auch wenn Sie sich gegen das Stillen entscheiden oder nicht stillen können, können Sie Ihr Kind gesund ernähren und ihm Ihre Liebe und Zuwendung zeigen. Ihre Nachsorge-Hebamme wird Sie dazu gerne beraten.

Geburtsort wählen

Hast du schon beschlossen, wo du dein Baby zur Welt bringen möchtest? Wenn es deinem Baby gut geht und keine Komplikationen zu erwarten sind, dann kannst du auch über eine Hausgeburt nachdenken oder über ein Geburtshaus. Soll die Geburt im Krankenhaus stattfinden, hast du auch hier die Wahl zwischen ambulanter Geburt, stationärer Aufnahme oder vielleicht sogar der Option eines Familienzimmers, in dem dein Partner und Geschwisterkinder mit einziehen. Erkundige dich, welche Angebote es in deiner Umgebung gibt.

Geburtsvorbereitungskurs

Irgendwann in dieser Zeit beginnt vermutlich Ihr Geburtsvorbereitungskurs, wenn Sie sich dafür entschieden haben, einen solchen zu besuchen. Neben Informationen und Übungen zur Geburt, gibt es hier viel über die Schwangerschaft zu erfahren und Sie können natürlich Fragen stellen. Gerade dieser Austausch unter Schwangeren, die etwa in der gleichen SSW sind wie Sie, ist wohltuend.

Schonende Schlafpositionen

Sie haben es wahrscheinlich schon gehört: Schwangere sollten immer auf der linken Seite schlafen. Gerade jetzt, wo Ihr Bauch immer größer wird, ist das umso wichtiger, denn Ihr Baby und die Plazenta können in einer rechten Seitenschläfer-Position auf die Vena Cava drücken und so im schlimmsten Fall die Blutversorgung für das Baby abdrücken. Ein Seitenschläferkissen kann Ihnen helfen, eine gemütliche Position zu finden. Und nach der Geburt können Sie das Kissen als Stillhilfe verwenden.

Grafische Darstellung der empfohlenen Schlafposition auf der linken Seite für Schwangere.

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